04/01/2018
Gestern habe ich mal wieder selbst eine Massage gebucht. Dabei ist mir aufgefallen, wie unterschiedlich Massagen sein können und wie wichtig es ist, die eigenen Bedürfnisse zu kennen und dann das richtige Massageangebot zu wählen.
Durch dieses Erlebnis inspiriert möchte ich hier beschreiben, was mir bei meinen Massagen wichtig ist. Zum einen, weil ich dies als Empfangende auch gerne bekomme und zum anderen, weil dies die Art und Weise ist, wie ich persönlich Massagen geben möchte und gebe. Mir ist auch wichtig, dass genau die Kunden zu mir kommen, für die mein Angebot passt. Was mir wichtig ist:
Geborgenheit: Neben der Massage ist mir ein stimmungsvolles Ambiente für die Massage wichtig. Deswegen habe ich meine Räume in meinem Wellnest sehr liebevoll gestaltet, um eine kuschelige Atmospäre zu schaffen. Meine Gäste werden bei stimmungsvollen Licht und Kerzen willkommen geheißen und verwöhnt. Ein schönes Umfeld nährt auch unseren Geist und unsere Seele und lässt den Körper dadurch umso besser entspannen.
Wärme: Die schönste Massage läßt sich nicht genissen, wenn es zu kalt oder zu heiß ist. Um dem unterschiedlichen Temperaturempfinden meiner Gäste gerecht zu werden, nutze ich als Wärmequellen eine Infrarot-Deckenlampe und eine regulierbare Heizdecke auf der Liege. So wird mein Gast mehr oder weniger (je nach Wunsch) von oben und unten in Wärme eingehüllt.
Privatsphäre: In meiner Massageausbildung habe ich nicht nur Massagetechniken gelernt, sondern wurde auch auf die Standards von Luxus SPA Einrichtungen hin geprüft. Dazu gehört u.a., die Einhaltung der Privatspäre des Gastes. Meine Massageräumlichkeiten inkl. Bad sind vom Rest des Hauses durch eine Tür getrennt, so dass sich der Gast frei bewegen kann, auch wenn er duschen oder auf die Toilette gehen möchte. Ein Bademantel, eigene Badeschlappen und ein Handtuch zum Abdecken stehen selbstverständlich bereit.
Langsamkeit: Meine Massagen dauern mindestens eine Stunde und das ist die reine Massagezeit. Ich wurde auch schon gefragt, ob ich nur 30 oder 40 Minuten massiere und ich habe für mich entschieden, dass dies für mich nicht stimmig ist. Unter anderem deswegen, weil ich am liebsten mit langsamen, sehr achtsamen und absichtslosen Berührungen massiere. Dadurch kann ich ganz präsent sein, mit dem Körper meines Gastes kommunizieren und ihn intuitiv so berühren, wie es sich heilsam anfühlt.
Sanftheit: Verkrampftes Gewebe ist in meinen Augen ein Schutzmenchanismus unseres Körpers, entstanden durch Schock oder Dauerbelastung. Wenn ich als Behandelnde durch mechanisches, festes Kneten der betroffenen Körperpartie diesen Mechanismus ignoriere, behandle ich nicht die Ursache des Problems. Deswegen berühre ich stattdessen die betroffene Körperpartie sehr sanft und achtsam. So schöpft der Körper wieder Vertrauen und kann sich in meine Hände entspannen. Darüber hinaus kann auch der Geist wesentlich besser entspannen, wenn die Berührungen sanft und liebevoll sind. Mein Gast kann sich dann ganz fallen lassen in meine Berührungen.
Fazit: Ich habe für mich eine Art der Massage entdeckt, erlernt und lieb gewonnen, die eine Kommunikation mit Körper, Geist und Seele ermöglicht und ganzheitlich Heilungsprozesse unterstützt. Dies ist es, was ich meinen Gästen von Herzen anbiete.