30/12/2025
Diese wunderbare Zaubermaus durfte ich heute osteopathisch behandeln. Wir haben uns heute zum ersten Mal gesehen und sie war gleich so voller Vertrauen. Ich hatte den Eindruck, solange ihr Mensch neben ihr saß, war für sie alles in Ordnung. Dieser Mensch gibt ihr wohl alle Sicherheit, die sie braucht, um offen und vertrauensvoll das Leben anzunehmen.
Sie hat sich sofort in Seitenlage gelegt und hat ganz konzentriert auf meine Hände geachtet. Auch wenn die kurze Anspannung, die immer vor einem Release, einem Loslassen des Gewebes kommt, auch wenn sie diese Anspannung ihres Gewebes ganz offensichtlich bewusst wahrgenommen hat und sie diese kurze Anspannung, dieses Ziehen, dieses Kribbeln, diese Wärme auch immer wieder mal verunsichert hat, so blieb sie doch im Kontakt. Und im Gespräch. Sie ließ sich ein, sie antwortete durch den Blick, ihre Atmung, kauen, gähnen, sich schütteln. Sie legte sich auf die linke Seite, wenn ich ihre rechte Seite brauchte. Diese legte sich auf die rechte Seite, wenn ich die linke Seite brauchte. Einfach so. Und schwupps, waren 1 3/4 Stunden vergangen.
Bei der ersten Behandlung geht es mir erst mal um das sich vertraut machen. Darum, dass der Hund erlebt, dass er meinen Händen vertrauen kann. Und darum, dass sich meine Hände mit dem Hund vertraut machen. Wärme, Spannung, Härte, Kälte entdecken. Den Grundtonus Kennenlernen. Krisenherde erspüren. Blockierungen, innere und äußere, aufspüren. Das System der Funktionsketten erforschen. Eben einfach Kennenlernen. Und dabei natürlich auch schon die Faszien lösen, entspannen, öffnen und wieder Bewegung möglich machen.
Das war schon wieder so eine Behandlung, die so schön für mich war, dass ich danach gar nicht so recht weiß, warum ich dafür Geld bekomme. Denn es war doch auch ein Geschenk für mich. Diese Behandlung. Diese Begegnung.