12/01/2026
„Ich hasse die Waage.“�Das höre ich seit 15 Jahren.
Und meistens ist damit gar nicht die Waage gemeint.�Sondern das, was wir daraus machen.
Denn was passiert, wenn die Zahl nach oben geht?
Du bewertest dich.�Du verurteilst dich.�Du findest es „scheiße“.�Du bist enttäuscht, frustriert, genervt.
Aber fast immer findest du nur die Zahl scheiße.�Nicht dein Verhalten davor.
Die Waage zeigt dir keine Meinung.�Sie sagt nichts über deinen Wert.�Sie sagt nicht, dass du versagt hast.
Sie zeigt einfach nur:�So schwer ist dein Körper in diesem Moment.
Und ja – dabei ist wichtig, was du vergleichst:
* morgens oder abends
* mit oder ohne Kleidung
* nach dem Klöchen oder davor
* mit viel oder wenig getrunkener Flüssigkeit
Wenn diese Bedingungen jedes Mal unterschiedlich sind,�kannst du die Zahl nicht ernsthaft vergleichen.
Aber:�Wenn die Waage unter ähnlichen Bedingungen�über längere Zeit nach oben geht,�dann lohnt es sich hinzuschauen.
Nicht mit Selbsthass.�Nicht mit Drama.�Sondern ehrlich.
Denn dein Körper nimmt nicht aus Spaß zu.�Er speichert Energie,�weil sie zugeführt wird�und nicht verbraucht werden kann.
Und genau hier liegt der Knackpunkt:�Wir verurteilen die Zahl –�aber stellen unser eigenes Verhalten nicht in Frage.
Dabei ist das die eigentliche Chance.�Nicht die Waage zu hassen,�sondern zu verstehen,�wie wir gerade mit uns umgehen.
Die Waage ist kein Gegner.�Sie ist ehrliches Feedback.
Und Veränderung beginnt nicht mit Wegschauen,�sondern mit Hinschauen –�ohne Selbstbestrafung.
Das ist keine Diät.�Das ist Gewohnheitenarbeit.