13/04/2026
Sabine sitzt am Sonntagabend am Küchentisch. Vor ihr eine Liste: Pflegegrad beantragen, Arzttermin koordinieren, Pflegedienst anfragen, Mutter anrufen. Und immer wieder: Bruder informieren.
Der Bruder wohnt zwei Stunden entfernt. Er ruft an, wenn er Zeit hat. Er macht Vorschläge. Und wenn Sabine ihn bittet zu kommen, klingt die Antwort nach Absage und riecht nach Entschuldigung.
Sabine ist nicht wütend – oder doch, ein bisschen. Eigentlich ist sie vor allem erschöpft.
Diese Szene ist keine Ausnahme. Sie ist ein Muster, das sich in vielen Familien wiederholt. Und es steckt fast nie Böswilligkeit dahinter – sondern etwas, das tiefer sitzt: alte Rollen, die wieder aufleben. Erwartungen, die nie ausgesprochen wurden. Und Schmerz auf beiden Seiten, der sich unterschiedlich äußert.
In meinem neuen Blogartikel schaue ich genauer hin: Warum entstehen Geschwisterkonflikte in der Pflege so zuverlässig – und was ist in solchen Situationen noch möglich?
Ich schreibe über die Muster, die immer wieder auftauchen. Über das, was systemisch dahintersteckt. Und über konkrete erste Schritte – bevor alles in Vorwürfen endet.
Wenn Sie das kennen – aus eigenem Erleben oder aus dem Umfeld – könnte der Artikel Einordnung geben.
Den Link finden Sie in den Kommentaren.