BreckenheimAnno1650

BreckenheimAnno1650 Hier werden Beiträge über das alte Breckenheim vorgestellt werden, die regelmässig auf dem namensgleichen Blog gepostet werden.

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.U wie .. UrteileAlte Urteile sind wahre...
14/02/2026

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.

U wie ..

Urteile
Alte Urteile sind wahre Fundstücke über die Geschichte des Dorfes. Aus einem Urteil aus 1865 wissen wir, dass zwei Soldaten der hiesigen Garnison im Juli auf der Chaussee zwischen Breckenheim und Wiesbaden mehrere Personen auf brutalste Weiße angefallen und durch Säbelhiebe verwundet haben. Sie sind kriegsgerecht zu einjähriger Korrektionsbaustrafe verurteilt worden

Oder 1914, als Henrich Schwarz sich einem hiesigen Professor gegenüber
Recht ungemütlich benahm. Er wurde beauftragt, Photographien eines Haues in der Parkstrasse anzufertigen, die Bilder entsprechen aber nicht dem Auftrag und die Annahme wurde verweigert. Schwarz bekam sein Geld n nicht und entfernte sich aus des Professors Haus erst, als die Polizei kam. Er wurde zu einer Geldstrasse von 30 Mark verurteilt, da er den Professor beschimpfte und und sich ungestüm verhielt.

ES gibt auch ein Urteil der wegen Kindesmord Angeklagten Mara Catharina Lorenz von Breckenheim die zu 4 Jahren Zuchthausstrafe verurteilt wurde - leider ist nicht herauszufinden, welches arme Kind ermordet wurde

Aber das interessanteste Urteil stammt aus 1694, als Henrich Völker verurteilt wurde, wieder aus dem von ihm bewohnten Haus auszuziehen. Hier geht es um einen Erbstreit, aus dem hervorgeht, wie die Familien Völker, Bastian Bohrmann etc miteinander verwandt sind. Sie alle haben Töchter der Familie Keim geheiratet und Henrich Völker hat sich das Hauses ohne Rücksicht auf die Erbfolge an sich gerissen und bewohnt. Der Rechtsstreit dauerte aufgrund des Krieges mehrere Jahre - für Forscher ein Glücksfall, denn somit ist die Lücke zwischen 30-jährigen Krieg und den Kirchenbücher geschlossen und bewiesen, wer von der Familie Keim abstammt, die bereits vor 1600 im Dorf lebte

Das Breckenheim Alphabet wird anlässlich des 1.075-jährigen Geburtstages der Ersterwähnung des Dorfes jede zweite Woche bis Mai 2026 fortgesetzt

Passend zum vorstehenden Fassnacht-Wochenende die bisher erste Fassnacht-Erwähnung in Breckenheim Es geschah in 1575"Jac...
11/02/2026

Passend zum vorstehenden Fassnacht-Wochenende die bisher erste Fassnacht-Erwähnung in Breckenheim

Es geschah in 1575

"Jacob Krämer ist in der Fassnacht auf der Gasse mutwillig gerufen und dem Pfarrer vorm Haus zum Trotz gekrischen."

in die heutige Zeit angepasst:
"Jacob Krämer hat während Fassnacht auf der Strasse ohne Grund gerufen und hat dann auch noch vor Pfarrers Haus zum Trotz geschrieben."

Ein schöner Beweis von Dialekt und von Zucht und Ordnung.
Denn es ist erwiesen , dass auf der eigenen Hochzeit und auch an der Kerb jener Zeit es verboten war zu tanzen, so ist es erst Recht nachvollziehbar, dass Kreischen nicht erlaubt gewesen ist.

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.TonsorEine bedeutende Persönlichkeit wa...
31/01/2026

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.

Tonsor
Eine bedeutende Persönlichkeit war Johann Nicolaus Marsilius Tonsor, *11.02.1692 als Sohn des Justus Tonsor und Susanna Elisabetha Bechthold und verstorben 14.01.1739 in Kistomas, Ungarn.

Er sammelte als Student im Auftrag des Pfarrers Barde 1724 Spenden für den neuen Kirchenbau und führte kurz danach eine Gruppe von Breckenheimern nach Ungarn

Darunter die Familien des Johann Friedrich Habel, Johann Andreas Kirchner, Johann Heinrich Hart, Martin Sturm, Johann Peter Deul und Johann Reinhard Paul nach Kistormas in Ungarn. Ein entsprechendes Dekret wurde am 13. 03.1724 in der Herrschaft Eppstein unterschrieben.

Tracht,
1819 wie folgt beschrieben: dunkelblauen Tuchrock, schwarze baumwollenes Halstuch dunkelblaue Weste, lederne Hose und darüber eine lange leinen Oberhose, weiße wollene Strümpfe und Schuhe mit gelben Schnalle, die letzte Konfirmation in Tracht war 1875
Aus einer Aussteuerliste von 1743 ist bekannt, das die Braut Wollschürzen besass, ebenfalls welche aus Leinen, wohl für den Alltag, Lätzchen in Baumwolle und schwarz und Brauntuch, Röcke in den gleichen Farben, mehrere Leinenhauben verschiedener Qualitäten (der Wert der Aussteuer steht bei jedem einzelnen Häubchen dabei)

Da es sich um die Tochter des Schultheißen in Wallau gehandelt hat, ist davon auszugehen, dass die anderen Mädchen im Dorf weitaus weniger besessen hat und höchstwahrscheinlich auch sehr selten überhaupt Wolle, aber dafür umso mehr Leinen besessen haben.
Die Farben waren bereits 1743 blau, braun und schwarz. Die Farbe blau entstand durch den Trester der dunklen Weintrauben.

Das Breckenheim Alphabet wird anlässlich des 1.075-jährigen Geburtstages der Ersterwähnung des Dorfes jede zweite Woche bis Mai 2026 fortgesetzt"

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.Die SchuleDas älteste bekannte Schuldge...
17/01/2026

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.

Die Schule
Das älteste bekannte Schuldgebäude stand bis in die 1960er Jahre auf dem Dorfplatz. Aber es war nicht die erste Schule, die es hier gegeben hat.

Bekannt ist, das es bereits vor dem 30-jährigen Krieg eine Schule gegeben hat. Diese wurde jedoch während des verheerenden Krieges zerstört, so das die Kinder zuerst in einer Scheuer unterrichtet wurden.

Bereits 1669 wurde ein Antrag auf Finanzierungshilfe an den Fürsten des Landes gestellt, eine neue Schule zu bauen, da die alte Schule „ziemlich angegriffen“ sei und um Kollekten.

Bis zum Bau des neuen Gebäudes dauerte es jedoch noch knapp 100 Jahre. Das Problem waren Geldnöte und der viel zu teure Bau des Kirchenschiffes, welches Breckenheim in große Schulden stürzte. Die Schüler wurden daher in der alten Scheuer, die später als Zehntscheuer betitelt wird, untergebracht.

Von diesem Gebäude ist überliefert, dass Jacob Stahlheber und Urban Mattle seit 1699 dort bereits viele Reparaturen tätigte.

Ob es die Fenster (1703) waren, die neuen Tafeln und Bänke (1701) oder gar das Dach gedeckt wurde (1710). Die Schule wurde laufend geflickt. 1724 starb gar ein armes Kind in der Schule, aber leider konnte in den Akten nirgends etwas über diesen traurigen Vorfall gefunden werden, ausser, dass der Barbier Höpfner das arme Keine äusserlich besichtigte. 1730 wurden gar 200 gebackene Steine zum Schulschornstein gezahlt.

Am 04.Februar 1733 wurde nun erneut ein Antrag auf finanzielle Unterstützung gestellt, weil es unumgänglich gewesen ist, eine neues Schulhaus bauen zu müssen. Kaum 3 Wochen später wurde eine Leihsteuer von 500 Gulden bestätigt

Im März des gleichen Jahres wird das Schulhaus als 50 Jahre altes Gebäudes dargestellt, mit einer einzigen Stube für die Kinder zurechtgemacht gewesen ist, welche auch vom Schulmeister mit seiner Familie bewohnt wurde.

Diese Korrespondenz um die vielen Kollekten, um die gebeten werden, zieht sich bis 1741 - wann genau das Gebäude gebaut wurde, konnte nicht festgestellt werden.

Der Schulmeister wurde jedoch seit 1762 durch ein von Caspar Ostertag gestiftetes Capital bezahlt.

Das Breckenheim Alphabet wird anlässlich des 1.075-jährigen Geburtstages der Ersterwähnung des Dorfes jede zweite Woche bis Mai 2026 fortgesetzt"

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.RäuberRosenheckenRäuber:Natürlich gab e...
03/01/2026

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.

Räuber

Rosenhecken

Räuber:
Natürlich gab es auch in Breckenheim böse Buben, denken wir nur an den fliehende französischen Gefangenen, der 1795 das kaputte Altartuch stahl.
Interessant sind auch folgende Fälle
1716 Gab es nachweislich Ausgaben wegen eines Räubers, was er gestohlen hat, werden wir wohl nie erfahren, denn er wird nirgends weder namentlich genannt.
Jedoch bekam der Landrat, der wegen des Räubers im Dorf war, sein Essen bezahlt. Weiterhin bekommt er 3 Maß Wein, weil er aufgrund des Räubers herkam und zu Gericht „nahte“.
Auch Johannes Bastian und Johann Conrad Habel bekamen ihr Essen bezahlt, da sie durch den Vorfall vom Landrad abgehört wurden und zusätzlich wurde noch einem aus der Gemeinde sein Essen gezahlt, da er wegen des Räubers nach Wallau vor Amt visitiert wurde.

1865 Zwei Soldaten des hiesigen Garnison welche im Juli auf der Chaussee zwischen Breckenheim und Wiesbaden mehrere Personen in brutalster Weiter überfallen und durch Säbelhiebe verwundet hatte, sind kriegsrechtlich zu einjähriger Korrektionshausstrafe verurteilt worden.

Raubtiere; Felis s. Silvestris, erwähnt 1863, die Waldwildkatze war in Nassau nicht selten (Quelle zobodat.at),

Reformation, wurde 1526 von Landgraf Philip von Hessen eingeführt - der Reformator Adam Krafft unterstütze ihn dabei.

Rupelton auch Septarienton genannt; kommt in und um Breckenheim vor, hier wurden Muscheln und Hai-Zähne gefunden

Römer; im Bereich um Breckenheim gab es immer wieder Fundstellen aus römischer Zeit, es wird davon ausgegangen, dass mit einem römischen Gutshof zu rechnen ist

Ruzzen, Spitzname der Breckenheimer zurückgehend auf Henkin von Breckinheim in 1366

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Mit einem Artikel aus dem Jahr 1913 möchte ich Euch heute Frohe Weihnachten wünschen. Geniesst die Zeit mit der Familie,...
24/12/2025

Mit einem Artikel aus dem Jahr 1913 möchte ich Euch heute Frohe Weihnachten wünschen. Geniesst die Zeit mit der Familie, hört den Großeltern bei ihren alten Geschichten zu und schreibt sie am Besten auf.
Sie sind ein Teil Eurer eigenen Geschichte und haben Euch zu dem gemacht, was ihr heute seid

"30. Dezember 1913

In den Wiesbadener Neuesten Nachrichten ist folgendes zu lesen:

Eine erheben Christfest fand am Heiligen Abend in unserer dichtgefüllten Kirche statt. Zugrunde lag der Gedanke einer Christvesper, wie sie in früheren Jahrhunderten bei unserem Volke üblich war. Die mit der Weihnacht von Kindheit an verwobenen Lieder und kirchlichen Choräle bildeten die Einrahmung. In dazwischen eingeschobenen teilen wurde von Kindermund die heilige Geburtsgeschichte vorgetragen, während der Kirchenchor reiche Gelegenheit fand, in Responsorien zu antworten. Den Höhepunkt der ganzen Feier bildete die Ansicht des brennenden Christbaums und die leuchtenden Krippe. Mit einer kurzen Ansprache des Geistlichen schloss die ergreifende Feier."

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims. Heute Q - eins der wenigen schwierigen...
20/12/2025

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.

Heute Q - eins der wenigen schwierigen Buchstaben, überhaupt Content zu finden, aber ich habe es geschafft

Quecksilber
In einem vorliegenden Bericht aus 1774 geht hervor, dass im Breckenheimer Bergwerk Quecksilber gefunden wurde. Damit ist nicht das heute übliche Quecksilber gemeint, sondern Quecksilbererze.
Bevor nun Jeder in den Wald rennt und sich auf die Suche macht, es lohnt sich nicht…Weder 1774 noch 1869 hat sich der Bergbau im Wald gelohnt, es kamen immer wieder wenige Mengen zum Vorschein, die es sich aber nicht gelohnt haben, abgebaut zu werden

Quellen
Vom Breckenheimer Wald aus gehen unzählige Wasserquellen den Berg hinab, die vor allem dafür sorgen, dass unsere Wiesen und Äcker bei Regen unter Wasser stehen und hätten nicht viele fleissige Quellen dafür gesorgt, dass am Waldrand Drainagen gebaut wurden, so wäre da oben noch immer ein sumpfiges Gebiet

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Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.PfingstenPfingsten, ein Fest, welches i...
07/12/2025

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.

Pfingsten
Pfingsten, ein Fest, welches in Breckenheim seit Jahrhunderten am Pingsteborn gefeiert wird.
Offiziell seit 1969 als Ländchesfest betitelt, ist der alte Brauch schon sehr viel länger bekannt und geht nach Ansicht einiger Forscher gar in die Keltenzeit zurück.

Es gab auch Kriminalfälle an Pfingsten und um die geht es heute
Momentan bekannt sind folgende Straftaten:

1710
mussten Michael Werner Veith und Jacob Walter Buße zahlen, weil sie am 2. Pfingsttag im Wirtshaus gewesen
1735 erlaubte Jud Seligmann, dass man auf den Pfingsttag in seinem Hause Karten spielen durfte und musste den gleichen Betrag, die er an Buße zahlen mussten auch noch mal in den Kirchenkasten zahlen
Weiterhin gab Sem 3. Pfingsttag im Jahr 1787 eine Schlägerei, die Caspar Winks Sohn et Consorten ausübte.

Weiterhin schrieb das Wiesbadener Tagblatt in folgenden Jahren über das Breckenheimer Pfingstfest:

1734
Johann Franz Wink, Förster zu Breckenheim
gegen
Johann Christoph Schwarz daselbst
Zeuge: Johann Christoph Stemmler

Johann Franz Wink, der Förster von Breckenheim, befindet sich , „sehr trunken“, vom Pfingstmarkt in Hofheim auf dem Heimweg. Im Dorf trifft er auf Johann Christoph Schwarz. Dieser überfällt den guten Franz und verletzt ihn am Kopf schwer (es heißt, er habe „etliche Loch geschlagen“) und stiehlt ihm seinen 6 Gulden teuren Hirschfänger.

Da Franz seinen Hirschfänger zurück haben möchte, klagt er nun gegen Christoph Schwarz vor dem Gerichtsmann in Wallau und so ist diese Geschichte für die Nachwelt erhalten geblieben.

Christoph Schwarz widerspricht und sagt, dass er niemanden ums Leben bringen wollte und beschuldigt den Kläger dass er doch jemand ums Leben bringen wollte.

Der Förster jedoch sagt, dass er nicht wüsste, was er, als er betrunken war, getan hatte und benennt Johann Christoph Stemmler als seinen Zeugen.

Der Beklagte Schwarz behauptet nun, dass Christoph Stemmler einen Hass gegen ihn hätte, da er ihn nach der Igstädter Schlägerei einen Verweis gegeben hätte und dieser massgebliche Zeuge ihm damals sagte, dass er ihm das „schon Gedenken“ würde.

Beschluss:
Der Zeuge soll unter Handgelöbnis Eidesstatt abgehört werden

Johann Christoph Stemmler, Peter Stemmlers ältester Sohn zu Breckenheim, war ein Leinweber und 21. Jahre alt.
Unter Handgelöbnis an Eides statt sagt er nun aus, dass er von Hofheimer Pfingstmarkt nach Haus durch Johannes Peter Bohrmann Hof (nach heutigem Stand Löffelgasse 1) ging und am Hoftor dieses Hauses Christoph Schwarz angetroffen hatte welcher ihm zu gerufen hatte: „ihr Tausend sacramente, wo bleibt ihr solange, wo sind die anderen?“
Wobei Christoph Schwarz einen unter dem Rock verborgen gehaltenen Hirschfänger fester zog und dabei die Worte gesprochen hat: „Siehe damit habe ich diesen Abend abgeräumt.“ Stemmler habe sofort gefragt, ,wen denn“ der Schwarz hätte geantwortet: „das brauch ich dir eben nicht zu sagen.

Der Zeuge wurde mit dem Beklagten konfrontiert, welcher jedoch auf seiner Aussage beharrt.

Im Laufe der Aussage behauptet der Kläger Wink nochmals, dass ihn Beklagter Schwarz geschlagen und den Hirschfänger genommen hätte, welcher durch einen zusätzlichen Eid erhärtet werden könnte.

Beklagter ersetzte dawider, was erschien mit gutem Gewissen schon könnte so wolle er solche doch nicht tun.

Bescheid (Urteil)
Kläger soll an geschädigten unter Handgelöbnis an Eides Statt erhalten, wozu ein Termin auf hinter über 8 Tage angesetzt wird, dass ihm der Beklagte der Hirschfänger genommen, worauf ??? Dann weiter gehen wird, was Recht ist

Transkribiert und ein bisschen der heutigen Zeit angepasst von
(Quelle: HHStAw Bestand 331 Nr. IX 13 Band 12 1734 - 1737 - Amtsprotokolle Wiesbaden)

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Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.OrganistJacob Philipp Eckhard war nicht...
22/11/2025

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.

Organist
Jacob Philipp Eckhard war nicht nur Schuldiener, sondern auch der Organist im Dorf. Er wurde ungefähr am 09.10. 1709 geboren und kam 1738 aus Niederliederbach nach Breckenheim, wo er bis ca 1764als Schuldiener und Organist arbeitete. Er starb am 06.04.1793 und lebte Am Kirchentor 6.

Orgel und Orgelstand
Die erste bekannte Orgel, eine sogenannte Kleinorgel, wird 1729 gebaut von Christian Claussen genannt, wobei Orgelspezialisten vermuten, dass es sich hier um Christian Claussing (getauft 6. Januar 1687 in Herford; † 12. Dezember 1764 in Hamburg) handelt. Sie hat 6 Register und 2 Balgenbänke, sie aufzubauen dauerte 14 Tage und solange wurde Claussing im Dorf verzehrt. Er wird 1730 für seine Arbeit bezahlt

1728 wurde Johann Christoph Wächter für die Arbeit am Orgelstand bezahlt, weiterhin ist er von Abgaben befreit, da er die Orgelbalken zieht (um Töne zu erzeugen)

Es war laut Visitation 1814 eine kleine schwache Orgel ohne Pedal im Hintergrund des Kirchenchores stehend ihren Klang verliert, welche bereits 1758 renoviert wurde.

Aufgrund des Beschreibung des Turms weiß man, dass sie damals noch ebenerdig im Turm gestanden hat.

Unsere heute Orgel stammt von 1878.

Das Breckenheim Alphabet wird anlässlich des 1.075-jährigen Geburtstages der Ersterwähnung des Dorfes jede zweite Woche bis Mai 2026 fortgesetzt"

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.N wie…. NachnamenNachnamenIm Ländchen h...
08/11/2025

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.

N wie…. Nachnamen

Nachnamen
Im Ländchen heisst es immer, typisch Breckenheimer Nachnamen sind Bohrmann, Meireis, Völker, Stein und Diefenbach

Aber ist das wirklich so?
Tatsächlich wird ein typischer Name wie Sperle nicht genannt, auch Mattle fällt hinten runter. Keim und Flick haben sogar den Krieg überlebt und gab es bereits davor im Dorf, aber die wenigsten wissen, wie tief verwurzelt er im Dorf ist.

Sie sind zwar nicht weit verbreitet, gehören aber zu den ältesten Nachnamen.

Wer war tatsächlich in den ersten Jahren nach dem langen Krieg im Dorf?
1638 wird Catharina Christiane Hederich als ausser Landes genannt - sie war wohl Einwohnerin, die durch den Krieg verzogen war, aber noch zur Herrschaft gehörte. Mit ihr mussten auch Anna und Cles Kleinen und Catharina Jacob Appels Abgaben zahlen, obwohl sie nicht hier lebten. Anders wie Emrich und Margarethe Ott, sie zahlten und lebten hier.

Philipp Hart, Jacob Keller, Velten Holzappel und Adam Uffsteiner werden ebenfalls genannt.

1640 waren die ausser Landes genannten wieder zurück im Dorf und halfen, es wieder aufzubauen

Bereits 2 Jahre findet man in den Abgabenlisten:
Johann Wilhelm Keim
Velten Holzappel
Conrad Flick
Henrich Keller
Philipp Hart
Jacob Heß
Georg Herbert
Wilhelm Schmidt

Klarmann, Müller und Karhamel zogen 1660 hierher, es lebten De Bracht und Bergmann ebenfalls.

Die heute gängigen Nachnamen aber kamen bis auf einige weniger erst viel später

Die noch heute in Breckenheim zu findenden Familienname Flick kam 1642 zurück - sie lebten während des Krieges in Eppstein.
Der heute typische Name Völker kam erst 1652 aus Raunheim, ein Jahr später kamen die Zieglers.

Bormann, Bornmann später Bohrmann ist 1656 nach Breckenheim gekommen. Oder Sperle, noch heute vorhanden, wird 1700 in den Akten erwähnt. Urban Mattle wird 1682 genannt

Von Johannes Stein wissen wir, dass er ca 1677 aus Stumpertenrod im Vogelsbergkreis hier her wanderte, er ist der Vorfahre der Steins in Breckenheim, Wallau, Massenheim und auch in Igstadt sind Breckenheimer Nachfahren vorhanden.

Moritz Meireis verkaufte 1706 sein Haus in Delkenheim, um dann in Breckenheim die Meireis-Linie zu gründen, die noch heute vorhanden ist.

Und Henrich Anthon Diefenbach? Er heiratet Elisabetha Margaretha Meireis, und es stark davon auszugehen, dass er seine Lehre zum Wagnermeister in Breckenheim machte und so von Nordenstadt herüberwanderte

Selbst Phillip Kling kam 1744 durch die Hochzeit mit Maria Elisabeth Stemmler hierher.

Es sind viele Nachnamen, die seit Jahrhunderten hier ansässig sind, aber nur einige wenige hatte mehr männliche wie weibliche Nachfahren, so dass der Name sich weiter verbreitete.

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Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.M wie…. Markt, Murus-Haus, MarktDer ein...
25/10/2025

Das Jubiläumsalphabet zum 1.075-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung Breckenheims.

M wie…. Markt, Murus-Haus,

Markt
Der einzige bisheriger Nachweis eines Marktes in Breckenheim stammt aus dem Jahr 1603, als Fortunatis Schmidt, von dem wir wissen, dass er ein sehr böser Mensch gewesen sein muss, kein Jahr vergeht, in dem er keine Buße erhalten hat, „den Henrich Apfel bei marktlicher Weil auf der Gasse überfallen und übel gescholten hat“.

Ansonsten waren die Breckenheimer bevorzugt in Hofheim, Hochheim, Wallau und sogar in Nordenstadt auf dem Markt. Auch Mainz war ein beliebtes Ziel - Wiesbaden wird in den vielen Akten nur einmal erwähnt und auch hier ausschliesslich der Andreasmarkt, damals Jubilatemarkt genannt.

So z. B. 1607 als Christan Paulus eine Strafe zahlen muss, weil er ein Schwein in einem Trauerhaus gekauft und auf dem Nordenstadter Markt verkaufen wollte

Oder 1729 als der Igstädter Schlom Jud auf dem Alteburger Markt war und dort von Christoph Wächter aus Breckenheim eine Kalb gehandelt hat.

So wissen wir, dass 1734 Caspar Kettenbach in Mainz Salz kaufte

Und Johann Peter Sperle, der auf dem Wallauer Markt Stress angefangen hat und den Sohn des Bäckers geschlagen hat

Die Breckenheimer waren auf allen Märkten in der Umgebung unterwegs und verkauften dort ihre Ernte und ihr Vieh. Es ist auch bekannt, dass fahrenden Händler im Dorf übernachteten, um höchstwahrscheinlich Ware, wahrscheinlich Leinen, hier einzukaufen und auf den Märkten weiter weg zu verkaufen

Murus-Haus
Murus, das ist ein Name, den kaum noch jemand kennt, auch wenn es noch viele Nachfahren im Dorf gibt.
Aber wer war diese Familie?

Sie waren die Namensgeber der Gerbermühle und des großen gelben Hauses am Dorfplatz, das sogenannte Murus-Haus.

Johann Martin Müller, ein Pfarrer (in Nordenstadt, Niedersaulheim und Eppstein) war Pächter der Kellermühle. Sein Sohn Johann Reinhard Murus war der erste Rothgerber und nach ihm bzw seinem Berufsstand wurde aus der Kellermühle die Gerbermühle.
Johann Reinhard war der Vater des Johann Henrich, welcher nach Breckenheim zog und dort das sogenannte Murus-Haus baute. Hier befand sich einen Gastwirtschaft, deren Name nicht bekannt ist.

Den Stammbaum der Familie Murus kann man übrigens bis ca 1550 zurückverfolgen und wie so oft, war es eine Pfarrerfamilie, deren Nachkommen in Breckenheim ihr zu Hause fanden.

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Adresse

Karl-Albert-Strasse 19
Breckenheim
65207

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