27/02/2026
| EXKURSION ZU EINEM DUNKLEN KAPITEL DER DDR-GESCHICHTE: ASB-FREIWILLIGE BESUCHTEN DEN JUGENDWERKHOF TORGAU
„Ich bin Torgauer, aber ich war noch nie in der Gedenkstätte. Ich bin gespannt, was wir hier erfahren werden“, sagte unser BFDler Martin auf dem Weg zur Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau. Zusammen mit 16 anderen Freiwilligen besuchte er in dieser Woche einen Ort, der die dunklen Seiten der DDR-Geschichte zeigt.
📌 In der Gedenkstätte erhielten die Freiwilligen einen Einblick in die Geschichte des Geschlossenen Jugendwerkhofs, der von 1964 bis 1989 als Einrichtung zur „Umerziehung“ Jugendlicher diente. In einem Vortrag und in der Ausstellung erfuhren sie, wie 14- bis 18-Jährige, Mädchen und Jungen, oft wegen „Verhaltensauffälligkeiten“, „Disziplinlosigkeit“ oder „schwieriger sozialer Verhältnisse“ eingewiesen wurden und was das für ihr Leben bedeutete.
👥 Ein besonders eindrucksvolles Erlebnis war das Zeitzeugengespräch mit Jana Mendes Bogas, die in den 1980er Jahren selbst im Jugendwerkhof war. Sie erzählte: „Hier herrschte psychischer Druck rund um die Uhr. Gewalt untereinander und vom Personal hat stattgefunden. Diese Gespräche sind mein Weg der Aufarbeitung dessen, was ich hier erleben musste.“
🎯 Für viele Freiwillige war es ein nachdenklich stimmender Tag, der ihnen nicht nur mehr über die Geschichte des Jugendwerkhofs vermittelte, sondern auch zeigte, wie wichtig es ist, sich mit solchen dunklen Kapiteln auseinanderzusetzen.
🔗 Infos zur Gedenkstätte findet ihr hier: www.jugendwerkhof-torgau.de
ASB Kreisverband Torgau-Oschatz e.V.