Onkologie am Wilhelm-Marx-Haus

Onkologie am Wilhelm-Marx-Haus Das MVZ für Hämatologie und Onkologie ist ein zukunftsorientiertes Zentrum zur ambulanten Versorgung von Patienten mit onkologischen Erkrankungen.

Mit dem Medizinischen Versorgungszentrum für Hämatologie und Onkologie Düsseldorf GmbH verfügt Düsseldorf über ein zukunftsorientiertes Zentrum zur ambulanten Versorgung von Patienten mit onkologischen und hämatologischen Erkrankungen. Insbesondere das Team aus drei renommierten Fachärzten mit langjähriger, heterogener Berufserfahrung – Till-Oliver Emde, Dr. med. Ali-Nuri Hünerlitürkoglu und Dr. med. Marie-Luise Plingen – garantiert eine exzellente Planung, Durchführung und Betreuung aller onkologischen Therapieformen, bei der die individuellen Bedürfnisse des Patienten in Einklang mit den Optionen aktueller medizinischer Erkenntnissen gebracht werden. Das Ärzteteam des MVZ arbeitet unabhängig von einer einzelnen Klinik, verfügt jedoch über ein breites Netzwerk mit bewährten Partnern in allen für die Versorgung der Patienten relevanten Fachbereichen und Einrichtungen. Für den Patienten bedeutet das: Es besteht ein konstanter Informationsaustausch mit den Haus- und Fachärzten, Termine bei Fachärzten werden zeitnah vereinbart und bei Bedarf entscheidet der Arzt gemeinsam mit dem Patienten, welche Klinik und Fachabteilung in der individuellen Situation für eine optimale stationäre Versorgung kontaktiert wird. Als Ärzteteam laden wir Sie ein zu einem ersten Gespräch über alle im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung entstehenden Fragen – von den Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie über die Besonderheiten der persönlichen Situation und individuelle Bedürfnisse bis zu gesundheitspolitischen und rechtlichen Themen wie Optionen und Leistungen von Krankenversicherungen.

English version below! 🇺🇸🇬🇧⬇️Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Freundinnen und Freunde unserer Seite. Hiermit gebe...
30/08/2019

English version below! 🇺🇸🇬🇧⬇️

Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Freundinnen und Freunde unserer Seite. Hiermit geben wir bekannt, dass diese Seite zum 31.08.2019 eingestellt wird. Wir bedanken uns sehr für Ihr entgegengebrachtes Interesse und die vielen Nachrichten, die uns erreichten.

Selbstverständlich läuft unser Praxisbetrieb in der Grabenstraße 17 wie gehabt weiter. Sollten Sie in Zukunft Fragen haben oder einen Termin in unserer Praxis vereinbaren wollen, kontaktieren Sie uns unter der Nummer 0211 36 77 77 80 oder per E-Mail an mvz@onkologie-mvz-duesseldorf.de. Nachrichten, die uns über diese Seite erreichen, können leider nicht mehr beantwortet werden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und alles Gute wünscht das Praxisteam des MVZ! 😊

Dear patients and friends of our site. We hereby announce that this page will be discontinued on 31.08.2019. We thank you very much for your interest and the messages that reached us.

Of course, our doctor’s office in Grabenstraße 17 continues as usual. If you have any questions or would like to make an appointment, please contact us at +49 211 36 77 77 80 or by e-mail at mvz@onkologie-mvz-duesseldorf.de. Unfortunately, messages that reach us via this page can no longer be answered.

Thank you for your understanding and all the best wishes the team of the MVZ! 😊

Nicht zu lange „Sitzzeiten“ für Babys und Kleinkinder, ob in der Babywippe, im Autositz oder auf dem Rücken der Eltern –...
23/08/2019

Nicht zu lange „Sitzzeiten“ für Babys und Kleinkinder, ob in der Babywippe, im Autositz oder auf dem Rücken der Eltern – die WHO hat erstmals Bewegungsrichtlinien für Kinder unter 5 Jahren veröffentlicht. Nach den WHO-Empfehlungen dürfen die Babys nie länger als eine Stunde am Stück irgendwo festgeschnallt verbringen, weder im Auto, Buggy oder auf dem Rücken der Eltern. Nach einer Stunde brauche das Kind eine Pause zum möglichst freien Strampeln, Krabbeln oder Herumlaufen. Außerdem sollten Babys im wachen Zustand mindestens eine halbe Stunde in Bauchlage verbringen, da dies die motorische Entwicklung positiv beeinflusst und Kopfverformungen entgegen wirkt. Auch bei den Zeiten, die Kleinkinder vor dem Bildschirm verbringen, setzt die WHO klare Grenzen: Fernseher, Smartphone oder Computer sollten für unter 2-Jährige tabu sein, ab zwei Jahre ist allerhöchstens eine „Bildschirmstunde“ pro Tag erlaubt. Das Sitzen vor dem Bildschirm halte Kinder davon ab, ihrem natürlichen Bewegungsdrang zu folgen. Über einjährige Kinder sollten nach den WHO-Richtlinien mindestens drei Stunden am Tag krabbeln, laufen, klettern oder toben. Dabei dürfen die Aktivitäten im Kindergartenalter auch ruhig mal schweißtreibend sein. Das alles diene der motorischen und neurokognitiven Entwicklung der Kinder und beuge schon im Kindesalter zahlreichen Erkrankungen wie z.B. Übergewicht und Diabetes vor. Für die genauen Zeitangaben gäbe es natürlich keine klaren Evidenzen, räumt die WHO ein. Wichtig ist es vor allem, dass Eltern und ältere Geschwister sich selbst viel bewegen und damit ein gutes Vorbild sind.

Quelle: WHO: Guidelines on physical activity, sedentary behaviour and sleep for children under 5 years of age. 2019.

Anlässlich von Messungen hoher Aluminiumgehalte in Matcha-Tee bewertet das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) das ...
21/08/2019

Anlässlich von Messungen hoher Aluminiumgehalte in Matcha-Tee bewertet das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) das gesundheitliche Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher, die regelmäßig Matcha konsumieren. Die Aufnahme hoher Mengen Aluminium kann langfristig das Nervensystem, die Fähigkeit zur Fortpflanzung und die Knochenentwicklung schädigen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine lebenslang tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (tolerable weekly intake, TWI) von 1 Milligramm (mg) Aluminium pro Kilogramm (kg) Körpergewicht abgeleitet. Die Überwachungsbehörde eines Bundeslandes hat einzelne Messdaten zu Aluminium in Matcha-Tee erhoben. Die Gehalte der drei Proben lagen bei 1743, 1775 und 2350 Milligramm pro Kilogramm. Bei Berücksichtigung der Verzehrmengen von grünem Tee kann der TWI für Aluminium bei Erwachsenen durch regelmäßigen Verzehr von Matcha-Tee mit maximalen gemessenen Gehalten langfristig überschritten werden, selbst wenn der Tee als einzige Quelle für die Aluminiumaufnahme betrachtet und keine weiteren Aluminiumquellen berücksichtigt werden. Auf Grundlage der aktuell zur Verfügung stehenden Daten zur Aluminiumaufnahme aus allen Quellen ist es aus Sicht des BfR möglich, dass der von der EFSA abgeleitete TWI von 1 mg pro kg Körpergewicht bei einem Teil der Bevölkerung langfristig um mehr als das Doppelte überschritten wird. Angesichts dieser Situation für Verbraucher ist aus toxikologischer Sicht eine zusätzliche Aufnahme von Aluminium durch regelmäßigen (täglichen) Verzehr eines einzelnen Lebensmittels wie Tee nicht tolerierbar, welches so hohe Aluminiumgehalte aufweist, dass allein schon bei regelmäßigem Verzehr dieses bestimmten Lebensmittels der TWI zu einem erheblichen Teil ausgeschöpft oder gar deutlich überschritten wird. Abschließend ist hervorzuheben, dass aufgrund der sehr geringen Zahl analysierter Proben keine Rückschlüsse auf übliche Gehalte an Aluminium in Matcha-Tee und auf die gesundheitliche Bewertung des Lebensmittels Matcha-Tee insgesamt möglich sind.

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Hohe Aluminiumgehalte in einzelnen Matcha-Teeproben, Stellungnahme Nr. 027 vom 25. Juli 2019.

„Bioprodukte schützen vor Krebs“. Was ist dran an den Schlagzeilen, die sich vermehrt im Internet verbreiten? Eine großa...
19/08/2019

„Bioprodukte schützen vor Krebs“. Was ist dran an den Schlagzeilen, die sich vermehrt im Internet verbreiten? Eine großangelegte französische Studie ging nun der Frage nach dem Einfluss von biologisch angebauten Produkten auf die Krebsentstehung nach. Die Wissenschaftler zeigten, dass Probanden, die mehr Produkte aus ökologischem Anbau verzehrten, in späteren Jahren seltener an Krebs erkrankten. Insgesamt wurde der Konsum von Bioprodukten bei 68.946 Studienteilnehmern mit einem mittleren Alter von 44,2 Jahren, davon 78 % Frauen, im Zeitraum vom 2009 bis 2016 ermittelt. Die Teilnehmer wurden aufgefordert, bei 16 Arten von Lebensmitteln anzugeben, ob sie diese „meistens“, „gelegentlich“ oder „nie“ in Bioqualität verzehren. Die Auswertung wurde so gestaltet, dass Störfaktoren, wie etwa eine besonders gesunde oder eher ungesunde Ernährung, nach Möglichkeit bereinigt wurden. Insgesamt kam es im Beobachtungszeitraum zu 1.340 Krebsdiagnosen. Am häufigsten traten Fälle von Brustkrebs auf (n = 459), gefolgt von Prostatakrebs (n = 180), Hautkrebs (n = 135), Darmkrebs (n = 99) sowie Non-Hodgkin-Lymphomen (n = 47) und anderen Lymphomen (n = 15). Die Studienteilnehmer wurden anhand ihres Bioprodukte-Scores in Quartile eingeteilt. Es zeigte sich, dass beim Quartil mit dem höchsten Score gegenüber dem mit dem niedrigsten Score das Gesamtrisiko für eine Krebsdiagnose während des Beobachtungszeitraums um 25 % niedriger war. Betrachtet man die einzelnen Tumorentitäten, zeigte sich jedoch nur für postmenopausalen Brustkrebs, das Non-Hodgkin-Lymphom und weitere Lymphome eine Risikoreduktion durch den vermehrten Konsum von Bioprodukten. Bei allen anderen Tumoren gab es keinen statistisch signifikanten Zusammenhang.

Quelle: Baudry J. et al. Association of Frequency of Organic Food Consumption With Cancer Risk Findings From the NutriNet-Sante Prospective Cohort Study. JAMA Intern Med. 2018;178(12):1597–1606.

Eine verminderte Aufnahme der essentiellen Aminosäure Methionin bei Mäusen mit Darmkrebs oder Sarkom führte zu einem deu...
14/08/2019

Eine verminderte Aufnahme der essentiellen Aminosäure Methionin bei Mäusen mit Darmkrebs oder Sarkom führte zu einem deutlich verbesserten Therapieansprechen, wie US-amerikanische Wissenschaftler zeigen konnten. Eine Reduktion von Methionin, das vor allem in rotem Fleisch und Eiern zu finden ist, wurde schon mit Anti-Aging und Gewichtsverlust in Verbindung gebracht. Jetzt testeten die Forscher die Wirkung einer eingeschränkten Methionin-Aufnahme bei Mäusen mit kolorektalem Karzinom oder Sarkom. Dabei konnten sie bei Darmtumoren nachweisen, dass eine niedrig dosierte Chemotherapie mit 5-Fluoruracil, die bei alleiniger Anwendung keine therapeutische Wirkung aufwies, in Kombination mit der Methioninrestriktion zu einer deutlichen Hemmung des Tumorwachstums führte. Auch eine Strahlentherapie bei Sarkomen war deutlich effektiver, wenn die Methioninaufnahme gleichzeitig beschränkt wurde. Methionin hat als essentielle Aminosäure diverse Funktionen, darunter im Redoxstoffwechsel und im Metabolismus von Nukleotiden. Manche Krebszelllinien sind auf die Zufuhr von Methionin angewiesen. Entzieht man die Aminosäure, könnte man die Zellen damit für Bestrahlung und Antimetabolite sensibilisieren. Ähnliches konnten Forscher im Tiermodell auch bei Brustkrebs und Asparagin feststellen. An sechs gesunden menschlichen Probanden, die im Rahmen der Untersuchung eine Methionin-reduzierte Diät aßen, konnten die Forscher Hinweise dafür finden, dass zumindest die metabolischen Veränderungen, die sie an den Mäusen beobachteten, auf Menschen übertragbar sein könnten.

Quelle: Xia Gao et al; Dietary methionine influences therapy in mouse cancer models and alters human metabolism; Nature (2019).

Eine neue Studie weist darauf hin, dass der Konsum von rotem Fleisch das Risiko für invasiven Brustkrebs erhöhen, währen...
12/08/2019

Eine neue Studie weist darauf hin, dass der Konsum von rotem Fleisch das Risiko für invasiven Brustkrebs erhöhen, während der Konsum von Geflügel das Risiko senken könnte. Die Forscher erhoben zum Zeitpunkt der Aufnahme Ernährungsinformationen zum Fleischkonsum von Teilnehmern aus einer Studie mit Schwestern von an Brustkrebs erkrankten Frauen. Die Zusammenhänge zwischen dem Brustkrebsrisiko und verschiedenen Fleischarten, Zubereitungsarten und Fleischmutagenen wurden festgestellt. Während der Nachbeobachtung wurden mindestens ein Jahr nach der Aufnahme 1.536 invasive Brustkrebsarten diagnostiziert. Die Teilnehmer im höchsten Quartil von Konsum von rotem Fleisch wiesen ein um 23 % höheres Risiko für invasiven Brustkrebs auf als jene im niedrigsten Quartil. Umgekehrt wiesen die Teilnehmer im höchsten Quartil von Geflügelkonsum ein um 15 % niedrigeres Risiko für invasiven Brustkrebs auf als jene im niedrigsten Quartil. Fleischzubereitungsarten, Konzentrationen potenziell mutagener heterozyklischer Amine oder von Hämeisen standen in keinem Zusammenhang mit dem Brustkrebsrisiko. Gemäß den Autoren könne es somit vorteilhaft sein, rotes Fleisch durch Geflügel zu ersetzen, um das Gesamtrisiko für Brustkrebs zu senken. Sie rufen zu weiteren Forschungsarbeiten auf, damit die vor Brustkrebs schützende Wirkung von Geflügel besser verstanden werden kann.

Quelle: Lo JJ, Park YM, Sinha R, Sandler DP. Association between meat consumption and risk of breast cancer: Findings from the Sister Study. Int J Cancer. 2019 August 6.

In einem einzigen Apfel tummeln sich auch über 100 Millionen Bakterien. Dabei beherbergen Bioäpfel eine vielfältigere Mi...
09/08/2019

In einem einzigen Apfel tummeln sich auch über 100 Millionen Bakterien. Dabei beherbergen Bioäpfel eine vielfältigere Mikrobengemeinschaft mit mehr nützlichen Bakterien als konventionell angebautes Obst. Rohes Obst und Gemüse stellen wichtige Quellen für nützliche Darmbakterien dar. Wissenschaftler aus Graz haben jetzt genauer untersucht, welchen Beitrag Äpfel hier leisten können. Das Ergebnis: Ein typischer, 240 Gramm schwerer Apfel enthält im Schnitt 114 Millionen Bakterien, die allerdings unterschiedlich in der Frucht verteilt sind. Vor allem Kerne und Kerngehäuse sind reich an Bakterien, gefolgt vom Fruchtfleisch. Die Schale enthält dagegen nur sehr wenige Bakterien. Wird das Kerngehäuse beim Essen verschmäht, sinkt die Zahl der aufgenommen Bakterien auf nur noch rund zehn Millionen Bakterien. Wie gut das Apfelmikrobiom für unsere Gesundheit ist, scheint von der Anbaumethode abzuhängen. Nach den Analysen der Wissenschaftler enthalten Bioäpfel bei gleicher Gesamtmenge eine weitaus vielfältigere und ausgewogenere Bakteriengemeinschaft als konventionelle Früchte. Außerdem konnte gezeigt werden, dass Bioäpfel mehr probiotische Lactobazillen und weniger Bakterien aus der Gruppe Escherischia/Shigellen enthält als konventionell angebautes Obst.

Quelle: Birgit Wassermann et al; An Apple a Day: Which Bacteria Do We Eat With Organic and Conventional Apples? Front. Microbiol (2019).

Wie lange habe ich noch zu leben? Diese Frage kann möglicherweise eine Röntgenaufnahme des Thorax beantworten, wenn küns...
07/08/2019

Wie lange habe ich noch zu leben? Diese Frage kann möglicherweise eine Röntgenaufnahme des Thorax beantworten, wenn künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt. Denn Computer können dank maschinellem Lernen solch ein Gespür für die Lebenserwartung von Patienten entwickeln. Dabei kommt ein von der Software selbst entwickeltes „neuronales“ Netzwerk aus Algorithmen zum Einsatz, das sich ständig an neue Erfahrungen anpasst. Radiologen aus Boston haben in einem ersten Schritt einen Computer anhand von Daten einer großen Studie geschult. Die Software erfuhr, welche der 10.464 Teilnehmer im Verlauf von 12,2 Jahren gestorben sind und sollte in den Röntgenthorax-Aufnahmen dieser 1.402 Teilnehmer nach Merkmalen suchen, die sie von den übrigen Teilnehmern unterschied. Das Ergebnis war ein so genannter CXR-Score, der eine recht gute Vorhersage der Lebensprognose der Patienten lieferte. Von den 2.543 Teilnehmern der Studie mit einem sehr niedrigen CXR-Score waren nur 97 (3,8 %) innerhalb von 12 Jahren gestorben. In der Gruppe mit einem sehr hohen CXR-Score starben 250 von 472 Teilnehmern (53,0 %). Als Variablen wurden neun verschiedene, konkrete radiologische Befunde wie Atelektasen, Pleura-Plaques, Verschattungen usw. sowie zehn Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht, Raucher-Status etc. angesehen. Im zweiten Schritt wurde der CXR-Score an 5.493 Teilnehmern überprüft, auch hier zeigte sich ein ähnliches Bild: Ein hoher CXR-Score war mit einem 15,2-fach erhöhtem Sterberisiko assoziiert. Der klinische Nutzen der Risikoabschätzung ist noch unklar. Ein hoher CXR-Score könnte aber Anlass sein, die Patienten genauer zu untersuchen und engmaschiger zu betreuen, schreiben die Autoren.

Quelle: Michael T. Lu et al; Deep Learning to Assess Long-term Mortality From Chest Radiographs; JAMA Netw Open (2019); 2(7):e197416.

Coxsackie-Viren haben möglicherweise das Potenzial, Krebszellen eines Blasenkarzinoms zu eliminieren, indem sie das körp...
05/08/2019

Coxsackie-Viren haben möglicherweise das Potenzial, Krebszellen eines Blasenkarzinoms zu eliminieren, indem sie das körpereigene Immunsystem auf den Krebs aufmerksam machen. Dies zeigte eine Pilotstudie britischer Forscher. Coxsackie-Viren lösen normalerweise vor allem Erkältungskrankheiten, aber auch Hand-Fuß-Mund-Erkrankungen und Myokarditiden aus. Die Wissenschaftler setzten in ihrer Studie ein spezielles Coxsackie-Virus ein, das gezielt Krebszellen infiziert. An der Studie nahmen 15 Patienten mit einem nicht-muskelinvasivem Blasenkarzinom (NMIBC) teil. Eine Woche vor dem operativen Entfernen des Harnblasen-Karzinoms wurden den Patienten die Viren per Katheter direkt in die Harnblase verabreicht. Schwere unerwünschte Nebenwirkungen traten unter dieser Therapie nicht auf. Bei einem Patienten war nach einer Woche kein Harnblasenkrebs mehr nachweisbar, bei den anderen wurde das noch vorhandene Gewebe operativ entfernt und histologisch untersucht. Auch hier konnten die Forscher feststellen, dass ein Großteil der Krebszellen abgestorben war. Das Virus hatte ausschließlich die Krebszellen infiziert und sich innerhalb dieser Zellen repliziert. Außerdem fanden die Forscher Hinweise, dass die Infektion mit dem Virus eine Entzündungsreaktion ausgelöst hat und infolgedessen Immunzellen in das Tumorgewebe eingewandert sind. Die eingewanderten Immunzellen hätten dann die Krebszellen gezielt abgetötet. Die Infektion mit dem Virus scheint also die Tumorzellen „immunologisch heiß“ zu machen, woraufhin sie vom Immunsystem attackiert und abgetötet werden, schreiben die Forscher. Die Wissenschaftler sehen ein großes Potenzial in dieser Therapieoption, worauf besonders das vollständige Verschwinden des Tumors innerhalb einer Woche hinweise.

Quelle: Nicola E Annels et al; Viral targeting of non-muscle invasive bladder cancer and priming of anti-tumour immunity following intravesical Coxsackievirus A21; Clinical Cancer Research (2019).

Die Anzahl an Todesfällen, die sich auf eine Infektion mit extrem resistenten Bakterien zurückführen lassen, hat sich zw...
02/08/2019

Die Anzahl an Todesfällen, die sich auf eine Infektion mit extrem resistenten Bakterien zurückführen lassen, hat sich zwischen 2007 und 2015 in Europa mehr als versechsfacht. Wie sich diese Bakterien verbreiten, beschreibt eine internationale Forschergruppe um Wissenschaftler des Universitätsklinikums Freiburg in einer kürzlich erschienenen Studie. Demnach leisten Krankenhäuser und die Verlegung von Patienten den entscheidenden Beitrag zur Verbreitung der Erreger. Die Verbreitungswege extrem resistenter Bakterien ließen sich anhand detaillierter genetischer Analysen nachvollziehen. Sechs Monate lang wurden in 455 Krankenhäusern in 36 europäischen Ländern Proben gesammelt. Auf Grundlage dieser repräsentativen Erreger-Stichprobe sequenzierten die Forscher die gesamte genetische Information von fast 2.000 Bakterien der Spezies Klebsiella pneumoniae. „Die genetischen Unterschiede zwischen extrem resistenten Isolaten nahmen zu, je größer die Entfernung zwischen den Krankenhäusern war“, sagt Prof. Dr. Hajo Grundmann, Leiter des Instituts für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg. Hingegen stammte die Mehrzahl der genetisch ähnlichsten Isolate von Patienten, die innerhalb des Beobachtungszeitraums im selben Krankenhaus behandelt wurden. „Unsere Beobachtungen sprechen dafür, dass sich extrem resistente Bakterien vor allem innerhalb einzelner Krankenhäuser sowie bei der Verlegung von Patienten zwischen geografisch naheliegenden Krankenhäusern verbreiten“, erläutert Grundmann. Über Landesgrenzen hinweg verbreiten sich die Erreger hingegen nur sporadisch. Dennoch hatten einzelne internationale Übertragungen landesweite Ausbrüche zur Folge. „Es ist extrem wichtig, Patienten bei der Aufnahme nach früheren Krankenhausaufenthalten im In- und Ausland zu fragen“, hält Grundmann fest. Mit solchen Befragungen können Risikopatienten erfasst, frühzeitig diagnostiziert und nötigenfalls isoliert werden, um einer Weiterverbreitung von Erregern vorzubeugen. Die Befragung wird als unabdingbarer Teil der klinischen und hygienisch guten Praxis ausdrücklich vom Robert Koch-Institut empfohlen.

Quelle: Pressemitteilung des Uniklinikums Freiburg „Bakterien mit extrem hoher Antibiotikaresistenz verbreiten sich über Krankenhäuser“. 30.07.2019

Einige Daten wiesen in jüngster Zeit darauf hin, dass Kaffee möglicherweise vor Krebs schützen kann. Nach einer großen r...
31/07/2019

Einige Daten wiesen in jüngster Zeit darauf hin, dass Kaffee möglicherweise vor Krebs schützen kann. Nach einer großen randomisierten Studie mit den Daten von mehr als 300.000 Menschen scheint das leider doch nicht der Fall zu sein – erhöht wird das Risiko durch den Kaffeegenuss aber auch nicht. Kaffee enthält eine Mischung verschiedener bioaktiver Inhaltsstoffe, von denen einige wie Koffein und Kahweol in Tierversuchen Antitumorwirkungen gezeigt haben. Eine Verminderung des Krebsrisikos wurde aber bei Menschen bisher nicht überzeugend belegt. Britische Wissenschaftler nutzten jetzt Daten einer Kohorte, um den Einfluss des Kaffeekonsums (bzw. der genetischen Disposition für die Kaffee-Vorliebe) zu untersuchen. Sie verglichen Kaffeekonsum und Genetik von 46.000 Patienten mit gesicherter Krebserkrankung (davon 7.000 an Krebs Verstorbene) mit 270.000 Individuen ohne Krebsdiagnose. Das Ergebnis: Es konnte kein Zusammenhang zwischen der Menge des konsumierten Kaffees und speziellen Krebserkrankungen festgestellt werden. Das gleiche galt für die Krebstodesfälle. Menschen mit hohem Kaffeekonsum hatten ein geringfügig geringeres Risiko für Darmkrebs – solche mit höherer genetischer Disposition für hohen Kaffeekonsum waren etwas häufiger von Darmkrebs betroffen. Um diesen Zusammenhang weiter zu erforschen, sind noch weitere Studien erforderlich, schreiben die Autoren. Das Fazit der Wissenschaftler schon heute: Die Veränderung des Kaffeekonsums ist keine geeignete Strategie zur Krebsprävention.

Quelle: Jue-Sheng Ong et al. Association between coffee consumption and overall risk of being diagnosed with or dying from cancer among >300 000 UK Biobank participants in a large-scale Mendelian randomization study; International Journal of Epidemiology 2019; dyz144.

Anhänger der Paleo-Diät ernähren sich wie die Jäger und Sammler der Altsteinzeit. Dies soll gesund halten und für unsere...
29/07/2019

Anhänger der Paleo-Diät ernähren sich wie die Jäger und Sammler der Altsteinzeit. Dies soll gesund halten und für unseren Verdauungstrakt besser verträglich sein. Eine aktuelle Studie deckt jedoch Risiken einer solchen naturbelassenen Ernährungsweise auf. Bei der Paleo-Diät sind Lebensmittel erlaubt, die einer Ernährungsweise zu Zeiten des Paläolithikums entsprechen. Es darf also zu Gemüse, Obst, Nüssen und Samen, Fleisch, Fisch, Geflügel und Eiern gegriffen werden. Nicht erlaubt sind unter anderem Zucker, Getreide, Hülsenfrüchte, Milchprodukte und raffinierte Öle und Fette. Verfechter der Paleo-Diät führen an, dass sich die genetischen Voraussetzungen des menschlichen Stoffwechsels an diese frühere Ernährungsweise angepasst habe und nicht mit dem Wechsel hin zu unserer heutigen Ernährung vereinbar sei. In einer neuen Studie haben australische Forscher nun die möglichen Folgen des hohen Fleischkonsums bei einer Paleo-Diät untersucht. Im Fokus der Untersuchung steht die nach der Verdauung von Fleisch gebildete Substanz Trimethylaminoxid (TMAO). In epidemiologischen Studien wurde im Blut von Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhte TMAO-Konzentrationen nachgewiesen. Um die Konzentrationen des TMAO-Serums im Blut zu vergleichen, untersuchten die Forscher 44 Personen, die sich einer Paleo-Diät unterzogen. Die Hälfte der Probanden führte eine strikte Diät durch, die andere Gruppe nahm am Tag mehr als eine Portion Getreide- oder Milchprodukte zu sich. Ergänzend wurde eine Kontrollgruppe von 46 Teilnehmern, die keine Diät abhielten, untersucht. Die höchste TMAO-Konzentration wies die Gruppe auf, die eine strikte Diät nach dem Paleo-Prinzip durchführte, gefolgt von der Pseudodiätgruppe. Die Kontrollgruppe ohne Diät hatte die geringste TMAO-Konzentration im Blut. Ob die Diätanhänger nun tatsächlich einem erhöhten kardiovaskulären Risiko unterliegen, wird sich jedoch erst Jahre später zeigen.

Quelle: Genoni A et al. Long-term Paleolithic diet is associated with lower resistant starch intake, different gut microbiota composition and increased serum TMAO concentrations. European Journal of Nutrition 2019.

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