20/05/2026
Die meisten Menschen, die zu mir kommen, haben irgendwo den Wunsch abzunehmen. Und das ist auch völlig okay.
Auch für mich ging es am Anfang hauptsächlich um Gewicht. Um schlanker sein. Definierter sein. Kontrolle haben. Ich dachte lange, wenn ich nur diszipliniert genug bin, dann bin ich automatisch gesund.
Bis mein Körper irgendwann angefangen hat, mir sehr klare Signale zu senden.
Ich war mit meinem schlanksten und athletischsten Körper wahrscheinlich am ungesündesten. Ich habe mindestens fünf Tage die Woche hart trainiert, hatte extrem wenig Körperfett und wurde für meine Disziplin bewundert und von manchen auch beneidet. ;) Nach außen sah das nach Gesundheit aus.
Aber innerlich war mein Körper dauerhaft im Stressmodus.
Ich habe Warnsignale ignoriert. Müdigkeit. Erschöpfung. Schlafprobleme. Amenorrhö. Synkopen. Hautausschläge. Extrem niedriger Puls und Blutdruck. Unruhe. Weil ich dachte, das gehört dazu. Weil unsere Gesellschaft extremes Funktionieren oft feiert, solange das Außen „gut aussieht“.
Gleichzeitig kenne ich aber auch das andere Extrem. Mehr Gewicht. Hoher Blutdruck. Entzündungen. Sich unfit fühlen. Wenig Energie. Auch das war keine Gesundheit.
Und genau deshalb hoffe ich, dass Menschen auf ihrem Weg irgendwann merken: Es geht nicht nur um Gewicht.
Es geht um Balance. Um das Spiel zwischen diesen beiden Extremen. Zwischen Kontrolle und Loslassen. Zwischen Disziplin und Regeneration. Zwischen körperlicher Gesundheit und mentalem Wohlbefinden.
Es geht darum, wieder in Verbindung mit dem eigenen Körper zu kommen. Mehr Energie zu haben. Gut schlafen zu können. Sich stärker zu fühlen. Weniger gegen sich selbst zu arbeiten. Ein gutes Leben und Gesundheit nicht nur am Spiegel oder an einer Zahl auf der Waage festzumachen.
Denn echte Gesundheit ist oft viel leiser und viel tiefer als das, was wir im Außen sehen. 💚