26/05/2026
𝐉𝐞𝐝𝐞𝐫 𝐳𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐃𝐞𝐮𝐭𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐞𝐧𝐭𝐬𝐨𝐫𝐠𝐭 𝐝𝐞𝐧 𝐌ü𝐥𝐥 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 – 𝐦𝐢𝐭 𝐟𝐚𝐭𝐚𝐥𝐞𝐧 𝐅𝐨𝐥𝐠𝐞𝐧
Trotz der deutschen Leidenschaft fürs Trennen von Hausmüll, hat sich das für die Darm-Müllabfuhr noch nicht herumgesprochen: 90 % verpassen ihre tägliche Müllabfuhr für die Gefäße. Sie essen viel zu wenig Ballaststoffe, die den fettigen-Restmüll mitnehmen.
𝐅𝐨𝐥𝐠𝐞𝐧 𝐟ü𝐫 𝐂𝐡𝐨𝐥𝐞𝐬𝐭𝐞𝐫𝐢𝐧-𝐌𝐞𝐬𝐬𝐢𝐞𝐬
Mit 40 hat etwa jeder Zweite zu hohe Blutfettwerte. Mit 50 bereits bis zu 70 %. Die Gefäße vermüllen langsam und setzen sich zu. Das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Alzheimer steigt damit. An das Gehirn denken die wenigsten. Dabei leiden gerade die feinen Gehirngefäße. Ein LDL-Cholesterinwert über 116 mg/dl erhöht das Demenz- und Alzheimer-Risiko schon um satte 33 %.(1) Hohes Cholesterin ist einer der 14 Risikofaktoren für Ihren wertvollen Biocomputer.
𝐖𝐢𝐞 𝐞𝐢𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐚𝐦𝐦
Lösliche Ballaststoffe saugen den fettigen LDL-Cholesterin-Abfall wie ein Schwamm im Darm Tag für Tag auf. Nur ein Viertel des Cholesterins kommt übrigens aus der Nahrung. Den Löwenanteil mit 75 % stellt der Körper selbst her, und scheidet den Überschuss in den Darm aus. Mit zu wenig löslichen Pflanzenstoffen in der Ernährung wird Cholesterin leider wieder zurück in den Körper befördert. Müllabfuhr leider verpasst! Mülltonnen wieder reingeschoben.
Fleisch, hochverarbeitete Produkte, Kartoffeln, 90 % aller verzehrten Brotsorten, Reis und Nudeln haben kaum Ballaststoffe. Kein Wunder, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen ansteigen, wenn die Faser-Müllabfuhr nicht ordentlich funktioniert.
𝟗𝟎 % 𝐡𝐚𝐛𝐞𝐧 𝐁𝐚𝐥𝐥𝐚𝐬𝐭𝐬𝐭𝐨𝐟𝐟𝐦𝐚𝐧𝐠𝐞𝐥
Nur 10 % erreichen überhaupt die minimal empfohlenen 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag. Durchschnittlich essen Deutsche gerade ein Drittel also etwa 10 Gramm. Ideal wären 50 Gramm täglich. Das lässt sich mit Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten plus /zusätzlichen Ballaststoffen erreichen.
𝐌𝐞𝐢𝐧 𝐓𝐢𝐩𝐩 – 𝐒𝐨𝐧𝐝𝐞𝐫𝐦ü𝐥𝐥𝐚𝐛𝐟𝐮𝐡𝐫 𝐟ü𝐫 𝐂𝐡𝐨𝐥𝐞𝐬𝐭𝐞𝐫𝐢𝐧
Ich trinke täglich zusätzlich rund 12 Gramm lösliche Ballaststoffe aus Flohsamen, geschrotteten Leinsamen und anderen Pflanzenstoffen. Das ist praktisch, macht satt, hilft beim Abnehmen, saniert den Darm und senkt Cholesterin.
Besonders wirksam ist Flohsamen (Psyllium), um LDL zu senken (Metaanalyse von 28 Studien).(2)
Flohsamen in Kombination mit blutfettsenkenden Medikamenten verdoppeln sogar die Wirkung der cholesterinsenkenden Medikamente.(3) Sie könnten Ihre Medikamente also einfach upgraden, statt die Dosis ständig zu erhöhen.
„Ich esse ja Vollkornbrot,“ sagte mir eine übergewichtige Dame. Ich habe es nachgerechnet: 12 Gramm Flohsamenschalen entsprechen ungefähr der Menge löslicher Ballaststoffe von etwa 12–18 Scheiben Vollkornbrot. Der Grund: Vollkornbrot enthält zwar Ballaststoffe, aber nur relativ wenig lösliche Ballaststoffe. So bleibt man weder schlank noch senkt man Blutfette.
In den Spiegel-Bestsellern 𝐎𝐍/𝐎𝐅𝐅-𝐆𝐞𝐬𝐮𝐧𝐝𝐡𝐞𝐢𝐭 und 𝐌𝐚𝐬𝐭𝐞𝐫𝐩𝐥𝐚𝐧 𝐠𝐞𝐠𝐞𝐧 𝐀𝐥𝐳𝐡𝐞𝐢𝐦𝐞𝐫 erfahren Sie die wichtigsten einfachen Maßnahmen, um Gefäße, Stoffwechsel und Gehirn möglichst lange jung zu halten.
Quellen
1. Livingston G et al. Dementia prevention, intervention, and care: 2024 report of the Lancet standing Commission. Lancet 2024;404(10452):572–628.
2Jovanovski E et al. Effect of psyllium fiber on LDL cholesterol and alternative lipid targets, non-HDL cholesterol and apolipoprotein B: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Am J Clin Nutr. 2018; 108(5): 922–32.
3 Brum J et al. Meta-Analysis of Usefulness of Psyllium Fiber as Adjuvant Antilipid Therapy to Enhance Cholesterol Lowering Efficacy of Statins. Am J Card. 2018; 1169–74.