19/12/2025
Während in den Fenstern Lichter leuchten, Familien gemeinsam Zeit verbringen und es sich zu Hause gemütlich machen, herrscht auf den Stationen der Arbeitsalltag. Auch für Patient*innen, die das Krankenhaus nicht verlassen können und für Angehörige, die sich zwischen Krankenhausfluren und Familienfeiern aufteilen müssen, bringt die Weihnachtszeit Herausforderungen mit sich.
„Für unsere Patient*innen, die Angehörigen, aber auch für unser Team ist Weihnachten eine intensive, sensible, aber auch bedeutungsvolle Zeit“, sagt Marcel Bittcher. Er ist stellvertretender Leiter der Palliativstation in den Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum. „Weihnachten ist für viele unserer Patient*innen stark mit Familie, Ritualen und Erinnerungen verbunden“, berichtet er. Auch, weil es für einige Patient*innen das letzte Weihnachten sein könnte. Deswegen sehen die Zimmer auf Station 15 in der Weihnachtszeit häufig nicht mehr so sehr nach Krankenhaus aus: Künstliche Tannenbäume, Lichterketten, Weihnachtsdecken, Familienfotos. „Viele Patient*innen und Angehörige holen sich ein Stück Zuhause in Ihre Patientenzimmer“, erzählt Marcel Bittcher.
Und auch wenn die Weihnachtszeit für die Pflegekräfte Arbeitstage sind, sind sie doch anders als im übrigen Jahr: Da werden mal gemeinsam Weihnachtslieder gesungen oder Plätzchen gegessen. „Wir versuchen die Zeit für Patient*innen und Angehörige so angenehm wie möglich zu gestalten." Und: "Man kommt noch einmal anders ins Gespräch,“ so Bittcher. „Die Stimmung in Weihnachtszeit auf der Station einfach besonders.“