14/01/2019
Ich habe gerade einen spannenden Artikel über Veränderungsblindheit (Spiegel, 2005) gefunden, wie blind wir selbst manchmal über unsere eigene positive Entwicklung sind:
Manchmal durchlaufen wir starke Veränderungen und machen Fortschritte auf einem oder mehreren Gebieten, doch unser Nervensystem gaukelt uns vor, wir hätten gar keine Fortschritte gemacht. !!!!
Diese "Veränderungsblindheit" sorgt dann auch dafür, dass wir uns wieder entmutigen lassen, besonders wenn wir von außen anscheinend keine Zustimmung, kein Lob, keine Wertschätzung bekommen. Der Trick ist also zu wissen, dass wir manchmal nur einfach blind für die Zustimmung, das Lob die Wertschätzung sind, die wir uns wünschen.
Wir können aber lernen, uns dafür zu öffnen, indem wir achtsam unsere eigenen Filtermechanismen beobachten. Wenn Du Dir also das nächste mal sagst: „Das war daneben“, „das hat ja überhaupt nicht geklappt“, „was für eine Pleite“ oder „das hat ja eh keinen Sinn“, halte kurz inne und beobachte die innere Stimme oder den Gedanken, der Dir da jeden Mut nimmt.
Und nimm ihn als das wahr: Ein Gedanke, der mutlos macht. Und schon bist Du diesem Gedanken nicht mehr machtlos ausgeliefert. Du kannst den Gedanken bewusst festhalten, und dann bemerken, dass da Raum entsteht für neue Gedanken, neue Ideen und Erkenntnisse in Bezug auf die Situation, um die es gerade geht.
Und ganz besonders das Gefühl wird sich verändern. Mit der Zeit wirst Du eine ganz neue Einstellung zu der Situation an den Tag legen, sie meistern und schließlich als Gewinn abspeichern.
Das mag ein Prozess sein, der mit manchem Situationen etwas dauert. Doch je mehr Du Dich darin übst, Deiner eigenen Veränderungsblindheit achtsam zu begegnen, desto einfach und schneller wirst Du neue Einstellungen auch für schwierige Situationen finden und schließlich bemerken, dass sich Deine Einstellung zum Leben insgesamt positiv verändert hat.