23/01/2026
Psychotherapie wirkt nicht allein durch Methoden.
Ein zentraler Wirkfaktor ist die therapeutische Beziehung:
das Gefühl, verstanden zu werden, sich zeigen zu können und gemeinsam an etwas zu arbeiten.
Genau dafür gibt es die Probesitzungen.🪑 Wie heißen diese Sitzungen eigentlich – und warum?
Der Fachbegriff lautet probatorische Sitzungen.
Er stammt vom lateinischen probare = prüfen, erproben.
Und genau das ist ihre Aufgabe:
👉 Die therapeutische Zusammenarbeit wird erprobt, bevor eine feste Therapie beginnt.🤝 Wozu dienen probatorische Sitzungen?
Diese Sitzungen sind kein „Smalltalk“ und auch noch keine reguläre Therapie.
Sie sind ein gegenseitiges Kennenlernen auf fachlicher und menschlicher Ebene.
Du kannst für dich prüfen:
• Fühle ich mich ernst genommen?
• Kann ich offen sprechen?
• Entsteht Vertrauen?
• Kann ich mir vorstellen, mit dieser Person auch schwierige Themen zu bearbeiten?
Gleichzeitig prüft derdie Therapeutin,
ob dein Anliegen fachlich in sein*ihr Arbeitsfeld passt
und welche Therapieform sinnvoll sein könnte.🧩 Wie läuft das ab?
• Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf 2–4 probatorische Sitzungen
• Dauer: meist 50 Minuten
• Die Krankenkasse übernimmt die Kosten
• Erst danach wird entschieden, ob eine Therapie beantragt wird
Wichtig:
👉 Du bist zu nichts verpflichtet.
Eine Therapie beginnt nur, wenn beide Seiten zustimmen.
⚠️ Was kann herausfordernd sein?
• Nähe und Offenheit brauchen manchmal mehr als ein Gespräch
• Nicht jede therapeutische Beziehung passt – und das ist kein Scheitern
• Gerade deshalb sind diese Sitzungen so wichtig🧭 Fazit
Probatorische Sitzungen sind dafür da, zu prüfen, ob eine tragfähige therapeutische Beziehung entstehen kann.
Denn Therapie wirkt dort am besten,
wo Fachlichkeit und zwischenmenschliche Passung zusammenkommen.💬 War dir diese Bedeutung der Probesitzungen bewusst?
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