30/11/2021
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, liebe Freunde und Freundinnen des NAVISANA Heilzentrums
Wir stehen (wieder) vor einem Jahreswechsel, in der Hoffnung, dass das neue Jahr 2022 uns in Sachen „Corona“ endlich aus seinen Fängen lässt. Wenn sich, wie Augenblick im Zuge der 4. Welle die Ansichten verhärten, offenbart sich genau darin die Crux „rational digitalen Denkens“, JETZT muss ENTSCHIEDEN werden, koste es, was es wolle.
Bitte nicht missverstehen. Entschieden werden muss ja nun mal, nur wie?
Dank der Hirnforschung wissen wir, dass die menschlichen Hirnhälften sich in 2 Hemisphären aufteilen, in eine
- linke Hirnhälfte: männlich, digital, sachorientiert, rational
- rechte Hirnhälfte: weiblich, analog, beziehungsorientiert, gefühlsorientiert
Die öffentliche Diskussion findet eher aus-/abgrenzend als integrierend statt. Der Fokus liegt vor allem auf der „Sachlage“, gemeint sind die Inzidenzen, und worauf hin Entscheidungen getroffen werden – laissez faire, bei geringen Inzidenzen, autoritär, bei hohen Inzidenzen. Zwangsläufig entstehen Positionen, und nicht jede(r) kann/will sich mit der offenbar alternativlosen Entscheidung einverstanden erklären. Vor allem dann nicht, wenn heute das Gegenteil von dem entschieden wird, was gestern „absolute“ Gültigkeit hatte („Eine Impfpflicht wird es nicht geben“).
Wie sähe nun dem gegenüber „weibliches Denken“ aus?
Gesteuert von den Attributen der rechten Hirnhälfte:
- analog, beziehungsorientiert, gefühlsorientiert
Also anstelle von Bewertungen und Beurteilungen: Gegenseitiges Verstehen (wollen). Jede(r) hat nun mal ihre/seine Meinung. Da heißt es eben, sich die Mühe machen und sich in die andere Person hineinzuversetzen. Herauskäme i.d.R., dass gar nicht die Inhalte DIE Bedeutung hätten, sondern die dahinter liegenden Gedanken und Emotionen und vielfach einfach Angst vor dem Kommenden. Anstatt eines „mannhaften“ Aktionismus‘, der sehr stark vom Ego gesteuert wird, stände zu Beginn das Finden von Kooperation und Konsens. Insgesamt schwänge vor allem „Mitfühlen“ mit, also herzgesteuerte Annahme und Akzeptanz.
Auf gesellschaftlich, politischer Ebene könnte das wie folgt aussehen:
Anstatt der Ergebnisorientierung stände der Prozess im Mittelpunkt. Anstatt das Entscheiden von „oben“, gäbe es kommunale Foren oder Konvente, in denen alle Bürgerinnen und Bürger, Kinder und Jugendliche die Möglichkeit hätten, ihre Meinung zu sagen. Dabei ginge es nicht um Recht und Unrecht in der Argumentation, sondern um das Verstehen (wollen). Die Moderation würde nicht von der Politik geleitet, sondern von Mediator*innen, Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen unter Anhörung jeweiliger Expert*innen. Die Antworten an die Abgeordneten in den Gebietskörperschaften wären für diese auch verbindlich. Der Entscheidungsprozess würde auch nicht von Mehrheitsentscheidungen bestimmt, sondern durch Messung von Widerständen.
Heraus käme letzten Endes ein von allen im höchstmöglichen Konsens getroffenes Ergebnis. Zugegeben, es wäre aufwendiger und zeitintensiver. Es wäre dennoch den Versuch wert, ausprobiert zu werden.
Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnacht, einen guten Rutsch ins neue Jahr und würden uns auf ein Wiedersehen freuen.
Mit herzlichen Grüßen
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, liebe Freunde und Freundinnen des NAVISANA HeilzentrumsWir stehen (wieder) vor einem Jahreswechsel, in der Hoffnung, dass das neue Jahr 2022 uns in Sachen „Corona“ endlich aus seinen Fängen lässt. Wenn sich, wie Augenblick im Zuge der 4. Welle die Ansic...