26/03/2026
Was wünschen sich geförderte Organisationen von Stiftungen? Die Stiftungsinitiative hat nachgefragt und in einem spannenden Online-Frühstück ihre Fördermonitor 2026 vorgestellt. Darin erstmal die gute Nachricht: Es gibt viel Wertschätzung für Stiftungen aber auch in einigen Bereichen „Luft nach oben“. Was ist gemeint?
👉 Ganz besonders im Fokus stand die bemängelte Fixierung auf innovative Projekte, während funktionierende und erprobte Modelle „verenden“ würden, weil sie niemand in die Fläche trage. Gerade in Zeiten, in denen der Staat ausfalle, um funktionierende Ansätze zu verstetigen und zu skalieren, sollten sich Stiftungen hinterfragen, ob es immer unbedingt neue Ansätze sein müssten.
👉 Aus der Praxis sprechend fügte Ilsabe von Campenhausen für die Organisation wellcome gGmbH hinzu, dass funktionierende Projekte zwar oft als „unsexy“ angesehen würden, gleichzeitig aber wirklich innovative Projekte dann wieder an einer zu hohen Risikoaversion von Stiftungen scheiterten. Dabei seien Stiftungen ja gerade die „freiesten Akteure“, um Experimente umzusetzen.
👉 Fazit hier: Es braucht mehr „mutiges Geld“.
👉 Ein weiterer Schwerpunkt waren alle Fragen um das Thema vertrauensbasierte Förderung. Zu hohe Anforderungen bei der Antragstellung, die oft nicht in Verhältnis zur Fördersumme stehe, fehlende Transparenz bei Förderentscheidungen und zu wenig Flexibilität auf Seiten der Stiftungen wurde kritisiert. Geförderte Organisationen wünschen sich oft mehr Planungssicherheit durch mehrjährige Förderung, mehr Eigenverantwortung und größere Handlungsspielräume.
Den aktuellen Fördermonitor gibt es im Link in den Kommentaren.
👉 Vertrauen hat in vielerlei Hinsicht das Zeug, heimliches Wort des Jahres 2026 zu werden. Die sich verändernde Rolle von Stiftungen in der Gesellschaft ist dabei ein spannender Aspekt, den es weiter zu diskutieren gilt.