02/04/2026
Heute möchte ich etwas Persönliches und Wichtiges mit euch teilen, denn neben den wunderschönen Seiten unserer Arbeit gibt es auch diese:
Im Jahr 2023 wurden wir als Team unserer logopädischen Praxis mit einer belastenden Situation konfrontiert: Über Instagram, sowie WhatsApp erhielten wir wiederholt pornografische und übergriffige Inhalte von einer unbekannten Person, welche vorgab Angehöriger eines Kindes zu sein. Besonders eine Kollegin war davon stark betroffen. Wir haben uns damals bewusst entschieden, Anzeige zu erstatten – nicht nur für uns, sondern auch, weil wir der Meinung sind, dass solche Grenzüberschreitungen nicht stillschweigend hingenommen werden dürfen.
Nun, nach über zwei Jahren, wurde das Verfahren von der Staatsanwaltschaft eingestellt, da die verantwortliche Person nicht ermittelt werden konnte.
Diese Entscheidung ist für uns enttäuschend, auch wenn wir die rechtlichen Grenzen verstehen. Was bleibt, ist das Gefühl, mit solchen Erfahrungen nicht vollständig gesehen zu werden – und die Erkenntnis, wie verletzlich man selbst in einem beruflichen Kontext im digitalen Raum sein kann.
Als Frauenteam möchten wir an dieser Stelle auch sagen: Solche Vorfälle sind keine Einzelfälle. Sie betreffen viele – und sie hinterlassen Spuren. Umso wichtiger ist es, darüber zu sprechen, sich gegenseitig zu stärken und klare Grenzen zu setzen.
Wir stehen weiterhin für einen respektvollen, sicheren Umgang – online wie offline.
Und wir möchten alle ermutigen: Nehmt solche Erfahrungen ernst. Holt euch Unterstützung. Ihr seid damit nicht allein.
Ich werde jedes respektlose, sexualisierte oder missbräuchliche Verhalten jederzeit wieder anzeigen. Die Scham wird immer die Seite wechseln!
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