12/04/2026
Der einzige Ort, an dem ich wirklich abschalten kann, aber ich meine wirklich komplett abschalten, ist mein Dorf.
Wenn ich hier ankomme, bleibt die Zeit stehen. Es gibt nichts zu tun. Ich bleibe den ganzen Tag im Pyjama, und wenn ich so auf die Straße gehe, ist das völlig egal. Ich schminke mich nicht, ich mache mir nicht die Haare.
Es ist der Ort, an dem ich wirklich das Gefühl habe, dass ich nichts brauche. Der Ort, zu dem ich immer zurückkehren kann und an dem (noch) alles gleich ist. Der Ort, an den ich wirklich gehore, auch wenn mir dieses Gefühl der Zugehörigkeit manchmal den Impuls gibt, einfach wegzulaufen. Ich weiß nicht, ob es die Traurigkeit ist oder die Angst, das alles zu verlieren.
Zu wissen, dass Menschen nicht für immer da sind ,meine Tanten, Großtanten, meine Eltern... Wenn sie eines Tages nicht mehr da sind, stelle ich mir vor, dass dieses Gefühl verschwinden wird... und das macht mir Angst.
Als ich klein war, hat man mir gesagt, dass ich keine Ärztin werden könnte, weil ich zu sensibel sei. Und ehrlich gesagt hat sich daran nichts geändert. Ich habe die Tränen immer nah,es braucht so wenig, damit ich vor Traurigkeit oder auch vor Freude weine... Allein schon beim Schreiben und daran Denken kommen mir di Tränen.
Aber gut... es gibt keine Liebe ohne Schmerz, keine
Freude ohne Traurigkeit.
Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann, dass meine Kinder eines Tages auch so einen Ort haben.
Einen Ort, an den sie zurückkommen können, wenn das Leben sie überfordert, wo sie fühlen, dass sie immer willkommen sind. Wo sie nichts tun, nichts sagen und nichts mitbringen müssen. Sie dürfen einfach nur sein.
Das ware mein Wunsch... und dank eure Vertrauen habe ich schon ein kleines Stück davon erreicht, weil ich ein kleinen Grundstück neben meinen Eltern kaufen konnte, um genau das zu bauen.
Ich komme jedes Mal mit aufgeladenen Batterien
zurück 🔋❤️
Hast du mich in den Slides als Mädchen gefunden??