28/11/2025
Das Weihnachtsfest – ein Fest der Liebe und der Besinnung.
Ein Fest der Familie.
Doch während ich daran denke, kommen mir all jene in den Sinn, die keine Familie haben.
Menschen, die auf der Straße leben und die Heilige Nacht unter einer Brücke verbringen.
In großen Städten ein alltäglicher Anblick – und doch werde ich mich niemals daran gewöhnen.
Einmal, in Berlin, auf dem Weg zu meinem Seminar, hörte ich im Park plötzlich einen Obdachlosen schreien.
Er schimpfte und brüllte voller Wut auf die vorbeigehenden Menschen ein.
Sein Einkaufswagen – sein ganzes Hab und Gut – war im Matsch steckengeblieben.
Ich blieb stehen, sah ihm zu und dachte an mein warmes Hotelzimmer.
Wie selbstverständlich das alles für mich war.
In diesem Moment spürte ich tiefes Mitgefühl für ihn.
Also ging ich auf ihn zu, entschlossen, ihm etwas Geld zu geben.
Seine Schreie hallten durch den gesamten Park.
Er war so in seinem Wahn gefangen, dass er mich gar nicht bemerkte.
Ich tippte ihn vorsichtig von hinten an – und hoffte in diesem Augenblick, dass mir nichts passieren würde.
Als ich ihm das Geld hinstreckte und fragte, ob er es gebrauchen könne, starrte er mich an, als hätte er einen Geist gesehen.
Dann nahm er das Geld, bedankte sich – und wurde ganz still.
In dem Moment, in dem sich unsere Blicke trafen, geschah etwas.
Nicht nur in mir, da bin ich sicher.
Während ich ihn ansah, öffnete sich mein Herzchakra – eine tiefe, intensive Herzöffnung, wie ich sie zuvor noch nie erlebt hatte.
Ich spürte eine überwältigende Liebe, ein tiefes Mitgefühl und eine Verbundenheit mit diesem Mann.
Ein unvergessliches Geschenk.
Für uns beide. ❤️
Plötzlich herrschte Stille im Park.
Kein Schreien mehr.
Kein Schimpfen.
Nur Stille.
Und Demut.
Demut vor dem, was ich erleben und erfahren durfte.
Vor diesem besonderen, heiligen Moment des Einsseins.
Von Herz zu Herz Jasmin ♥️