05/10/2021
Der Ruf nach einer besseren Geburtskultur und Entlastung in den Kliniken wird immer lauter. In Berlin streiken Hebammen von Vivantes und Charité bereits seit 22 Tagen im Rahmen der Berliner Krankenhausbewegung, um endlich Veränderungen auch für die Frauen zu erzielen. Denn „die Hebammenkrise gefährdet am Ende auch die Frauengesundheit!“, berichtet gestern der WDR in einem Beitrag.
„Weil wir nicht so arbeiten können, wie wir es gelernt haben - wie es richtig ist. Und deswegen verlassen einfach viele Hebammen den Beruf, aus Frust, wegen wenig Wertschätzung.“, so Luisa Strunk, Sprecherin der JuWeHen (Junge und werdende Hebammen, die Jungorganisation des DHV) in der Region 1.
„…dass keine Kapazitäten da sind, schwangere Frauen mit Wehentätigkeit aufzunehmen, das ist wirklich schockierend!“, betont Andrea Ramsell, Beirätin für den Angestelltenbereich im DHV. „Es ist wichtig, wie wir geboren werden. Das ist wichtig für eine Gesellschaft, es ist wichtig für eine gute Bindung, für einen guten Anfang - für jede einzelne Frau!“
Wir stehen solidarisch an der Seite der streikenden Hebammen und wünschen uns für sie und die gesamte Gesellschaft eine schnelle Änderung der Situation und eine Eins-zu-eins-Betreuung für jede Frau.
Den gestrigen Beitrag von WDR Aktuell seht ihr hier, ab Minute 19 zum Thema: https://www1.wdr.de/fernsehen/wdr-aktuell/videos/video-wdr-aktuell-----uhr-4898.html
Bundesrat Wehe Berliner Hebammenverband e.V.