16/01/2026
Impfungen sind Meilensteine der Medizin: Die WHO und andere Gesundheitsorganisationen gehen davon aus, dass Impfungen seit dem 19. Jahrhundert hunderte Millionen von Leben gerettet haben. Ein schönes Beispiel ist die Pocken-Impfung: Früher starben jährlich Millionen Menschen an den Pocken. Dank der Impfung gelten sie seit 1980 als ausgerottet.
Aber wie funktionieren Impfungen eigentlich? Wie sieht das insbesondere bei der Grippeimpfung aus? Das beantwortet PD Dr. Björn-Erik Ole Jensen, Oberarzt und Leiter unserer speziellen Infektiologie in diesem Reel.
Wussten Sie eigentlich, woher der Name „Impfung“ kommt? Das leitet sich tatsächlich aus der Botanik ab! Bei Obstbäumen bezeichnete „impfen“ das Einsetzen eines Zweigs (Reis) in eine andere Pflanze, damit sie widerstandsfähiger oder ertragreicher wird. Heute sagen wir dazu in der Regel „aufpfropfen“. 😊
Und noch ein kleiner Fun Fact: Im Fachtext sprechen wir nicht von „Impfung“, sondern von „Vakzination“. Die meisten europäischen Sprachen nutzen eine Variation davon: Englisch: vaccination, Französisch: vaccination, Spanisch: vacunación, Italienisch: Vaccinazione etc. Das Wort stammt von „vacca“, was auf Lateinisch „Kuh“ bedeutet. Warum aber Kuh?? Das geht zurück auf den Engländer Edward Jenner, der im Jahr 1796 die erste erfolgreiche Impfung gegen Pocken entwickelte. Er nutzte das verwandte, harmlose Kuhpockenvirus, um Menschen vor den tödlichen echten Pocken zu schützen – und nannte den Vorgang dann daher „vaccination“ – also sinngemäß „Kuhpocken-Impfung“. Haben Sie das gewusst?
Der Beitrag ist Teil einer Informationsreihe zum Schutz vor Infektionen in der kalten Jahreszeit.
Die Infokampagne ist eine gemeinsame Initiative des Universitätsklinikums Düsseldorf, des Gesundheitsamt Düsseldorf sowie des Centre for Health and Society (chs) der Universitätsmedizin Düsseldorf. Vielen lieben Dank an Lina Janssen vom Institut für die Konzeption und Durchführung des Projekts!