31/12/2025
Ich wünsche dir einen guten Jahresabschluss mit meinem WhatsApp Status am 31.12.2025: "Silvester im Sowohl-als-auch ... 👉 Ein Jahr endet. Ich bleibe."
Bild 1. Ich beginne im kalten Winter. Nicht draußen – sondern innen. In einer Landschaft aus Unversöhntem, aus alten Blicken, aus dem, was sich über das Jahr angesammelt hat. Da sind Engel und Schädel, Kind und Tod, Hoffnung und Müdigkeit. Weihnachten ist vorbei, sagen manche. Ich spüre: Nein. Es wirkt erst jetzt.
Bild 2. Dann dieser Satz aus dem 2. Korintherbrief (5,17): „Etwas ganz Neues hat begonnen.“ Ich lese ihn nicht als Durchhalteparole, sondern als leise Behauptung gegen meine Skepsis. Vielleicht ist neu nicht spektakulär. Vielleicht ist neu einfach: noch einmal anfangen dürfen. Aber darüber kann ich ja noch das ganze nächste Jahr über nachdenken, denn die Jahreslosung für 2026 lautet: "Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!" (Offenbarung 21,5), ein ermutigender Vers aus der Bibel, der Hoffnung auf Erneuerung und eine neue Schöpfung spendet, besonders in Zeiten der Unsicherheit, wie die evangelischen Kirchen und Organisationen wie die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen betonen. Dieser Text ermutigt zu Zuversicht und Handeln, da er über das Diesseits hinaus auf Gottes vollkommene Neuschöpfung verweist.
Bild 3. Und plötzlich explodiert alles. Das Jahr wirft mir sein ganzes Chaos vor die Füße: Zeit, Angst, Spielzeug, Waffen, Bananen, Augen, Schreie. Ein inneres „AAAAH!“ So fühlt sich Leben an, wenn man es nicht sortiert, sondern zulässt.
Philosophisch gesprochen: Absurdität mit Konfetti.
Bild 4. Dann tauche ich selbst auf. Mit Bembel, Zetteln, Gesichtern meiner inneren WG. Hessen. Subzone (Jugendkirche). Ich grinse, weil ich merke: Ich bin nicht der Einzige, der sich durchs Leben improvisiert. Gemeinschaft heißt: Wir lachen über dasselbe Durcheinander.
Bild 5. Jetzt wird es dadaistisch. Zeit schmilzt, Flamingos tragen Hüte, Nachrichten laufen ohne Kopf herum. Ich denke: Wenn Gott Humor hat – dann ungefähr so. Nicht Ordnung um jeden Preis, sondern Bedeutung mitten im Unsinn.
Bild 6. Und dann: Kraft. Eine Frau mit Schwert, Haltung, Blick. Kein Opferbild. Ich lese das Bild als Erinnerung an meine eigene innere Stärke. Nicht um zu kämpfen, sondern um aufrecht zu bleiben, wenn das Jahr Gegenwind schickt.
Bild 7. Und schon wieder ich. Jetzt im Jetzt. Uhren brennen, Pläne tanzen, Kinder lachen. Ich halte fest:
Nicht morgen, nicht gleich, nicht später. Jetzt. Silvester ist kein Countdown, sondern ein Moment mit offenem Ausgang.
Bild 8. Dann die Maske. Ups und Downs. Pfeile nach oben, Pfeile nach unten. Ich erkenne mich wieder. Das Leben ist keine Bilanz mit Schlussstrich. Es ist ein Prozess. Und manchmal ist Glauben einfach: Mit dem umgehen, was gerade da ist.
Bild 9. „Ich bin sowohl als auch.“ Ja.
Zweifel und Vertrauen.
Hoffnung und Müdigkeit.
Champagner und Bitte-nicht-stören.
Entscheiden – und offen bleiben.
Das ist keine Schwäche.
Das ist reife Ambivalenz.
Bild 10. Zum Schluss die Biene auf der Couch. Der Krokodil-Beichtstuhl. Die Zeit tickt. Und Gott schaut freundlich um die Ecke. Ich lächle. Wenn das der Jahresabschluss ist, dann ein guter: Nicht perfekt. Aber ehrlich. Und vielleicht genau deshalb: gesegnet.
Was meine Freund*innen hoffentlich sehen:
Die ganzen Stories meiner WhatsApp Stati sind Geschichten von jemandem, der nicht alles im Griff hat, aber sich selbst. Ich bin jemand, der lacht, denkt, glaubt, zweifelt, feiert.
Und dies ist ein Silvester-Status, der sagt:
👉 Ich stoße an – aber ich bleibe wach.
👉 Ich entscheide mich – ohne mich festzunageln.
👉 Ich gehe weiter – nicht sauber, aber wahrhaftig.
Und nochmal Bild 10: Sprich es heute laut aus, vor dir selbst oder vor einer vertrauten Person: "Ich gehe nicht perfekt ins neue Jahr, aber ehrlich. Und das reicht!"