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Schwindel = automatisch Innenohr?  Nicht unbedingt.  Die Halswirbelsäule kann bei manchen Menschen eine relevante Rolle ...
08/05/2026

Schwindel = automatisch Innenohr?
Nicht unbedingt.

Die Halswirbelsäule kann bei manchen Menschen eine relevante Rolle spielen. Man spricht dann von „cervicogenem Schwindel“.

Die Forschung zeigt:
Das Zusammenspiel aus Halswirbelsäule, Augen und Gleichgewichtssystem beeinflusst unsere Orientierung im Raum. Werden aus der HWS fehlerhafte Informationen verarbeitet, kann das zu Schwindelgefühlen führen.

Wichtig:
Nicht jeder Schwindel kommt aus der HWS.
Starke oder plötzlich auftretende Symptome sollten immer medizinisch abgeklärt werden.

Physiotherapie kann helfen, wenn die HWS ein relevanter Faktor ist z. B. durch:
• aktive Übungen
• Verbesserung der HWS-Kontrolle
• Gleichgewichts- und Koordinationstraining
• Belastungssteuerung

Good to Know: viele Menschen mit Migräne haben gleichzeitig Nackenschmerzen oder Beschwerden der HWS. Studien zeigen sog...
07/05/2026

Good to Know: viele Menschen mit Migräne haben gleichzeitig Nackenschmerzen oder Beschwerden der HWS. Studien zeigen sogar, dass Nackenschmerzen häufig schon VOR der eigentlichen Attacke auftreten können.

Das bedeutet aber nicht automatisch, dass die Migräne „von der HWS kommt“. Migräne ist eine komplexe neurologische Erkrankung mit vielen möglichen Einflussfaktoren:
Stress, Schlaf, Hormone, Reizüberflutung, genetische Faktoren und bei manchen Menschen eben auch Beschwerden aus der HWS.

Warum die HWS relevant sein kann:
Die oberen Halsnerven und das Migränesystem sind neurologisch miteinander verbunden (Trigeminocervikaler Komplex). Deshalb können Schmerzen oder Spannungen im Nacken Migräne verstärken oder triggern.

Wichtig ist deshalb ein differenzierter Blick statt einfacher Erklärungen wie:
„Der Atlas ist schuld“ oder „nur eine Blockade“.

Evidenzbasierte Therapie bedeutet:
U.a. Trigger verstehen
Nervensystem beruhigen
Belastbarkeit verbessern
Bewegung statt Schonung
HWS mitbehandeln, wenn sie relevant ist 💡

07/05/2026

Diese Patientin hat viel zu lange mit ihren Beschwerden gewartet. Wieso das problematisch sein kann?
Je länger Schmerzen bestehen, desto höher ist das Risiko für Sensitivierung, eingeschränkte Belastbarkeit und chronische Beschwerden.

Migräne ist multifaktoriell. Schlaf, Stress, Hormone, Ernährung und neurologische Faktoren spielen eine Rolle.
Aber: Auch die HWS kann bei manchen Menschen ein Trigger oder Verstärker sein.

P.S.: Warte nicht zu lange mit deinen Schmerzen.

„Setz dich gerade hin, sonst bekommst du Rückenschmerzen.“Hast du den Satz auch schon mal gehört? 🤭Und da liegt das Prob...
05/05/2026

„Setz dich gerade hin, sonst bekommst du Rückenschmerzen.“
Hast du den Satz auch schon mal gehört? 🤭

Und da liegt das Problem.
Es gibt schlichtweg keine perfekte Haltung,
die dich automatisch vor Schmerzen schützt.
Und ja, das ist nicht nur unsere Meinung.
Denn Studien zeigen, dass es keinen klaren Zusammenhang zwischen „schlechter Haltung“ und Rückenschmerzen gibt.

Was deutlich relevanter ist:
👉 Bewegungsmangel
👉 lange statische Positionen
👉 geringe Belastungstoleranz

Dein Körper ist durchaus anpassungsfähig.
Aber er braucht Variation, nicht Perfektion.

Das heißt:
Es ist nicht schlimm, wenn du „krumm“ sitzt.
Problematisch wird’s nur, wenn du stundenlang in EINER Position bleibst.

Und genau darüber sprechen wir viel zu wenig.
Wir reden über Haltung. Aber nicht über das, was wirklich zählt: Bewegung und verschiedene Belastungen im Alltag.

Also vielleicht nicht die wichtigste Frage:
„Sitze ich mit meinem Rücken gerade genug?“

Sondern eher:
„Bewege ich mich genug?“

Denn der Rücken ist dafür gemacht, sich zu bewegen.

PS: Wenn du den ganzen Tag sitzt:
steh zwischendurch auf. beweg dich. wechsel Positionen.

04/05/2026

„Ich bin einfach mit einem steifen Nacken aufgewacht…“

Das hören wir so oft. Und nein du hast dir da nichts „verrenkt“ oder „blockiert“.

Was meistens wirklich dahinter steckt:
Dein Nervensystem hat die Muskulatur über Nacht „hochgefahren“ oft durch Stress, schlechte Schlafposition oder ungewohnte Belastung. Das Ergebnis: erhöhte Spannung und eingeschränkte Beweglichkeit am Morgen

Typisch betroffen sind vor allem:
* Trapezius muscle (Nacken/Schulter)
* Levator scapulae (zieht vom Schulterblatt zum Hals)
* Splenius capitis (tiefer Nackenmuskel, oft bei Kopfschmerz beteiligt)

Warum das so unangenehm ist:
Diese Muskeln reagieren empfindlich auf Inaktivität + Daueranspannung, dann machen sie dicht.

Was helfen kann:
*leichte Bewegung statt Schonhaltung
*sanfte Rotation/Neigung (im schmerzarmen Bereich)
*Alltag normal weiterführen, soweit möglich

30/04/2026

Dein Rücken ist nicht „blockiert“

Da ist kein Wirbel rausgesprungen und nichts, was man „zurückdrücken“ muss 🤝

Das Gefühl von Blockade entsteht, wenn dein Körper in eine Art Schutzmodus geht: Muskeln spannen an, Bewegungen fühlen sich eingeschränkt an und es kann ziehen oder stechen

Das wirkt wie „fest“, ist aber kein mechanisches Problem, sondern ein veränderbarer Zustand ☑️

Früher hat man geglaubt, Wirbel wären verschoben (Subluxationsmodell) dafür gibt es heute keine belastbare wissenschaftliche Grundlage ‼️

Entscheidend ist nicht, etwas „einzurenken“, sondern deinem Körper wieder Bewegung, Sicherheit zu geben und Therapeuten die dich aufklären !

30/04/2026

Wer ist häufig betroffen?
– Menschen mit viel sitzender Tätigkeit (z. B. Büro, Studium)
– Personen mit einseitigen Belastungen (Handwerk, Pflege, Sportarten wie Tennis/Krafttraining)
– Menschen mit hoher Stressbelastung (erhöhte Muskelspannung)

Was steckt meistens dahinter?
– Myofasziale Schmerzen (Triggerpunkte, erhöhte Spannung)
– Bewegungsmangel + monotone Haltung
– Selten: strukturelle Schäden

Viele Menschen bekommen gesagt, ihr Becken sei „blockiert“ oder „schief“ – dafür gibt es wissenschaftlich aber keine ver...
29/04/2026

Viele Menschen bekommen gesagt, ihr Becken sei „blockiert“ oder „schief“ – dafür gibt es wissenschaftlich aber keine verlässlichen Belege.
Das ISG bewegt sich nur minimal und kann nicht einfach „rausspringen“ oder mechanisch blockieren, wie oft behauptet wird.
Was sich wie eine Blockade anfühlt, ist in den meisten Fällen eine Mischung aus Muskelspannung, Schutzreaktionen und gereiztem Gewebe.
Schmerz entsteht fast immer durch mehrere Faktoren wie Belastung, Stress, Schlaf oder Bewegungsmangel – nicht durch ein paar Millimeter „Schiefstand“.
Die gute Nachricht: Mit gezielter Bewegung und sinnvoll gesteuerter Belastung lässt sich das System wieder beruhigen und belastbarer machen.

29/04/2026

Manchmal sind es genau diese Momente, die bei uns hängen bleben. Nicht, weil da jemand einfach sagt „mir geht’s besser“, sondern weil man zwischen den Zeilen merkt, wie viel davor passiert ist, wie lange sich Dinge gezogen haben, wie viel Frust, Unsicherheit und dieses Gefühl von „irgendwas stimmt nicht, aber keiner kann mir wirklich helfen“ dabei war.

Und genau das berührt uns, weil wir wissen, dass Veränderung selten einfach so passiert. Sie kommt nicht von heute auf morgen, sondern Schritt für Schritt, oft mit Rückschlägen, mit Zweifeln und mit Situationen, in denen man am liebsten alles hinschmeißen würde. Wenn dann Rückmeldungen kommen, dass es sich wieder besser anfühlt, dass Bewegung wieder möglich ist oder dass der Alltag leichter wird, dann ist das mehr als nur ein „Erfolg“ für uns.

Das sind die Momente, die uns zeigen, dass das, was wir hier machen, einen echten Unterschied macht. Vielleicht nicht immer perfekt, nicht immer geradlinig, aber ehrlich und nachhaltig. Und genau das ist der Antrieb für unser Team, jeden Tag wieder da voll reinzugehen. Vielen Dank für euer Vertrauen.❤️

28/04/2026

Warum deine Nacken- und Rückenschmerzen nicht einfach „von selbst“ verschwinden:

Schmerz ist oft das Ergebnis eines Systems, das zu wenig oder falsch belastet wird. Wir brechen das nun verständlich runter:

1.Zu wenig Belastung:
Muskeln verlieren Leistungsfähigkeit, Durchblutung sinkt, Gewebe wird empfindlicher.
→ Folge: Schon leichte Reize tun weh.

2. Zu viel oder falsche Belastung:
Dauerhafte Überlastung ohne Anpassung führt zu Reizung und Schutzspannung.
→ Schmerz wird zum Dauerzustand.

3. Der Klassiker…Bewegungsmangel:
Weniger Bewegung = weniger Durchblutung = schlechtere Versorgung der Muskulatur.
→ Heilungsprozesse verlangsamen sich.

Und das Ergebnis besteht darin, dass dein Körper im „Alarmmodus“ Bleibt. Schmerz wird chronisch.

Studien zeigen deutlich, Chronische Rücken- und Nackenschmerzen sind selten strukturelle Probleme, sondern meist ein Belastungs- und Anpassungsproblem.

👉 Die Lösung ist nicht Schonung.
👉 Die Lösung ist gezielte, progressive Belastung.

27/04/2026

Warum Schonung bei einem Bandscheibenvorfall gar nicht so gut ist:

Schonung bei einem Bandscheibenvorfall verlangsamt nachweislich die Heilung, weil Belastung notwendig ist, um Gewebe anzupassen und die Schmerzverarbeitung zu normalisieren.
Gezielte, dosierte Bewegung führt in Studien schneller zu weniger Schmerz und besserer Funktion als passives Verhalten oder Bettruhe.

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