Paarberatung, Sexualberatung Trauerbegleitung - Lebenskonzepte Köln

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Privatpraxis in Köln Porz mit den Schwerpunkten Paarberatung, S*xualberatung und Trauerbegleitung. Angewandte Methoden sind Gesprächsführung nach Rodgers, Arbeit mit den Familienbrett nach Dr. Ludewig, EMDR, Entspannungsübrungen, Antiaggressionstraining, Kommunikationsübungen, Mediator in Trennungsphasen

20/05/2021

Gerne stelle ich euch unser neues Video vor. Bei Anregungen oder fragen einfach melden.

Viel Spass und viele liebe Grüße

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Was macht eine glückliche Beziehung aus?Gibt es Umstände, die wir positiv bewerten und solche, die wir besser meiden sol...
10/10/2020

Was macht eine glückliche Beziehung aus?
Gibt es Umstände, die wir positiv bewerten und solche, die wir besser meiden sollten?
Ich habe schon öfters über die Probleme innerhalb von Paarberziehungen und/oder Familien berichtet. Nun könnte man glauben, eine Partnerschaft sei immer problematisch und würde im Laufe der Zeit vielleicht von den Partnern als belastend empfunden. Nicht zu Letzt zeigen steigende Scheidungszahlen an, dass es schlecht bestellt ist um die große Liebe, die das ganze Leben lang halten soll. Wie bereits erwähnt habe ich viele Artikel über die üblichen und weniger bekannten Störgrößen einer Ehe bzw. Partnerschaft geschrieben. Patchwokfamilien, bikulturelle Partnerschaften, narzisstische Partner, Eifersuchtsprobleme, Untreue, differente Wertesysteme, schlechte Kommunikation, häufiges Streiten, Übergriffe, unerfüllter Kinder-wunsch, Familienplanung, Erziehungsprobleme, Alkohol- und Drogenprobleme, Spielsucht, Internetsucht, S*xuelle Funktionsstörungen, Bindungsstörungen, AD(H)S in der Partnerschaft oder Familie, Überschuldung, betriebliches Mobbing, Wunsch nach Trennung oder Auszeit, usw. wir könnten die Liste der häufigsten Probleme in meiner Praxis noch beliebig erweitern.
Richten wir aber mal den Blick weg von den Problemen und hin zu den Ressourcen. Was macht eine Beziehung nun stabil und lebenswert? Was können Paare tun, um nicht in die üblichen Fallen zu tappen, die ein Zusammenleben vielleicht unmöglich machen. Vielleicht ist das Zusammenleben noch nicht unmöglich geworden, sondern verlangt „nur“ recht viel Energie von den beiden Menschen ab.
Das erste, was den meisten Befragten einfällt ist die Liebe. Völlig richtig, ohne Liebe wird es keine ausgewogene Partnerschaft. Es gibt Paare, die von Anfang sich nicht geliebt haben. Ich hatte solche Paare schon in meiner Praxis. Beide waren schon in der Kindheit einander von den Eltern versprochen worden. Sie haben geheiratet und bekamen auftragsgemäß auch ihre Kinder. Jedoch geliebt hat sich das Paar nie. In einer fremden Kultur brach dann der Packt auf und das Paar stand vor dem Aus.
Ferner ist eine gute S*xualität nicht unwichtig. Auch wenn viele glauben, „S*xualität sei nicht so wichtig“, so gehen doch viele Beziehungen auseinander, weil der S*x als unbefriedigend oder gestört wahrgenommen wird. Nicht zuletzt sind es sexuell motivierte Affären, die für eine Beziehung das aus bedeuten können. Ich lege Wert darauf, dass ein erklärtes Ziel der Ratsuchenden u.a. eine echte erotische S*xualität sei. Was das ist und wie ich dabei helfen kann, erkläre ich in meinen Sprechzeiten und in meinen Seminaren. S*xualität ist immer noch für viele Menschen ein heikles Thema. Darüber zu sprechen ist oft mit großem Scham verbunden. In einer sexuellen (erotischen) Beziehung ist es jedoch von größter Bedeutung sich über seine Vorlieben oder sein Vermeidungsverhalten zu committen. Wie soll der Partner wissen was mir gefällt und was nicht? Wichtig sind auch in diesem Zusammenhang die sexuellen Phantasien. Ich muss mir diese Phantasien als Treibstoff in meinem Gehirn eingestehen. Vielleicht sollte ich diesen Treibstoff auch hegen und pflegen. S*xuelle Phantasien entstehen nun einmal durch äußere (extrinsische) Reiz, die in meinem Gehirn verarbeitet werden.
Bestes Beispiel ist der erotische Traum, den jeder schon einmal erlebt hat. Hier werden echte Erlebnisse mit Phantasien vermischt und zu einem erotischen Traum verarbeitet. In der S*xualtherapie wird heute regelmäßig über erotische Phantasien gesprochen. Neben funktionelle Störungen, die in die Hände von Fachärzten gehören, spielen auch kindliche Traumata eine entscheidende Rolle. Kinder neigen zu Abspaltungen, wenn das erlebte als zu belastend empfunden wurde. Später können diese Abspaltungen sich wieder einen Weg in das Bewusstsein suchen. Die abgespaltenen (negativen) Gefühle von damals, werden heute erneut empfunden und stören das aktuelle Erleben. Hier können starke negative Gefühle vorherrschen, die eine befriedigende S*xualität hemmen. Im Falle einer solchen Thematik empfehlen wir die parallele Therapie in einer psychotherapeutischen Praxis.
Über die Kommunikation habe ich schon viel geschrieben. Es ist von enormer Wichtigkeit, dass das Paar in allen erdenklichen Lagen, miteinander kommunizieren kann. So sollte es vermieden werden zu streiten. Die Annahme Streit sei ein wichtiges Element einer Liebesbeziehung ist völlig Unsinn. Streit ist ein Notfallsystem. Oder ist der Streit am Arbeitsplatz, im Freundeskreis, in der Nachbarschaft, im Verein, im Geschäft im Restaurant, also überall dort, wo Menschen miteinander umgehen normal?
Mit Nichten. Streit ist ein Notfallprogramm, das wir wählen, wenn wir nicht mehr miteinander reden können und zwar nicht mehr über unsere negativen Gefühle sprechen können. Ich kenne kein Paar, dass über die eigenen negativen Gefühle, wie Angst, Wut, Zorn, Verzweiflung, Trauer, Eifersucht, Hass, Misstrauen, Kontrollbedürfnis, Minderwertigkeit… immer konstruktiv miteinander reden können.
In meiner Sprechstunde und in meinen Seminaren lernen die Paare ohne Stress und Streit wieder miteinander zu kommunizieren.
Der Freizeit kommt heute eine sehr wichtige Bedeutung zu. Die Beziehungen in den 50 – 60ff.Jahren hatten andere Sorgen. Die Freizeit wurde selten miteinander verbracht. Im Vordergrund stand die Familie und das Schaffen von Werten, Das typische Wertsystem war das eigene Haus. Das Eigenheim. Alles wurde dem Eigenheim untergeordnet. Vater musste, wenn er nicht noch einem Nebenjob oder Überstunden nachging auf die Baustelle des Eigenheims, um möglichst viel Muskelhypothek zu leisten. War die Familie endlich eingezogen, wurde der Garten erstellt oder der Wohnraum im Dachgeschoß ausgebaut, denn bei der ganzen Schufterei waren die Kinder größer geworden und kamen nun in die Pubertät. Nach einer gewissen Verschnaufpause gönnte sich die Familie dann endlich einen ersten wohlverdienten Urlaub.
Die Freizeit, wenn denn eine solche zur Verfügung stand, verbrachte Mann und Frau meist getrennt. Er ging zum Fußballplatz und sie besuchte ihre Eltern oder erledigte liegengebliebene Hausarbeiten. Abend setzte man sich vor den Fernseher und lies sich unterhalten.
Heute sind viele Paare wesentlich aktiver. Immer neue Sportarten und Reiseziele locken die Paare vom Sofa herunter. Im Partner wird oft auch der Freizeit-Partner gesehen, mit dem man die kostbare Zeit neben der Arbeit aktiv verbringen möchte. Viele Paare investieren eine Menge Geld in ihre Freizeit. Nicht selten fahren beide Motorräder oder gehen Hobbys wie dem Tauchen, Segeln, Golfen oder dem Tennis nach. Auch wenn die Freizeit nicht gemeinsam bestritten wird, sind die Kosten und die anfallenden Zeiten beträchtlich. In der aktiven Freizeitgestaltung, besonders wenn sie gemeinsam erlebt wird, sehen wir große Ressourcen für die Beziehungen. Es ist keine Garantie für eine glückliche Partnerschaft. Jedoch leben Paare mit einer aktiven (gemeinsamen) Freizeit glücklicher und zufriedener.
Wir sehen uns nicht mehr nur in der Rolle als Vater / Mutter, sondern als Wettstreiter, Als Buddy oder als Teampartner. Die Gespräche der aktiven Paare drehen sich nicht mehr nur noch um den Job, die schulischen Probleme der Kinder und um die Nachbarschaft, sondern um gemeinsame Hobbys bzw. Leidenschaften. Viele Hobbys, wie das gemeinsame Kochen, das Tanzen oder die Musik und die Kultur sind zusätzlich von einer gewissen Sinnlichkeit geprägt, die wieder in den anderen Bereichen, die ich zuvor beschrieben habe sich widerspiegeln.

Das Wertesystem ist von entscheidender Bedeutung. Zu Beginn einer Beziehung wird es tunlichst vermieden über die beiden unterschiedlichen Anteile des jeweiligen Wertsystems zu diskutieren. Die Natur hat es so eingerichtet, das wir glauben, wir hätten im Partner einen Seelenverwandten gefunden. Jemand, mit dem wir über alles reden könnten, der uns versteht und der auch so tickt, wie wir selbst. Was ist nach ein paar Jahren der Beziehung von diesen „himmlischen“ Gefühlen noch übrig? Wo ist der Partner, mit dem man über alles reden konnte hin? Der Grund dafür sind die „versteckten“ Wertesysteme. Niemand benennt zum Beginn einer Beziehung, in der ersten Kennenlernphase seine besonderen „Macken“. Teile eines Wertesystems, von dem wir ausgehen können, dass eine neue Partnerin / ein neuer Partner diese nicht für sonderlich toll bewertet. So könnte ich doch sagen, übrigens ich bin öfters misstrauisch und gelegentlich eifersüchtig. Am liebsten liege ich auf dem Sofa und esse Chips. Freundschaften pflege ich nicht sonderlich und meine Kinder aus erster Ehe gehen mir über alles. Meine Partnerin möchte ich gerne dominieren und Besuche im Sw***er Club sind schon sehr reizvoll für mich. Ach ja, in früheren Beziehungen war ich meist oft nicht treu und wenn auf einer Party Haschisch die Runde macht bin ich dabei.
Jede neue Beziehung würde schon in den Anfängen erstarren und der Flirt wäre beendet, noch bevor er begonnen hat.
Stattdessen zeigen wir uns von unserer Schokoladenseite. Zum Teil wird auch gefakt, was das Zeug hält. Nicht nur das Alter oder die Berufsausbildung wird geschönt, auch frühe Beziehungen und deren Verlauf werden verändert, nur um den Anschein zu wahren, man sei kompetent und beziehungsfähig.
Wichtig ist auch die Betrachtung der Herkunftsfamilie. Meine eigene Herkunftsfamilie, aber auch die meiner Partnerin /Partner gilt es zu betrachten. Die Geschwisterkonstellation gibt eine Menge Auskünfte über meinen Partner / Partnerin. Bin ich vielleicht ein Einzelkind, ein Erstgeborener, ein Sandwichkind (in der Mitte der Reihenfolge geboren) oder ein Nesthäkchen (das letztgeborene Kind) in der Geschwisterreihenfolge? Von entscheidender Bedeutung ist auch die Geschlechterverteilung in der Geschwister Schaft und die zeitlichen Abstände der Geburten. Gab es Fehlgeburten bzw. Totgeburten oder Abtreibungen?
Existieren Halbgeschwister oder waren wir eine Patchworkfamilie?
Bin ich bei meinen Großeltern aufgewachsen oder in einer Pflegefamilie. Vielleicht bin ich oder mein Partner adoptiert worden? Aus welchen gesellschaftlichen Schichten kamen die Familien meiner Eltern? Welche Überzeugungen (Glaubenssätze) wurden in den Familien vertreten? Die Fragen könnten wir noch vervielfältigen. Eine gute Übersicht gibt ein Genogramm wieder, das in keiner Familien- oder Paarberatung fehlen sollte. Ich erstelle mit den Klienten immer genaue Geno-Sozio-Gramme, um versteckte Informationen in den Familiensystemen sichtbar und verwertbar zu machen.
Zu guter Letzt möchte ich noch auf die verschiedenen Bindungstypen nach John Bowlby hinweisen. Jeder Mensch ist von einer bestimmten Bindung zu seiner primären Bezugsperson, meist die geprägt. Es gibt nach dem englischen Psychologen John Bowlby eine Art der sicheren Bindung und drei Arten von unsicherer Bindung. Welche Bindungstypen meine Klienten sind, finde ich durch entsprechende Befragungen und Selbst-Explorationen der Klienten heraus. Von entscheidender Bedeutung ist die Bindung, die ich bereits in der Kleinkindphase erlebt habe. Sie hat mein gesamtes Leben begleitet. John Bowlby sagte über seine Arbeit: „was der Mutter nicht mitgeteilt werden kann, kann nicht an das selbst weitergeben werden“.

Es bleibt ein spanender Prozess, den wir alle durchleben dürfen. Bitte verzweifeln sie nicht. Sie müssen diesen Prozess nicht alleine bewältigen. Ich helfe Ihnen dabei.

Ihr Georg Krause

06/10/2020

++++ENDLICH++++Neue Termine zur Familienaufstellung im Herbst 2020 sind: 22. November + 29. November + 06. Dezember. Bitte möglichst zügig anmelden! Rückfragen bitte per Mail an info@lebenskonzepte-koeln.de oder telefonisch unter 0177-5209053.
Alle Termine finden unter strenger Beachtung aller gesetzlichen Vorschriften bezügl. der Corona- Pandemie

15/08/2020

Kritik ist heilsam und notwendig…“ [Auszug aus der Rede des SPD-Vorsitzenden Otto Wels gegen das Ermächtigungsgesetz.] …erklärte vor 80 Jahren Otto Wels im Deutschen Reichstag. Das hat ihn später das Leben gekostet, da die Nationalsozialisten überhaupt nicht mit Kritik umgehen konnten bzw. wollten.

Eine Herausforderung konstruktiv damit umzugehen

Der Umgang mit Kritik ist wohl eines der großen Herausforderungen im Umgang mit Menschen. Dabei ist das Aussprechen der Kritik, also das kritisieren als auch der Umgang mit Kritik, die wir von dritten Personen bekommen eine oft schwierige Disziplin. Im beruflichen Kontext erleben wir öfters Kritik und können meist damit gut umgehen. Vielleicht finden wir auch etwas Positives in der Kritik. Etwas was vielleicht den Arbeitsprozess oder das Teamleben verbessern kann. Möglicherweise hat aber auch der Kollege oder der Chef eine spezielle Weiterbildung durchlaufen, um gut und wertschätzend Kritik zu platzieren.

Kritik am Arbeitsplatz

Auch wenn wir Kritik am Arbeitsplatz üben wollen oder müssen, halten wir uns an bestimmte Regeln. Wir sind meist sachlich, verwenden möglichst keine negativen Wörter, wir versuchen keine Beurteilung der gesamten Person zu vermitteln, sondern beschränken uns auf kleinere definierte Beispiele. Strikt wird eine destruktiv formulierte Kritik vermieden. Es soll nicht der Eindruck beim gegenüber entstehen, wir möchten ihn innerlich verletzen. Kritik wird in einem Gespräch hilfreich formuliert. Ein Gespräch besteht aus Fragen und Antworten und natürlich aus ZUHÖREN.

Nur meckern und nicht zuhören? Ist auch keine Lösung

Nur korrigieren und nicht zuhören, muss zum Scheitern verurteilt sein. Durch das Zuhören kann ich die Reaktion des Kollegen bzw. Mitarbeiters verstehen. In der Situation können Worte den gesamten Menschen oder eben nur sein Verhalten, bezogen auf eine definierte Situation in kritisieren. Durch Fragen und Antworten kann ich, fall nötig Missverständnisse erst gar nicht entstehen lassen. Folglich wird das kritisieren nicht als negative Bedrohung empfunden, sondern wird als konstruktives Moment wahrgenommen. Wichtig sind dabei auch die Worte, die gewählt werden. Ist mein Gegenüber noch nicht so Kritikfähig und werden meine Worte als schlecht oder als Angriff gewertet, muss ich mich für eine weitere Form der Gesprächsführung entscheiden. Vielleicht muss ich meinen Text übersetzen, damit er besser verständlich wird. Eine Metapher bzw. ein Bild kann zum Formulieren genutzt werden, um auch kritischen Sachverhalten etwas Positives und Konstruktives zu verleiten.

Warum üben wir in destruktiver Weise Kritik in der Partnerschaft?

Außer den privaten Lebensbereichen, wie Partnerschaft und Familie klappt es doch meist recht gut mit dem Kritisieren. Eine Studie ergab: In den Beziehungen kritisierten die Paare oft und meist auch destruktiver, als in anderen Settings, wie zum Beispiel den Arbeitsplatz oder in der Freizeit. Was könnte der Grund sein für dieses Verhalten sein? Auslöser für einen heftigen Streit, vielleicht sogar in der Folge der Grund für eine Trennung ist oft die Respektlosigkeit, die Paar in Beziehungen und Familien an den Tag legen. Wir trauen uns einfach viel mehr an Unterstellungen, Beschuldigungen und Beleidigungen.

Im Job würde es uns eine Abmahnung einbringen

Würden wir uns das im Arbeitsumfeld oder im Umgang mit Kollegen oder Kunden treuen, würden wir nicht selten mit einer Abmahnung im Gepäck den Feierabend beginnen. Es gibt also natürliche Bremsen, die wir eingebaut haben, um das Miteinander zu gewähren. Wir haben ein großes Interesse daran, dass durch eine Kritik wenn sie unsachlicher und verletzender Natur ist, das „große Ganze“, hier der Arbeitsplatz nicht gefährdet ist. Zu Hause ist das anders. Streithähne, die vielleicht ständig ihren Partner korrigieren und die selten konstruktiv sind, haben nichts zu verlieren. Nach einem Streit finden wir Wege, um wieder die Beleidigungen, Unterstellungen und Verletzungen zu verarbeiten.

Bleibt der Weg in die Paartherapie oder zum Scheidungsanwalt

Erst wenn das Maß richtig voll ist, geht man/frau zur Paartherapie oder zum Scheidungsanwalt. Kritiken üben in einer Beziehung, ohne den Partner zu verletzten und ohne eine Eskalation des Streits auszulösen will gelernt sein. In den seltenen Fällen haben wir eine solche Art nicht im Elternhaus erleben und damit erleben dürfen. Unsere Eltern haben oft nicht die Probleme benennen können ohne dabei die Wut des anderen auszulösen. Sehr oft mündete es in einem Streit, da der Kritisierte es sofort persönlich nahm und sich zur Wehr setzen musste. In einem eigenen Beitrag habe ich über die „Rechtfertigung“ geschrieben.

Die Rechtfertigung, ein enger Freund der Kritik

Kritik löst nicht selten eine Rechtfertigung aus. Damit verfehlt das offene Wort über einen Missstand jedoch seine eigentliche Wirkung. Halten wir uns an die Empfehlungen, dann kann uns die offen gesagte Meinung des Partners „weiter bringen“. Viele Irrläufer und Irrtümer werden nicht ständig wiederholt. Wir können eigentlich nur lernen und müssten eine gewisse Wertschätzung für die ehrliche Kritik haben.



HIer nun die wwichtigsten Regeln bezüglich der Kritik

Wenn ich etwas beanstanden möchte, überlege ich mir vorab, ob es wirklich nötig ist, hier und jetzt zu kritisieren. Vielleicht handle ich aus einer Art Reflex heraus: schon wieder ist die Müslischüssel nicht direkt in die Spülmaschine eingeräumt worden, sondern steht auf der Spüle. Das ärgert mich sehr. Jedoch sollte ich es abwägen, hier sofort meinen Unmut auszudrücken. Möglicherweise steht mein Partner/Partnerin unter beruflichen Stress oder die Familie fordert zurzeit viel Energie. Private und berufliche Verpflichtungen können stark negativ auf die Partner wirken. Eine Ermahnung bezüglich einer Unaufmerksamkeit, kann den Haussegen schnell schief hängen lassen. Natürlich gibt es Gründe und Umstände, die eine sofortige Aussprache und Klärung fordern. Oft ist es aber die Sache nicht wert, wenn ohnehin der Alltag oder die Lebensumstände einen stark fordern.

Beanstanden ohne Tadel aus zusprechen

Eine Beanstandung sollte nicht gleich in einem Tadel münden. Dabei ist es nicht wichtig, wie ich die Beanstandung vorbringe. Wir haben, laut Schulz von Thun 4 Ohren (vier Wahrnehmung-möglichkeiten) 1. Kanal ist die Information an sich, der 2. Kanal sagt etwas über den Sprechenden aus, der 3. Kanal sagt etwas über den Empfänger aus und der 4. Kanal (das 4. Ohr) wird oft als Appell-Ohr bezeichnet. Das was gesagt wird hat folglich verschiedene Empfängerohren. Wenn ich das 4. Ohr „eingeschaltet“ habe, verstehe ich die Beanstandung als Aufforderung (Appell) für mich. Vielleicht wollte der Sender jedoch etwas über die Sache ausdrücken. Ein Beispiel mag es verdeutlichen: Sie sagt: unser Auto hat auch mal wieder eine Reinigung nötig. 1. Ohr versteht „das Auto sollte gereinigt werden“. 2. Ohr versteht, sie bemängelt es, dass das Auto schmutzig ist. Das 3. Ohr versteht „ich (Mann) fahre ein schmutziges Auto. Das 4. Ohr versteht “ sie will, dass ich mich um das Auto kümmere und es wasche. Wie unterschiedlich wird die Reaktion auf einen völlig identischen Satz sein, jenach dem welches Ohr ich „eingeschaltet habe?

Die 4 Seiten einer Infomation

Wichtig ist zu klären, mit welcher Intension hast du den Satz „das Auto ist schmutzig“ gesagt? Ich empfehle hier einen Buchtitel „Ich höre etwas, was du nicht sagst“ (aus der Gewaltfreien Kommunikation). Ist das geklärt, passe ich meine Reaktion entsprechend an. Sonst verfehlen wir uns sprachlich sehr schnell.

Du Botschaften etc. gilt es zu vermeiden

Wichtig sind die allgemeinen Regeln eines Gespräches: keine Du-Botschaften, stattdessen bei sich und bei seinen Gefühlen bleiben. Keine Verallgemeinerungen (du bist immer…)

Ich empfehle auch die scharfe Trennung von Gefühlsebene und Sachebene (s. gesonderten Artikel) und nicht zuletzt immer wieder das „ZUHÖREN“. Kein ja aber… kein Veto… kein kontern… keine wenn -> dann Verknüpfungen, keine Erpressungen, keine Androhung von Liebesentzug, kein Ultimatum.

Zu guter Letzt: Immer beachten, dass mein gegenüber durch meine Beanstandungen nicht in die Kinderrolle gedrückt wird. Selbstverständlich sollten Beleidigungen und Anmaßungen unterlassen werden. Vielleicht benötigt der eine oder andere noch einen Kurs in Achtsamkeit ausüben.

Die Ursachen für diese Problematik liegen häufig in der Sozialisation der Partner.

Was habe ich zuhause erlebt? Wie haben meine Eltern miteinander auf Kritik reagiert, wie wurde diese vorgebracht und endete es womöglich in einem echten Streit oder ging man konstruktiv damit um. Wie wurde ich korrigiert? Wurde meine Persönlichkeit immer gewarnt oder folgte schnell die Strafe auf den Tadel? das hat mich genauso geprägt, wie meine Geschwisterkonstellation. Bin ich ein Einzelkind und habe nur Erwachsene im Familiensystem erlebt? Oder bin ich ein Nesthäkchen, das letzte Kind in der Geschwisterkonstellation? Auch als „Sandwichkind“ war es vielleicht nicht immer einfach. Vergessen wir nicht die Erstgeborenen. In einem gesonderten Artikel befasse ich mich sehr eingehend mit der Geschwisterkonstellation. In diesem Artikel gebe ich nur mögliche Gründe an, die mich geprägt haben in einer bestimmten Weise mit Beanstandungen umzugehen. Beachtung sollten auch Familiensysteme finden, die Patchwork geprägt sind oder Pflegekinder, Adoptivkinder beinhalten. Auch ein Migrations-hintergrund mit kulturellen und religiösen Normen prägt mich in Bezug auf Umgang mit Beanstandungen. Persönlichkeitsmerkmale, wie Temperament, Resilienz, Frusttoleranz, Intelligenz, Selbstregulation und Impulskontrolle um nur einige Beispiele zu nennen. Sie alle finden Einfluss auf den Umgang mit Beanstandungen an meinem Verhalten oder an meiner Person.

All diese Faktoren haben mich letztendlich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Mein Selbstkonzept ist entscheidend durch die Sozialisation geprägt worden. Ein Selbstkonzept ist erst dann fertig ausgebildet, wenn es den Menschen nicht mehr gibt. Bis dahin prägen wir uns ständig selbst oder werden geprägt.

Leiden sie unter diesem Thema, dann rufen sie mich doch einfach an oder schreiben sie mir eine E-Mail. Ich freue mich auf ihre Fragen und Anregungen

Ihr Georg Krause

08/05/2020

Message in der Message

kann oft das Startsignale für eine heftige Auseinandersetzung innerhalb der Familie sein. Sie führt zu größten Verwirrungen.

Streiten sei etwas völlig Normales und würde zur Verbesserung des Klimas innerhalb der Partnerschaften beitragen, wird häufig erzählt. Was steckt hinter dieser Aussage? Stimmt es, dass das Kommu

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Erziehungsmaßnahmen in der Partnerschaft / Ehe

Nicht selten erfahren wir in den Beratungen, dass ein Partner bemüht ist, den anderen Partner zu erziehen.
Welche Bedeutung hat das Erziehen in der Partnerschaft / Ehe? Wer neigt eher dazu den Partner/ die Partnerin zu erziehen? Gibt es eine Alternative zur Erziehung des Partners?

https://www.lebenskonzepte-koeln.de/erziehungsmassnahmen-in-der-partnerschaft-ehe/ -3885

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