28/01/2026
Eine Woche raus aus dem bekannten Büroalltag – rein in eine ganz andere Arbeitswelt. Reinhold Peters hat diese Möglichkeit gereizt. Jetzt arbeitete der kaufmännische Angestellte eine Woche lang auf der Palliativ-Station am Klinikum Links der Weser mit. Die Möglichkeit dazu bietet das Projekt „Seitenwechsel“, an dem die Palliativ-Station schon häufig teilgenommen hat. Dabei bekommen Mitarbeitende aus Wirtschaftsunternehmen die Gelegenheit, Arbeitsfelder im sozialen und pflegerischen Bereich kennenzulernen.
Reinhold Peters ist sichtlich beeindruckt von der Arbeit, die auf der Palliativ-Station geleistet wird. Ihm hat vor allem die wertschätzende, offene und freundliche Kommunikation auf der Station sehr gefallen. „Patientinnen und Patienten werden hier so fürsorglich und liebevoll umsorgt“, sagt er. Der 59- Jährige, der im „wahren Leben“ für den technischen Einkauf zuständig ist, kam dennoch nicht ganz unvorbereitet auf die Palliativ-Station. „Ich habe schon persönliche Erfahrung mit der Begleitung Schwerstkranker und dem Abschiednehmen“, erzählt er. Aber dennoch war die Art der Arbeit für Peters völlig neu. Er hat beim Waschen, Lagern und bei vielen anderen pflegerischen Maßnahmen assistiert, hat Medikamente und Essen verteilt, sich mit vielen Patientinnen und Patienten unterhalten, hat Früh-, Spät- und Nachtdienste übernommen – eine Erfahrung, die er nicht missen möchte, so Peters. Er kann sich sogar vorstellen, als Ehrenamtlicher wieder zu kommen und weiter mit dabei zu sein.