27/04/2018
HILFE BEI EINEM BANDSCHEIBENVORFALL
Ein heftiger Schmerz im Rücken, der in die Glieder ausstrahlt. Vielleicht auch nur ein Taubheitsgefühl in den Beinen, Beschwerden beim Bücken und Sitzen. Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich, Taubheitsgefühl in Armen und Fingern – viele Symptome, die auf eine Ursache hinweisen können:
Bandscheibenvorfall!
Die wahre Ursache kann ein Chiropraktor feststellen und dann behandeln. Die Bandscheiben wirken als Stoßdämpfer und Gelenkverbindung zwischen den Wirbelkörpern. Bei jedem Schritt federn sie den Stoß ab, der durch das Auftreten entsteht, viele tausend Male am Tag. Wenn wir heben, uns abstützen oder bücken, werden die Bandscheiben belastet, meist ohne schmerzhafte Folgen. Dann aber kann es geschehen:
Der Faserknorpelring um die Bandscheibe reißt, der halbflüssige Gallertkern wird nach außen gequetscht und drückt auf einen Nervenstrang. Jetzt tut es richtig weh, abhängig davon, welcher der 23 Bandscheiben betroffen ist.
Im Lendenwirbelbereich sind es schon bei leichten Bewegungen meist heftige Kreuzschmerzen, vergleichbar dem Ischiasschmerz im hinteren Oberschenkel, der in die Wade bis hin zur Ferse und großen Zeh ausstrahlen kann. Ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl ist ebenso möglich. Der Betroffene kann nicht mehr schmerzfrei sitzen oder sich bücken.
Ist eine Bandscheibe der Halswirbelsäule betroffen, entstehen Kopfschmerzen, Beschwerden in Schulter und Armen oder Kribbeln und Taubheitsgefühl, die in Arme und Finger ausstrahlen können.
Die Behandlung erfolgt in mehreren Stufen. Zuerst wird der Druck des Gallertkerns auf die Nerven gemindert. Diese entzünden sich oft durch die Reizung. Hier hilft ein in ein Handtuch eingewickelter Eisbeutel.
Alle zwei Stunden für rund zehn Minuten auf die schmerzende Stelle aufgelegt, kann Linderung verschaffen. Wärme könnte den Schmerz verstärken.
Danach wird der Chiropraktor die Gelenke und Muskeln wieder funktionsfähig machen. Ein stabiles und ausbalanciertes System tiefer und oberflächlicher Muskulatur stützen die Wirbelsäule und entlasten die Bandscheiben. Diese Muskeln müssen ausgewogen trainiert werden.
In einer dritten Behandlungsrunde übt der Patient, unter Anleitung, die richtigen Bewegungsabläufe beim Gehen, Bücken und Heben.
Muskel- und Ausdauertraining soll spätere Bandscheibenschäden vermeiden helfen.
Nach sechs bis acht Wochen kann mit ersten Ergebnissen gerechnet werden. Ein erfolgreiches Training dauert in der Regel drei bis vier Monate.
Dann gehört das schmerzhafte Erlebnis des Bandscheibenvorfalles hoffentlich der Vergangenheit an.
Ihr Doktor Christian T. Hansen DC, USA und Shinto Team