01/05/2026
THEMA KAISERSCHNITT-KAISERGEBURT 😷😷
Aus gegebenem Anlass, weil mich immer mehr werdende Eltern darauf ansprechen und mir das Thema sehr wichtig ist, möchte ich euch heut mal Einblick in diese Thematik geben…
Bei uns im Klinikum (und ich schreibe hier nur, was in unserer Frauenklinik möglich ist!)habe ich Frauen mittlerweile schon einige Male bei dieser Art des Kaiserschnittes begleiten dürfen.
Insbesondere nach vorangegangenen,traumatischen Erlebnissen (Notkaiserschnitt,schlechte vag.Geburten etc.)wünschen sich die meisten Frauen ein „gutes“ Geburtserlebnis, wollen so viel wie möglich live miterleben und ein gutes Coming-out für ihr Baby.❤️❤️
Dabei habt ihr die Möglichkeit diese einzigartigen Momente mit Fotos und Video festzuhalten und daraus wunderschöne Erinnerungen zu machen📸🎞️📷
Tatsächlich hat das in all den zurückliegenden Fällen (ca.seit 1,5 Jahren) gut funktioniert und die Mamas sind im Nachgespräch immer sehr dankbar,dass so etwas möglich ist🙏🙏🙏
Im weiteren erkläre ich euch den Unterschied zum „normalen“ Kaiserschnitt und habe euch (natürlich in Absprache mit der Mama)die Geburt von Ludwig als Filmsequenz eingestellt 👶👶💙💙
Eine Kaisergeburt ist eine "sanftere" Form des geplanten Kaiserschnitts, bei der die Mutter die Geburt durch ein herabsenkbares Tuch aktiv miterlebt. Der Hauptunterschied liegt im Bonding: Das Baby wird langsamer entwickelt, die Mutter sieht den Moment der Geburt, und es erfolgt meist sofortiger Hautkontakt, während der restliche OP-Ablauf einem Kaiserschnitt gleicht.Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:Sichtschutz: Beim klassischen Kaiserschnitt trennt ein festes steriles Tuch die Mutter vom OP-Feld. Bei der Kaisergeburt wird dieses Tuch nach dem Schnitt zur Seite geschoben oder ist mit einem Sichtfenster ausgestattet.Beteiligung & Atmosphäre: Die Atmosphäre ist ruhiger und natürlicher gestaltet ("sanfter Kaiserschnitt"). Die Mutter kann den Moment der Geburt direkt mitverfolgen.Bonding (Hautkontakt): Nach der Geburt wird das Baby meist direkt auf die Brust der Mutter gelegt (Bonding), während beim klassischen Kaiserschnitt oft erst die Plazenta entfernt und das Kind kurz versorgt wird.Ablauf: Die Entwicklung des Kindes aus der Gebärmutter geschieht bei der Kaisergeburt langsamer, ähnlich einer natürlichen Geburt.Voraussetzung: Beide Verfahren sind operative Eingriffe, die eine Betäubung (meist PDA/Spinalanästhesie) erfordern. Die Kaisergeburt ist in der Regel nur bei geplanten Eingriffen, nicht bei Notkaiserschnitten, möglich.Die Kaisergeburt wird oft als "Fenster-Kaiserschnitt" bezeichnet und zielt darauf ab, das Geburtserlebnis positiver und persönlicher zu gestalten als beim herkömmlichen Kaiserschnitt.
Ich will natürlich kurz noch dazu erwähnen,dass es nicht für jede Frau geeignet ist bzw.nicht jede Frau so möchte ….und das ist auch völlig in Ordnung.!!!😊😊
Ich möchte nur all denen Mut machen,das Thema in der ISB zur Geburtsplanung anzusprechen, die sich an dieser Stelle wiederfinden💪💪💪💪