12/01/2026
Als Kolumbarium bezeichnet man in der Regel eine oberirdische Grabstätte mit Grabkammern, in denen Urnen beigesetzt werden. Der Begriff stammt vom lateinischen Wort für Taube „columba“ und bedeutet „der Taubenschlag“, an den die reihenweise übereinander angelegten Nischen für die Urnenbestattung erinnern. Oft handelt es sich um kleine Gebäude oder Mauern, weshalb man oft auch von einer Urnenwand spricht. Kolumbarien sind vor allem in südlichen Ländern ein weit verbreiteter Bestandteil der Bestattungskultur und werden dort häufig im Freien in Form von langen, teilweise überdachten Wänden errichtet. In Deutschland hat sich diese Bestattungsform erst im 20. Jahrhundert mit der Verbreitung der Feuerbestattung etabliert.
Voraussetzung für die Beisetzung in einem Kolumbarium ist natürlich die Einäscherung der verstorbenen Person im Krematorium. Nach der Beisetzung der Urne wird die Urnenkammer mit einer Stein- oder Glasplatte verschlossen. Auf Wunsch können der Name des Verstorbenen sowie sein Geburts- und Sterbedatum eingraviert werden. Viele Menschen entscheiden sich für diese Bestattungsform aus dem Grund, dass die Kosten für Grabstein und Grabpflege entfallen.
Die Nutzungszeit einer solchen Urnenkammer beträgt in der Regel zwanzig Jahre. Manchmal kann das Nutzungsrecht verlängert werden. Danach werden die Urnen in einem Gräberfeld auf dem Friedhof beigesetzt. Nicht alle Friedhöfe bieten diese Bestattungsform an, aber es gibt mittlerweile einige Bestattungsunternehmen und Kirchen, die über ein eigenes Kolumbarium verfügen. Auf in unserer Nähe gibt es Möglichkeiten, die aber zum Teil schon recht ausgebucht sind – sprechen Sie uns gerne an, dann schauen wir genauer!