08/04/2026
Der neue Roman von Christoph Peters „Entzug“ ist in zwei Teilen erzählt. Im ersten Teil „Trinken“ nähert sich der Ich-Erzähler, ein Schriftsteller, einem Punkt, den einer seiner Mitpatienten später in der Entzugsklinik „die Kapitulation“ nennen wird – das Aussprechen der Krankheitseinsicht und das Bitten um Hilfe.
Er versteckt Schnapsflaschen in seinem Bücherregal hinter Bänden zum Thema Islam, von denen er ziemlich sicher ist, dass seine Frau sie nicht zur Hand nehmen und folglich etwas entdecken wird.
Er lässt versehentlich mittags Wodka auf dem Küchentisch stehen und redet sich raus; beim Schauen der Serie „Die Sopranos“ pennt er weg wie narkotisiert.
Seine Frau und seine Tochter brauchen endlose Minuten, um ihn wieder wach zu kriegen.
Wie viel Autobiografie in Roman steckt, lässt sich nicht sagen und ist für die Rezeption unerheblich, aber die dokumentarische Wucht, die der Text entfaltet, lässt den Schluss zu, dass der Autor diese Geschichte – zumindest das, wovon sie erzählt, ihren Kern – selbst erlebt hat.
Die ganze Rezension von SZ-Autor Bernhard Heckler lest ihr mit SZ Plus über den Link:
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