26/03/2026
Was passiert eigentlich hinter den Kulissen, wenn es um gutes Sehen geht?
Gestern war ich das erste Mal beim Netzwerk „Sehen“ diesmal in den Räumen der Uniklinik Aachen.
Unterschiedliche Fachrichtungen an einem Tisch:
Augenklinik, Low Vision Versorgung, Schule, Frühförderung, Orthoptik, Optik.
Mit dabei waren unter anderem Vertreter:innen von Pro Retina, Blickpunkt, der Louis-Braille-Schule, der Johannes-Kepler-Schule sowie Kolleg:innen aus der Optik und Orthoptik.
Und mittendrin die Frage:
Wie schaffen wir es, Menschen wirklich gut zu versorgen?
Was mich besonders bewegt hat:
Dass Versorgung nicht einfacher wird.
Weniger Betten. Weniger Zeit. Weniger Fachkräfte.
Und gleichzeitig mehr Bedarf.
Und es wird immer sichtbarer,
dass an vielen Stellen wertvolles Spezialwissen verloren geht,
während die Anforderungen gleichzeitig steigen.
Nicht, weil es niemand machen möchte.
Sondern weil Strukturen es oft schwer machen.
Nachfolge ist nicht immer gesichert.
Und auch die Versorgung über Hilfsmittel wird durch Abrechnungswege zunehmend herausfordernd für Fachkräfte und Familien gleichermaßen.
Und trotzdem hatte ich an vielen Stellen das Gefühl:
Wir sehen oft nur einen Teil.
Jede Fachrichtung bringt ihren wichtigen Blick mit.
Und gleichzeitig braucht es genau diese Verbindungen zwischen den Bereichen.
Schule. Medizin. Therapie. Alltag.
Ich war gestern die „Neue“ in der Runde.
Und darf beim nächsten Treffen ein Stück meiner Arbeit vorstellen.
Das, was oft zwischen den Systemen liegt.
Das, was im Alltag sichtbar wird, obwohl „eigentlich alles in Ordnung ist“.
Ich bin gespannt, was daraus entstehen darf.
Und ich glaube, genau solche Netzwerke brauchen Unterstützung.
Wenn du das Gefühl kennst, dass bei deinem Kind etwas nicht rund läuft
und du bisher keine wirkliche Erklärung bekommen hast
dann bleib gerne hier.
Ich nehme dich mit.