BreckenheimAnno1650

BreckenheimAnno1650 Hier werden Beiträge über das alte Breckenheim vorgestellt werden, die regelmässig auf dem namensgleichen Blog gepostet werden.

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.Y wie Ysop (Hyssopus officinalis):Y - Y...
12/04/2026

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.

Y wie Ysop (Hyssopus officinalis):

Y - Y ist ein sehr schwerer Buchstaben. Aber ich habe Ysop gefunden, eine alte Heil- und Gewürzpflanze, die die man in Deutschland selten verwildert antrifft. Sie wird bis zu 60 Zentimetern hoch und gehört zu den Lippenblütern.

Im 16. Jahrhundert gehörte sie zu den traditionellen Heil- und Gewürzpflanze, die für ihre schleimlösende, entzündungshemmende und verdauungsfördernde Wirkung bekannt ist. Sie wird hauptsächlich bei Erkältungen, Husten, Bronchitis und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.

Sie wuchs nachweislich in Breckenheim, das geht aus alten Büchern hervor, aber
ob die Breckenheimer daraus Hustensaft machten, ist leider nicht bekannt

Das Breckenheim Alphabet wird anlässlich des 1.075-jährigen Geburtstages der Ersterwähnung des Dorfes jede zweite Woche bis Mai 2026 fortgesetzt

Karfreitag und OsternViel ist über Ostern leider nicht bekannt, und noch konnte nirgends gefunden werden, wie alten Brec...
04/04/2026

Karfreitag und Ostern
Viel ist über Ostern leider nicht bekannt, und noch konnte nirgends gefunden werden, wie alten Breckenheim gefeiert wurde. Aber das wenige will ich nicht vorenthalten.

Das es traditionell Freitags Fisch gab, ist seit Generationen bewiesen, aber was geschah sonst?

Aus den Bußen lässt sich folgendes ableiten:

Das Ostermahl wurde 1578 gemeinsam eingenommen, denn Enders Keim hatte währenddessen ohne Ursache den Philipp Hefferich einen Lügner gescholten.

An Karfreitag durfte man auch nicht einfach ohne Erlaubnis das Dorf verlassen, daher bekamen einige Bürger 1710 eine Strafe auferlegt

Aus späterer Zeit ist bekannt, dass 1734 Johann Reinhard Stemmler trotz Scheltenwetter (Gewitter) aufs Feld gefahren ist

Im Jahr 1755 gab es am 3. Osterfeiertag eine Schlägerei, ob nun Sonntag, Montag und Dienstag Ostern gewesen ist, oder von Samstag bis Montag, ist nicht belegt.

Gäste waren in dieser Zeit in den Gasthäuser nicht erlaubt, Wirt Ziegler bekam deswegen 1762 eine Buße.

Was 1777 geschehen ist, dass 3 Frauen einen Buße zahlen mussten, weil sie den Karfreitag entheiligt haben, vielleicht haben sie gearbeitet oder Fleisch gegessen oder nicht in der Kirche, wir wissen es leider nicht

Aber durch die Aufzeichnung des Besucher des Gottesdienstes in 1677 sind einige Namen überliefert, die u.a. zu den Ältesten im Dorf gehören:

Valtentin Holzapfel
Georg Bohrmann und Catharina
Conrad Flick und Catharina
Andreas Klarmann und Anna Margarethe
Johannes Bergmann und Maria Elisabetha
Balthasar Bastians und Eulalia
Hans Bestbach und Margarethe
Erasmus Groß und Maria
Han Peter Reuter und Appolonia
Johannes Erdmann und Margarethe
Die Godaeuss Pfarrer Wittib
Eulalia Keimin
Strahler Frau
Herman Gruß Wittib

Kinder
Henrich Nicol Bormann
Georg Groß
Hans Henrich Klarmann
Jacob Ziegler
Henrich Ziegler
Der Flickin Magd
Keimin Magd
Henrich Schneiders Tochter
Catharina Paulin
Bormanns Magda
Maria Harth
Maria und Appolonia Bastian

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.X wie  XanthippeXanthippe? Xanthippe wa...
28/03/2026

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.

X wie Xanthippe

Xanthippe? Xanthippe war die Ehefrau des griechischen Philosophen Sokrates - und steht als Synonym für ein zänkisches Weibsbild.

In Breckenheim - ach nein, in der Umgebung von Breckenheim, heißt es „Lieber Zieehwiee, wie e fraa aus Breckem“ (Lieber Zahnschmerzen wie eine Frau aus Breckenheim oder aber auch, „haste e Fraa aus Breckem, brauchst kein Hund“

Aber woher kommt der Ruf der Breckenheimer Frauen als zänkische Weibsbilder.

Ein Blick in die alten Amtsakten zeigt, dass die Frauen tatsächlich zänkisch waren. Sie stritten und sie schlugen sich. Egal, ob es darum ging, dass eine Frau über das Grundstück der anderen ging oder ob sie über einen anderen gescholten hat, die Akten sind voll von diesen zänkischen Weibern. Sie waren frech, beschimpften auf übelste Weise und ja, sie schlugen sich und andere verletzten.

Im Vergleich zu anderen Bußen stehen die Breckenheimer Frauenwelt damit tatsächlich an vorderster Stelle und daher ist es nicht ungewöhnlich, dass wir als Zänkische Weiber oder eben als Xanthippen bekannt sind.

Das Breckenheim Alphabet wird anlässlich des 1.075-jährigen Geburtstages der Ersterwähnung des Dorfes jede zweite Woche bis Mai 2026 fortgesetzt

Es war an einem Samstag im Jahre 1593 als im Wirtshaus zum Spiegl in Mainz. Am 17 Juli belegt der Zehrungsbeleg, dass u....
22/03/2026

Es war an einem Samstag im Jahre 1593 als im Wirtshaus zum Spiegl in Mainz.

Am 17 Juli belegt der Zehrungsbeleg, dass u.a. ein Breckenheimer Schullehrer, ein Amtmann aus Diedenbergen und dessen Diener.
Leider sind zwar die Anzahl der Mahlzeiten erwähnt, aber nicht, was sie gegessen haben. Es gab Bier zu trinken und u.a. auch eine Mahlzeit am Sonntag. Der Grund des Treffen ausserhalb des Ländchens, noch dazu im weiten Ausland, ist nicht bekannt.

Gestern war ich in Mainz und habe das Haus, was noch heute ein Gasthaus / Restaurant ist, fotografiert.

Es ist schon bewundernswert, wenn man bedenkt, dass ich nur 20 Minuten mit dem Auto brauchte, die Amtmänner von damals jedoch mit der Kutsche oder eventuell zu Fuss, weitaus länger brauchten. Auch die Theodor-Heuß-Brücke gab es noch nicht. und die Straßen waren selten befestigt.

Wenn ihr nun das nächste Mal in Mainz seid, denkt nach, wie einfach wir es heute haben.

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.W Wein, Wanderjahre,Wanderjahre/ Walz:A...
14/03/2026

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.

W Wein, Wanderjahre,

Wanderjahre/ Walz:
Auch Breckenheimer sind auf die Walz gegangen, so war Z.B Caspar Manker „so dass er seine Wanderjahre ausgegangen“ 1740 für 3 Jahre auf Wanderung und auch Hans Georg Bohrmann II. ist 1677 in Schlettstadt auf der Walz , wo 1613 ein Hans Bohrmann geboren wurde. Somit ist anzunehmen, dass die Bohrmann-Dynastie ihren Ursprung im heutigen Elsass hatte.

Georg Michael Ziegler, der spätere Bärenwirt, erlernte 1765 als Wandergeselle sein Leinenweberhandwerk und über Johann Peter Roth ist bekannt, dass er 1750 als Schneiderhandwerker auf der Walz gewesen ist.

Wein:
Bereits 1270 wird Herr Gottfried von Eppenstein als Besitzer eines Weingutes in Breckenheim genant und im gleichen Jahr kauft Hermann von Stockheim 2 Hektar Weinberge in Breckenheim

1488- gibt es Ein neuer Weingarten Zins wird 1488 zu Breckenheim eingeführt

Und aus dem Jahr 1572 sind Leihbriefe über Weinschank im Amt Eppstein erhalten geblieben

1602 wird im Pfarrhof ein Weingarten erwähnt

1662 - wird aus Breckenheim knapp 10 Ohm Wein nach Giessen geführt - diese Reise dauert insgesamt 6 Tage
- 1 Ohm entsprach zwischen 134 und 174,75 Litern
Eigengewächs sobald es ins Fass kommt

1687 und 1688 Stefan Mattle Weingarten verbauet einen halben Morgen Weingarten

1700 Eine Ruthe Weingarten wird "Auf der Ahl" gerodet
Und weitere Weingärten liegen „Hinter dem Dorf auf dem Berg“

1702 sind fast alle Weingärten nicht mehr nutzbar, Hecken und Sträucher sind gewachsen und Pfarrer Brade lässt sie wieder roden und nutzbar machen

1703 müssen laut hochfürstliche durchlauchtigen gnädigsten Verordnung alle Weinberg wieder abgebaut werden

1704 auch am Cappesgrund werden Weingärten erwähnt

von 1893 bis 1926 1893 weiße Trauben - 1893 wurden Riesling und Österreicher angebaut

1927 kam die Reblaus, die den Weinbau dann erst einmal im Dorf ersteinmal ruhen lies, bis die Scheuerlinger Winzer ihn im Kleinen wieder aufleben liessen.

Übrigens wurde unsere blaue Tracht mit dem Trester der roten Traube gefärbt

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Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.V wie ..  VerordnungenWas war erlaubt, ...
28/02/2026

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.

V wie .. Verordnungen

Was war erlaubt, aber noch wichtiger, was war per Verordnung verboten?

Die bekannteste Verordnung ist die, dass es 1698 verboten war, sein Haus mit Stroh zu decken.
Es war auch per Verordnung verboten, auf Hochzeiten, zu Fasching oder gar an der Kerb zu tanzen. An Neujahr zu schiessen, war ebenfalls verboten.

1725 gab es eine neue Bauholzverordnung und 1783 erlässt der Ernst Ludwig Landgraf zu Hessen Fürst zu Hersfeld, Graf zu Catzenellenbogen Dietz und Ziegenhain Nidda Schaum Isenburg und Büdingen die Verordnung, dass der untere Stock mit Steinen aufgebaut werden sollen. Grund dafür war die Holzknappheit wegen des vermehrten Schiffsbaus für die vielen Auswanderungen jener Zeit, hauptsächlich nach Amerika. Nur mit besonderer Erlaubnis und auch nur, wenn genug Holz in den Wäldern der jeweiligen Gemeinde vorhanden war, durfte auch der untere Stock weiterhin mit Holz gebaut werden.

Dies ist auch der Grund, warum es in Breckenheim Häuser gibt, die auf Stein gebaut wurden und deren erster Stock Fachwerk aufweist.

Das Breckenheim Alphabet wird anlässlich des 1.075-jährigen Geburtstages der Ersterwähnung des Dorfes jede zweite Woche bis Mai 2026 fortgesetzt

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.U wie .. UrteileAlte Urteile sind wahre...
14/02/2026

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.

U wie ..

Urteile
Alte Urteile sind wahre Fundstücke über die Geschichte des Dorfes. Aus einem Urteil aus 1865 wissen wir, dass zwei Soldaten der hiesigen Garnison im Juli auf der Chaussee zwischen Breckenheim und Wiesbaden mehrere Personen auf brutalste Weiße angefallen und durch Säbelhiebe verwundet haben. Sie sind kriegsgerecht zu einjähriger Korrektionsbaustrafe verurteilt worden

Oder 1914, als Henrich Schwarz sich einem hiesigen Professor gegenüber
Recht ungemütlich benahm. Er wurde beauftragt, Photographien eines Haues in der Parkstrasse anzufertigen, die Bilder entsprechen aber nicht dem Auftrag und die Annahme wurde verweigert. Schwarz bekam sein Geld n nicht und entfernte sich aus des Professors Haus erst, als die Polizei kam. Er wurde zu einer Geldstrasse von 30 Mark verurteilt, da er den Professor beschimpfte und und sich ungestüm verhielt.

ES gibt auch ein Urteil der wegen Kindesmord Angeklagten Mara Catharina Lorenz von Breckenheim die zu 4 Jahren Zuchthausstrafe verurteilt wurde - leider ist nicht herauszufinden, welches arme Kind ermordet wurde

Aber das interessanteste Urteil stammt aus 1694, als Henrich Völker verurteilt wurde, wieder aus dem von ihm bewohnten Haus auszuziehen. Hier geht es um einen Erbstreit, aus dem hervorgeht, wie die Familien Völker, Bastian Bohrmann etc miteinander verwandt sind. Sie alle haben Töchter der Familie Keim geheiratet und Henrich Völker hat sich das Hauses ohne Rücksicht auf die Erbfolge an sich gerissen und bewohnt. Der Rechtsstreit dauerte aufgrund des Krieges mehrere Jahre - für Forscher ein Glücksfall, denn somit ist die Lücke zwischen 30-jährigen Krieg und den Kirchenbücher geschlossen und bewiesen, wer von der Familie Keim abstammt, die bereits vor 1600 im Dorf lebte

Das Breckenheim Alphabet wird anlässlich des 1.075-jährigen Geburtstages der Ersterwähnung des Dorfes jede zweite Woche bis Mai 2026 fortgesetzt

Passend zum vorstehenden Fassnacht-Wochenende die bisher erste Fassnacht-Erwähnung in Breckenheim Es geschah in 1575"Jac...
11/02/2026

Passend zum vorstehenden Fassnacht-Wochenende die bisher erste Fassnacht-Erwähnung in Breckenheim

Es geschah in 1575

"Jacob Krämer ist in der Fassnacht auf der Gasse mutwillig gerufen und dem Pfarrer vorm Haus zum Trotz gekrischen."

in die heutige Zeit angepasst:
"Jacob Krämer hat während Fassnacht auf der Strasse ohne Grund gerufen und hat dann auch noch vor Pfarrers Haus zum Trotz geschrieben."

Ein schöner Beweis von Dialekt und von Zucht und Ordnung.
Denn es ist erwiesen , dass auf der eigenen Hochzeit und auch an der Kerb jener Zeit es verboten war zu tanzen, so ist es erst Recht nachvollziehbar, dass Kreischen nicht erlaubt gewesen ist.

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.TonsorEine bedeutende Persönlichkeit wa...
31/01/2026

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.

Tonsor
Eine bedeutende Persönlichkeit war Johann Nicolaus Marsilius Tonsor, *11.02.1692 als Sohn des Justus Tonsor und Susanna Elisabetha Bechthold und verstorben 14.01.1739 in Kistomas, Ungarn.

Er sammelte als Student im Auftrag des Pfarrers Barde 1724 Spenden für den neuen Kirchenbau und führte kurz danach eine Gruppe von Breckenheimern nach Ungarn

Darunter die Familien des Johann Friedrich Habel, Johann Andreas Kirchner, Johann Heinrich Hart, Martin Sturm, Johann Peter Deul und Johann Reinhard Paul nach Kistormas in Ungarn. Ein entsprechendes Dekret wurde am 13. 03.1724 in der Herrschaft Eppstein unterschrieben.

Tracht,
1819 wie folgt beschrieben: dunkelblauen Tuchrock, schwarze baumwollenes Halstuch dunkelblaue Weste, lederne Hose und darüber eine lange leinen Oberhose, weiße wollene Strümpfe und Schuhe mit gelben Schnalle, die letzte Konfirmation in Tracht war 1875
Aus einer Aussteuerliste von 1743 ist bekannt, das die Braut Wollschürzen besass, ebenfalls welche aus Leinen, wohl für den Alltag, Lätzchen in Baumwolle und schwarz und Brauntuch, Röcke in den gleichen Farben, mehrere Leinenhauben verschiedener Qualitäten (der Wert der Aussteuer steht bei jedem einzelnen Häubchen dabei)

Da es sich um die Tochter des Schultheißen in Wallau gehandelt hat, ist davon auszugehen, dass die anderen Mädchen im Dorf weitaus weniger besessen hat und höchstwahrscheinlich auch sehr selten überhaupt Wolle, aber dafür umso mehr Leinen besessen haben.
Die Farben waren bereits 1743 blau, braun und schwarz. Die Farbe blau entstand durch den Trester der dunklen Weintrauben.

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Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.Die SchuleDas älteste bekannte Schuldge...
17/01/2026

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.

Die Schule
Das älteste bekannte Schuldgebäude stand bis in die 1960er Jahre auf dem Dorfplatz. Aber es war nicht die erste Schule, die es hier gegeben hat.

Bekannt ist, das es bereits vor dem 30-jährigen Krieg eine Schule gegeben hat. Diese wurde jedoch während des verheerenden Krieges zerstört, so das die Kinder zuerst in einer Scheuer unterrichtet wurden.

Bereits 1669 wurde ein Antrag auf Finanzierungshilfe an den Fürsten des Landes gestellt, eine neue Schule zu bauen, da die alte Schule „ziemlich angegriffen“ sei und um Kollekten.

Bis zum Bau des neuen Gebäudes dauerte es jedoch noch knapp 100 Jahre. Das Problem waren Geldnöte und der viel zu teure Bau des Kirchenschiffes, welches Breckenheim in große Schulden stürzte. Die Schüler wurden daher in der alten Scheuer, die später als Zehntscheuer betitelt wird, untergebracht.

Von diesem Gebäude ist überliefert, dass Jacob Stahlheber und Urban Mattle seit 1699 dort bereits viele Reparaturen tätigte.

Ob es die Fenster (1703) waren, die neuen Tafeln und Bänke (1701) oder gar das Dach gedeckt wurde (1710). Die Schule wurde laufend geflickt. 1724 starb gar ein armes Kind in der Schule, aber leider konnte in den Akten nirgends etwas über diesen traurigen Vorfall gefunden werden, ausser, dass der Barbier Höpfner das arme Keine äusserlich besichtigte. 1730 wurden gar 200 gebackene Steine zum Schulschornstein gezahlt.

Am 04.Februar 1733 wurde nun erneut ein Antrag auf finanzielle Unterstützung gestellt, weil es unumgänglich gewesen ist, eine neues Schulhaus bauen zu müssen. Kaum 3 Wochen später wurde eine Leihsteuer von 500 Gulden bestätigt

Im März des gleichen Jahres wird das Schulhaus als 50 Jahre altes Gebäudes dargestellt, mit einer einzigen Stube für die Kinder zurechtgemacht gewesen ist, welche auch vom Schulmeister mit seiner Familie bewohnt wurde.

Diese Korrespondenz um die vielen Kollekten, um die gebeten werden, zieht sich bis 1741 - das Gebäude wurde laut Kirchenakten 1735 erbaut. Wahrscheinlich wurde mit den Kollekten die Schulden bezahlt

Der Schulmeister wurde jedoch seit 1762 durch ein von Caspar Ostertag gestiftetes Capital bezahlt.

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Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.Räuber, Rosenhecken, Raubtiere ...Räube...
03/01/2026

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.

Räuber, Rosenhecken, Raubtiere ...

Räuber:
Natürlich gab es auch in Breckenheim böse Buben, denken wir nur an den fliehende französischen Gefangenen, der 1795 das kaputte Altartuch stahl.
Interessant sind auch folgende Fälle
1716 Gab es nachweislich Ausgaben wegen eines Räubers, was er gestohlen hat, werden wir wohl nie erfahren, denn er wird nirgends weder namentlich genannt.
Jedoch bekam der Landrat, der wegen des Räubers im Dorf war, sein Essen bezahlt. Weiterhin bekommt er 3 Maß Wein, weil er aufgrund des Räubers herkam und zu Gericht „nahte“.
Auch Johannes Bastian und Johann Conrad Habel bekamen ihr Essen bezahlt, da sie durch den Vorfall vom Landrad abgehört wurden und zusätzlich wurde noch einem aus der Gemeinde sein Essen gezahlt, da er wegen des Räubers nach Wallau vor Amt visitiert wurde.

1865 Zwei Soldaten des hiesigen Garnison welche im Juli auf der Chaussee zwischen Breckenheim und Wiesbaden mehrere Personen in brutalster Weiter überfallen und durch Säbelhiebe verwundet hatte, sind kriegsrechtlich zu einjähriger Korrektionshausstrafe verurteilt worden.

Raubtiere; Felis s. Silvestris, erwähnt 1863, die Waldwildkatze war in Nassau nicht selten (Quelle zobodat.at),

Reformation, wurde 1526 von Landgraf Philip von Hessen eingeführt - der Reformator Adam Krafft unterstütze ihn dabei.

Rupelton auch Septarienton genannt; kommt in und um Breckenheim vor, hier wurden Muscheln und Hai-Zähne gefunden

Römer; im Bereich um Breckenheim gab es immer wieder Fundstellen aus römischer Zeit, es wird davon ausgegangen, dass mit einem römischen Gutshof zu rechnen ist

Ruzzen, Spitzname der Breckenheimer zurückgehend auf Henkin von Breckinheim in 1366

Das Breckenheim Alphabet wird anlässlich des 1.075-jährigen Geburtstages der Ersterwähnung des Dorfes jede zweite Woche bis Mai 2026 fortgesetzt"

Mit einem Artikel aus dem Jahr 1913 möchte ich Euch heute Frohe Weihnachten wünschen. Geniesst die Zeit mit der Familie,...
24/12/2025

Mit einem Artikel aus dem Jahr 1913 möchte ich Euch heute Frohe Weihnachten wünschen. Geniesst die Zeit mit der Familie, hört den Großeltern bei ihren alten Geschichten zu und schreibt sie am Besten auf.
Sie sind ein Teil Eurer eigenen Geschichte und haben Euch zu dem gemacht, was ihr heute seid

"30. Dezember 1913

In den Wiesbadener Neuesten Nachrichten ist folgendes zu lesen:

Eine erheben Christfest fand am Heiligen Abend in unserer dichtgefüllten Kirche statt. Zugrunde lag der Gedanke einer Christvesper, wie sie in früheren Jahrhunderten bei unserem Volke üblich war. Die mit der Weihnacht von Kindheit an verwobenen Lieder und kirchlichen Choräle bildeten die Einrahmung. In dazwischen eingeschobenen teilen wurde von Kindermund die heilige Geburtsgeschichte vorgetragen, während der Kirchenchor reiche Gelegenheit fand, in Responsorien zu antworten. Den Höhepunkt der ganzen Feier bildete die Ansicht des brennenden Christbaums und die leuchtenden Krippe. Mit einer kurzen Ansprache des Geistlichen schloss die ergreifende Feier."

Adresse

Karl-Albert-Strasse 19
Breckenheim
65207

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