21/11/2025
Vor kurzem hat mir das Leben eine Begegnung geschenkt, die mich sozusagen wieder wachgerüttelt hat.
Gefühle zeigen sich. Sie waren immer da, aber ich habe sie im Alltag, im Funktionieren und Ablenken (Organisieren, Kaufen, Urlaub) erfolgreich verdrängt. Schuld und Scham, Angst, Wut, Traurigkeit, aber auch Dankbarkeit und Demut wirbeln plötzlich bunt durcheinander an der Oberfläche… müssen erstmal sortiert werden. Mein System versucht automatisch die alten Muster anzuwenden: Mitteilen, Ablenken… nein… ich bin bereit, die Gefühle anzunehmen und spüre in mich hinein – ich brauche Ruhe. Mein Körper ist platt wie nach einer Stunde Kraftsport… ja, das alles braucht viel Energie, um es „Halten“ zu können.
Gedanken wirbeln kreuz und quer durch meinen Kopf, und ich nehme es an, wie es jetzt gerade ist, ohne mich abzulenken und entscheide, heute für mich selbst zu sorgen. Ich beginne den Tag mit Yoga, nicht sportlich, sondern traumsensitiv. Ich bringe meine Achtsamkeit immer wieder in meinen Körper, meinen Atem und bringe mich dadurch ins Hier und Jetzt. Ich schaue nach innen: Wie geht es mir jetzt gerade? Ich verlangsame meine Übungen; mir fehlt gerade die Kraft. Schwere legt sich auf meinen Körper, vor allem auf meine Schultern – denn da sitzt mein Trauma… „Immer lieb sein“, anpassen, nicht nein sagen… Traurigkeit steigt auf… ich lasse sie da sein… halte inne in meiner Bewegung und Tränen kullern mir über die Wangen… ich nehme es wahr. Und als die Traurigkeit weniger wird, beginne ich wieder ganz langsam mich zu bewegen, mich zu orientieren im Raum… in meinem Rhythmus, meinem Tempo. Es ist heute schwer, und das darf es auch sein, weil mein Körper Schwerstarbeit gestern geleistet hat – gestern und viele Jahre davor… auch wenn es niemand außer mir sehen und verstehen kann.
Vielleicht kennst du solche Situationen und weißt nicht, wie du da herausfinden kannst. Gern möchte ich weitergeben, wie traumsensitives Yoga (TSY) Trauma im Körper verändern kann und lade dich hiermit herzlich zu meinem nächsten TSY-Kurs ab Januar 2026 ein. Schreib mir gern eine Nachricht. …und wenn du magst, gib es gern weiter.
www.prozessbegleitungmueller.de