01/01/2026
Ein zertifizierter Sachverständiger ist ein Fachexperte, der seine besondere Sachkunde und persönliche Eignung durch eine anerkannte Zertifizierungsstelle nach internationalen Standards (wie DIN EN ISO/IEC 17024) nachgewiesen hat, was seine hohe Qualifikation und Neutralität belegt und seine Arbeit durch regelmäßige Überwachung sicherstellt. Diese Zertifizierung schafft Vertrauen bei Gerichten, Versicherungen und Auftraggebern, da sie eine internationale Anerkennung und eine kontinuierliche Qualitätskontrolle garantiert, ähnlich der öffentlichen Bestellung und Vereidigung, aber mit Fokus auf personengebundene Zertifizierung.
Merkmale eines zertifizierten Sachverständigen:
Qualitätsnachweis: Erfüllt strenge, international anerkannte Anforderungen an Fachwissen und persönliche Integrität.
Regelmäßige Überwachung: Unterliegt ständiger Kontrolle durch die Zertifizierungsstelle (z.B. durch Gutachtenprüfungen), um seine Kompetenz aktuell zu halten.
Befristete Zertifizierung: Die Zertifizierung ist zeitlich begrenzt und muss regelmäßig erneuert werden, was den Sachverständigen verpflichtet, sich fortzubilden.
Anerkennung: Wird von Gerichten, Banken, Versicherungen und Unternehmen geschätzt, um die Nachhaltigkeit und Anerkennung ihrer Gutachten zu gewährleisten.
Vergleichbarkeit: Gilt oft als gleichwertig zu öffentlich bestellten und vereidigten Gutachtern, insbesondere durch Standards wie die DIN EN ISO/IEC 17024.
Unterschied zur öffentlichen Bestellung:
Während die Zertifizierung nach ISO 17024 international ausgerichtet ist, ist die öffentliche Bestellung ein nationales Verfahren, bei dem Sachverständige durch eine hoheitliche Stelle (z.B. IHK) öffentlich bestellt und vereidigt werden, um ihre besondere Sachkunde und Unabhängigkeit zu bekräftigen. Beide Siegel stehen für hohe Qualität, wobei die Zertifizierung nach 17024 der derzeit höchstmögliche Qualifikationsnachweis im EU-Raum ist, so Deutsche Gutachter- und Sachverständigen Verband e.V. (DGuSV).