03/08/2023
Das Merkelzellkarzinom ist ein sehr aggressiver , an dem in Deutschland jährlich zwischen 800 und 1000 Menschen erkranken.
Mehr als ein Drittel der Patient:innen versterbentrotz leitliniengerechter Therapie an dieser Krebserkrankung, da es häufig zu Rückfällen kommt. Zur Behandlung von Rückfällen oder auch in Fällen, in denen der nicht vollständig entfernt werden kann, werden bereits Immunsystem-stimulierende Antikörper eingesetzt. Um die Therapie beim Merkelzellkarzinom zu optimieren, haben Forschende der und des Deutschen Konsortiums für Translationale (DKTK) in einer multizentrischen Phase-II-Studie erfolgreich eine Behandlung mit einem Immun-Checkpoint-Inhibitor (Nivolumab) noch vor dem Auftreten eines Rückfalls getestet, also als adjuvante, unterstützende Behandlung. Die Ergebnisse wurden kürzlich in „The Lancet" veröffentlicht.
In Deutschland und den Niederlanden wurden zwischen 2014 und 2020 insgesamt 179 Patient:innen mit Merkelzellkarzinom untersucht, die auch nach operativer Entfernung ein hohes Risiko für einen Rückfall hatten. Sie erhielten monatliche Dosen von jeweils 480 mg Nivolumab über einen Zeitraum von 12 Monaten oder wurden entsprechend des aktuellen Therapiestandards regelmäßig überwacht.
„Das relative Risiko innerhalb der ersten beiden Jahre einen Rückfall der Erkrankung zu erfahren, reduzierte sich um ungefähr 40%, das ist ein bemerkenswerter Fortschritt für eine so aggressive Hautkrebsvariante", fasst Professor Jürgen C. Becker, Leiter der DKTK-Abteilung ,Translational Skin Cancer Research" im Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB) und Professor der der die Studienergebnisse zusammen. „Insbesondere Patient:innen, die jünger als 65 Jahre sind, profitieren unserer Studie zufolge von der adjuvanten Immuntherapie mit Nivolumab."
Mehr Infos und den Link zur
Originalveröffentlichung findet ihr unter udue.de/1463