06/05/2026
Die Sache mit den Würmern.
Wie entwurmt man sinnvoll? Die Fragen stellen sich Pferde- und Hunde-/Katzenbesitzer immer wieder mal.
Leider nehmen unsere Haustiere und Pferde über die Umwelt genauso oft Wurmlarven auf, wie sie sich untereinander infizieren. In Herdenhaltung infizieren oder reinfizieren sich die Pferde gerne, neue Pferde kommen dazu ohne vorher entwurmt zu werden, im Bestand haben sich schon Resistenzen gebildet. Bei Strongyliden weiß man mittlerweile das sich über 50% an Resistenzen gebildet haben. Werden Pferde bspw. auf die Weide nach der Entwurmung gelassen, hat das Auswirkungen für den Boden und die kleinen Organismen die dort leben und dazu kommt, das ausgeschiedene Würmer teils nur geschwächt sind und so im Boden bleiben und dann übers Fressen wieder aufgenommen werden. Hunde nehmen Wurmlarven ebenfalls häufig über die Umwelt auf oder über direkten Kontakt mit anderen Hunden. Bei Katzen sieht es nicht viel anders aus, nur das bei Freigängern das Beutetier noch dazu kommt. Also was tun? Ich bin für sinnvolles Entwurmen. In meinem Haushalt leben Hunde & Katzen zusammen und mein Pferd steht in einer kleinen Gruppe. Ich entwurme nicht pauschal in einem Rhtythmus, ohne zu wissen, hat mein Pferd, mein Hund oder die Katze überhaupt Würmer? Der Kostenfaktor ist hoch und ich sende Kot ein. Sammelkot von 3 Haufen, egal ob von den Äppeln des Pferdes oder vom Aufsammeln beim Gassigehen. Ich sende es an mein Labor, mit dem ich zusammenarbeite und erhalte meistens nach 1-2 Tagen das Ergebnis. So habe ich fleißig am Wochenende gesammelt und eingesendet und gestern kam schon das Ergebnis. Hier mal ein Beispiel. Der Hundekot wird mittels Flotation untersucht, beim Pferd lasse ich McMaster machen und zählen. Das ist beim Hund oder der Katze nicht nötig. Damit schonen wir die Umwelt, belasten weniger das Tier und die Resistenzen werden auf Dauer somit geringer, weil nicht pauschal alle 3 Monate Chemie ins Tier gekippt wird. Unsere Hunde waren fast immer wurmfrei. Lediglich Baya hatte sich als Welpe mal Würmer zugezogen, dazu muss man aber sagen, sie hat früher wirklich alles auch draußen ins Maul genommen und gefressen - aber seit sie kein Welpe mehr ist, kam das nie wieder vor. Unsere adulten Hunde, auch die Generation davor, Phoebe, Toffee, Amélie auch die waren in ihrem gesamten Leben immer wurmfrei seit wir aufs Testen umgestiegen sind. Für Lilly unseren Allergiker-Goldi bedeutet das auch, das ihre Darmflora nur dann mit einer Wurmkur belastet wird, wenn sie positiv im Test ist und da sie bisher, wie der Großen immer wurmfrei war, findet hier keine große Belastung statt. Etwas, was für die Darmflora unserer Tiere gut ist. Auch Lusi wird nur dann entwurmt, wenn sich im Test etwas zeigt. Wobei ich hier ehrlich sein muss, im letzten Test, lag sie unter dem Wert bei dem man entwurmt aber sie war nicht 0 und somit habe ich, weil es auch neue Pferde bei uns gab, jetzt vor dem Weidegang, die kleine WK mitgemacht ohne zu testen aber damit hat sie in den letzten Jahren trotzdem fast keine WK bekommen, weil wir immer getestet haben und negativ waren.
Hier zeige ich euch mal das Ergebnis, wie das so nach einem Test aussieht, anhand meines eigenen Hundes. Wer Fragen dazu hat oder Interesse hat, sein Tier auch lieber zu testen anstatt pauschal zu entwurmen, kann sich gerne bei mir melden
Eure Corinna