Physio-Praxis Sonnenberg & Partner

Physio-Praxis Sonnenberg & Partner Praxis für manuelle Medizin und Sportphysiotherapie

26/10/2022

Belasten? Aber mein Arzt sagte, ich habe Arthrose!

Verschleißerscheinungen des menschlichen Körpers sind eine ganz natürliche Entwicklung - wie die Fältchen im Gesicht, wie der Haarverlust auf dem Kopf. Wünschen wir selbstverständlich keinem 😉

Jedenfalls gilt dies auch für Strukturen in unserem Körper. Typisch ist dies bei unseren großen Gelenken, wie die Hüften und die Knie. Diese können dann auch schmerzen, möglicherweise auch wegen des Verschleißes, aber wie damit umgehen? Jetzt unbedingt schonen, verordnete Schmerzmittel einnehmen oder in den Schmerz hineinarbeiten, weil es dann irgendwann weggeht?

Ganz grundsätzlich: es muss sich an unserer Denkweise etwas verändern.
Denn der menschliche Körper unterscheidet sich im Wesentlichen von etwas, womit wir es gerne vergleichen: einer Maschine.
Stellen wir uns einen verschleißenden Motorkolben vor. Läuft der Motor einfach weiter, dünnt die Struktur aus, läuft heiß und geht irgendwann komplett zu Bruch.

Unser Körper funktioniert genau anders herum!!
Eine Struktur dünnt bei uns aus, wenn sie unterfordert und nicht belastet wird. Bewegung mit Maß und Regelmäßigkeit bringt die Struktur wieder zurück in ihre Funktion und steigert Stück für Stück ihre Belastbarkeit.

Am einfachsten sehen wir dies bei unseren Muskeln: wenn wir regelmäßig adäquat trainieren, werden diese kräftiger und größer.
Genauso funktionieren auch unsere Gelenke, Bandscheiben, Knochen und Bänder! Auch diese werden trainiert, werden dicker und belastbarer.
Und genau dies hat einen direkten Einfluss auf unsere Schmerzprozesse und -empfindungen.

Bewegung kann auch mal schmerzen, unangenehm sein, ermüden. Aber macht man es richtig, ist das kein Zeichen für Gewebsüberlastung, sondern Gewebsanpassung!
Und dies braucht Zeit und Regelmäßigkeit.

Was für Dich genau das Richtige ist, wie Du Deine Schmerzen am besten angehen solltest, und worauf Du achten musst,
dafür sind wir für Dich da! Wir beraten Dich gerne, sodass der nächsten Radtour oder dem Wandertrip nichts mehr im Wege steht.

Bleibt in Bewegung
Euer Physiotherapie Sonnenberg und Berger Praxis Team
Verfasst von: Kamil Nieoczym

21/12/2021

Physiotherapeut/-in (m/w/d) für unseren Standort im Marienhospital Brühl

Wer wir sind:
Die Physiopraxis Sonnenberg und Berger ist Spezialist für hochwertige, qualifizierte und moderne Physiotherapie. Im Herzen von Brühl gelegen hat sich das Unternehmen seit Gründung vor 20 Jahren konsequent durch stetige Weiterentwicklung, hochqualifiziertes Personal und multimodale Behandlungskonzepte als renommierter Partner im regionalen Gesundheitsnetzwerk etabliert.

Wen wir suchen:
Physiotherapeut/-in (m/w/d) in Vollzeit zum ab Februar in unserem Standort im Marienhospital Brühl.
Als Teil unseres gesamten Physioteams bist Du mit Deinen Eigenschaften und Fähigkeiten die Basis für den Erfolg unseres Unternehmens.

Deine Aufgaben:
• perioperative Patientenversorgung
• chirurgisch orthopädische Behandlung/ Nachbehandlung
• Du verstehst Dich als Therapeut, Berater und Coach des Patienten im
interdisziplinären Dialog mit Ärzten und Therapeuten
• Mitentwicklung und Durchführung von Therapieangeboten für das
Krankenhauspersonal

Anforderungen an Dich:
• Du möchtest Dich als Therapeut weiterentwickeln und suchst eine Aufgabe mit Verantwortung und Herausforderungen
• Zu den Schwerpunkten Deiner Arbeit gehört Manuelle Therapie, Trainingstherapie und Lymphdrainage.
• Du arbeitest gerne mit technischen Hilfsmitteln (Befund, Dokumentation, Analysen) und bist offen und kommunikativ im interdisziplinären Umfeld

Wir bieten Dir:
• Ein vielseitiges kollegiales Team in dem Du Dich weiterentwickeln kannst und dabei gefördert wirst
• Eine moderne und gut ausgestattete Praxis mit Trainingsfläche, computergestützte Befunderhebung und Dokumentation, Vernetzung mit dem Standort Franziskanerhof in der Nähe
• Wöchentliche Teambesprechung im Standort Franziskanerhof im gesamten Physioteam, Therapeuten mit viel Erfahrung und mit überdurchschnittlichem Akademisierungsgrad, fachlicher Austausch und interne Fortbildung
• Förderung und Finanzierung von Fortbildungsmaßnahmen, Fortbildungsurlaub
• Multimodale Behandlungsansätze und Therapiemöglichkeiten:
evidenzbasiertes therapeutisches Handeln, moderne Trainingsgeräte in der
Trainingstherapie, Schwingungstraining, sensorgesteuertes Feedbacktraining
• Flexibilität: Vereinbarkeit von Familie und Beruf – eine Herausforderung für
jede Familie. Gemeinsam finden wir eine Lösung die zu Dir passt.

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung über
leitung@physio-sonnenberg.de
,oder Du machst Dich einfach direkt auf den Weg zu uns.

23/11/2021

Bewegung und Schmerz - ein Paradox?

Wenn man Schmerzen hat, würde man meinen, Schonung wäre das beste Mittel der Wahl. Aber stimmt das?

Bezogen auf das Beispiel des Knieschmerzes, zeigt sich ein deutlicher Trend:
Langfristiges, dosiertes Training ist in der Lage, Schmerzen zu reduzieren. Dabei darf bzw. muss man in Kauf nehmen, dass die Schmerzen erstmal mehr werden. Das ist normal!

Hier greift die 24-Stunden-Regel:
Lassen Schmerzen, die durch ein dosiertes Training entstanden sind am Folgetag langsam nach, war das ein einfaches Signal des Körpers: Es besagt, dass eine Anpassung auf ungewohnte Belastung stattfindet!
Bleibt der Schmerz bestehen, oder wird dieser sogar mehr, war die Belastung zu hoch und muss angepasst werden.

Studien zeigen demnach, dass ein Schmerz im Laufe von 4 Wochen um 25% reduziert werden kann. Und das, obwohl der Schmerzpegel erstmal leicht ansteigt - das ist völlig normal!

Wie richtig dosiert werden muss, wie man in speziellen Situationen agieren soll, dafür stehen

Wir für Euch

zur Verfügung und beraten.

Bleibt in Bewegung
Eure Physiotherapie Sonnenberg und Berger
Verfasst von Kamil Nieoczym

Quellen: The Benefits of Strength Training on Musculosceletal System Health: Practical Applications for Interdisciplinary Care. Sports Med (2020). Maestroni et al.

25/05/2021

Rückenschmerz? Was nun?

Schonmal die Situation gehabt, dass plötzlich Rückenschmerzen aufgetreten sind und man nicht wusste, was man dagegen machen soll?
Arzt? Physio? Medikamente? Schonen? Oder doch gleich ins Krankenhaus?

Erstmal: keine Panik.

Über 70% aller Deutschen werden statistisch gesehen Rückenbeschwerden bekommen - und das mindestens ein Mal.
Ein schnelles Screening eines gut geschulten Physiotherapeuten zeigt, ob es sich um etwas ernsthaftes handelt. Selbstverständlich werden Sie bei Notwendigkeit auch zur ärztlichen Abklärung weiterverwiesen!

Ist erstmal Entwarnung gegeben, stellt sich die Frage, welche Behandlungsmethode zu bevorzugen ist.
Die üblichen „Verdächtigen“ sind:
- [ ] Bewegungstherapie
- [ ] Wärme
- [ ] Manuelle Therapie
- [ ] NSAR (nicht-stereoidales Antiphlogistikum —> antiinflammatorisch)
- [ ] Opioide (Schmerzhemmer)

Diese Maßnahmen wurden nun im Vergleich auf ihre Effektivität (Schmerz und Funktion) untersucht.
Mit Hilfe einer sogenannten „Netzwerkmetanalyse“ konnten mehrere Maßnahmen miteinander verglichen werden. Die Studie von Bargeri et al (2021) hat dafür randomisiert, kontrollierte Studien verwendet, die einen möglichst hohen Wert an wissenschaftlicher Tragweite aufbringen.

Es konnte festgehalten werden, dass kurzfristig in der Linderung von akutem und subakutem Rückenschmerz NICHT(!)-medikamentöse Maßnahmen bei Rückenschmerz am effektivsten waren.
Demnach waren Edukation (Was ist mit mir? Was darf ich? Was kann ich tun?), Bewegungstherapie und Manuelle Therapie effektiver in der Behandlung als Entzündungs- und Schmerzhemmer. Jede Maßnahme wurde mit einem Placebo oder einer nicht beeinflussten Kontrollgruppe verglichen.
Langfristige Effekte waren wissenschaftlich fragwürdig, da die Belegbarkeit unzureichend gewesen ist.

Kommen Sie mit Ihrem Rückenschmerz zu uns und wir werden Sie medizinisch beraten.

Bleibt in Bewegung!
Eure Physiopraxis Sonnenberg und Berger
Verfasst von Kamil Nieoczym

Quelle:
Effectiveness of treatments for acute and subacute
mechanical non-specific low back pain: a systematic
review with network meta-analysis (2021). Bargeri et al.

https://www.scinexx.de/businessnews/bewegungsmangel-und-muskelaufbau-ernaehrung-und-bewegung-im-einklang/ .. und wir unt...
17/03/2021

https://www.scinexx.de/businessnews/bewegungsmangel-und-muskelaufbau-ernaehrung-und-bewegung-im-einklang/
.. und wir unterstützen und beraten Euch dabei, Eure Ziele zu erreichen und langfristig zu halten.
Bleibt in Bewegung,
Eure Praxis Sonnenberg

Wer rastet, der rostet. An diesem berühmten Sprichwort ist wirklich etwas dran. Wenn wir uns nicht regelmäßig bewegen, dann baut unser Körper insgesamt ab. Durch sitzende Tätigkeiten im Beruf ist Bewegungsmangel zu einem chronischen Übel in der Bevölkerung geworden. Die Folgen sind jedoch nic...

12/02/2021

Frozen shoulder

Schulterbeschwerden gehören zu den einschränkendsten und langwierigsten Beschwerden des Bewegungssystems. Häufige Ursachen dafür liegen in der Lebensweise, dem Haltungs- und Bewegungsverhalten und der alltäglichen Schulterbewegung. Dies kann ursächlich in den Extremen des „zu wenig“-bewegen (z.B. Schreibtisch-Beruf) bis hin zu dem „zu viel“-bewegen (z.B.Handwerker, Über-Kopf-Berufe) liegen.

Nicht selten können diese Beschwerden aber über Monate hinaus bestehen, mit einer Tendenz zur Verschlechterung.
Bei einem Beschwerdebild mit folgenden Auffälligkeiten:

-Starke Nachtschmerzen (sie wecken, lassen nicht wieder einschlafen)
-Starker Bewegungseinschränkung in alle Richtungen
-Bewegungen unterhalb der Schulterhöhe werden deutlich bevorzugt
-Sehr starken, bewegungsabhängigen Schmerzen
-Seit mindestens 4 Wochen eine Schmerzskala 7 von 10

und den folgenden Voraussetzungen:

Typisch zwischen dem 40.-60. Lebensjahr
Unauffällige Röntgen/ MRT /CT - Bilder

muss eine sogenannte Eis-Schulter (frozen shoulder) in Betracht gezogen werden.

Diese ist in ihrem Verlauf besonders, da sie nach aktuellem, wissenschaftlichem Stand hauptsächlich in 4 Phasen abläuft:

1) Initialphase (nur Nachtschmerz) bis 3 Monate
2) Einsteifungsphase (Schmerzen + Verfestigung) bis 6 Monate
3) Steife Phase (weniger Schmerzen, eher Festigkeit) etwa 6 Monate
4) Auftauphase (weniger Schmerzen, langsam besser werdende Beweglichkeit) bis 9 Monate

Behandlung:
Aktuell wird noch geforscht. Nach momentaner Evidenz wird empfohlen, phasenentsprechend zu behandeln.
Das bedeutet:

Ist der Schmerz GRÖßER als die Bewegungseinschränkung, soll im möglichst schmerzfreien Bereich behandelt werden. Dazu zählen Methoden des aktiv/assistiven und passiven Bewegens, Sympathikotonus-Regulation über Manuelle Therapie in Kombination mit Schmerzmedikation und ärztlicher Kortisonbehandlung.

Ist der Schmerz GERINGER als die Bewegungseinschränkung, soll intensivere, am Bewegungsende stattfindende Manuelle Therapie zur Bewegungserweiterung der Schulter durchgeführt werden.

Die Literatur weist darauf hin, dass ergänzend bei einem langwierigem Verlauf eine Extrakorporale Stoßwellentherapie und die Gabe von Calcitonin angewendet werden kann. Dies sollte ärztlich abgeklärt werden.
Für weitere Fragen und eine therapeutische Einschätzung, stehen wir Euch gerne zur Seite!

Bleibt in Bewegung,
Euer Physio-Team Sonnenberg
(verfasst von K. Nieoczym)

03/11/2020

Die Haltung - Das böse Sitzen??

Ein Großteil unserer Gesellschaft ist der stetigen Modernisierung unterworfen. Viele müssen ihren Berufsalltag am Schreibtisch verbringen, immer häufiger vor dem PC. Dies kann zu Beschwerden führen:
Verspannter Nacken, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen usw.

Folgerichtig macht man sich Gedanken, wie man korrekt am Schreibtisch sitzen sollte.
Fachliteratur gibt eine Empfehlung vor:
Knie und Hüfte, sowie die Ellenbogen sollten sich im Bereich vom rechten Winkel (ca. 90 Grad) befinden. Währenddessen eine aufrechte Haltung mit entspannter Nacken-/Schulterpartie.

ABER!
Eine Studie hat diese Empfehlung hinterfragt, mit folgendem Ergebnis:

Schlussendlich ist es egal, wie man sitzt!
Die Haltung ist ein Ausdruck seines eigenen Befindens und ist frei, variieren zu dürfen. Folgende Anhaltspunkte sollten dabei beachtet werden:
Die Haltung am Schreibtisch sollte bequem und auf einen angepasst sein. Dies gilt gleichermaßen für die Bildschirmhöhe.

Die Bewegung während längerer Sitzphasen ist entscheidend!

Der Körper verbindet Inaktivität mit Krankheit. Also heißt die Regel: möglichst für maximal 1 Stunde sitzen bleiben, danach für einige Zeit in den Stand wechseln.
Noch einfacher: der Stunden-Rhythmus. Innerhalb einer vollen Stunde 8-10 Minuten stehend/gehend verbringen.

1. Merksatz: Die beste Haltung ist die nächste Haltung!

Haltungen auszuprobieren, die einem entgegenkommen, die man sogar bewusst vermieden hat, können Beschwerden lindern. Erzwungene Sitzpositionen, die die Wirbelsäule vermeintlich entlasten, können zu Ängsten führen und sind nicht wissenschaftlich belegt!

2. Merksatz: Die Wirbelsäule ist SEHR robust

Kleine Entlastungsübungen zur Anregung der Durchblutung werden ebenso empfohlen. Welche Übungen sinnvoll sind, sollte im persönlichen Gespräch individuell zugeschnitten werden und so Ihren Möglichkeiten und Bedürfnissen entsprechen.

Wir sind für Nachfragen für Euch da und
Bleibt in Bewegung!
Eure Physio-Praxis Sonnenberg und Partner

Ein neues und auf die Behandlung von Risikopatienten abgestimmtes Hygienekonzept ermöglicht eine infektionssichere Patie...
26/10/2020

Ein neues und auf die Behandlung von Risikopatienten abgestimmtes Hygienekonzept ermöglicht eine infektionssichere Patientenversorgung an allen Standorten unserer Physio-Praxis. Im Interview erläutert Geschäftsführer Falko Berger und Dirk Sonnenberg den hohen Nutzen der eingesetzten TAC V+ Raumluftreiniger und gibt zudem einen Einblick in den nun infektionssicheren Praxisbetrieb.

https://youtu.be/vRRKP-uQS18

Der Physiotherapeut Falco Berger berichtet über seine Entscheidung, seinen Patienten und Mitarbeitern mit dem Hochleistungsluftreiniger TAC V+ der Firma TROT...

13/11/2019

Rückenschmerz erklärt - Teil 1: Gehörst Du tatsächlich zu den 10%?

Rückenschmerzen.
Beinahe jeder hatte sie mal. Lokale Schmerzen im unteren Rücken, gerne auch ausstrahlend in eine oder beide Gesäßhälften, manchmal sogar bis zum Oberschenkel. Es schränkt in der Bewegung ein, Wärme hilft etwas, aber ein Hauptsymptom besteht: Schmerzen. Und sie bleiben!

Statistisch gesehen sind 70% von uns betroffen und haben im Lebensverlauf wenigstens einmal diese Beschwerden.

Doch was macht man damit? Beißt man sich auf die Zähne, geht zum Arzt, schluckt Schmerztabletten, lässt sich krankschreiben oder bleibt gar im Bett liegen?
Ziel dieser Serie wird sein, dass Du besser mit dem Schmerz umgehen kannst und zukünftig weißt, was zu tun ist. Und wir helfen Dir dabei.

Die häufigste Form des Rückenschmerzes wird „unspezifischer Rückenschmerz“ genannt.
Etwas ernüchternd, aber es gibt keine konkrete Ursache, keinen strukturell erkennbaren Auslöser für den bestehenden Schmerz. Daher wird er unspezifisch genannt.
Wichtig: bei 90% aller Rückenschmerzen handelt es sich um unspezifischen Rückenschmerz! Ohne unmittelbaren Grund, ohne direkte Ursache!
Man spricht beim unspezifischen Rückenschmerz von einem ganz normalen Zustand, einem sogenannten „Rückenschnupfen“, der wieder vergehen wird. Diese Beschwerden können sogar bis zu 12 Wochen anhalten!

Was kann man also dagegen machen, wenn es fast grundlos auftritt?
Es häufen sich die Anzeichen, dass Bewegungsmangel und fehlender Sport einen großen Einfluss auf das Entstehen von Rückenschmerzen hat. Es entstehen infolgedessen Defizite in Kraft, Ausdauer und der Fähigkeit der muskulären Ansteuerung (Koordination) der Rumpfmuskulatur. Zusätzlich entsteht ein deutlicher Abbau der Rückenmuskulatur und eine negative Anpassung des zentralen Nervensystems (siehe Beitrag Physiologie Schmerz).

Nun sind die Schmerzen da, was nun?
Bei dieser Diagnose wird Physiotherapie empfohlen. Dazu gehört Edukation, Behandlung und Bewegung - auch in Form von Übungshausaufgaben.
Interessant: Studien zeigen, dass eine Bewegungstherapie im Vergleich zu einer rein medikamentösen Behandlung sogar besser wirkte.

Es ist also möglich, schmerzfrei zu werden, ohne Medikamente einzunehmen!

Typischerweise sind Personen betroffen, die sich im Alltag wenig bewegen und keinen Sport treiben. Gemeint sind Arbeitstätige in sitzenden Berufen (bspw. Schreibtisch, Auto fahren), aber auch diejenigen, die ständig auf den Beinen sind.
Es gibt keine falsche Haltung! Die Abwechslung, die nächste Haltung ist die Richtige. Studien haben gezeigt, dass besonders einseitige Belastungen, insbesondere am Arbeitsplatz, führen zu Beschwerden des Bewegungsapparates.

Wir sind für Nachfragen für Euch da und
bleibt in Bewegung!
Eure Physis-Praxis Sonnenberg und Partner

P.S.:
Wer aufmerksam gelesen hat, wird sich möglicherweise gefragt haben, ob es auch „spezifischen Rückenschmerz“ gibt. Ja, den gibt es. Dazu mehr in einem weiteren Beitrag… ;)

Quellen:

Haag, T. Et al. 2018. The evidence of physical activity and training for the therapy of chronic non-specific low back pain. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin 7-8.2018

Foster et al. 2018. Prevention and treatment of low back pain. Lancet 3/2018

01/05/2019

Die Arthrose Teil:1 - eine Einführung

Arthrose wird als eine degenerative (durch Verschleiß bedingt) Erkrankung angesehen, die irreversibel ist. Durchschnittlich ab dem 55. Lebensjahr steigt dieser Anteil stark an. Im Ranking nimmt die Arthrose den zweiten Platz der häufigsten Gründe für einen Arztbesuch ein.
Die Beeinträchtigungsspanne reicht von einer akut-aktivierten, bis hin zu einer regelmäßig schmerzenden Arthrose.

Doch was kann man dagegen machen?
Die Maßnahmen reichen von Schmerzmedikationen bis hin zur Operation. Ob eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) oder ein Gelenkersatz in Frage kommt, wird im Einzelfall entschieden.
Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten dagegen vorzugehen:
Physiotherapie!

Zum einen gilt das genaue Verständnis der Veränderung des betroffenen Gelenks als Voraussetzung.
- Die Beeinträchtigung eines Gelenks betrifft Gelenkfläche, Bänder, Sehnen und Muskeln
- Ein Röntgen/MRT/CT hat keine Aussagefähigkeit über die Beeinträchtigung
- Die Schmerzempfindung ist bei jeder Person anders (siehe Beitrag „Schmerz“)
- Arthroseentwicklung ist selbstständig beeinflussbar

Zum anderen haben Studien gezeigt, dass sich eine Mischung aus Manueller Therapie und gezielter Trainingstherapie als sehr effektiv und klinisch relevant herausgestellt hat.
Wichtig ist, diese Behandlung eng mit Arzt und Therapeut abzusprechen.
Weiterer Vorteil: diese konservative Behandlungsmethode ist effektiver als eine rein medikamentöse und ist zusätzlich beinahe ohne Nebenwirkungen.
Je nach Zustand und Fortschritt der Arthrose, besteht eine sehr gute Aussicht auf Erfolg, da starke Beschwerden nachweislich reduziert werden können.
Sollte aber immer noch eine OP bevorstehen, gibt es einen eindeutigen Vorteil: „better in is better out“:
Durch einen besseren (Trainings)Zustand wird die Rehabilitationsphase nach der OP begünstigt.
Selbstverständlich ist eine intensive Physiotherapie nach dem Eingriff zwingend notwendig, um eine optimale Belastbarkeit zu erreichen.

Und dabei helfen wir Euch gerne!
Wir weitere Fragen stehen wir Euch ebenfalls zur Verfügung.

Bleiben Sie in Bewegung!
Eure Physio-Praxis Sonnenberg und Partner

Quellen:
Schiphof et al. Osteoarthritis in review 2017: rehabilitation and outcomes. Osteoarthritis and cartilage 2017.
Hucke et al. Arthrose. Klinik-Diagnostik-Management. Springer Verlag 2016

14/04/2019

Thema:
Was sind Schmerzen - eine Einführung (Teil 1)

Schmerzen sind ein vorrangiger Grund, weswegen die Menschen ihren Arzt oder den Therapeuten ihres Vertrauens aufsuchen.
Doch was sind Schmerzen? Welche Funktion haben sie?

Zum Einstieg, Schmerzen sind individuell und jeder verspürt sie anders. Sie fungieren als Schutzsystem des Körpers, sodass sich bei Gefahr von Verletzung von Körpergewebe ein Schmerzgefühl einstellt. Dadurch soll das Gewebe geschützt werden.

Demnach: Schmerz bedeutet nicht sofort Schaden!

Schmerzempfinden stellt sich bereits früher ein. Sobald der Körper eine Belastung als Gefahr einstuft, dass eine Verletzung befürchtet wird, erreichen unser Gehirn die ersten Warnsignale.

An dieser Stelle wird der individuelle Teil von Schmerzempfinden deutlich:
Dieser wird von Kontextfaktoren, also Informationen, die man mit der Zeit als Erfahrungen gesammelt hat, beeinflusst. Dazu gehören zum Beispiel Überzeugungen, Wissen, das man sich angeeignet hat und Einflüsse der Umwelt.
Beispielsweise die Erfahrungen aus der Umwelt, wenn man mit einem Bandscheibenvorfall konfrontiert wurde. Dies kann dazu führen, dass die eigenen Schutzsysteme übervorsichtig und überbeschützend werden.
Das bedeutet nicht, dass man „übertreibt“ oder empfindlich ist. Es wird angelernt, früher ein Signal des Nervensystems wahrzunehmen.

Zusätzliche, negativ beeinflussende Faktoren sind Suchtverhalten (Zi******en, Alkohol, einseitige Ernährung etc.), Stress, schlechte Stimmung und (berufliche) Unzufriedenheit.

Folglich sind Schmerzen, die über eine lange Zeit anhaltend sind und immer wieder kommen (chronische Schmerzen) am besten in den Griff zu bekommen, indem man sie versteht und ihren Ursprung nachvollziehen kann.
Das Schmerzsignal wird im Gehirn bewertet - ob Gewebe beschädigt wird oder nicht. Erkennt man körperliche Belastungen als nicht schädlich an, kann die Erwartungen von Schmerz und der Befürchtung vor Verletzung direkt das Schmerzempfinden reduzieren.

Eine gesteigerte Bewegung im Alltag entspricht einem verringertem Schmerzempfinden (Verweis auf folgende Beiträge zum Thema „Bewegung und Schmerz“).
Selbstverständlich gilt diese Aussage unter Vorbehalt einer medizinischen Untersuchung.
Wollen Sie mehr erfahren, eine individuelle Beratung erhalten, wie Sie selbstständig ihren Weg aus den Schmerzen finden, sind Sie bei uns genau richtig um sich beraten zu lassen.

Bleiben Sie in Bewegung!
Eure Physio-Praxis Sonnenberg und Partner

Quelle:
Gallaccui, G. Schmerzkompendium: Schmerzen verstehen und behandeln. Thieme Verlag 2001

27/01/2019

Hallo und herzlich Willkommen zu unserer brand-neuen Facebook-Page!

Zum Beginn des neuen Jahres sind wir ab heute hier im Social Media vertreten und möchten Euch unser Team, unsere Arbeit und gesundheitsrelevante Themen näherbringen. Dabei soll es hauptsächlich um folgende Bereiche gehen:

-Physiotherapie aktuell und ihre Zukunft

-Patienteninformationen und Wissenswertes – kompakt und einfach erklärt
(z.B.: Schmerzen und ihre Bedeutung, Welche Behandlungsmethoden gibt es? Evidenzbasierte Therapie - Was ist der aktuelle Stand?)

-Training & Bewegung
(z.B.: Welche Trainingsformen sind anerkannt? Welche Trainings-Empfehlungen sind wissenschaftlich erwiesen?)

-Einblicke und Themen aus dem Praxisalltag

In regelmäßigen Zeitabständen bekommt Ihr hier Eure Infos einfach und auf das wichtigste reduziert.

Zusätzlich möchten wir mit Euch gemeinsam das Interesse auf das Thema Gesundheit lenken und Vorträge anbieten, die Euch beschäftigen und interessieren. Selbstverständlich gehen wir auch auf Eure Wünsche ein!

Wir freuen uns auf Euer Feedback, interessante Diskussionen und Anregungen!

Viele Grüße, Euer Praxisteam Sonnenberg & Partner

13/01/2019

Suchen ab sofort Physiotherapeuten!

Adresse

Brühl

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Physio-Praxis Sonnenberg & Partner erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Praxis Kontaktieren

Nachricht an Physio-Praxis Sonnenberg & Partner senden:

Teilen

Kategorie