10/10/2025
Nachlese zum Frühjahrseinsatz
Im April wurde das 36. Camp durch Reverend Mother Yasinta, Geofrey Ndunguru und Marcus Strotkötter inhaltlich, materiell und organisatorisch vorbereitet. Insgesamt hatten sich aus einem Umkreis von 1.000 km 120 Patienten registrieren lassen.
Im Mai haben wir unseren Frühjahrseinsatz unter der chirurgischen Leitung von Dr. Anke Meyer, Chefärztin Endokrine Chirurgie FEBS of Neck Endocrine Surgery, Helios Klinikum Wuppertal und der anästhesiologischen Leitung von Dr. Ulrike Seeliger-Ollmann und Daniel Thüring sowie dem Joint Operations Team mit Dr. Yusuf Magaka, Marcus Strotkötter, Geofrey Ndunguru, Eva Spieler, Antje Gädke, Alphonce Katunka, Dr. Stephan Koch, Dr. Inga Koch, Dr. Agrippi, Dr. Avelina, Samuel, Elizabeth, Thomas, Ahazi, Kevin, Stephano , Alcado, Dr. Inga Koch, Dr. Betrice Sperotto, Dr. Elizeo, Mary, Doris, Monika und Weaponile durchgeführt. Das Team arbeitete hochmotiviert mit großer Performance, Empathie, Einfühlungsvermögen und sehr gutem Ergebnis.
Insgesamt konnten wir 108 von 120 angemeldeten Patienten sichten und 75 Patienten (große Schilddrüsen-OP, große Lipome, frische Verbrennungen, großflächige Wunden und einige Frakturen) behandeln. Hinzu kamen 112 Verbandswechsel und 150 Physio-Anwendungen postoperativ. Beachtlich war wieder einmal der Einsatz des Teams unter erschwerten Bedingungen (1.840 m Höhe, an 2 OP-Tischen parallel, ständig 15 Personen im Op-Saal, täglich zwischen 11 und 13 Stunden hochkonzentriert am Tisch zu stehen, große Selbstdisziplin, Stromausfälle, Wasserknappheit, permanent Patienten mit frischen Verletzungen nach Unfällen). Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden.
Bisher konnten wir seit 2010 3643 Patienten operieren und ihnen eine neue Lebensqualität mit auf den Weg geben. Patientinnen und Patienten dankten es mit Lächeln und mit einem leisen Asante Sana.
Silas Jelos, Samaje Felicien und Eva Spieler, die auch wöchentliche Sprechstunden abhält, unsere Physiotherapeuten, mobilisierten die Patienten und setzten mit einem Workshop für Prothesen neuerlich einen besonderen Stempel auf die Reputation des Krankenhauses. Hervorzuheben sind unsere Anstrengungen für Kinder und Erwachsene, die durch Amputationen Gliedmaßen verloren haben. Mit insgesamt 64 Hand-, Arm, Fuß- und Beinprothesen, die wir in den letzten 4 Jahren komplett finanziert haben, konnten wir für die Patienten völlig neue Perspektiven schaffen. Tanish, unser Hersteller der Prothesen, haben wir einen Partner, der die notwendige Herstellungsunterstützung bietet.
Unsere Hebammen Anke Arnold und Zohra Schardt konnten sich erstmals in der neuen Maternity intensiv einbringen. Im Einsatzzeitraum begleiten sie 90 schwangere Frauen vor und während der Geburt. Bisher standen 15 Betten zur Verfügung. In der neuen Maternity konnte die Kapazität verdreifacht werden. In der Region Rukwa ist diese Geburtsstation ein besonderes Aushängeschild.
Zum 3. Male entsandte die Fa. BuilTech mit Bathuan Caliskan und Alexander Möller 2 hervorragende Techniker, die sich um die gesamte Haustechnik des Krankenhauses zusammen mit Raphael und Godefrey kümmerten. Das Projekt "Auf der Walz 4.0" war für die die Ausgewählten eine besondere Herausforderung und Motivation. In einem schwierigen Umfeld (unbekannte Geräte, begrenzte Ersatzteile, andere klimatische Verhältnisse) stand die Improvisation im Vordergrund.
Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz: Das Management des Krankenhauses hat darum gebeten, im Oktober/November 2025 den nächsten Einsatz vorzusehen. Dann wird der Schwerpunkt auf traumatologischen Operationen liegen. Dazu laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.