Britta Reiland - Gesundheit auf 4 Beinen

Britta Reiland - Gesundheit auf 4 Beinen Fear Free Certified Elite, CBATI -KA, Certified Low Stress Handling Herzlich Willkommen auf meiner Homepage!

Auf den folgenden Seiten möchte ich Ihnen einen kurzen Einblick in meine Arbeit als Tierphysiotherapeutin, Gesunderhaltungs-trainerin und Autorin ermöglichen und Ihnen aktuelle Projekte vorstellen. Die Gesunderhaltung Ihrer Vierbeiner und Ihre Zufriedenheit sind für mich wichtig! Ich würde mich freuen, wenn Sie mir ihr Vertrauen schenken würden! Als Therapeutin, Gesunderhaltungstrainerin und Auto

rin möchte ich Sie in der Rekonvaleszens, der Rehabilitation und der Gesunderhaltung Ihres Tieres individuell abgestimmt unterstützen!

10/05/2026

💛 - Ivy - hier 9 Wochen alt - erstes Krallenpflege bei mir

Für diesen Welpen habe ich mich ganz bewusst entschieden, einen anderen Weg in der Krallenpflege zu gehen.

Ich habe aktuell zwei Hunde, bei denen das Schneiden der Krallen völlig unproblematisch ist. Gleichzeitig habe ich einen Hund, bei dem genau dieses Thema – obwohl nie etwas Negatives passiert ist – mit einer sehr deutlichen Reaktion verbunden ist. Genau diese Erfahrung hat für mich den Ausschlag gegeben, hier von Anfang an anders vorzugehen.

Statt die Situation zu nutzen, wenn Ivy ruhig schläft und man die Krallen „einfach machen kann“, habe ich mich entschieden, die Krallenpflege direkt in einen wachen, bewusst erlebten Kontext zu legen. Ivy bekommt mit, was passiert, nimmt die Situation wahr und hat die Möglichkeit, sich aktiv damit auseinanderzusetzen.

Für mich steht dabei nicht das schnelle Ergebnis im Vordergrund, sondern der Aufbau eines Umgangs mit genau dieser Form von Berührung und Manipulation.

Ich habe in diesem Fall keine klassische Krallenzange verwendet, sondern eine Kleintierkrallenschere. Gerade bei Welpennägeln lässt sich damit sehr präzise arbeiten, die Bewegung ist feiner, kontrollierter und für mich in der Handhabung deutlich klarer als mit größeren Werkzeugen.

Im Video sieht man sehr gut, dass Ivy sich mit der Situation auseinandersetzt, dabei aber immer wieder mit dem Maul in Richtung meiner Hände oder der Schere geht. Genau an dieser Stelle ist mir wichtig zu differenzieren: Dieses Verhalten ist für mich keine Abwehrreaktion. Es ist kein Versuch, sich der Situation zu entziehen. Es entspricht vielmehr dem altersentsprechenden Bedürfnis, Dinge mit dem Maul zu erkunden und zu „besitzen“.

Das bedeutet, dass diese Reaktion genauso auftreten würde, wenn ich ein Spielzeug, ein Taschentuch oder einen anderen Gegenstand in der Hand hätte.

Ich lasse deshalb bewusst zu, dass sie sich mit der Schere beschäftigt, und gebe ihr gleichzeitig gezielt ein alternatives Objekt ins Maul – in diesem Fall eines ihrer aktuellen Lieblingsspielzeuge. Dadurch verschiebe ich den Fokus, ohne die Situation abzubrechen.

Mir geht es in diesem Aufbau nicht darum, dass der Hund die Situation einfach toleriert oder „stillhält“. Entscheidend ist für mich, dass er lernt, die Situation einzuordnen, zu verarbeiten und innerhalb dieser Situation handlungsfähig zu bleiben.

Dieser Ansatz ist für mich bewusst als eine Art Selbstversuch angelegt: Was verändert sich, wenn wir von Anfang an nicht über Vermeidung von Aktivität arbeiten, sondern über Wahrnehmung, Begleitung und wiederholte, klar strukturierte Erfahrung?

Bei Elisabeth Guggenbühl findet ihr weitere Videos von Ivy Bruder Faro :)

03/05/2026

💛 - Ivy - 9 Wochen ....

Ich habe hier eine Sequenz gefilmt, in der Ivy – zu dem Zeitpunkt neun Wochen alt – einfach mit sich selbst beschäftigt ist.

Ihr seht sie in Interaktion mit den Spielsachen, die sie sich im Laufe des Vormittags selbst auf ihr Kissen getragen hat. Nichts davon habe ich hingelegt oder initiiert, das ist einfach so entstanden.

Und ich habe beim Filmen wirklich versucht, möglichst neutral zu bleiben.
Nicht nur nicht einzugreifen, sondern auch so wenig wie möglich Einfluss zu nehmen – denn selbst das Filmen, meine Aufmerksamkeit in dieser Tätigkeit, kann ja schon wieder ein Reiz sein, der sie aus genau diesem Moment rausholt.

Ich saß also einfach daneben und habe zugeschaut.
Ohne sie anzusprechen, ohne mich einzumischen, ohne die Situation „noch schnell für irgendwas zu nutzen“.

❗️Gerade in dieser Zeit ist das gar nicht so selbstverständlich, wie man vielleicht denkt.

Es ist ja unglaublich verlockend, jeden dieser Momente zu begleiten, weil sie so niedlich ist, weil sie so offen ist und weil man das Gefühl hat, man könnte aus allem direkt eine gemeinsame Interaktion machen und Verbindung und Nähe schaffen.

Aber genau dann unterbrechen wir eben auch etwas – und etablieren gleichzeitig eine Erwartungshaltung, dass unser Auftauchen, unsere Aufmerksamkeit und unser Hinwenden zum Hund immer mit gemeinsamer Interaktion verknüpft ist.

Ich möchte aber auch ein selbstverständliches Miteinander ohne dass wir immer gleich miteinander agieren - Nähe und gleichzeitig ist jeder auch bei sich selber.

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Und was man ebenfalls in dieser Sequenz sehr schön sieht und – wenn man darüber nachdenkt – sehr hilfreich für den Umgang mit unserem Welpen und Junghund sein kann:

Die Aufmerksamkeit wandert.

Sie geht von einem Spielzeug zum nächsten, bleibt mal irgendwo hängen, löst sich wieder, kommt vielleicht zurück oder bleibt bei etwas ganz anderem. Und trotzdem ist sie nicht „raus“, nichts ist weg – es verschiebt sich einfach nur.

Und genau das erleben wir auch jetzt schon im Alltag oder im Training mit uns.
Aufmerksamkeit geht für einen Moment woanders hin oder verbleibt dort, ohne dass das, was vorher Thema war, damit automatisch verloren ist.

Für mich ist das einfach eine weitere normale und wie ich finde schöne Situation, in der ich meinen jungen Hund beobachten und weiter kennenlernen darf.

Wenn ihr mögt, nehmt das mal als kleinen Gedanken mit:
Wie leicht oder schwer fällt es euch, in solchen Momenten wirklich nur zu beobachten und nicht direkt in die Interaktion zu gehen? Raum zu geben, da zu sein, aber nicht unmittelbar mit zu mischen?

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Anmerkung: zwei meiner vier Hunde sind ebenfalls in unmittelbarer Nähe und schlafen zu diesem Zeitpunkt.




27/04/2026

💛 Ivy - 14 Wochen -

➡️ Warum jetzt? 👀

Weil es jetzt gut umsetzbar ist und ich Dinge vorbereite, auf die ich später in anderen Situationen zurückgreifen kann.

Im Video seht ihr mich bei der Arbeit mit Morlyn (fast 5 Jahre) und Ivy (14 Wochen).

👉 Worum es mir hier konkret geht:

Ich beginne jetzt ganz bewusst damit, Situationen aufzubauen, in denen beide Hunde gleichzeitig etwas tun – aber nicht das Gleiche.

Zum Beispiel:

→ ein Hund geht ins Platz, der andere bleibt im Sitz
→ ein Hund bewegt sich ein Stück, der andere bleibt in der Ruhe
→ ein Hund wird aktiv angesprochen und bewegt sich zu mir, der andere bewegt sich von mir weg

👉 Und ganz wichtig dabei:

Beide Hunde bewegen sich innerhalb von Aufgaben, die sie bereits kennen.

Der Fokus liegt dabei nicht auf Schwierigkeit oder Ablenkung, sondern darauf, ein klares Bild entstehen zu lassen:

👉 Jeder Hund kann etwas tun, auch wenn der andere Hund gleichzeitig etwas anderes macht.

Das klingt erstmal unspektakulär, ist für mich aber eine wichtige Grundlage für alles, was später kommt.

Denn genau daraus entwickelt sich mit der Zeit die Fähigkeit, in unterschiedlichen Situationen handlungsfähig zu bleiben, ohne dass ich das über Druck, Tempo oder steigende Anforderungen lösen muss.

👉 Wichtig ist mir dabei vor allem:

Ich wähle die Situationen so, dass die Wahrscheinlichkeit für Erfolg sehr hoch ist.

Das bedeutet konkret:

→ ich arbeite mit bekannten Inhalten
→ ich halte die Anforderungen überschaubar
→ ich achte darauf, dass beide Hunde in ihrer Regulation bleiben können

❗️Es geht mir an dieser Stelle nicht darum, etwas „auszuhalten“ oder Impulse bewusst zu provozieren, sondern darum, klare, machbare Bilder aufzubauen, die beide Hunde verstehen und erfolgreich umsetzen können.❗️

Alles Weitere entwickelt sich darauf aufbauend.

📌 Wichtig:
Um die Videos nicht zu lang werden zu lassen, habe ich das Thema aufgeteilt.
Im nächsten Teil seht ihr auch, wie sich das Verhalten des älteren Hundes in solchen Situationen verändert – denn natürlich bleibt das nicht ohne Einfluss auf die bereits vorhandenen Hunde.

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Nebenbei – ein kurzer Einblick in unseren Trainingsraum 🧩

Der Raum selbst ist bei uns kein reiner „Trainingsraum“.

Ich achte sehr bewusst darauf, dass dort nicht nur Aktivität stattfindet.

Ich bin dort oft einfach anwesend, mache Alltagsdinge wie Wäsche falten oder putzen oder setze mich einfach hin.

Das führt dazu, dass der Raum für die Hunde nicht automatisch mit Action verknüpft ist, sondern auch Ruhe, Orientierung und gemeinsames Sein dort stattfinden können.

Und genau diese Mischung macht es später leichter, gezielt in Training zu gehen, ohne dass die gesamte Situation bereits vorab aufgeladen ist. Das Stresssystem unserer Hunde kann so leicht in echte Schwierigkeiten gebracht werden und vieles ist vermeidbar, wenn man weiß worauf man achten kann.

_____________________________Eigen - Werbung 🙃 ____________________________

Eigenwerbung "stinkt" immer ein bisschen und trotzdem verlinke ich jetzt ab und zu mal passende Vorträge oder Inhalte aus meinen Weiterbildungen - vielleicht hat der ein oder andere Lust da rein mal rein zuschauen.

Denn all das ist tatsächlich auch Teil meines Berufes und findet sich z.B. in der Weiterbildung zum wieder.

In diesem Fall passt z.B. der Vortrag zum Erwartungsmanagement bei Hunden sehr gut:

https://expertlevellearning-shop.de/search?q=erwartungsman









25/04/2026

💛 - Ivy - 11 Wochen -

🔹Das ist die Weiterführung von der kleinen Sequenz mit dem Schuhbeißen von gestern.

Hier seht ihr ein paar separat geübte Lösungsansätze, die ich in derselben Woche – Woche 11 – zusammengesetzt und gefilmt habe.

Aufgebaut habe ich die Grundlage dafür allerdings schon AB Tag 1, seit sie bei uns ist.

Was ihr ganz am Anfang seht:
Ich habe das „Aus“ relativ zügig aufgebaut und hochwertig bestätigt.
Nicht perfekt, nicht fertig – aber so, dass ich im Alltag ein Signal habe, auf das ich mich aktuell verlassen kann, wenn ich mal zu langsam bin oder sie etwas aufnimmt, was ich nicht möchte.

Ein zweiter Punkt ist mein eigenes Timing.

Ich habe in den letzten Wochen ganz bewusst ausprobiert:
Wie schnell ist sie?
Wie schnell muss ich sein, um Verhalten noch sinnvoll beeinflussen zu können?

Gerade in solchen Situationen – bevor sie in Schuh oder Hose geht – bedeutet das für mich oft:
früh genug reagieren und rechtzeitig eine Alternative anbieten. Auch das kurze Hochhüpfen zum Ende hin zeigt, dass ich in dem Moment zu langsam war.

Zusätzlich habe ich begonnen, ein „Hier ran“ aufzubauen.
Auch das ist noch nicht gefestigt, aber so weit vorbereitet, dass sie versteht, was gemeint ist.

Wichtig dabei:
Dieses Signal ist für mich nicht mit „nach unten gehen und irgendwo reinbeißen“ verknüpft,
sondern mit einem möglichst klaren Stehen an meiner Seite – in meinem Fall rechts.

Was ihr im Video außerdem seht, ist etwas, das mir besonders wichtig ist:

Ich arbeite hier ganz gezielt an ruhigem Verhalten – auch bei Bewegung, lasse sie aber trotzdem zwischendurch Abstand nehmen, damit sie ein bisschen flitzen kann und wir einen leichten Wechsel im Erregungsniveau haben.

Ausserdem baue ich bewusst kleine Sequenzen ein, in denen ich meine Füße auffällig bewege,
mit der Hose wackele, Geräusche mache, trippel oder die Schuhe bewege –
und sie dafür bestätige, nicht in die Bewegung zu gehen.

Am Anfang sind das wirklich minimale (!) Reize.
Ein kleines Wackeln, ein kurzer Moment – und es gibt sofort die Bestätigung.

Mir geht es dabei nicht darum, sie „auszuhalten“ zu lassen,
sondern darum, Situationen so aufzubauen, dass sie sie erfolgreich lösen kann.

→ möglichst klare Bilder
→ möglichst hohe Erfolgsquote
→ möglichst wenig „Grenzerfahrungen“

Und genau daraus entsteht dann Schritt für Schritt mehr Stabilität.

Was ich an solchen Übungen besonders schätze:

Es geht nicht nur um „nicht in den Schuh beißen“.

Ich nutze hier Fähigkeiten, die ich später in ganz vielen Kontexten nutzen kann.

→ Entscheidungsfähigkeit
→ Orientierung am Menschen
→ erste Signale
→ Timing
→ ruhiges Verhalten trotz Bewegung
→ und vor allem das gefühl Erfolg zu haben

















Das Angebot ist zum Kennenlernen des Formats schon ziemlich gut, oder? 😄 Und trotzdem gibt es noch zu wenige Anmeldungen...
25/04/2026

Das Angebot ist zum Kennenlernen des Formats schon ziemlich gut, oder? 😄 Und trotzdem gibt es noch zu wenige Anmeldungen, um es stattfinden zu lassen - also poste ich es nochmal ☺️.

Es gibt einfach viel zu viel Hundephysiotherapeuten, die eine fundierte Ausbildung haben, oder noch mitten drin sind und sich dann doch mit dem Einstieg in die Praxis unsicher und überfordert fühlen.

Wir brauchen gute Hundephysios - also bieten wir entsprechende Fortbildungen an - ganz einfach.

❗️Das hier ist nämlich mal
➡️kein Selbstlernkurs und auch
➡️kein Vortrag

Sondern die seltene Möglichkeit live online mit mir zu arbeiten, d.h.:

👉 wir sind zwar räumlich getrennt, arbeiten aber online live zusammen und es gibt zusätzlich die Aufzeichnung für Euch.

Der gesamte Kurs geht über 7 Termine und ist mit 345,- € für aktive und 240,-€ für passive Teilnehmer absichtlich günstig gehalten - wer auf Nummer sicher gehen möchte, ob das Format passt,
kann hier DEN ERSTEN TERMIN EINZELN BUCHEN.

Wer gerne aktiv arbeiten möchte, sollte sich allerdings einen der noch nicht vergebenen Plätze sichern.

❗️Bereits eingegangen Fragen und Antworten:

✔️Wenn ich noch keine echten Praxisfälle habe, kann ich dann trotzdem aktiv teilnehmen? Klar, du kannst dir je Termin einen Wunschfall aussuchen und diesen gehen wir dann in Simulation mit deinem eigenen Hund durch.
✔️Wo ist der Mehrwert bei aktiver Teilnahme? Du kannst mitbestimmen, über welche Praxisfälle wir reden, du entscheidest, ob du live übertragen möchtest und wir direkt coachen können, du kannst deinen eigenen Hund als Fall vorstellen, echte Praxisfälle oder eben auch simulierte Situationen, die wir dann in die Praxiswirklichkeit mit reinnehmen.
✔️Was ist wenn ich nicht live dabei sein kann? Dann reichst du mir vorher ein video und deine Fragen ein und es gibt die Aufzeichnung (aktiv) oder du bekommst die Aufzeichnung (passiv)
✔️kann ich mit mehreren Hunden teilnehmen? Klar, du kannst bei jedem Termin einen anderen Hund/Fall vorstellen
✔️Arbeiten wir nur mit vorgegebenen Therapieplänen? Auf keinen Fall, hier geht es gerade darum, dass es in der Praxis oft notwendig ist, individuell auf den Patienten anzupassen.
✔️Was ist wenn mein „Fall“ nicht nur ein Problem hat? Dann gehen wir wie in der echten Arbeit genau darauf ein.
✔️Was ist wenn ich eher Unterstützung beim Handling, Positionieren mit unruhigen, ängstlichen Hunden habe und Unterstützung möchte - dann gehen wir ebenfalls genau darauf ein.
✔️Kann ich auch hundesportliche Fälle mit rein bringen? Klar, warum nicht - gehört ja zu meinen Spezialisierungen 😉
✔️Darf ich auch Gangbildvideos zeigen - klar (Datenschutzhinweise in der Veranstaltung beachten)

Und falls ihr noch andere Fragen habt, stellt sie bitte einfach -
und traut Euch zu buchen - je mehr Teilnehmer, desto größer auch der Austausch, der sich daraus er geben kann.

Dementsprechend ist das eine Veranstaltung die gerne auch oft geteilt werden sollte.

Anmeldungen sind hier möglich:

https://expertlevellearning-shop.de/search?q=hundephys

Und wer sich mehr für die richtige Ausführung von Tricks und Übungen im Bereich Physik/Fitness interessiert wird hier auch noch fündig:

https://expertlevellearning-shop.de/search?q=fitn

23/04/2026

💛Welpenzeit _ Alles Easy _ Rosa Wolken _ Schöne Fotos - Erfolgsvideos_ oder

lieber ein Stück Realität? Damit man nicht denkt, man wäre der einzige bei dem nicht alles nach Lehrbuch läuft?

Welpen zwicken in die Hände, in die Hosenbeine, in die Waden, in die Schuhe ... es kann voll anstrengend sein, wenn man bei jedem Schritt die Zähne im Fuß hat und - leider auch gefährlich für Mensch und Hund, weil man viel zu schnell ins stolpern kommt, der Welpe nicht unbedingt Bescheid sagt, es verdammt plötzlich auch echt weh tun kann.

Und die meisten Welpen fangen mit dem Einzug damit an - also bevor die ersten Signale erklärt werden können, bevor der Welpe ein „Nein“ kennt, bevor der Welpe merkt, dass man das nicht mag...

Die Lösung in vielen Kommentaren, Lehrbüchern, Fachzeitschriften:

➡️Bewegung beenden, einfach stehen bleiben, eigene Aktivität stoppen - dann hört der Welpe auf und man kann das belohnen.

Aber - Realität: Nicht jeder Welpe hat das Lehrbuch gelesen - es gibt doch tatsächlich auch die, die dann einfach weiter machen, die weder der krähende Hahn im Hintergrund, noch der andere Hund, noch die aufkommende Verärgerung über ihm interessiert, weil er endlich ungestört ordentlich in den Schuh beissen oder an der Hose ziehen kann.

Auch das ist normales Welpenverhalten - auch hier gibt es andere Lösungen, als laut werden, in die Seite stupsen, von oben erschrecken, aufstampfen, hochheben.

Und: auch hier braucht es etwas Zeit und Geduld und das Verständnis dafür, dass der Welpe eine faire Chance braucht, Lernen zu dürfen, was gewünscht ist.

Und selbst das sagt sich so leicht, wenn es mal wieder die Kinderbeine sind und nicht die eigenen und wenn sich die Reaktion des Kindes eben nicht so kontrollieren lässt, wie die eigene.

Ändert aber leider nichts daran, dass man trotzdem ein bisschen Geduld braucht und eben Lösungsstrategien und manchmal (z.B. mit Kindern auch Managementstrategien).

Die ersten Wochen mit Welpe fordern uns, wir sind nahezu dauerhaft im Training und wir bekommen nicht alle Probleme auf einmal gelöst - und auch das ist ebenfalls normal 😉.

Wenn Euer Welpe nicht nach Lehrbuch agiert oder es bei Euch schlimmer scheint als bei allen anderen - fragt nicht bei Facebook 😄, fragt den Trainer eures Vertrauens, jemanden der schon mehrere Welpen großgezogen hat, jemanden mit Erfahrung.

Ich habe da so meine eigenen Strategien und auch dazu noch ein paar Videos - aber nicht mehr heute.
Ivy ist gerade wach geworden und nun heisst es raus zum P**i machen .... auch das ist absolut normal mit einem Welpen 😂 - sie werden wach - gerade eben, bevor man das fertig hat, was man noch fertig machen wollte....





Teilen ☑️ - ausdrücklich erwünscht!🩷 Gerade in diesem Alter kann man unglaublich schnell sehr viel herausarbeiten.Wenn V...
23/04/2026

Teilen ☑️ - ausdrücklich erwünscht!

🩷 Gerade in diesem Alter kann man unglaublich schnell sehr viel herausarbeiten.

Wenn Verstärker und Timing passen, entstehen in kürzester Zeit erstaunliche Ergebnisse.

Viele junge Hunde sind dabei sehr bemüht, sehr motiviert und zeigen bereitwillig, was man von ihnen möchte.

Und genau das wirkt oft beeindruckend.

Wir sehen in vielen Videos junge Hunde im Übergang vom Welpen zum Junghund.
Schlacksige Körper, Strukturen noch nicht ausgereift, ein Stresssystem, das noch nicht belastbar ist, mentale Reife, die noch lange nicht abgeschlossen ist.

Und gleichzeitig sehen wir Hunde, die bereits sehr viele Elemente aus dem späteren Sport zeigen.
In hohen Geschwindigkeiten, mit viel Wiederholung, mit klaren Erwartungen.
Oder eine Vielzahl an Tricks, die nacheinander „abgespult“ werden können.

🙃 Und hey – das ist kein Wunder.
Natürlich können sie das.

Wenn wir wissen, wie wir trainieren, können wir einem Welpen in kürzester Zeit sehr viele Dinge beibringen.
Und ja, es macht auch absolut Sinn, diese frühen Lernphasen zu nutzen.

Die Frage ist nur:
Für welche Ergebnisse?
Rechte Seite der Grafik, linke Seite oder der goldene Mittelweg?

Ich verstehe total, wie reizvoll es ist, schnell viel zu erarbeiten.
Man hat das Gefühl, Zeit zu sparen.
Es funktioniert, es fühlt sich gut an – und es wird von außen in den sozialen Medien auch noch ordentlich mit Klicks und Likes bestätigt.

Und trotzdem:
Man ist nichts Besonderes, nur weil man verstanden hat, wie man belohnt und einen Hund dazu bringt, möglichst früh möglichst viel zu zeigen.

Und ob es wirklich etwas ist, das man feiern sollte, wenn man zusätzlich noch verstanden hat, wie man über hohe Erregung und starke Verstärker Dynamik in diese jungen Hunde hineinbringt – darüber lohnt es sich aus meiner Sicht zumindest nachzudenken.

Wenn ich mir manche dieser Videos anschaue und sehe, auf welchem Erregungsniveau gearbeitet wird – mit sehr intensiven Verstärkern, viel Tempo, teilweise wilden Zerr- oder Wurfspielen –
dann denke ich mir: Ja, da wird sehr gezielt genutzt, was der junge Hund in dieser Phase anbietet.

Und gleichzeitig weiß ich, was im Hintergrund mitläuft:

Ein Nervensystem, das noch nicht ausgereift ist.
Ein Stresssystem, das sich gerade erst entwickelt.
Und Lernprozesse, die sehr eng mit starken Dopaminreizen verknüpft werden.

Klar funktioniert das.
Ein bisschen Erwartung, ein bisschen Spannung, ein bisschen Frust – und schon entsteht sehr schnell sehr viel Aktivität und ein Hund der sich vermutlich auf den nächsten Dopamin-Kick stürzt, wenn sich die Möglichkeit ergibt.

Aber es bringt eben auch die Frage mit sich,
welche Nebenwirkungen da langfristig mitschwingen.

Ich weiß auch, dass es auf den ersten Blick oft anstrengender wirkt, diesen Weg nicht zu gehen.
Sich Zeit zu nehmen.
Mit einem jungen Hund wirklich in die Auseinandersetzung zu gehen.
Mit einem Hund zu arbeiten, der noch klar denkt, statt über Erregungsschleifen in schnelle Reaktionen zu kommen.

Aber genau darin liegt für mich ein wesentlicher Teil von Training.

Nicht nur zu wissen, wie ich etwas aufbaue,
sondern auch zu entscheiden, wann ich es aufbaue.

Ich glaube nicht, dass es den einen richtigen Weg gibt.
Und ich glaube auch nicht, dass jeder Hund, der früh viel zeigt, automatisch Schaden nimmt.

Aber ich glaube, dass wir sehr genau hinschauen sollten,
was wir in diesen sensiblen Lernphasen wirklich etablieren.

Denn das, was wir jetzt verknüpfen, bleibt.

Und ein kleiner Hinweis am Rande:
Die ungelenken Bewegungen, die Instabilität, die fehlende Koordination und die noch nicht ausreichend entwickelte Muskelaktivität, die man in diesem Alter häufig sieht, können sich mit der Entwicklung verändern.

Wenn sie jedoch in dieser Phase mit einem Signal verknüpft werden,
werden sie Teil des gelernten Verhaltens.

Der Hund lernt also nicht nur, was er auf ein Signal hin tun soll,
sondern auch, wie er es tut.

Und genau dieses „Wie“ bleibt.

Ich persönlich möchte nicht, dass mein Hund auf ein Signal hin ein Bewegungsmuster zeigt, das aus einer Phase stammt, in der sein Körper dazu eigentlich noch gar nicht in der Lage war.

Ich möchte, dass das, was ich verknüpfe, zu dem Zeitpunkt auch zu ihm passt.

Ich werde in den nächsten Wochen weiterhin Einblicke in meinen eigenen Weg mit meinem Welpen geben.
Nicht als Maßstab – sondern als eine Möglichkeit von vielen.

Und vielleicht hilft genau das dem ein oder anderen, sich nicht unter Druck setzen zu lassen.

Denn Entwicklung ist kein Wettlauf.
Und Lernen nicht automatisch besser, nur weil es schneller geht.











Grafik mit KI - Unterstützung erstellt

➡️ Ihr erinnert euch – wir bestimmen mit, welche Inhalte wir sehen.Nicht durch Algorithmen allein,sondern ganz konkret d...
21/04/2026

➡️ Ihr erinnert euch – wir bestimmen mit, welche Inhalte wir sehen.

Nicht durch Algorithmen allein,
sondern ganz konkret durch das, was wir anschauen, liken, kommentieren und vor allem teilen.

Deshalb gibt es hier heute noch eine weitere Grafik zu diesem Thema – weil mir eingefallen ist, dass es eigentlich schön wäre, unter einem Beitrag auch Empfehlungen zu sammeln und ich nicht zweimal dasselbe Bild verwenden wollte.

Meine Bitte an euch:

→ Welche Seiten empfindet ihr als empfehlenswert?
→ Wo lohnt es sich, zu abonnieren und genauer hinzuschauen?

Um diese Seiten weiterzugeben, schreibt sie doch bitte einfach hier unter den Post.

Ich bin selber gespannt auf eure Tipps zu Seiten, die gute, informative, schöne und fachlich versierte Inhalte teilen.

Und bei jedem Teilen des Originalbeitrags hier, bekommen auch mehr Menschen eure Empfehlungen zu sehen ☺️

Grafik KI-unterstützt erstellt

20/04/2026

💛 Ivy - Stall - Teil 3

Ich mag die Einstellung ganz zum Schluss, in der die Kameraperspektive, der des Hundes entspricht. ☺️

❗️Diesmal mit wichtigen Sicherheitshinweisen - das Pony im letzten Teil des Videos ist unser fast 30 jähriges (was man auch deutlich sieht) Schottisches Highland Pony - eine Rasse, die genetisch bedingt weniger Flucht, sondern mehr Verharren mit sich bringt und welcher seine Beine nur noch für die Futteraufnahme bewegt - gleichzeitig ist der Strick von meinem Mann so geführt, dass er Toms Kopf jederzeit von uns abwenden kann.

Diesen Abstand zwischen Pferd und Hund kann ich für MICH und unser Pony als kontrollierbar einordnen - ABER: Das ist definitiv nicht bei jedem Pony/Pferd so und sollte nicht einfach nach gemacht werden ❗️

In den nicht gefilmten Phasen, hat sie deutlich zwischen unserem WEISSEN Pferd und den anderen unterschieden und sie hat zunächst auf die Bewegung der Beine beim Grasen mit Erhöhung des Abstandes reagiert.

➡️Im ersten Abschnitt dieses Videos ist sie nochmal deutlich näher ran gegangen und auch wenn sie mein Angebot zurück zu gehen nicht annehmen wollte, habe ich sie kurz danach richtig Auto bewegt und die letzten Meter getragen.

Am Auto abgesetzt dreht sie sich sofort wieder um - läuft zurück zu meinem Mann, der sich mit Tom mit diversen weiteren Graspausen und in Slowmotion in unsere Richtung bewegt, um sich dann in aller Ruhe mit ausreichend Abstand hinzulegen.

Wir sind dann kurz danach gemeinsam den Hohlweg wieder runtergegangen - beide Tiere mit sich und der Welt zufrieden.

Ich auch: Pferde kennengelernt, mit eigener Scheu auseinandergesetzt, stellenweise Körperkontakt gesucht, einzelne Pferde wahrgenommen und unterschieden, schön langsame Bewegung beobachtet und nicht mit Folgen beantwortet, Bewegung eingeordnet und aus der anfänglichen Aufregung in die Ruhe der Gesamtsituation gefunden.

Adresse

RuhrStr. 38
Essen
45219

Öffnungszeiten

Montag 15:00 - 21:00
Dienstag 09:00 - 13:00
15:00 - 21:00
Donnerstag 08:30 - 13:00
15:00 - 16:30
Freitag 08:45 - 14:00

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020549889185

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