13/02/2026
Stress bei Kindern ist selten Überforderung.
Stress bei Kindern ist fast immer Angst – und oft nicht ihre eigene.
Gerade rund um Zeugnisse (Prüfungen) sprechen wir über Lernstress, Leistungsdruck und Entlastung. Doch das greift zu kurz.
📌 Kinder übernehmen unsere Unsicherheit.
Wenn wir im Alltag unter Stress stehen – biologisch:
unter Angst – geben wir diese Angst weiter.
Nicht bewusst. Sondern über Reaktionsmuster.
⚡ Über Tonfall.
⚡ Über suggestive Fragen.
⚡ Über Bewertungen, Pausen, Blicke, Sorge
❌ „Oh Gott, das ist jetzt aber wichtig.“
❌ „Schaffst du das?“
❌ „Ich weiß nicht, ob das reicht.“
Das sind keine neutralen Sätze. Das sind Reize, auf die das kindliche Nervensystem (und jeder von uns) reagiert.
👉 Genau hier entsteht Stress.
Nicht durch Schule (Arbeit).
Nicht durch Lernen (Aufgaben).
Sondern durch falsch verknüpfte Reiz-Reaktionsmuster.
In meinem Buch „Der Körper denkt – und du handelst“ (Arbeitstitel)
zeige ich, wie wir biologisch reagieren, bevor wir denken – und wie wir häufig Ursachen und Wirkungen verwechseln:
"Wir halten die Aufgabe für das Problem,
obwohl die Angst - vor dem Start - die eigentliche Reaktion ist."
Diese Muster geben wir weiter.
⚡ Unbewusst. ➡️ und wirksam.
👉 Die Lösung liegt deshalb nicht bei den Kindern.
👉 Die Lösung liegt bei uns.
Kinder brauchen Erwachsene, die Sicherheit vorleben – nicht erklären.
Die ihre Grenzen kennen.
Die Situationen verlassen oder bewusst verändern, die dauerhaft Angst erzeugen. Die ihr Umfeld so gestalten, dass Stabilität möglich ist.
Wenn wir mit unserem Leben nicht klarkommen – aus welchem Grund auch immer – entsteht Angst und Stress und beides wird weitergegeben.
⚡ Über Sprache.
⚡ Über Haltung.
⚡ Über Reaktionen.
Kinder sind nicht das Problem.
Nicht die Schule.
Nicht das Lernen.
Wir sind es – wenn wir falsche Reiz-Reaktionsmuster vorleben.
Fordern ist wichtig. ➡️ Aber fordern ohne Angst.
Nicht: „Du musst, sonst …“
Sondern: „Du kannst wachsen – und du bist sicher.“
Stress entsteht nicht durch Anforderungen. Stress entsteht durch Angst.
Außer einer Angst sind alle anderen Ängste erlernt und weitergegeben – von uns.
Vielleicht ist Zeugniszeit kein Anlass für mehr Druck, sondern für mehr Klarheit über unsere eigenen Muster.
Wie gehen Sie mit den Prüfungsergebnissen ihrer Kinder um?