06/05/2026
Ärmel hochkrempeln, ran an die Menschen gehen, das heißt dahin, wo wirklich Wirkung erzielt werden kann, schneller sein als die, die falsch informieren, auch ungewöhnliche Allianzen schmieden und kooperieren, kooperieren, kooperieren, das sind die Hausaufgaben, die das Lübecker Stiftungssymposium der Zivilgesellschaft allgemein, der Stiftungslandschaft im Besonderen und der Wissenschaft noch einmal ganz speziell mit auf den Weg gegeben hat.
👉 In Kooperation von , und Deutschem Stiftungszentrum war die Veranstaltung dem Thema „Stiftungen in gesellschaftlicher Verantwortung gewidmet.
💡 In einem ideengeschichtlichen Diskurs, in dem Rupert Graf Strachwitz, elegant vom verfassungsrechtlichen Böckenförde-Diktum über Luhmann und Habermas bis Dahrendorf spazierte, resümierte er: „Zivilgesellschaft ist keine Modeerscheinung. Kein Produkt der sozialen Medien und kein Kampfgericht von Kräften gegen den Staat, sie ist nicht links, nicht woke“, sondern habe, mit dem Soziologen Colin Crouch gesprochen, als vornehmste Aufgabe, als Wächter der Demokratie zu fungieren.
👉 Over to you, Stiftungen! Unter Moderation von Muschda Sherzada diskutierten Prof. Dr. Helge Braun, Uni Lübeck, Birgit Reichel, Possehl Stiftung, Anja Würzberg-Wollermann, NDR, Judith Rahner, Frauenrat, Rupert Graf Strachwitz und Matthias Schmolz, Deutsches Stiftungszentrum.
👉 In Kürze: Schmolz forderte für den Stiftungsbereich mehr Transparenz und Selbstkritik. Während Würzberger für neue Dialogformate plädierte und einen energetischen Appell formulierte, dass es eines „sich ins Gelingen Verliebens“ bedürfe, warnte Rahner vor Entwicklungen wie in den USA, wo gerade massiv Frauenrechte beschnitten würden. Braun erläuterte, wie er auf vor allem auf Wirkung setze. Kein neues Dialogformat, sondern z.B. bildungsfernen Jugendlichen die Idee vom Wert der Wissenschaft vermitteln. Ein Ansatz, den ähnlich Reichel. Demokratie verteidigen? Damit könnten viele gar nichts anfangen. Aber die, denen es schlecht gehe, mal aus ihren Vierteln herauszuholen, ihnen gute Orte und Erlebnisse zu vermitteln, damit könne man oft mehr erreichen als mit einer politischen Diskussion.