29/06/2025
INKLUSION
Inklusion meint die gleichberechtigte Teilhabe für alle Menschen. Je nach Veranstaltung und Ort kann das beispielsweise einen Gebärdensprachdolmetscher, Rollstuhlplätze, Ruheräume und vieles mehr bedeuten.
In meinen Fall, als Mensch mit tumorbedingter Fatigue, bedeutet es z.B., dass ich gerne Konzerte besuche, aber nicht lange stehen kann.
Ich habe bereits erlebt, dass gesagt wurde "Der Veranstalter möchte, dass die Rollstuhlempore nur von Rollstuhlfahrer*innen und ihren Begleitpersonen genutzt wird. Andere Menschen mit Behinderung und auch Hochschwangere sollen nicht dort sitzen dürfen, auch wenn noch Plätze frei sind. Der Veranstalter möchte, dass diese Plätze leer bleiben."
Ich habe bereits mehrfach erlebt, dass gesagt wurde "Kein Problem, Sie können sich auf einen Barhocker an der Bar setzen. Dort können Sie alles sehen. Die am Abend arbeitenden Mitarbeiter*innen sind informiert." Leider war im nie ein*e Mitarbeiter*in informiert.
Gestern war ich beim .koeln und fragte im Vorfeld, ob die Möglichkeit besteht, mich auf die Rollstuhltribühne setzen zu dürfen. Der Veranstalter Markus Krampe schrieb mir, dass diese Plätze Rollstuhlfahrer*innen und ihren Begleitungen vorbehalten seien. Auch dieses Mal gab es nicht die Möglichkeit, dort zu sitzen, falls nicht alle Rollstuhlplätze gebraucht werden würden. "Zudem wirst du auch nichts sehen können, wenn du auf dem Podest sitzt und vor dir ein Rollstuhlfahrer platziert ist." habe ich immer noch nicht verstanden, weil das impliziert, dass die Begleitpersonen auf dem Boden sitzen müssen. Ich könne mich jedoch an die Gastronomie oder sonst irgendwo hinsetzen. Da ich im Vorfeld nicht wusste, wie groß das Areal ist und wie die Bedingungen sind, war ich unsicher, wie lange ich an dem Festival teilhaben könnte. Es stellte sich dann glücklicherweise heraus, dass es an mehreren Stellen (natürlich begrenzte) Sitzmöglichkeiten abseits der Bühnen gab und ich saß sehr lange auf dem Boden, wie sehr viele andere Menschen auch. Leider wurden wir irgendwann aufgefordert, aufzustehen, da es nicht erlaubt sei, zu sitzen.
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