Fascia Works

Fascia Works • Manuelle Körperarbeit
• Bewegung & Coaching
• Training & Ernährung Viele Therapeuten bekämpfen das Krankheitsmuster, statt das Gesundheitsmuster zu stärken.

Faszien-Release zur Verbesserung der Körperhaltung: Für Beweglichkeit, Stabilität und Schmerzlinderung

Bewegungseinschränkungen lassen sich trotz Röntgen- und MRT-Befunden nicht erklären. Faszien-Forscher fanden heraus, dass häufig spezielles Bindegewebe, die Faszien, verantwortlich sind. In der Faszien-Arbeit betonen wir, dass es nicht Ziel ist, Krankheiten zu heilen, sondern arbeiten daran, die Gesundheit zu aktivieren. Dies ist möglich, wenn man das strukturelle Muster des gesunden Zustands versteht. – Ida Rolf (Rolf Institute)

Warum Dehnen oft nicht hilft – und was wir stattdessen tunViele Menschen kommen zu uns und sagen:„Ich dehne regelmäßig. ...
01/02/2026

Warum Dehnen oft nicht hilft – und was wir stattdessen tun

Viele Menschen kommen zu uns und sagen:
„Ich dehne regelmäßig. Ich trainiere. Ich war schon oft in Behandlung.
Und trotzdem kommt die Spannung immer wieder zurück.“

Das ist kein Zufall.
Und es ist kein Versagen deines Körpers.

👉 Spannung ist oft kein Problem – sondern eine Schutzstrategie.

Wenn dein Nervensystem Unsicherheit wahrnimmt
(z. B. durch Stress, falsche Ernährung, Überlastung oder unpassendes Training),
erhöht es die Grundspannung in bestimmten Muskel- und Faszienketten.

Der Körper sagt damit:
„Ich halte hier fest – das fühlt sich im Moment sicherer an.“



Warum Dehnen dann nicht reicht

Dehnen wirkt mechanisch.
Schutzspannung entsteht aber neurologisch.

Das bedeutet:
• Du kannst einen Muskel kurzfristig länger machen
• aber das Nervensystem zieht ihn danach wieder zusammen
• weil die Ursache nicht gelöst ist

Darum fühlen sich viele nach dem Dehnen kurz besser –
und am nächsten Tag wieder gleich oder sogar instabiler.



Was wir anders machen

In unserer Praxis arbeiten wir nicht gegen den Körper,
sondern mit seinem Schutzsystem.

Wir kombinieren gezielt:
• neuro-muskuläre Regulation (Sicherheit statt Reiz)
• angepasstes Training (nicht maximal, sondern sinnvoll)
• Ernährung, die Stresshormone senkt statt antreibt
• manuelle Arbeit, die das Nervensystem versteht

Erst wenn das System wieder „grün“ bekommt,
darf Spannung loslassen – dauerhaft.



Das Ergebnis

Viele Klient:innen berichten:
• Nacken wird weicher, ohne ständig gedehnt zu werden
• Haltung richtet sich von selbst auf
• Schmerzen verlieren ihren „Druck“
• Training fühlt sich leichter und kontrollierter an
• der Körper wirkt ruhiger, stabiler, freier

Nicht, weil wir ihn zwingen.
Sondern weil er nicht mehr kämpfen muss.



🟡 Entspannung ist kein Zustand, den man macht.
Sie ist eine Reaktion, wenn der Körper sich sicher fühlt.

Wenn du verstehen willst,
warum dein Körper festhält –
und wie er wieder loslassen kann,
dann bist du bei uns richtig.

FASCIA WORKS
Biomechanik · Nervensystem · nachhaltige Veränderung

🧠 Warum 90 % der Menschen „falsch“ trainieren – und sich dabei unbemerkt verbauenAls Körpertherapeut sehe ich in der Pra...
22/01/2026

🧠 Warum 90 % der Menschen „falsch“ trainieren – und sich dabei unbemerkt verbauen

Als Körpertherapeut sehe ich in der Praxis immer wieder dasselbe Muster:

Menschen trainieren regelmäßig, diszipliniert und „nach Plan“ –
und entwickeln trotzdem:
• Rundschultern
• Schulter- oder Kniebeschwerden
• eine ungleichmäßige Muskelentwicklung
• eine zunehmend „verbaute“ Körperhaltung

❗ Das Problem ist nicht fehlender Einsatz.
Das Problem ist das Trainingsprinzip.



💥 Der große Irrtum im Krafttraining

Die meisten Trainingspläne basieren auf:
• viel Pressen (Bankdrücken, Schrägbank, Schulterdrücken)
• schweren Kniebeugen & Deadlifts
• hoher systemischer Belastung
• Fokus auf Kraft & Progression

Diese Methoden sind nicht per se falsch –
aber sie sind nicht für jeden Körper geeignet.



🧬 „Aber berühmte Athleten trainieren doch genauso?“

Ja.
Beispiele wie Arnold Schwarzenegger oder Chris Bumstead haben genau diese Übungen gemacht –
und gelten trotzdem als Inbegriff von Ästhetik.

👉 Der entscheidende Punkt:
Sie sehen nicht ästhetisch aus wegen dieser Übungen allein.
Sie können so trainieren, weil ihre Körperstruktur es zulässt.



🧬 Struktur schlägt Trainingsplan

Diese Athleten bringen genetisch mit:
• breite Schlüsselbeine
• günstige Gelenkpfannen
• gleichmäßige Muskelansätze
• natürliche Balance zwischen Vorder- und Rückseite

Schwere Grundübungen verstärken bei ihnen Harmonie.

Bei den meisten Menschen:
➡️ verstärken sie bestehende Dysbalancen.

Training wirkt wie ein Verstärker –
nicht wie ein Korrekturwerkzeug.



⚠️ Survivorship Bias – das sieht man nicht auf Social Media

Wir sehen:
• die wenigen, bei denen dieses Training perfekt funktioniert

Wir sehen nicht:
• die vielen, die dadurch Schulterdominanz, Hüftprobleme oder Haltungsveränderungen entwickeln
• die später in der Therapie landen – nicht auf der Bühne

Das ist ein klassischer Survivorship Bias.



🔬 Was die Wissenschaft dazu sagt
• Muskeln übernehmen Last nicht gleichmäßig, sondern nach neurologischer Dominanz
(Enoka & Duchateau, 2017)
• Hohe axiale Last verstärkt vorhandene Bewegungsmuster
(McGill, 2016)
• Muskelwachstum ist spannungs- und winkelspezifisch, nicht nur lastabhängig
(Schoenfeld et al., 2019)

➡️ Mehr Gewicht bedeutet nicht automatisch bessere Proportionen.



🧩 Was viele Klient:innen eigentlich brauchen

Nicht „mehr Härte“, sondern:
• weniger systemischen Stress
• gezielte lokale Muskelansteuerung
• strukturangepasste Winkel
• Übungen, die ausgleichen statt nur belasten

Für viele heißt das:
👉 weniger Ego-Lifts
👉 mehr therapeutisch-intelligentes Training



🎯 Fazit aus der Praxis

Die meisten Menschen trainieren nicht zu wenig.
Sie trainieren nicht passend zu ihrer Struktur.

Und genau deshalb werden viele:
• unbeweglicher
• asymmetrischer
• optisch unausgeglichen

Ästhetik entsteht nicht durch Kopieren von Ikonen,
sondern durch individuell angepasstes Training

Dein Körper hat kein Kraftproblem.Er hat ein Gewohnheitsproblem.Viele Menschen glauben:„Ich muss einfach stärker werden....
20/01/2026

Dein Körper hat kein Kraftproblem.
Er hat ein Gewohnheitsproblem.

Viele Menschen glauben:
„Ich muss einfach stärker werden.“
Mehr Training. Mehr Zähne zusammenbeißen. Mehr „Wird-schon-gehen“.

Der Körper sitzt daneben und denkt:
„Oder … wir machen einfach weiter wie bisher.“

Willkommen beim motorischen Autopiloten.



Der Körper liebt Routinen. Auch die schlechten.

Unser Nervensystem ist darauf ausgelegt, Energie zu sparen.
Was oft genug passiert, wird Standard.
Das nennt man in der Bewegungsforschung motorische Programme oder Leitpläne.

Aus Stress, alten Verletzungen, Schonhaltungen und Alltagsposturen
entstehen Bewegungsmuster, die automatisch ablaufen.

Ohne Rückfrage.
Ohne Update.

Ergebnis:
• Muskeln ziehen
• Faszien spannen
• der Körper steht schief – aber stabil

Nicht elegant.
Aber bewährt.

(Ja, genau das, was viele aus dem Büroalltag, vom Sport oder „seit dem Bandscheibenvorfall damals“ kennen.)



Muskelzüge sind keine Rebellion – sie sind Loyalität

Muskeln sind keine Gegner.
Sie halten sich an den Plan. Punkt.

Wenn der Leitplan sagt:
„Links festhalten. Rechts ausgleichen.
Oben Spannung. Unten Hoffnung.“

Dann machen die Muskeln das.
Zuverlässig. Seit Jahren.

Und dann kommt der Mensch:
„Warum zieht das denn immer wieder?“

Antwort des Körpers:
„Weil du es mir jeden Tag so beibringst.“

(Das deckt sich übrigens ziemlich gut mit dem, was man aus moderner Schmerzforschung und Neurophysiologie kennt.)



Warum „mehr Kraft“ das Drama verlängert

Training auf einem gestressten Bewegungsplan ist wie:
👉 einen schiefen Turm schneller bauen.

Der Körper wird stärker –
aber nicht freier.

Er lernt:
„Ah. Spannung. Davon wollen wir mehr.“

Kein Wunder, dass viele trotz Training
• steifer werden
• öfter blockieren
• oder von einer Baustelle zur nächsten wandern

Mehr ist nicht immer besser.
Manchmal ist anders besser.



Heilung beginnt, wenn der Körper merkt: Gefahr vorbei

Probleme verschwinden nicht, weil wir stärker werden.
Sie gehen zurück, wenn wir aufhören, sie täglich neu zu erzeugen.

Das bedeutet:
• weniger kämpfen
• langsamer werden
• Spannung ernst nehmen
• dem Nervensystem signalisieren:
„Du bist sicher. Du darfst loslassen.“

Wenn sich der motorische Leitplan ändert,
entspannen sich Muskeln.
Faszien verlieren ihren Dauerauftrag.
Fehlhaltungen verlieren ihren Job.

Der Körper macht das, was er am besten kann:
sich selbst regulieren.



Gute Körperarbeit repariert nichts – sie erklärt

Der Körper ist nicht kaputt.
Er ist nur extrem konsequent.

Gute Faszien- und Körperarbeit sagt ihm nicht:
„Du musst funktionieren.“

Sondern:
„Du musst das nicht mehr so machen.“

Und wenn der Körper das versteht,
passiert oft etwas Erstaunliches:

Er hört auf, Probleme zu machen.



💬 Wenn dir das bekannt vorkommt: Du bist nicht allein.
👍 Wenn du jemanden kennst, der „eigentlich nur stärker werden wollte“ – schick ihm das.
🧠 Der Körper vergisst nichts. Aber er kann umlernen.

🌦️ Warum Übergangszeiten oft mehr Schmerzen bringen 🍂Vielleicht hast du es auch schon bemerkt: Wenn die Jahreszeiten wec...
14/09/2025

🌦️ Warum Übergangszeiten oft mehr Schmerzen bringen 🍂

Vielleicht hast du es auch schon bemerkt: Wenn die Jahreszeiten wechseln – besonders vom Sommer zum Herbst – klagen viele Menschen über mehr Verspannungen, myofasziale Blockaden oder Schmerzen. Doch warum ist das so? 🤔

✨ 1. Muskeltonus & Kälte
Sinkt die Temperatur, spannen sich Muskeln automatisch stärker an, um Wärme zu erzeugen. Dieser erhöhte Grundtonus kann bestehende Verspannungen verstärken.
🔎 Quelle: Petrofsky et al., 2015, Journal of Applied Research

✨ 2. Faszien & Durchblutung
Kälte verengt Blutgefäße, Wärme weitet sie. Diese ständigen Schwankungen beeinflussen die Durchblutung der Faszien – dadurch können sie steifer wirken und weniger „geschmeidig“ sein.
🔎 Quelle: Schleip & Müller, 2013, Fascia – The Tensional Network

✨ 3. Stoffwechsel & Jahresrhythmus
Im Herbst verändert sich der Stoffwechsel: weniger Sonnenlicht, andere Hormonlage (Vitamin D, Melatonin, Cortisol). Auch Gelenkflüssigkeit wird bei Kälte zähflüssiger – das kann Bewegungen erschweren.
🔎 Quelle: Halberg et al., 2009, Chronobiology International

✨ 4. Vegetatives Nervensystem
Temperatur- und Wetterumschwünge sind für den Körper eine Stresssituation. Das autonome Nervensystem reagiert sensibel – und Stress zeigt sich oft in erhöhter Muskelspannung.
🔎 Quelle: Sulman, 1980, Biometeorology

💡 Fazit:
Übergangszeiten sind eine Herausforderung für Muskeln, Faszien und Stoffwechsel. Kein Wunder also, dass viele Menschen gerade jetzt mehr Blockaden spüren. Regelmäßige Bewegung, Wärme, Dehnungen und gezielte Schmerztherapie können helfen, den Körper in Balance zu halten.

🙏 Achte in dieser Zeit besonders gut auf dich – dein Körper wird es dir danken!

Warum Dehnen nicht nur für Beweglichkeit wichtig istViele verbinden Dehnen ausschließlich mit mehr Flexibilität – doch r...
18/08/2025

Warum Dehnen nicht nur für Beweglichkeit wichtig ist

Viele verbinden Dehnen ausschließlich mit mehr Flexibilität – doch regelmäßiges Stretching hat auch sichtbare Effekte auf die Muskulatur und die Körperhaltung.

Wer viel Krafttraining macht, kennt das Problem: Muskeln können durch hohe Spannung und Verkürzungen den Körper in Fehlhaltungen ziehen. Die Brust wirkt enger, die Schultern runden nach vorne, die Hüfte kippt. Das beeinträchtigt nicht nur die Bewegungsqualität, sondern verändert auch die äußere Erscheinung.

Durch gezieltes Dehnen lösen wir diese Spannungen, verbessern die Gelenkstellung und fördern eine aufrechte Haltung. Muskeln wirken dadurch klarer, harmonischer und „länger“. In Kombination mit Training führt das zu einem athletischeren und ästhetischeren Gesamteindruck.

Dehnen ist also nicht nur ein „Zubrot“ zum Training, sondern ein entscheidender Baustein für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und auch für die optische Wirkung der Muskulatur

Vorher – NachherNach nur einer Behandlung:sichtbar verbesserte Haltung, mehr Symmetrie und spürbare Erleichterung.Geziel...
10/06/2025

Vorher – Nachher
Nach nur einer Behandlung:
sichtbar verbesserte Haltung, mehr Symmetrie und spürbare Erleichterung.

Gezielte manuelle Behandlung – klar im Ergebnis.

https://www.fasciaworks.de/
20/09/2023

https://www.fasciaworks.de/

Entdecken Sie das Institut für Myofasziale Integration in Bruchsal. Unsere spezialisierte Faszientherapie kombiniert wissenschaftliche Erkenntnisse mit modernsten Techniken zur Behandlung von Verspannungen und Blockaden. Erleben Sie verbesserte Durchblutung, Haltung, Atmung und mehr. Ziel ist es, I...

Unser Klient und Profiboxer Devrim Goekduman nach der Manuellen Triggerpunkttherapie Beckenschiefstand und Skoliose so g...
20/07/2023

Unser Klient und Profiboxer Devrim Goekduman nach der Manuellen Triggerpunkttherapie Beckenschiefstand und Skoliose so gut wie gerichtet. 🥊👊🏼

Nach einer Behandlung deutliche Verbesserung der Körperhaltung, und was noch auffälliger ist das mein Klient, nach der S...
12/03/2022

Nach einer Behandlung deutliche Verbesserung der Körperhaltung, und was noch auffälliger ist das mein Klient, nach der Sitzung 4cm größer ist, da sein Gewebe sofort reagiert hat, und er sich in einer Fehlhaltung befand. Nein das ist keine Zauberei das ist Fascia Works. 😀🙌🏼

Nach einer Behandlung 🙌🏼, deutlich bessere Definion der Schulterlinien 💪🏼 und Teilung der Oberarmmuskeln, an meinem Klie...
19/02/2022

Nach einer Behandlung 🙌🏼, deutlich bessere Definion der Schulterlinien 💪🏼 und Teilung der Oberarmmuskeln, an meinem Klienten Marcel zu erkennen.

Armlinien (AL)

Die Arme haben eine besondere Bedeutung für den Menschen als Extremität, mit der gegriffen und getastet wird. Daher sind auch die Armlinien besonders zu betrachten. Man unterscheidet vier verschiedene ineinander teils verschränkte Armlinien. Frontal verlaufen die tiefen wie auch oberflächlichen Armlinien. Sie ziehen vom Daumen beziehungsweise den Fingern bis zur Brust.

Rückwärtig wird ebenfalls zwischen oberflächlichen und tiefliegenden Linien unterschieden. Sie ziehen – ebenfalls ausgehend von der Hand – über den Kapuzenmuskel bis hoch zum Kopf.

Über die Armlinien werden Belastungen, die beispielsweise vom Ellenbogen ausgehen, bis zum Rücken weitergeleitet. Auch Fehlhaltungen der Schulter übertragen sich über die Spannungslinien bis zu den Händen oder den Kopf.

Faszien sind die bindegewebigen Hüllen welche alle Elemente in unseres Körpers an der Richtigen Position halten. Als leb...
18/01/2022

Faszien sind die bindegewebigen Hüllen welche alle Elemente in unseres Körpers an der Richtigen Position halten. Als lebendes Gewebe ist in der Lage sich anzupassen und um unseren Körper in bestimmten Mustern zu halten, die durch Bewegung, Gewohnheit oder in Reaktion auf eine Verletzung entstehen. Diese Eigenschaften führen oft zu vielen Haltungsschäden und sekundären Kompensationen im Körper. Faszie kann uns in diesen Mustern „fest halten“.

06/06/2021

Die Schiefhaltung

Mit Schiefhaltung ist Seitwärtsneigung, Seitenverkürzung und / oder Verdrehung des Körpers gemeint. Die Betroffenen sind also auf irgendeine Weise schief, die beiden Körperseiten sind ungleich. Die Schiefhaltung ist Hauptursache von einseitigen Schmerzen wie Hüft-, Schulter- und Knieschmerzen sowie von Skoliosen, Beckenschiefstand und Beinverkürzung. Experten bezeichnen die Haltung auch als Traumamuster.
Das Traumamuster hat keinen solchen emotionalen Ausdruckscharakter wie das Stoppmuster oder das Startmuster. Im Alltag ist die Schiefhaltung recht häufig anzutreffen, oft auch in Kombination mit den beiden anderen Grundmustern.

Erkennungsmerkmale bei Schiefhaltung

Schiefhaltung von oben
Die Schiefhaltung erkennt man an folgenden Merkmalen im Stehen:
* Die Schulter wirkt auf einer Seite hinuntergezogen
* Der Oberkörper ist auf einer Seite verkürzt, besonders in der Taille
* Oft sieht man an der Kleidung schiefe Streifen, Knopfleisten, Hosen- und Rockbünde, Gürtel etc.
* Bei manchen Patienten ist der Oberkörper gleichzeitig gedreht, also eine Schulter weiter vorn als die andere
* Auch das Becken kann gedreht sein
* Das Becken steht auf einer Seite höher als auf der anderen (Beckenschiefstand)
* Der Abstand zwischen Becken und Brustkorb ist auf einer Seite geringer
* Der Kopf ist zu einer Seite geneigt und/oder gedreht
* Die Wirbelsäule weist eine seitliche Verkrümmung auf, in Form eines C oder eines S (Skoliose)
* Wirbelsäulenverkrümmung ist besonders beim Vorbeugen des Rumpfes sichtbar
* Die Beine stehen unterschiedlich, meist weist ein Fuß mehr nach außen
* Oft ist die Gewichtsbelastung auf den beiden Beinen unterschiedlich
* Auf der Seite mit der stärkeren Gewichtsbelastung ist das Knie durchgedrückt (eventuell sind hier auch die Muskeln stärker) usw.
* Die Beine wirken unterschiedlich lang (Beinverkürzung, Beinlängendifferenz)
Beim Traumamuster gibt es sehr viel mehr unterschiedliche Möglichkeiten als beim Stopp- und beim Startmuster. Man kann auf verschiedenste Weise schiefgezogen und verdreht sein. Aber auch hier lassen sich wieder exakt die zusammengezogenen Muskel- und Bindegewebspartien bestimmen, die das jeweilige Muster bedingen. So sind die schrägen Bauchmuskeln (die sich in der Taille von vorn bis in den Rücken erstrecken) und der Quadratus-lumborum-Muskel in erster Linie für die Seitwärtsneigung, also die Skoliose der Wirbelsäule verantwortlich.

Akute Schiefhaltung

Akut tritt das Trauma-Spannungsmuster als Schutzreaktion bei Traumen (Verletzungen) auf, und zwar bei
* schmerzhaften Fußverletzungen
* schmerzhaften Knie-, Bein- und Hüftverletzungen
* Hand-, Arm- und Schulterverletzungen
* Arm- und Beinbrüchen
Unwillkürlich beugt man sich in all diesen Fällen mit dem Gewicht von der verletzten Seite weg. So zieht man das verletzte Bein hoch und in den Körper hinein, bewegt den Arm zum Körper hin und beugt den Oberkörper auf dieser Seite. Auch wenn die Verletzung am Fuß (z.B. der Bruch, das Hühnerauge, der eingewachsene Nagel) dann längst abgeklungen ist, behält man die Angewohnheit der zusammen gezogenen Rumpfseite meist bei.

Chronische Schiefhaltung

Schiefhaltung von unten
Dauerhafte Schiefhaltung gewöhnt man sich an bei:
* Gips- und Schienenversorgung nach Brüchen
* Gehen an einer Krücke
* Einseitigem Tragen
* Schiefem oder verdrehtem Sitzen am Arbeitsplatz oder vor dem Fernseher
* einseitig schlechtem Hören oder Sehen
* Unsicherheit auf einem Bein
* Einbeinstand (Standbein / Spielbein)

Ursachen einer Skoliose

Durch einseitige Anspannungen kann eine Skoliose entstehen d.h. eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule, ein Beckenschiefstand und eine Beinverkürzung oder Beinlängendifferenz. Diese Veränderungen in der Stellung der Knochen sind also nicht unveränderbar oder angeboren, sondern sie beruhen auf Verspannungen. Die Muskeln haben die Knochen dahin gezogen, wo sie sich befinden, und halten sie in dieser Position. Man hat keine Skoliose, sondern man hält seine Wirbelsäule unwillkürlich gebogen. Man hat keinen Beckenschiefstand, sondern man hält sein Becken unwillkürlich schief. Man hat kein kürzeres Bein, sondern man hält das Becken auf einer Seite mitsamt dem Bein hochgezogen.

Beschwerden bei Schiefhaltung

dauerkontrahierte Muskeln bei Schiefhaltung

Charakteristisch für die Schiefhaltung sind einseitige Beschwerden wie
* Hüftschmerzen (siehe Hüfte)
* Schulterschmerzen (siehe Schultern, Arme, Hände)
* Knieschmerzen (siehe Knieschmerzen)
* Adduktorenschmerzen (siehe Ischias und Beinschmerzen)
* Kopfschmerzen (siehe Kopfschmerzen und Migräne)
* Kieferschmerzen (siehe Kieferbeschwerden)
* einseitige Nacken-, Hals-, Arm-, Rücken, Gesäß-, Bein- oder Fußschmerzen (siehe Nacken, Hals, Rücken, Beine, Füße)
* Außer Schmerzen gibt es auch einseitiges Wegsacken, einen Verlust der genauen Steuerung (siehe Hüfte)
Auch bei Schiefhaltung gilt: Wer davon chronisch betroffen ist, kann sich nicht allein wieder gerade aufrichten. Es gibt nur Pseudokorrekturen durch Anspannen der jeweils anderen Seite. Diese Korrekturen lässt man jedoch bleiben, sobald man nicht mehr daran denkt.

In der Faszientherapie® müssen wir daher mit Pandiculations-, Myogelosen- und Bindegewebs- / Faszienbehandlung zunächst die sensomotorische Amnesie auflösen, damit der Patient seine ursprünglich dauerkontrahierten Muskeln wieder bewusst bewegen und entspannen kann. Siehe ausführlichen Artikel:
Schmerztherapie ohne Chemie Ausführlicher Artikel
Wenn wir auf diese Weise alle an der Schiefhaltung beteiligten Muskeln behandeln, können Skoliose, Beckenschiefstand und Beinverkürzung verschwinden. Der Patient kann wieder gerade und beschwerdefrei werden. Durch spezielle Übungen und das Körperbewusstseinstraining lernt er, es zu bleiben.

Adresse

Hoheneggerstraße 14
Bruchsal

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 17:00
Dienstag 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 17:00
Freitag 10:00 - 13:00

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