11/03/2026
💌 Geteiltes Leid ist halbes Leid und geteilte Freude doppelte Freude
💝 Mehr Sichtbarkeit für postmortale Organspender und ihre Familien, denn ohne sie wären Transplantationen nicht möglich: Das war die Kernthese der Jahrestagung der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), die in der Landesärztekammer Hessen stattfand. Eingeladen hatten die DSO sowie die Staatssekretärin im Ministerium für Familie, Senioren, Gesundheut und Pflege in Hessen, Dr. Sonja Optendrenk.
🎤 Auf dem Programm standen ein praktischer Workshop, fachliche Vorträge sowie ein Pressegespräch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Medizin und Politik sowie mit Betroffenen, das von Prof. Dr. Wolf Otto Bechstein, Vorsitzender der Kommission Organspende und Transplantation Hessen, moderiert wurde.
💡 Der Präsident der Landesärztekammer Hessen, Dr. med. Edgar Pinkowski, betonte die wichtige Rolle der Transplantationsbeauftragten im Prozess der Organspende. Er verwies auf die Fortbildungsveranstaltungen für Transplantationsbeauftragte, die die Landesärztekammern regelmäßig in Zusammenarbeit mit der DSO anbietet.
🧑⚕️ Denn auch für die beteiligten Ärztinnen und Ärzte sei die Arbeit im Rahmen der Organspende nicht immer einfach, berichtete Dr. med. Christian Roth, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Kassel. Was ihn jedoch immer wieder in seiner Arbeit bestätige, seien die anonymisierten Rückmeldungen der DSO über erfolgreiche Transplantationen.
🙏 Dr. med. Ana Paula Barreiros, Geschäftsführende Ärztin der DSO-Region Mitte, sprach den Organspendern und ihren Familien einen besonderen Dank aus. Dass auch viele Empfängerinnen und Empfänger den Spendern und deren Familien ihre tiefempfundene Dankbarkeit ausdrücken wollen, zeigen die berührenden Dankesbriefe, aus denen anonymisiert vorgelesen wurde.
💌 Sascha Brandhorst, der eine Lunge erhalten hat, hat einen solchen Brief geschrieben. Es war ihm wichtig, der Familie des Spenders sein Mitgefühl für ihren Verlust auszudrücken. Er wollte deutlich machen, wie ihn das gespendete Organ gerettet hat, als sein Leben am seidenen Faden hing, und wie auf diesem Weg auch seine Familie neue Hoffnung schöpfen konnte.
💌 Lea Jantschke stimmte einer Organspende bei ihrer verstorbenen Mutter zu und erhielt Dankesbriefe von einem Nierenempfänger. Sie beschrieb, wie wichtig es für sie war zu erfahren, was ihre Entscheidung bewirkt hat.
➡️ Eine gelungene Jahrestagung, die diejenigen in den Fokus gerückt hat, die die Arbeit der DSO erst möglich machen: die Organspender und ihre Familien.
Bild (v. l.): Lea Jantsche, Sascha Brandhorst, Christian Roth, Sonja Optendrenk, Wolf Bechstein, Ana Paula Barreiros, Edgar Pinkowski, Christian Schwark, Peter Böhnel