Naturheilpraxis Jean-Peter Lange

Naturheilpraxis Jean-Peter Lange Ich bin seit 35 Jahren Heilpraktiker, behandle und berate seit 30 Jahren in meiner Vollzeitpraxis.

Das Lebendige muss sich in ständiger innerer Bewegung befinden, um in einem veränderten Umfeld immer das gleiche Wesen zu bleiben. Als Heilpraktiker begeben wir uns auf die Suche nach verborgenen Gründen für Ihre gesundheitlichen Probleme, die nicht selten sogar die offensichtlichen Gründe sind. Nicht jede Erkrankung oder jedes Leiden kann mit Hilfe der Lehrmedizin durch die Einnahme von klassischen Medikamenten nachhaltig gelöst werden. Mit bewährten Diagnoseverfahren gehen wir der Sache auf den Grund und finden die Auslöser für Ihr Leiden. Zunächst nehmen wir uns in der Regel ausreichend Zeit für ein intensives Gespräch. Durch eine sehr frühe Diagnose von Funktionen und Organen, dem Aufspüren von umwelttoxischen Belastungen und der gezielten Heilung geschädigter Systeme unterscheiden wir uns in der Vorsorge von der klassischen Lehrmedizin. Durch erfahrungsheilkundliches Fachwissen, innovative Methodik und breites Therapiespektrum biete ich Ihnen eine erstklassige Behandlung.

07/01/2026

Trotzdem die medizinische und technologische Wissenschaft stetig Fortschritte macht, bestehen noch immer viele Risiken für Ihre Gesundheit.
Daten der Weltgesundheitsorganisation [1] und der Global Burden of Disease Study [2] zeigen: Es lassen sich klare Risikofaktoren herausstreichen, die die Lebensdauer verkürzen und zu vorzeitigen Todesfällen führen. Diese Faktoren sind oft vermeidbar und hängen mit Lebensstil, Umwelt und frühen Lebensbedingungen zusammen.

Die wichtigsten 8 der 88 untersuchten Risikofaktoren
Deren Behebung könnte vielen Millionen Menschen ein deutliches Mehr an Lebenszeit und Lebensqualität bringen.

1) Bluthochdruck
Hoher Blutdruck (Hypertonie) ist einer der führenden Risikofaktoren für vorzeitigen Tod. Laut WHO ist er verantwortlich für einen Großteil der Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die die häufigste Todesursache weltweit darstellen. Liegt der systolische Blutdruck über 130 mmHg, belastet das die Arterien und kann zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und Nierenschäden führen. Die WHO schätzt, dass Hypertonie jährlich über 10 Millionen Todesfälle verursacht und die Lebenserwartung um bis zu 5 Jahre verkürzen kann.

Statistiken zeigen: Etwa 1,28 Milliarden Erwachsene weltweit leiden an Hypertonie, viele davon ohne es zu wissen. In Ländern mit niedrigem Einkommen ist die Prävalenz höher, da der Zugang zu Medikamenten fehlt.

Zu den Risikofaktoren für Hypertonie gehören: Übergewicht, salzreiche Ernährung, Stress und Bewegungsmangel.

Die wichtigsten Faktoren um Bluthochdruck zu verhindern bzw. zu behandeln sind:

regelmäßiges Blutdruckmessen und ggf. medikamentöse Behandlung,
ausgewogene Ernährung mit wenig Salz (unter 5 g täglich),
körperliche Aktivität (mindestens 150 Minuten pro Woche),
Gewichtsreduktion.
2) Luftverschmutzung und Feinstaubbelastung
Luftverschmutzung und Feinstaub sind unsichtbare Killer. Als Feinstaub werden Partikel ab einer Größe von 2,5 Mikrometer verstanden. Laut WHO verursacht er jährlich 7 Millionen vorzeitige Todesfälle. Die Partikel dringen in die Lunge und den Blutkreislauf ein, was zu Atemwegserkrankungen, Herzproblemen und Krebs führt. Die Lebenserwartung in stark verschmutzten Städten wie Delhi oder Peking kann um 5 Jahre verkürzt werden.

Aktuelle Daten zeigen: Mehr als 90 % der Weltbevölkerung atmet Luft ein, die die WHO-Richtlinien überschreitet [3]. In städtischen Gebieten ist der Feinstaub aus Verkehr, Industrie und Haushaltsbränden der Hauptverursacher. Kinder und Ältere sind besonders gefährdet; bei Kindern kann es zu Entwicklungsstörungen kommen. Die Global Burden of Disease Study attestiert, dass Feinstaub der zweithäufigste Risikofaktor für Gesundheitsverluste ist.

Präventivmaßnahmen umfassen den Übergang zu erneuerbaren Energien, strengere Emissionsstandards und persönliche Schutzmaßnahmen wie Masken oder der Gebrauch von Luftfiltern in verschmutzten Gebieten.

Auch der Einsatz von Luftfiltersystem im eigenen Haushalt kann die Luft nachhaltig bessern.

3) Rauchen
Rauchen ist ein klassischer Risikofaktor, der laut WHO 8 Millionen Todesfälle pro Jahr verursacht, davon 1,2 Millionen durch Passivrauchen. Nikotin und Teer schädigen Lunge, Herz und Gefäße, was zu Lungenkrebs, COPD und Herzinfarkten führt. Die Liste an negativen Konsequenzen für die Gesundheit ist lang [4].

Im Jahr 2025 rauchen noch immer über 1 Milliarde Menschen, trotz Rückgängen in hochentwickelten Ländern. Jugendliche rauchen zunehmend sogenannte E-Zigaretten. In Ländern wie China und Indonesien ist die Prävalenz hoch, was die globale Lebenserwartung drückt.

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Rauchers ist um bis zu 10 Jahre kürzer als die eines Nichtrauchers.

Aufzuhören lohnt sich: Nach wenigen Jahren sinkt das Krebsrisiko um mehr die Hälfte.

Prävention umfasst Nikotinersatztherapien, Beratung und gesetzliche Verbote wie Werbebeschränkungen. Auch Hypnotherapie, Akupunktur und Psychotherapie können helfen und natürlich dankt es nicht nur die Gesundheit, sondern auch der Geldbeutel wenn Sie mit dem Rauchen aufhören.

4) Übergewicht und Adipositas
Übergewicht (BMI >25) bedingt laut WHO 4 Millionen Todesfälle pro Jahr. Es erhöht das Risiko für Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs, aber auch psychischen Erkrankungen wie Depression und Angstzuständen. Übergewicht verkürzt die Lebenserwartung um 2 bis 4 Jahre pro 5 BMI-Punkte. Aber: Auch Untergewicht (BMI < 18,5) kann negative Gesundheitsfolgen bedingen [5].

Mehr als ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung im deutschsprachigen Raum sind übergewichtig. Mehr als 1,9 Milliarden Erwachsene weltweit sind weltweit übergewichtig, 650 Millionen gelten als adipös und weisen einen BMI > 40 auf. Auch die Zahl übergewichtiger Kinder nimmt seit Jahren kontinuierlich zu.

Die Prävention ist vielschichtig und umfasst eine ausgewogene Kalorienaufnahme und möglichst viel Bewegung.

Auch die Politik ist gefragt: Werbemaßnahmen gegen leere Kalorien, wie man sie oft in Fast Food findet oder eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke (wie von der WHO empfohlen) können positive Wirkungen zeigen.

5) Zu wenig Bewegung
Wer sich zu wenig bewegt, verkürzt sein Leben und erhöht die Wahrscheinlichkeit für Erkrankungen. Deshalb stuft die WHO Bewegungsmangel als einen der führenden Risikofaktoren für vorzeitige Sterblichkeit ein.

Zu wenig körperliche Aktivität erhöht das Risiko vorzeitig zu sterben um rund ein Drittel - im Vergleich zu ausreichend körperlich aktiven Menschen.

Empfohlen werden: 150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive körperliche Aktivität.

Bewegungsmangel fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, Krebsarten wie Brust- und Dickdarmkrebs, Übergewicht und Depressionen. Er schwächt das Immunsystem, reduziert die Muskel- und Knochengesundheit und kann die Lebenserwartung um mehrere Jahre verkürzen [6].

Aktuelle Daten aus 2024 zeigen, dass weltweit etwa ein Drittel aller Erwachsenen nicht die WHO-Empfehlungen erfüllen. In hochentwickelten Regionen sind Menschen häufiger zu wenig aktiv. Unter Jugendlichen mit sehr viel Bildschirmzeit betrifft Bewegungsmangel in manchen Regionen mehr als drei Viertel aller Jugendlichen.

Dabei sind schon einfache Aktivitäten sehr positiv für die Gesundheit: Regelmäßige Aktivitäten wie Gehen, Radfahren, Sport oder Alltagsbewegung wie Treppen steigen senken das Risiko für Erkrankungen um mindestens 30 %. Die WHO empfiehlt die Integration in den Alltag. Auch hier wäre der politische Wille für eine bessere Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer wünschenswert.

6) Zu viel Salz in der Ernährung
Eine Ernährung mit zu hohem Salzgehalt ist ein bedeutender Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hoher Salzkonsum erhöht den Blutdruck, was neben Hypertonie zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und Magenkrebs führen kann.

Laut der WHO verursacht eine zu salzige Nahrung weltweit etwa 3 Millionen Todesfälle jährlich und verkürzt die Lebenserwartung um mehrere Jahre. Das betrifft besonders Regionen mit hohem Verzehr verarbeiteter Lebensmittel.

Die WHO empfiehlt weniger als 5 Gramm Salz pro Tag. Der durchschnittliche Salzverzehr liegt weltweit bei über 10 Gramm.

Die Prävention ist denkbar einfach: Salzreduktion in der Ernährung. Wichtig ist, sich bewusst zu werden, dass viele Speisen verstecktes Salz enthalten. Das betrifft vor allem verarbeitete und hochverarbeitete Lebensmittel wie Fertiggerichte oder Essen aus Konservendosen. Hier hilft der Blick aufs Etikett.

7) Ernährung mit zu wenigen Vollkornprodukten
Die WHO zählt eine an Vollkornprodukten arme Ernährung zu den führenden diätetischen Risikofaktoren für ein kürzeres Leben. Vollkornprodukte wie Vollkornweizen oder brauner Reis enthalten reichlich Ballaststoffe, Vitamine und Antioxidantien, die Entzündungen reduzieren und das Herz schützen.

Ein geringer Verzehr erhöht das Risiko für Herzkrankheiten, Diabetes Typ 2, Dickdarmkrebs und Schlaganfälle. Die WHO geht weltweit von mehr als 3 Millionen vermeidbare Todesfälle aus, wenn dieser Ernährungsfaktor verbessert würde.

Eine Vielzahl an Studien zeigt: Mit einem höheren Verzehr von Vollkornprodukten können das Risiko für Herzkrankheiten um 20–30 % gesenkt und die Lebenserwartung deutlich verlängert werden [7].

Einfache Maßnahmen sind: Vollkornmehl statt Weißmehl, braunen anstatt weißen Reis zu verzehren.

8) Schlechte Trinkwasserqualität
Schlechte Trinkwasserqualität führt zu Infektionen wie Durchfall, Cholera und Typhus. Die WHO schätzt, dass unsicheres Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene jährlich über 1 Million Todesfälle verursachen, hauptsächlich durch Durchfallerkrankungen bei Kindern. Es verkürzt die Lebenserwartung in Entwicklungsländern um Jahre und trägt zu Unterernährung bei.

Auch in westlichen Ländern nimmt die Trinkwasserqualität seit Jahrzehnten ab. Es ist kein Zufall, dass immer mehr Menschen auf Mineralwasser aus hochqualitativen Quellen umstellen oder Wasserfilter in ihren Haushalten einbauen lassen. Auch im deutschsprachigen Raum hat die Zahl an chemischen Rückständen und hormonell aktiven Stoffen in den letzten Jahren zugenommen.

Die WHO empfiehlt auch hier Mittel zur Prävention:

Zugang zu sauberem Wasser in Entwicklungsländern,
Verbesserung der bestehenden Infrastruktur,
Wasserfilter nicht nur auf Gemeindeebene, sondern bei Bedarf auch im eigenen Haushalt.

Fazit
Diese 8 auf WHO-Daten basierenden Faktoren zeigen, dass viele Lebensjahre gerettet werden könnten. Durch bewusste Lebensführung und wenn die Politik ihren Gestaltungsspielraum ernst nimmt, kann die globale Lebenserwartung steigen. Aber vor allem kommt es auf Sie an: Handeln Sie jetzt für ein längeres, gesünderes Leben.

World Health Organization. Noncommunicable diseases. World Health Organization 2024; https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/noncommunicable-diseases
Brauer M et al. Global burden and strength of evidence for 88 risk factors in 204 countries and 811 subnational locations, 1990–2021: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2021. Lancet 2024; https://doi.org/10.1016/s0140-6736(24)00933-4
Wise J. (2023). Pollution: 90% of world population breathes air that exceeds WHO targets on particulate matter. BMJ 2023; https://doi.org/10.1136/bmj.p615
Dai X et al. Health Effects Associated with smoking: a Burden of Proof Study. Nature Medicine 2022; https://doi.org/10.1038/s41591-022-01978-x
Bhaskaran K et al. Association of BMI with Overall and Cause-Specific Mortality: A Population-Based Cohort Study of 3·6 Million Adults in the UK. The Lancet Diabetes & Endocrinology 2018; https://doi.org/10.1016/s2213-8587(18)30288-2
Warburton DER, Bredin SD. Health Benefits of Physical Activity: A Systematic Review of Current Systematic Reviews. Current Opinion in Cardiology 2017; https://doi.org/10.1097/hco.0000000000000437
McRae MP. Health Benefits of Dietary Whole Grains: An Umbrella Review of Meta-Analyses. Journal of Chiropractic Medicine 2017; https://doi.org/10.1016/j.jcm.2016.08.008

07/01/2026

Omega-3 Fettsäuren zeigen positive Effekte auf gesundes Altern

Angesichts der rasanten Fortschritte in der Biomedizin und der Epigenetik ist der Paradigmenwechsel hin zur aktiven Gestaltung der Langlebigkeit (new Hype "Longevity") ein mittlerweile sehr präsentes Thema. Hierbei geht es nicht um den Wahn der ewigen Jugend, sondern um die fundierte Entscheidung, die eigene biologische Uhr mit Fokus auf Vitalität und Lebensqualität in jedem Alter aktiv zu unterstützen. Eine tägliche Einnahme von bspw. 1g EPA+DHA über 3 Jahre konnte nachweislich die biologische Alterung um knapp 4 Monate verlangsamen. Die Intervention in dieser Studie umfasste die tägliche Kombination aus Omega-3 und Vitamin D (2.000 IE) sowie regelmäßiger Aktivität (3x30 Min/Woche), welche additive Effekte auf das biologische Alter zeigen konnte. Als Einzelintervention zeigte nur Omega-3 eine signifikante Auswirkung auf das Altern (Bischoff-Ferrari et al.).

Die Daten eines griechisch-britischen Forschungsteams bestätigen dies. Sie zeigen, dass ein Ersatz von gesättigten Fettsäuren durch PUFAs, speziell Omega-3, in Kombination mit einem hohen Ballaststoffgehalt mit einer größeren Telomerlänge der Leukozyten korrelierte. Schrumpfen die Telomere langsamer, bleibt die Zelle länger teilungs- und funktionsfähig. Dies kann sich wiederum positiv auf die Lebenserwartung auswirken.
Ebenso stehen die kognitiven Funktionen, die sich mit dem Alterungsprozess verändern, nachweislich mit der Versorgung an marinen Omega-3 Fettsäuren in Verbindung. Dies beschreibt ein Review umfänglich, der erst jüngst im Journal Nutrition Research Reviews der Cambridge University Press erschien.

Auch an konkreten Alterserscheinungen lassen sich mögliche Verbindungen zum Versorgungsstatus der marinen Omega-3 Fettsäuren erkennen: über 1100 koreanische Personen im Alter von 70-84 Jahren wurden 6 Jahre lang beobachtet. Teilnehmende mit Gebrechlichkeit wiesen einen niedrigeren Omega-3 Index auf als Gleichaltrige ohne Gebrechlichkeit. Dabei korrelierte ebenso die Häufigkeit von langsamer Gehgeschwindigkeit, Gewichtsverlust und geringer körperlicher Aktivität invers mit dem Omega-3 Index. Die Ergebnisse legen laut den Autoren nahe, "dass die Gabe von Ω-3 PUFA einen Nutzen bei der Prävention des Fortschreitens von Gebrechlichkeit und der Sterblichkeit bei älteren Menschen bietet".

Wie kann man nun selbst jeden Tag Einfluss darauf nehmen, in welchem Tempo der eigene Alterungsprozess abläuft? Die gute Nachricht: Es geht nicht um Wundermittel, sondern um konsistente, kleine Entscheidungen.

Wenn Sie Lust haben, hätten wir hier ein paar Ideen:
🥛Versorgen Sie Ihren Körper mit ausreichend Wasser: Jede Zelle braucht es. Manchmal ist der Durst nur als Hunger getarnt.
🫶 Kennen Sie Ihr Ikigai? Was bereitet Ihnen Freude und erfüllt Sie? - Tun Sie mehr davon.
🫛30 Pflanzenpunkte pro Woche: Setzen Sie auf die Vielfalt an Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen und Vollkorn - im Idealfall von 30 verschiedenen Pflanzenarten.
😄Herzhaft Lachen: Humor und Lachen sind nachweislich gesundheitsfördernd.
💪Starke Muskeln, starker Metabolismus: Genug Muskelmasse dank Krafttraining stabilisiert nicht nur den Stand, sondern auch den Stoffwechsel.
🛌Guter Schlaf ist Gold wert: Gönnen Sie sich heute Nacht 30min mehr Schlaf. Er kostet nichts und ist eine echte Kraftquelle!
🙏Positive Einstellung: Pflegen Sie eine optimistische Grundhaltung und erinnern Sie sich an Dinge, für die Sie persönlich dankbar sind. Wir sind es für die Zusammenarbeit mit Ihnen!
🐟🥬2g Omega-3 pro Tag 😉

05/01/2026

Der kurzfristige Konsum von Sucralose mit, aber nicht ohne, Kohlenhydraten beeinträchtigt die neuronale und metabolische Empfindlichkeit gegenüber Zucker beim Menschen

Der Konsum von Sucralose in Kombination mit Kohlenhydraten beeinträchtigt die Insulinsensitivität

Diese metabolische Beeinträchtigung steht im Zusammenhang mit einer Abnahme der neuronalen Reaktionen auf Zucker

Die Wahrnehmung des süßen Geschmacks bleibt jedoch unverändert

Die Insulinsensitivität wird nicht allein durch den Konsum von Sucralose oder Kohlenhydraten verändert
Zusammenfassung
Es herrscht allgemeiner Konsens, dass der Überkonsum zuckerhaltiger Getränke zur Prävalenz von Fettleibigkeit und verwandten Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes (Typ-2D) beiträgt. Ob es eine ähnliche Beziehung für kalorienarme oder kalorienarme "Diät"-Getränke gibt, ist Gegenstand intensiver Debatten und Kontroversen. Hier zeigen wir, dass der Verzehr von sieben mit Sucralose gesüßten Getränken mit, aber nicht ohne, einem Kohlenhydrat über 10 Tage die Insulinsensitivität gesunder menschlicher Teilnehmer verringert – ein Effekt, der mit einer Verringerung der mittelhirn-, insularen und cingulären Reaktionen auf süßen, aber nicht sauren, salzigen oder herzhaften Geschmack korreliert, wie mit fMRT bewertet. Die Geschmackswahrnehmung blieb unverändert und allein der Verzehr der Kohlenhydrate hatte keinen Effekt. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Konsum von Sucralose in Anwesenheit eines Kohlenhydrats den Glukosestoffwechsel rasch beeinträchtigt und zu längerfristigen Rückgängen des Gehirns führt, jedoch nicht zu einer Wahrnehmungsempfindlichkeit gegenüber süßem Geschmack, was auf eine Dysregulation der Darm-Hirn-Kontrolle des Glukosestoffwechsels hindeutet.

Komplementäre Therapie an deutschen Kliniken15.12.2025 - Integrative Medizin ist gelebter Alltag in schon mehr als 25 de...
17/12/2025

Komplementäre Therapie an deutschen Kliniken
15.12.2025 - Integrative Medizin ist gelebter Alltag in schon mehr als 25 deutschen Kliniken und Zentren, wo sie seit Jahren ambulant und stationär praktiziert wird. Das zeigt eine Übersicht der Initiative „Gesunde Vielfalt“ [1], die sich für das Miteinander von konventioneller Medizin und komplementären Therapieverfahren einsetzt. Mehr als zwei Drittel der Menschen in Deutschland wünschen sich eine solche medizinische Versorgung [2].

Eine alternde Gesellschaft mit zunehmenden chronischen Erkrankungen, Fachkräftemangel und unaufhörlich steigende Kosten: Die Krise im deutschen Gesundheitssystem hat viele Facetten und kennt in der Regel nur eine Lösung: Sparmaßnahmen. Dabei gibt es längst eine andere Herangehensweise, die sich auch in Studien als wirksam, nebenwirkungsarm und kosteneffizient erweist: die Integrative Medizin. Sie verbindet die moderne konventionelle Medizin mit evidenzbasierten, komplementären Verfahren, setzt auf multimodale therapeutische Ansätze und interdisziplinäre Behandlerteams. Sie fördert die Gesundheitskompetenz der Menschen, so dass sie mehr Lebensqualität erfahren und selbst mehr Verantwortung für sich übernehmen. Und sie ist gelebter Alltag in schon mehr als 25 deutschen Kliniken und Zentren, wo sie seit Jahren ambulant und stationär praktiziert wird. Das zeigt eine Übersicht der Initiative GESUNDE VIELFALT, die sich für die Idee der Integrativen Medizin einsetzt. Mehr als zwei Drittel der Menschen in Deutschland wünschen sich eine solche medizinische Versorgung.
Dass der gemeinsame therapeutische Weg vielen Menschen nicht bekannt ist, hat auch mit der Bezeichnung „Integrative Medizin“ zu tun. „In Deutschland sind die Begriffe ,Komplementärmedizin’ und ,Integrative Medizin’ eher im medizinisch-akademischen Kontext etabliert”, sagt Professor Dr. Christian Keßler [3], der Anfang November 2025 an der Universität Augsburg die Professur für Integrative Gesundheitsversorgung und Prävention angetreten hat. „Umfragedaten legen aber nahe, dass in der deutschen Bevölkerung eher Begriffe wie Naturheilkunde und Alternativmedizin bekannt sind und verwendet werden”, so der Facharzt für Innere Medizin. Vertreter der Integrativen Medizin betonen immer wieder ausdrücklich, dass es dabei gerade nicht um eine „Alternative” gehe, ein Entweder-Oder, sondern um sinnvolle Ergänzungen – da, wo die konventionelle Medizin an Grenzen stößt. „Befragte wünschen sich oftmals weniger Schulmedizin oder Naturheilkunde, sondern eine Kombination (Integrative Medizin) oder eine Ergänzung (Komplementärmedizin) mit unkonventionellen Verfahren“, fügt Prof. Kessler mit Blick auf die aktuelle Studie hinzu [4]. Das gilt etwa bei chronischen Erkrankungen [5] oder den Nebenwirkungen einer Krebstherapie [6]. Mehrere medizinische Leitlinien in Deutschland berücksichtigen schon ergänzende komplementärmedizinische Ansätze, darunter für die Behandlung onkologischer Patienten [7], beim Reizdarmsyndrom [8] sowie bei chronischem unspezifischem Kreuzschmerz [9].
Integrative Medizin erweist sich als kosteneffizient
Ein zentraler Aspekt der Integrativen Medizin liegt in der Vermittlung von Gesundheitskompetenz, wodurch Patient*innen zu aktiven Gestaltern ihrer Gesundheit werden. Das kann in doppelter Hinsicht zu Kosteneffizienz führen: Diese Menschen gehen in der Folge weniger oft erneut zum Arzt [10] und die Therapie mit komplementären Verfahren an sich ist nicht teurer und kann sogar günstiger sein als herkömmliche Ansätze [11]. „In der Regel handelt es sich bei der Integrativen Medizin um keine sehr aufwändigen oder kostenintensiven Methoden. Im Idealfall erwirtschaften wir Gewinn“, sagt Prof. Dr. Mark Dominik Alscher, Internist und Geschäftsführer der Bosch Health Campus GmbH in Stuttgart. Das dortige Robert Bosch Krankenhaus verfügt über eine eigene Abteilung für Naturheilkunde und Integrative Medizin.
„Eine Klinik für Integrative Medizin in jedem Bundesland“
Bei dieser ganzheitlichen Herangehensweise steht der Patient im Mittelpunkt, um dessen individuelle Ressourcen und Selbstheilungskräfte zu stärken. „Selbstwirksamkeit und Selbstfürsorge sind wichtige Ziele in der Therapie [12]“, erläutert Prof. Dr. Jost Langhorst, Chefarzt der Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde am Klinikum am Bruderwald der Sozialstiftung Bamberg. Er wünscht sich „zumindest eine Klinik für Integrative Medizin in jedem Bundesland.“
MINERVA-Studie will „Integrative Medizin in die Regelversorgung bringen“
Noch ist es nicht so weit. Damit noch mehr Menschen von Integrativer Medizin profitieren können, ist in Bamberg, Berlin und Essen an drei großen deutschen Kliniken für Naturheilkunde und Integrative Medizin im Sommer 2025 die MINERVA-Studie [13] gestartet – mit dem Ziel, die Integrative Medizin in die Regelversorgung zu bringen. Prof. Dr. Christan Keßler in Augsburg will zudem daran forschen, „wie Komplementärmedizin evidenzbasiert, sicher und effektiv in die konventionelle Versorgung integriert werden kann – beispielsweise durch Hochschulambulanzsprechstunden, Konsiliardienste und kooperative/integrierte Versorgungsmodelle“.
Eine Übersicht mit Kliniken zu Integrativer Medizin finden Sie auf der Webseite der Initiative “Gesunde Vielfalt” unter folgendem Link:

Integrative Medizin- der Mensch im Mittelpunkt

Post-Covid-Syndrom >>> Hinweise auf positive Effekte von GanzkörperhyperthermieGoetheanum, Dornach, Schweiz, 1. Dezember...
11/12/2025

Post-Covid-Syndrom >>> Hinweise auf positive Effekte von Ganzkörperhyperthermie
Goetheanum, Dornach, Schweiz, 1. Dezember 2025

Die künstlich erzeugte Überwärmung der Körpertemperatur ist ein therapeutischer Ansatz, um das menschliche Immunsystem zu stimulieren und die Selbstheilungskräfte des Erkrankten zu aktivieren. Eine retrospektive Analyse von Patientinnen und Patienten lässt hoffen, dass dieser Ansatz systematischer auch bei Post-Covid angewendet werden kann.

Bei einer Hyperthermiebehandlung werden physiologische Funktionen immunkompetenter Zellen sowie intra- und extrazelluläre Regenerationsprozesse gefördert. Die Anthroposophische Medizin besitzt eine jahrzehntelange Erfahrung dieser Behandlungsform, insbesondere bei onkologisch Erkrankten. Die Ganzkörperhyperthermie ist ein spezifischer Ansatz mit einer kontrollierten Erhöhung der Körpertemperatur auf mindestens 38,5 Grad Celsius und bis zu 40,5 Grad Celsius. Er ist heute in integrativmedizinisch arbeitenden Kliniken etabliert und kommt beispielsweise bei Fibromyalgie, Depressionen und neurodegenerativen Erkrankungen zum Einsatz.

Eine retrospektive Analyse untersuchte den Krankheitsverlauf von stationär behandelten Patientinnen und Patienten mit Post-Covid-Syndrom. Sie erhielten die Ganzkörperhyperthermie im Rahmen eines multimodalen Therapiekonzeptes. Die bei Post-Covid-Syndrom häufig anhaltende Dysregulation des Immunsystems und Symptome wie beispielsweise fibromyalgie-ähnliche Schmerzen, Erschöpfung und Depression leiteten die therapeutische Ratio für ihre Anwendung. Hierzu liegen bisher kaum wissenschaftliche Daten vor.

Die Behandlungen der Studienpatientinnen und -patienten mit Hyperthermie fanden im anthroposophischen Paracelsus-Krankenhaus in Unterlengenhardt (DE) statt und wurden durch Elemente aus der konventionellen und Anthroposophischen Medizin ergänzt. Mittels spezifischer Patientenfragebögen und der Erhebung klinischer Daten sowohl zum Zeitpunkt der Krankenhausaufnahme als auch vier Wochen nach der Entlassung wurde der Wirkeffekt der Ganzkörperhyperthermie gemessen. Insgesamt zeigen die Ergebnisse dieser Fallserie einen verbesserten Gesundheitszustand, zum Teil signifikant. 63 Prozent der befragten Patientinnen und Patienten identifizierten die Ganzkörperhyperthermie als wirksame Behandlung. Die Studie liefert somit erste Hinweise auf potenziell positive Effekte von Ganzkörperhyperthermie bei Post-Covid-Syndrom innerhalb eines multimodalen Therapieansatzes (Jan Vagedes et al, 2025).

Darüber hinaus hat die Care-Gruppe ‹Infektionserkrankungen und Fiebermanagement› der Medizinischen Sektion am Goetheanum Behandlungsmöglichkeiten des Post-Covid- beziehungsweise Post-Vakzin-Syndroms aus Sicht der Anthroposophischen Medizin auf dem Fachportal Anthromedics veröffentlicht (Harald Matthes et al). Er enthält neben arzneilichen Empfehlungen auch solche aus der anthroposophischen Pflege und den anthroposophischen Therapien.

Ticketverkauf am Empfang Di-So von 9-18 Uhr Bei Veranstaltungen gelten erweiterte Öffnungszeiten Montags kein Kartenverkauf

HINTERGRUNDWISSENDie fünf Phasen im Sterbeprozess nach Elisabeth Kübler-Ross:Nichtwahrhabenwollen: „Befunde wurden verta...
11/12/2025

HINTERGRUNDWISSEN
Die fünf Phasen im Sterbeprozess nach Elisabeth Kübler-Ross:

Nichtwahrhabenwollen: „Befunde wurden vertauscht … Niemand hat mir eine Diagnose gesagt …“ Dies ist wie ein Airbag, ein psychischer Schutz im Umgang mit der Bewusstwerdung des bevorstehenden Todes, mit Aufgeregtheit, Aktionismus und Hilflosigkeitsgefühlen. Angst treibt um und kann (noch) nicht zugelassen werden. Dies ist irritierend und anstrengend, auch für die zugehörigen Menschen.

Wüten: „Warum ich? Wie kann Gott dies zulassen? Wie ich euch hasse! …“ Wut, Zorn, Traurigkeit, Freude, Angst, Verzweiflung, Ohnmacht, Ruhelosigkeit, Beschuldigungen und Schuldgefühle: Diese heftigen wechselnden Gefühlsausbrüche sind vielleicht ein hilfloser Versuch, sich Luft zu verschaffen.

Verhandeln: „Wenn ich alles mache, was der Arzt vorschlägt, werde ich überleben. Wenn ich überlebe, dann spende ich. Noch einmal Weihnachten erleben …“ Diesen unbedingten Willen und dem (Aber-)Glauben zu folgen, fällt den Nahestehenden mal schwer, mal sehen sie darin aber auch die unbedingte Hoffnung auf Heilung.

Resignieren: „Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr sprechen, niemanden sehen …“ Der Rückzug und die Abkapselung schützen vielleicht vor den heftigen Gefühlen im Kontakt mit den nahen Menschen.

Zustimmen: „Ich mache mir keine Sorgen mehr. Schöne Momente miteinander tun gut. Ich habe keine Angst mehr vor dem Sterben …“ Wenn der sterbende Mensch ruhige und friedliche Zeiten erlebt, ist für die Zugehörigen das volle Einwilligen in das Schicksal oder in Gott spürbar. Oft ist dann die Atmosphäre im Raum weiter und heller. Den Tod hinzunehmen, ist nicht nur für den Sterbenden, sondern auch für die Zugehörigen eine Herausforderung und Übung.

Wenn mich Menschen nach Büchern zum Thema „Menschen mit schwersten Erkrankungen begleiten“ fragen, empfehle ich „99 Fragen an den Tod“ von Claudia Bausewein und Rainer Simader (Droemer, 2020) und „Sterben begleiten. Interdisziplinäre und naturheilkundliche Konzepte“ von Gudrun Huber und Christina Casa-grande (Thieme, 2019). Zu beiden Büchern habe ich in der DHZ 8/2021 (S. 72) eine Buchrezension geschrieben.

Mutig sein und hinspüren, Hilflosigkeit hinnehmen und nicht zu viel von sich und dem anderen fordern: in Kontakt bleiben bis zuletzt.

In den vielen Jahren waren meine Erfahrungen und Begegnungen mit dem Tod manchmal nah und beklemmend leidvoll, manchmal leicht und freundlich-ernst. Was ich am meisten gelernt habe, fasse ich kurz mit dem etwas altmodischen Wort „Demut“ zusammen: Mutig sein und hinspüren, Hilflosigkeit hinnehmen und nicht zu viel von sich und dem anderen fordern: in Kontakt bleiben bis zuletzt.

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HINTERGRUNDWISSENOmega-3-Index als RisikomarkerDer Omega-3-Index gibt Hinweise auf die Omega-3-Versorgung. Dazu wird im ...
11/12/2025

HINTERGRUNDWISSEN
Omega-3-Index als Risikomarker

Der Omega-3-Index gibt Hinweise auf die Omega-3-Versorgung. Dazu wird im Labor der prozentuale Anteil von EPA zu DHA in den Erythrozyten bestimmt (aus dem Vollblut werden Erythrozyten extrahiert, um anschließend den Gehalt in der Erythrozytenmembran zu messen). Er sollte bei mindestens 8 % liegen und vor sowie drei Monate nach Beginn einer Omega-3-Therapie erhoben werden. Achtung: Die meisten Labore messen die Werte lediglich im Serum. Dies ist jedoch völlig unzulänglich, da hier nur die Ernährung der letzten Tage, nicht aber der Langzeitverlauf gemessen wird.

Für die Vermeidung von Demenz scheint die Omega-3-Fettsäure DHA wesentlich wichtiger zu sein als EPA. So war in einer Studie niedriges DHA, nicht aber niedriges EPA mit Demenz assoziiert [[6]]. Daher sollte in der Demenzprävention ein DHA-reiches Öl wie Algen- oder Dorschleberöl bevorzugt werden. Bei meinen Patienten strebe ich einen Omega-3-Index (siehe Kasten) von 8–11 % an. Normalgewichtige Erwachsene mit durchschnittlicher Ernährung (zum Beispiel 4-mal Fleisch und 1-mal Fisch pro Woche) benötigen dafür täglich 2 g DHA/EPA, was 1 EL Dorschleberoder 1 TL Algenöl (entsprechend zum Beispiel ca. 9 Kps. Norsan Arktis oder 5 Kps. Norsan Vegan) entspricht. Bei höherem Körpergewicht oder seltenerem Fischkonsum muss diese Dosis entsprechend nach oben korrigiert werden.

Interventionsstudien: Deutliche Verbesserung milder kognitiver Störungen
In einer Interventionsstudie erhielten Patienten mit Alzheimer- Krankheit oder einer milden kognitiven Störung über 24 Wochen täglich 1,8 g Omega-3-Fettsäuren oder Placebo. Während es bei Alzheimer zu keiner Verbesserung kam, erzielten die Probanden mit milder kognitiver Störung eine signifikante klinische Verbesserung [[7]]. In einer anderen Interventionsstudie erhielten 204 Patienten mit Alzheimer-Krankheit über 6 Monate 2,3 g DHA/EPA oder Placebo. Die Teilnehmer mit einer milden kognitiven Einschränkung verzeichneten auch hier eine deutliche Verbesserung. Nach 6 Monaten erhielten die Placebopatienten ebenfalls das Verum. Auch bei ihnen stellte sich daraufhin bei milder kognitiver Störung eine entsprechende Verbesserung ein [[8]].

B-Vitamine (Folsäure, B6, B12) verringern Hirnatrophie
In einer Studie erhielten 168 Teilnehmer ≥ 70 Jahren mit milder kognitiver Störung 0,8 mg Folsäure, 20 mg Vitamin B6, 0,5 mg Vitamin B12 oder Placebos. Zu Beginn und nach 2 Jahren wurde das Hirnvolumen mittels MRT vermessen. Unter der Gabe von B-Vitaminen fand sich eine um 40 % geringere Hirnatrophie gegenüber der Placebogruppe. Dies wurde aber nur bei jenen Personen beobachtet, die zu Beginn einen guten Omega-3-Spiegel aufwiesen.

HINTERGRUNDWISSEN
Vitamin D – Laborbewertung und therapeutischer Bedarf
In Meta-Analysen mit festgelegten Kategorien werden üblicherweise folgende Cut-offs für Vitamin D genutzt:

< 25 nmol/l = schwerer Mangel

25–50 nmol/l = insuffizient

50–100 nmol/l = suffizient

100–150 nmol/l = optimaler Bereich

Nach meiner 40-jährigen klinischen Erfahrung sind bei normalgewichtigen Erwachsenen mit durchschnittlicher Lebensweise (zum Beispiel Fisch einmal pro Woche, normale Sonnenexposition) 5000 IE Vitamin D am Tag nötig, um in den optimalen Spiegel zu gelangen. Je nach Körpergewicht und Lebensweise kann dies zwischen etwa 2500 und 10 000 IE variieren.
Dies spricht für synergistische Wirkungen der B-Vitamine in Verbindung mit Omega-3-Fettsäuren [[9]].

Vitamin D: Steigendes Demenzrisiko bei niedrigen Spiegeln
In einer Meta-Analyse mit 23 Studien fand sich bei insuffizienten Vitamin-D-Spiegeln (Cholecalciferol) ein um 42 % erhöhtes Risiko für eine Alzheimer-Krankheit [[10]]. Eine weitere Meta-Analyse ergab ein um 25 % erhöhtes Risiko für Demenz und ein um 19 % erhöhtes Risiko für Morbus Alzheimer bei insuffizienten Vitamin-DSpiegeln [[11]]. Eine andere Meta-Analyse fand einen Zusammenhang zwischen Demenz und Vitamin-D-Mangel bis zu einem Wert von 35 ng/ml. Oberhalb dieses Wertes ließ sich kein erhöhtes Demenzrisiko mehr nachweisen [[12]]. Ich selbst strebe bei meinen Patienten einen Wert von 40–60 ng/ml im Serum an, der sich auf jeden Fall im sicheren Bereich bewegt.

Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2024 mit 16 Studien zeigte außerdem, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Vitamin B6 und B12, Folsäure und Vitamin D in der Summe signifikant vor Demenz schützen [[13]]. Bei älteren Erwachsenen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI) verbesserten Vitamine (insbesondere Folsäure, Vitamin B6, B12 und D) signifikant das globale Denkvermögen, das Gedächtnis und die Aufmerksamkeit (SMD etwa 0,58–3,14), während Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) insbesondere Gedächtnis und Aufmerksamkeit förderten (SMD etwa 0,65 beziehungsweise 2,98) – wobei Folsäure wiederum allein in einigen Fällen wirksamer war als Kombinationen mit B12 oder DHA. SMD (sensory modulation dysfunction, Maß für die neurologische Verarbeitungsgeschwindigkeit) steht für die Effektstärke, wobei 0,25 eine niedrige, 0,5 eine mäßige und > 1,0 eine gute Effektstärke darstellt. Wir finden hier also mäßige bis sehr gute Effektstärken.

Kasuistik: Demenz bei Frühpensionisten nach Substitution „verschwunden“
Ein ca. 60 Jahre alter Lehrer erhielt eines Tages einen Brief. In diesem teilten ihm seine Schüler mit, dass er eine identische Unterrichtsstunde zum dritten Mal hintereinander gehalten habe. Er war entsetzt und berichtete dies seinen Kollegen, die allerdings längst von seiner Demenz wussten. Daraufhin wurde er von der Direktion zum Amtsarzt geschickt, der eine fortgeschrittene Demenz diagnostizierte und die sofortige Pensionierung einleitete. Glücklicherweise kannte sich der behandelnde Arzt, der mir von dem Fall berichtete, mit Nährstoffen gut aus. Er stellte einen gravierenden Mangel an Vitamin D, B12 und Omega-3-Fettsäuren fest und verordnete entsprechende Nährstoffpräparate. Innerhalb der folgenden Monate klarte der Patient kognitiv auf und wollte wieder seinen Schuldienst aufnehmen. Dies wurde ihm jedoch mit der Begründung verwehrt, Demenz sei nicht heilbar. Und eine solche war bei ihm schließlich amtsärztlich diagnostiziert worden. Er wollte bereits gegen das entsprechende Bundesland Klage einreichen, wozu es jedoch nicht kam: Auf seinen Antrag fand erneut eine neuro-physiologische amtsärztliche Untersuchung statt, worauf ihm eine altersentsprechend normale Kognition bescheinigt wurde. Daher konnte er seine Lehrertätigkeit wieder aufnehmen.

TABELLE 1 DHA/EPA, B-Vitamine und Kombinationen: Evidenz und Anwendungsempfehlungen zur Prävention und Therapie von Demenz im Vergleich

Wie viele „Demenzkranke“ leiden „nur“ unter Nährstoffdefiziten?
In diesem Fall lag sicher noch keine strukturelle Demenz mit Hirnatrophie, sondern „nur“ eine funktionelle Form durch Nährstoffmangel vor, sodass eine restitutio ad integrum (Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes) noch möglich war. Es könnte aber sein, dass viele Menschen mit einer vergleichbaren mangelbedingten funktionellen Demenz von der sozialen Teilhabe ausgeschlossen werden und zu Hause oder im Alten- oder Pflegeheim mit einer eigentlich behandelbaren Demenz zunehmend vor sich hinvegetieren. Hier ist dringender Handlungsbedarf gegeben! Jeder Mensch in vergleichbarer Lage sollte eine Fettsäurenanalyse im Vollblut (hierbei werden 26 Einzelfettsäuren sowie die Score-Werte AA/EPA-Quotient und Omega-3-Index erhoben) sowie die Bestimmung von Homocystein, Vitamin D und Vitamin B12 im Serum vornehmen lassen. Bei Mängeln sollten diese unbedingt ausgeglichen werden.

Fazit
Eine kausale Heilung bei fortgeschrittener Demenz ist laut heutigem Wissensstand nicht möglich. Dennoch zeigen sich klare Möglichkeiten: Eine Therapie mit Omega-3-Fettsäuren, B-Vitaminen und Vitamin D kann das Risiko verringern oder die Progression verlangsamen. Bei leichten kognitiven Störungen sind darüber hinaus deutliche Verbesserungen möglich. Für eine gezielte Supplementierung sind personenspezifische Biomarker wie Omega- 3-Index und Serumspiegel entscheidend.

Lesetipps
Schmiedel V. Omega-3 – Öl des Lebens. 2. Aufl. Lenzburg: FONA; 2023
Schmiedel V. Nährstofftherapie: Orthomolekulare Medizin in Prävention, Diagnostik und Therapie. 5. Aufl. Stuttgart: Thieme; 2022
Bänziger E, Schmiedel V, Nehls M. Demenz vorbeugen: mediterran essen. Lenzburg: FONA; 2017
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