Traumavereint

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Manche unserer Verhaltensweisen wirken auf andere verletzend oder „toxisch“.Doch hinter vielen davon steckt kein böser W...
24/02/2026

Manche unserer Verhaltensweisen wirken auf andere verletzend oder „toxisch“.
Doch hinter vielen davon steckt kein böser Wille, sondern ein Nervensystem, das noch immer versucht, uns zu schützen.

Toxisch beschreibt die Wirkung.
Schutzstrategie beschreibt die Funktion.

Das ist ein wichtiger Unterschied. Denn, wenn man das versteht, kann man Verantwortung übernehmen, ohne sich selbst zu verurteilen.
Denn was einst Überleben sicherte, macht uns nicht zu einem schlechten oder bösen Menschen. Aber es darf heute angeschaut, verstanden und gegebenenfalls verändert werden :-) 🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Manchmal wirkt das eigene Verhalten wie ein Rätsel. Warum reagiere ich so heftig? Warum ziehe ich mich zurück? Warum geh...
22/02/2026

Manchmal wirkt das eigene Verhalten wie ein Rätsel.
Warum reagiere ich so heftig?
Warum ziehe ich mich zurück?
Warum geht gar nichts mehr oder plötzlich alles auf einmal?
Fragen über Fragen.

Wenn wir durch die Nervensystem-Brille schauen, wird vieles verständlicher.
Nicht moralisch, nicht wertend, sondern biologisch, fachlich logisch.
Unser Körper erinnert sich früher und stärker als unser Kopf.
Er schützt uns ,manchmal mit alten Mustern, die einmal lebenswichtig waren.

Diese Perspektive nimmt uns nichts weg.
Im Gegenteil, sie schenkt uns Mitgefühl. Sie zeigt, ich bin nicht „zu viel“ oder „zu empfindlich“. Sondern ich habe ein Nervensystem, das versucht, mich zu schützen.

Hast du dich schon mal durch die Nervensystembrille betrachtet?

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Transgenerationales Trauma zeigt sich oft nicht in Worten, sondern in Mustern. In Spannungen, die wir nicht einordnen kö...
21/02/2026

Transgenerationales Trauma zeigt sich oft nicht in Worten, sondern in Mustern.
In Spannungen, die wir nicht einordnen können. Und vielleicht sogar als "normal" erachten.
In Verantwortungen, die wir tragen, ohne zu wissen, woher sie kommen.
In Gefühlen, die sich älter anfühlen als wir selbst.

Der „rote Faden“, der durch Generationen wandert, ist kein sichtbares Band, sondern ein Nervensystem, das gelernt hat, wachsam zu sein. Beziehungen, die geprägt sind von Überforderung, Schweigen oder unausgesprochenen Loyalitäten. Rollen, die verrutschen. Grenzen, die sich verschieben.
Wenn wir beginnen zu verstehen, woher diese Muster kommen, kann etwas Neues entstehen, z. B. Handlungsfähigkeit, Entlastung. Vielleicht begreifen wir dann, dass vieles nicht "unsere Schuld" ist, sondern ein Echo auf das, was Generationen vor uns erlebt haben.

Die Vergangenheit kann man nicht ungeschehen machen. Aber den roten Faden, den kann man durchtrennen. Muster unterbrechen. Wir dürfen aussteigen. Und neue Spuren legen 🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Validierung ist kein „nett sein“. Kein "ich geb dir in allem Recht."Sie ist eine traumasensible Haltung.Viele Menschen m...
20/02/2026

Validierung ist kein „nett sein“. Kein "ich geb dir in allem Recht."
Sie ist eine traumasensible Haltung.

Viele Menschen mit Traumaerfahrungen haben früh gelernt, dass ihre Gefühle zu viel, falsch oder unerwünscht sind. Dass sie sich erklären, zusammenreißen oder anpassen müssen, um nicht anzuecken.

Validierung wirkt dem entgegen. Sie sagt nicht: „Du hast recht.“ Sondern: „Dein Erleben ist nachvollziehbar.“
Wenn jemand wirklich gehört wird, kann das Nervensystem für einen Moment aus dem Alarmmodus treten.
Nicht, weil etwas gelöst ist, sondern weil etwas endlich anerkannt wird. Nämlich das Gefühl, das manches auslöst.

In der Traumaarbeit geht es oft nicht darum, Gefühle zu verändern, sondern darum, ihnen einen sicheren Platz zu geben. Erst dann wird Entwicklung möglich.

Du musst dich nicht erst beruhigen, erklären oder „richtig fühlen“, um verstanden zu werden. Du darfst einfach sein. Erstmal alles rauslassen. Und dann schauen wir weiter 🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Manchmal passen wir uns so sehr an, dass wir uns selbst kaum noch spüren. Nicht, weil wir „unsicher“ oder „zu nett“ wäre...
18/02/2026

Manchmal passen wir uns so sehr an, dass wir uns selbst kaum noch spüren. Nicht, weil wir „unsicher“ oder „zu nett“ wären, sondern weil unser Nervensystem gelernt hat, dass Erwartungen anderer zu erfüllen sicherer ist, als uns zu zeigen. Wirklich zu zeigen. So, wie wir sind.

Für viele Betroffene war genau das einmal überlebenswichtig: angepasst sein, funktionieren, ruhig bleiben, Konflikte vermeiden.
So entsteht sozusagen ein Muster auf Bindungs- , Trauma- und Nervensystemebene.

Wenn du dich darin wiederfindest, dann ist nix mit oder an dir falsch. Du bist geprägt.
Und das Gute ist, es muss nicht so bleiben. Schritt für Schritt 🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Trauma lässt sich nicht allein über den Kopf lösen.Vielleicht kennst du das auch? Man versteht alles, erkennt Zusammenhä...
17/02/2026

Trauma lässt sich nicht allein über den Kopf lösen.
Vielleicht kennst du das auch? Man versteht alles, erkennt Zusammenhänge, kann die eigene Geschichte erklären und trotzdem reagiert der Körper, als wäre die Bedrohung noch da. Und wirklich verändern tut sich nix, obwohl man es doch so sehr möchte.
Das liegt daran, dass Trauma nicht nur kognitiv gespeichert ist. Es sitzt im Nervensystem, in Körpererinnerungen, in Gefühlen, im Kontaktverlust zu sich selbst und zu anderen.

Darum braucht Veränderung mehrere Ebenen:
Körperarbeit, Beziehungserfahrungen, kreative Ausdrucksformen, Regulation, Verständnis und behutsame Schritte in Richtung Verbindung.

Vielleicht spürst du selbst, welche Ebene dir leicht fällt und welche eher schwer?
Was hilft dir jenseits des Denkens?

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Diese kleine Achtsamkeitsübung wirkt oft überraschend gut:ein Stück Obst, Schokolade oder irgendwas anderes Kleines  und...
16/02/2026

Diese kleine Achtsamkeitsübung wirkt oft überraschend gut:
ein Stück Obst, Schokolade oder irgendwas anderes Kleines und dann langsam wahrnehmen, wie es aussieht, riecht, sich anfühlt, wie der Geschmack sich verändert.
Das kann man auch gut machen, wenn man grade auswärts Essen ist und man merkt, dass man grade a bissel struggelt. Sich bewusst auf sein Essen fokussieren. Bekommt das Außen meist gar nicht mit. 🌻

Hast du es schon mal ausprobiert? Achtsames Schmecken? Wie sind eine Erfahrungen damit?

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Viele Erwachsene tragen noch immer die Worte ihrer Kindheit tief in sich.Es waren Sätze, die vielleicht als Erziehung ge...
15/02/2026

Viele Erwachsene tragen noch immer die Worte ihrer Kindheit tief in sich.
Es waren Sätze, die vielleicht als Erziehung gemeint waren und doch eine tiefe Verletzung darstellten.
„Hör auf zu weinen.“
„Stell dich nicht so an.“
„Wenn du nicht brav bist, hab ich dich nicht mehr lieb.“

Die zugrundeliegende Botschaft war immer dieselbe. Deine Gefühle sind unangebracht. Deine Bedürfnisse sind nicht richtig. Du bist nur sicher, wenn du dich anpasst.

Nennt man auch emotionale Vernachlässigung.
Sie hinterlässt keine sichtbaren Spuren, aber sie prägt das Nervensystem, die Bindungsfähigkeit und das Selbstwertgefühl, oft bis in die Gegenwart.

Damals warst du ein Kind. Du hättest fühlen dürfen!
Und heute ist es möglich, dir selbst beizubringen, dich sicher zu fühlen und dir all das zu erlauben und nachzuholen. 🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Kennst du das Gefühl, ständig nach „mehr“ zu hungern? Mehr Anerkennung, mehr Nähe, mehr Ablenkung durch Kaufen, Arbeiten...
14/02/2026

Kennst du das Gefühl, ständig nach „mehr“ zu hungern? Mehr Anerkennung, mehr Nähe, mehr Ablenkung durch Kaufen, Arbeiten oder Essen?

Oft verurteilen wir uns selbst für diese Unersättlichkeit und stempeln sie als Gier oder Maßlosigkeit ab. Doch hinter diesem tiefen inneren Hunger steckt meist eine alte, kluge Überlebensstrategie unseres Nervensystems.

Wenn wir in der Kindheit keinen sicheren Hafen hatten oder emotionale Bedürfnisse nach Schutz und Liebe nicht zuverlässig erfüllt wurden, bleibt unser Nervensystem im „Suchmodus“. Es versucht heute im Außen das nachzuholen, was damals im Inneren fehlte.

Das Problem dabei ist, dass äußere Dinge die alte, innere Leere nur kurzzeitig betäuben können. Sobald der Rausch von „mehr“ nachlässt, bleiben oft Scham und eine noch tiefere Leere zurück. Wir versuchen, ein Gefäß zu füllen, das einen Riss hat, so wie eine Kintsugi-Schale, die erst mühsam wieder zusammengesetzt werden muss.

Veränderung bedeutet nicht, den Hunger zu unterdrücken, sondern zu lernen, sich innerlich zu nähren. In dem man seine Bedürfnisse wahrnimmt, was richtig, richtig schwer ist, weil man es ja vermutlich nie gelernt hat.
Was brauche ich gerade wirklich? (Sicherheit? Ruhe? Gesehen werden?)
Sicherheit spüren: Dem Körper beibringen, dass die Gefahr von früher vorbei ist.
Grenzen achten: Ein gesundes „Genug“ für sich selbst definieren.
Sättigung anerkennen: Auch kleine Momente der Erfüllung bewusst tief einatmen und im Körper verankern.

Wie zeigt sich dieses „Mehr-wollen“ bei dir? Magst du a bissel erzählen? Kennst du das überhaupt von dir? Oder so gar nicht?

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

13/02/2026

Der Mut der kleinen Schritte
Manchmal fühlt sich der Rat, „es einfach zu tun“, wie eine Überforderung an. Oder sogar wie Häme. Wie ein "stell dich doch nicht so an." Wenn unser Nervensystem auf „Stopp“ schaltet, hat das meist einen guten Grund, es will uns beschützen.
Amelia Earharts Worte laden uns jedoch ein, die Perspektive zu wechseln: Es geht nicht darum, sofort den ganzen Ozean zu überqueren. Es geht um die Wirksamkeit des Moments. Das Grübeln hält uns oft in einer Warteschleife gefangen, in der die Angst immer weiter wächst. Kennst du ja vielleicht auch? 🙂

Dabei darf „Tun“ auch bedeuten, erst einmal nur die Schuhe bereitzustellen oder den Blick zum Horizont zu richten. Jeder noch so kleine Schritt, den du in deinem eigenen Tempo gehst, hilft manchmal aus der Angstspirale hinaus. Du musst nicht furchtlos sein, um anzufangen. Du darfst die Angst an die Hand nehmen und trotzdem losgehen.

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Die Polyvagale Leiter ist ein hilfreiches Modell, um zu verstehen, wie unser Nervensystem auf Stress, Nähe, Gefahr und Ü...
12/02/2026

Die Polyvagale Leiter ist ein hilfreiches Modell, um zu verstehen, wie unser Nervensystem auf Stress, Nähe, Gefahr und Überforderung reagiert.

Es zeigt drei grundlegende Zustände:
Ventral-vagal: Sicherheit, Verbundenheit, Wohlbefinden
Sympathisch: Kampf/Flucht, Alarm, Aktivierung
Dorsal-vagal: Erstarren, Rückzug, Shutdown

Die Polyvagal-Theorie hilft, eigene Reaktionen besser einzuordnen und (neue) Wege zu finden, sich wieder zu regulieren.

Welche Stufe kennst du besonders gut?

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Adresse

Bremen
28195

Webseite

https://traumavereint.de/unterstuetze-uns/, https://www.facebook.com/groups/1389709912833345/

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