04/03/2026
💊 Polypharmazie im Alter – genau hinschauen lohnt sich!
In der oberen Medikationsschachtel seht ihr die Tabletten, die unsere Patientin täglich eingenommen hat.
In der unteren Schachtel befinden sich die Medikamente, die ich tatsächlich verordnet habe.
Und ja – diese beiden Boxen waren nicht identisch.
Gerade bei älteren Patient:innen ist Polypharmazie (die gleichzeitige Einnahme vieler verschiedener Medikamente) ein riesiges Thema. Kleine Änderungen, alte Verordnungen, Krankenhausentlassungen oder gut gemeinte Ratschläge führen schnell dazu, dass Tabletten weitergenommen werden, die längst abgesetzt wurden – oder neue gar nicht richtig ankommen.
Das kann bedeuten:
⚠️ Doppelverordnungen
⚠️ Wechselwirkungen
⚠️ unnötige Nebenwirkungen
⚠️ erhöhte Sturzgefahr
⚠️ vermeidbare Krankenhausaufenthalte
👉 Deshalb mein Appell:
Schaut auch bei euren Angehörigen regelmäßig nach, ob Medikationsplan und tatsächliche Einnahme übereinstimmen. Ein kurzer Blick in Tablettendosen, Blister und Schrank kann viel verhindern.
In unserem Team unterstützt uns dabei eine Mitarbeiterin als VERAH – das steht für Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis. Sie führt eigenständig Hausbesuche durch und achtet dabei akribisch auf genau solche Dinge:
Sie geht gemeinsam mit den Patient:innen die Medikamentenschränke durch, prüft Tablettendosen, vergleicht Pläne und schafft Klarheit. 🏠✨
Diese strukturierte Kontrolle ist kein „Misstrauen“, sondern gelebte Patientensicherheit.
Polypharmazie braucht Aufmerksamkeit, Teamarbeit und Kommunikation – zwischen Ärzt:innen, Praxisteam, Patient:innen und Angehörigen.
Lasst uns gemeinsam genauer hinschaue💙
:::Wenn du möchtest, kann ich dir auch eine etwas provokantere oder emotionalere Variante formulieren – je nachdem, wie dein Instagram-Auftritt sonst gestaltet ist.