Traumavereint

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07/01/2026

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Wie gehts euch denn mit Konflikten? Mit Streitgesprächen? Fühlt ihr euch da auch recht schnell bedroht?  Existenziell be...
07/01/2026

Wie gehts euch denn mit Konflikten? Mit Streitgesprächen?
Fühlt ihr euch da auch recht schnell bedroht? Existenziell bedroht? Rationales Denken ist kaum noch möglich?

Für das Nervensystem steht in diesem Moment Sicherheit auf dem Spiel.
Dann schaltet der Körper auf Alarm. Der Atem stockt, die Muskeln spannen sich, das Herz rast. Da gehts dann nicht mehr um Worte, sondern gefühlt ums Überleben.
Und in diesem Zustand ist wirkliches und sachliches Zuhören natürlich schlicht nicht mehr möglich.

Da kann es dann helfen, wenn man erkennt, dass das System grade völlig überfordert ist.
Die Situation erstmal zu verlassen. Nicht alle Türen direkt zuschlagen, nur mal kurz vor die Türe gehen, atmen beruhigen.
So eine Pause ist keine Flucht, kein Ende für immer, sondern sie schafft Raum, damit sich das Nervensystem wieder beruhigen und man wieder in Kontakt/Verbindung treten kann. 🌻

Was hilft dir, in hitzigen Momenten kurz auszusteigen, ohne die Beziehung aus dem Blick zu verlieren? Hast du Tipps? Einen Satz, der dir hilft, dir a bissel Raum zu verschaffen?

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Du fühlst dich überfordert und der Kopf ist leer? Dann steht dein Sympathikus – also das Stress-Nervensystem – vermutlic...
06/01/2026

Du fühlst dich überfordert und der Kopf ist leer? Dann steht dein Sympathikus – also das Stress-Nervensystem – vermutlich auf Hochalarm.

Dein Körper schüttet Adrenalin aus und schaltet auf Kampf oder Flucht. Das Problem dabei ist, dass dein präfrontaler Kortex – zuständig für Konzentration und klare Entscheidungen – jetzt unterversorgt wird.

Was helfen kann, ist ein neurologischer Reset. Das heißt: wenigstens zwei Minuten Pause. Um den akuten Stress zu durchbrechen, musst du den Parasympathikus – das Ruhe-Nervensystem – aktivieren.

Das funktioniert über Down-Regulation:
Langes Ausatmen: Signalisiert dem Gehirn: „Gefahr vorbei!“ (aktiviert den Vagusnerv)
Grounding/Erdung: Lenke deine Aufmerksamkeit auf bewusste, neutrale Sinnesreize (z. B. Füße fest auf dem Boden, Kälte spüren).

Mit einer kurzen, bewussten Pause kannst du deine kognitive Leistung nach und nach wiederherstellen, auch wenn es sich im ersten Moment paradox anfühlt. 🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Heute möchten wir euch eine kurze Schreibübung vorstellen. Manchmal finden Worte erst ihren Weg, wenn sie sich wiederhol...
05/01/2026

Heute möchten wir euch eine kurze Schreibübung vorstellen.

Manchmal finden Worte erst ihren Weg, wenn sie sich wiederholen dürfen.
Serielles Schreiben ist eine Methode aus der Schreibtherapie, die hilft, inneren Prozessen Raum zu geben und zwar ganz, ohne sie zu erzwingen.

Und so gehts:
Du wählst einen Satzanfang, zum Beispiel:
„Ich brauche…“ oder „Ich fühle…“
Dann wiederholst du ihn immer wieder und lässt die Sätze einfach fließen. Ohne zu stoppen. Ohne zu überlegen. Ohne zu bewerten.

Gerade für Menschen mit Traumaerfahrungen kann diese Form des Schreibens stabilisierend wirken, weil sie Struktur in den Gedankenfluss bringt und das Nervensystem ein wenig entschleunigt.
Und sie ermöglicht Zugang zu tieferliegenden Gefühlen und das behutsam und kontrollierbar, wenn man sich den Timer auf etwa 10 Minuten stellt und danach wirklich stoppt.

Beim seriellen Schreiben steht nicht das Ergebnis im Vordergrund, sondern die Erfahrung, dich selbst schreibend zu begegnen.
Satz für Satz.🌻

Hast du es schon einmal ausprobiert? Magst du von deinen Erfahrungen berichten?

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

05/01/2026

Von Herzen Danke für eure Unterstützung.
Ihr seid großartig 🌻💚🌻

Die ACE-Pyramide (Adverse Childhood Experiences) soll aufzeigen, wie frühe Erfahrungen – wie zum Beispiel Gewalt, Vernac...
04/01/2026

Die ACE-Pyramide (Adverse Childhood Experiences) soll aufzeigen, wie frühe Erfahrungen – wie zum Beispiel Gewalt, Vernachlässigung, Unsicherheit – sich in Entwicklung, Verhalten, Gesundheit und Lebensdauer fortsetzen können.
Sie erklärt, warum Menschen mit belasteten Kindheiten häufiger mit Angst, Depression, Sucht oder chronischen Erkrankungen kämpfen.
Nicht, weil sie „zu schwach“ sind. Sondern weil ihr Nervensystem von Anfang an unter Dauerstress stand.

Doch die Pyramide endet nicht bei „früher Tod“. Das eigentliche Ziel dieser Forschung war nie, Angst zu machen, sondern Verständnis zu schaffen.
Wenn wir wissen, woher etwas kommt, können wir beginnen, es zu verändern.
Beziehung, Sicherheit, Körperarbeit, Regulation... all das wirkt heute wie Gegenmedizin zu dem, was einst gefehlt hat.
Verstehen ist der erste Schritt, Verantwortung für Heilung und Veränderung zu übernehmen. 🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

"Hat mir auch nicht geschadet."Ein Satz, der oft leichtfertig gesagt wird, doch die Realität sieht für viele ganz anders...
03/01/2026

"Hat mir auch nicht geschadet."
Ein Satz, der oft leichtfertig gesagt wird, doch die Realität sieht für viele ganz anders aus. Die Kindheit prägt uns tiefgreifend. Worte wie:

"Hör auf zu heulen."
"Reiß dich zusammen."
"Weil ich das sage.".. können tiefe Wunden hinterlassen, die bis ins Erwachsenenalter reichen.

Wenn wir als Kinder erleben, dass unsere Gefühle nicht gesehen oder abgewertet werden, speichert unser Nervensystem Überlebensstrategien und Glaubenssätze, wie zum Beispiel:

"Ich bin nicht sicher."
"Ich darf nicht fühlen."
"Ich muss stark sein."

Viele, die heute sagen, es hätte ihnen "nicht geschadet", haben früh gelernt, sich anzupassen. Sie empfinden Nähe oft als unsicher, sind häufig angespannt und haben den Zugang zu ihren eigenen Bedürfnissen verloren. Dies wirkt meist bis ins Erwachsenenalter nach.

Das Gute ist, wir können den Kreislauf durchbrechen. in dem wir Kindern unter anderem Folgendes geben:
Sicherheit und Zuwendung.
Grenzen ohne Angst.
Mitgefühl, das lehrt: „Du bist wertvoll, auch wenn du mal Fehler machst.“

Und du? Welche Glaubenssätze hast du in deiner Kindheit gelernt? Konntest du manche davon schon umwandeln?

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Trauer folgt keinem Ablaufplan.Es gibt kein „so muss es aussehen“.Manche Menschen funktionieren scheinbar.Andere brechen...
02/01/2026

Trauer folgt keinem Ablaufplan.
Es gibt kein „so muss es aussehen“.

Manche Menschen funktionieren scheinbar.
Andere brechen zusammen.
Manche lachen, manche verkriechen sich.
Viele schwanken dazwischen.

Alles darf sein.
Du darfst fühlen – oder nicht.
Du darfst Trauer zeigen – oder sie für dich behalten.
Du darfst wütend sein, leer, überfordert.
Und manchmal eben sogar lachen.

Trauer ist ein Zeichen von Verbundenheit.
Und du darfst deinen eigenen Weg finden, mit ihr zu leben.
In deinem Tempo. Und in deiner Art.
So lange, wie es eben dauert.

Wenn du gerade um jemanden trauerst:
Wir denken an dich 🌻

Und wenn du nicht weißt, wie du jemanden in seiner Trauer unterstützen kannst:
Oft reicht es, still dazusitzen.
Die Hände zu reichen, nicht greifend, nur begleitend.
Da sein. Ohne aufdringlich zu sein oder etwas zu fordern.

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team



Intrusionen, wenn Erinnerungen sich aufdrängen.Manchmal drängen sich Bilder, Gedanken oder Körperempfindungen auf, ohne ...
31/12/2025

Intrusionen, wenn Erinnerungen sich aufdrängen.

Manchmal drängen sich Bilder, Gedanken oder Körperempfindungen auf, ohne dass wir sie wollen.
Das sind Intrusionen, aufdringliche Erinnerungssplitter an traumatische Erfahrungen. Sie wirken plötzlich, oft unkontrollierbar, und fühlen sich sehr bedrohlich an.

Wichtig zu wissen:
Intrusionen sind häufig ein Hinweis darauf, dass das Gehirn noch versucht, unverarbeitete Erinnerungsteile einzuordnen.
Sie unterscheiden sich von Flashbacks: Bei Intrusionen bleibt man sich bewusst im Hier & Jetzt, während Flashbacks einen emotional und/oder körperlich zurück katapultieren können. So, als passiere das Trauma gerade.

Es kann helfen, sich bewusst im Raum zu orientieren, die eigenen Sinne einzusetzen oder Halt im Körper zu suchen. Manchmal braucht es auch professionelle Unterstützung, um die Erinnerungsteile nach und nach ins autobiografische Gedächtnis zu integrieren.

Herzlichst, dein tRAUMavereint-Team 🌻

Morgen ist also wieder Silvester. Viele gehen feiern, haben Spaß.Für Andere ist es ein Abend, der mit hohem Erwartungsdr...
30/12/2025

Morgen ist also wieder Silvester. Viele gehen feiern, haben Spaß.
Für Andere ist es ein Abend, der mit hohem Erwartungsdruck, Erinnerungen, Lärm und Triggern verbunden ist.

Vielleicht fühlst du dich gerade gestresst von der Frage: „Was machst du an Silvester?“ oder die bevorstehende Knallerei bereitet dir Sorgen. Wir möchten dir heute sagen: Du musst gar nichts. Außer das zu tun, was dir gut tut 🌻

Es ist völlig okay, wenn du den Jahreswechsel lieber schlafend, alleine oder ganz in Ruhe verbringst.

In diesem Post haben wir dir ein paar Ideen zusammengestellt, wie du gut durch die Nacht kommst:
Erstelle dir eine eigene Sicherheitszone (Lärmschutz & Kuscheldecke).
Wähle bewusst „Comfort Movies“ statt Social Media Stress.
Nutze die 5-4-3-2-1 Methode, falls dich die Geräusche triggern sollten.

Egal, wie du die Nacht verbringst, pass gut auf dich auf, ja?

Wie verbringst du den Abend? Magst du a bissel erzählen?

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

„Ich wollte am liebsten im Boden versinken.“Ein Satz, der fast immer mit Scham verbunden ist, einem der schmerzhaftesten...
29/12/2025

„Ich wollte am liebsten im Boden versinken.“
Ein Satz, der fast immer mit Scham verbunden ist, einem der schmerzhaftesten Gefühle, die wir kennen.

Scham ist mehr als ein flüchtiges Unbehagen. Sie betrifft unser ganzes Nervensystem:
Der Körper reagiert mit Hitze, Kribbeln oder Erstarren.
Der Blick geht zu Boden, wir wollen uns entziehen.
Innerlich entsteht das Gefühl, „falsch“ oder „nicht richtig“ zu sein.

Gerade nach traumatischen Erfahrungen kann Scham übermächtig werden. Denn:
– Traumata sind oft mit Ohnmacht und Abhängigkeit verbunden.
– Viele Betroffene übernehmen unbewusst Verantwortung für das, was ihnen angetan wurde.
– Scham kann so zu einem tief verankerten Selbstbild werden.

Doch Scham ist nicht Schuld.
Schuld bezieht sich auf eine Handlung: „Ich habe etwas getan.“
Scham hingegen betrifft das eigene Sein: „Ich bin falsch.“

Darum lässt sich Scham auch nicht einfach „wegtherapieren“.
Sie braucht einen sicheren Rahmen, in dem sie gehalten werden kann, ganz ohne Urteil, ohne Druck, ohne Bewertung.
Oft genügt es schon, dass jemand bleibt. Dass Wohlwollen, Verständnis und Vertrauen spürbar sind. 🌻

Wie erlebst du Scham?
Was hilft dir in solchen Momenten?

Herzlichst, dein tRAUMavereint-Team

Adresse

Bremen
28195

Webseite

https://traumavereint.de/unterstuetze-uns/, https://www.facebook.com/groups/1389709912833345/

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