Sandra Reinheimer - Follow your InnerVoice

Sandra Reinheimer - Follow your InnerVoice Praxis für systemisches Coaching (History Clearing®, CQM, syst. Beratung - DGSF Prüfungsvorbereitung; Begleitung von Veränderungsprozessen, inkl.

Sandra Reinheimer - Praxis für systemisches Coaching
Personal- und Business-Coach, History Clearing®, CQM, systemische Beratung (DGSF), Lehrerin für Gesundheits- und Pflegeberufe
www.sandrareinheimer.com

Meine Praxisangebote:
Expertin für Angst- und Paniksymptomatik, Depression, Burnout, Tinnitus und PTBS, Konflikt-, Krisen- und Trennungsmanagement, Systemisches Coaching (inkl. systemischer Aufstellungsarbeit) in persönlichen Lebenssituationen und beruflichen Kontexten, Einzel- und Paarcoaching; Systemische Beratung von Einzelpersonen, Gruppen und Teams, History Clearing und CQM, Biologisches Heilwissen nach Rainer Körner, gesundheitliche (somatische und psychosomatische) Themen aller Art; Persönlichkeitscoaching von Erwachsenen/ Jugendlichen und Kindern; Lernberatung/ Lerncoaching inkl. Krisenmanagement (Trennung, Scheidung, Trauer), Konfliktcoaching/ Empathietraining, Steigerung von Lebensqualität und Selbstkompetenz. Nimm für ein erstes kostenfreies und völlig unverbindliches Informationsgespräch sehr gerne Kontakt zu mir auf:

https://calendly.com/sandrareinheimer/kostenfreies-informationsgesprach-praxis-sandra-reinheimer

08/01/2026

Nach meinem Post hat mich gerade eine Frage einer Leserin erreicht, die ich hier bewusst öffentlich beantworte, weil sie viel zu wichtig ist, um sie im Messenger stehen zu lassen.

Die Frage:
„Sandra, wer entscheidet, ob etwas nicht korrekt war?“

Dazu:
Bei Ordnungsbrüchen muss man nichts deuten.
Man muss auch nichts „gemeinsam aushandeln“.
Und man muss ganz sicher auch nicht darüber philosophieren.

Systemische Ordnungsbrüche sind KEINE „Meinungsfragen“.

Sie liegen vor, wenn grundlegende Prinzipien verletzt wurden, z. B.:
- Verantwortung wird nicht übernommen
- Schuld wird verschoben oder geleugnet
- Grenzen werden überschritten
- Loyalität wird missbraucht
- Wahrheit wird zurückgehalten oder verdreht
- Macht wird einseitig genutzt
- Klärung wird verweigert, obwohl sie notwendig wäre.

Das erkennt man nicht (!) an Gefühlen,
sondern an Handlungen (!).

Und genau deshalb entscheidet darüber nicht:
- wer lauter ist
- wer überzeugender argumentiert
- wer sich als Opfer darstellt
- wer sagt: „So habe ich das aber nicht gemeint“

Entscheidend ist systemisch allein (!):
„WAS wurde getan und welche Wirkung (!) hatte es?“

Systemisch gilt:
„Ordnungsbrüche sind objektiv erkennbar,
weil sie FOLGEN erzeugen.“

Heißt im Klartext:
„Ordnung ist verletzt, wenn eine Person ihr Verhalten anpassen muss, um Grenzverletzungen auszugleichen, fehlende Verantwortung zu kompensieren oder den Kontakt überhaupt aufrechtzuerhalten.“

Alternativ:
„Ein System ist aus der Ordnung,
wenn eine Person dauerhaft reguliert, erklärt oder trägt, was eine andere zu verantworten hätte.“

Oder auch:
„Wo Verantwortung einseitig getragen wird,
liegt ein Ordnungsbruch vor.“

Punkt.

Dafür braucht es kein Urteil.
Keine moralische Bewertung.
Und keine (!) Zustimmung (!) der anderen Seite.

Ordnung zeigt sich nämlich nicht im Diskurs,
sondern im Resultat!

Und deshalb ist es auch nicht notwendig,
dass beide Seiten „einer Meinung sind“ darüber.

Ein Ordnungsbruch bleibt ein Ordnungsbruch,
auch wenn derjenige, der ihn verursacht hat,
ihn danach nicht erkennt oder nicht anerkennen will!

Systemik ist hier sehr klar:
„Verantwortung entsteht durch HANDLUNG,
nicht (!) durch Einsicht.“

Und genau an diesem Punkt endet jede Relativierung. Deutlicher kann ich das nicht formulieren.

Und genau HIER beginnt dann oft die Scheindiskussion. Und die ist selbst (!) schon Teil des Problems!

Wenn nach einem Ordnungsbruch plötzlich gefragt wird:

„Was sind denn Grenzen?“
„Was ist denn Verantwortung?“
„Was ist denn Wahrheit?“

dann reden wir nicht mehr über Inhalte,
sondern über Vernebelung!

Systemisch ist das sehr klar:
„Grenzen, Verantwortung, Wahrheit und Macht
sind keine Definitionsfragen, sondern Wirkungsfragen.“

Man erkennt sie nicht (!) daran,
wie jemand sie beschreibt,
sondern daran, was sie BEWIRKEN.

Ein paar klare systemische Unterscheidungen dazu:
- Grenzen sind verletzt, wenn jemand sich erklären, rechtfertigen oder anpassen muss,
damit etwas „funktioniert“.
- Verantwortung fehlt, wenn Handlungen keine Konsequenzen haben und Schuld sprachlich verschoben wird.
- Wahrheit wird verlassen, wenn Wirkung bestritten wird mit dem Satz: „So war das nicht.“
- Macht liegt dort, wo eine Person bestimmen kann, ohne selbst in Beziehung oder Klärung zu gehen.
- Klärung wird verweigert, wenn jemand weiß, dass ein Wort notwendig wäre, sich aber entzieht.

Das Entscheidende (!) ist:
„Sobald über Begriffe diskutiert werden muss,
ist die Ordnung meist bereits verletzt.“

(Bitte noch einmal lesen! Am besten 5 mal hintereinander! 🙏🏻)

Denn in funktionierenden (!) Systemen müssen diese Dinge nicht erklärt werden - sie sind DA.

Systemisch gilt deshalb:
„Ordnung erklärt sich nicht. Sie wirkt.“

Und genau deshalb führen diese Arten von Diskussionen nicht (!) zu Klärung, sondern halten die Dynamik aufrecht.

Herzlich, Sandra ❤️

Bitte lies diesen Beitrag bis zum Schluss. Und wenn du eine Frau kennst, an die du sofort denken musst… leite ihr diesen...
08/01/2026

Bitte lies diesen Beitrag bis zum Schluss. Und wenn du eine Frau kennst, an die du sofort denken musst… leite ihr diesen Beitrag weiter. Oder teile ihn in deinem Feld. Es kann wichtiger für sie sein, als es für das Umfeld zu erkennen ist.

Manchmal sterben Menschen innerlich direkt neben uns, ohne dass es jemand wirklich bemerkt.

Wenn du selbst die Frau bist… dann ist dieser Follow-Beitrag nun auch für dich.

Es gibt diesen „Klick-Moment“, in dem plötzlich alles Sinn ergibt. Unumkehrbar.

Viele Frauen beschreiben ihn später fast fassungslos: „Wie konnte ich das so lange nicht sehen? Warum habe ich gewartet, gehofft, erklärt, ausgehalten? Was war denn los mit mir?“

Und nein, das hat nichts mit „Dummheit“ zu tun.
Und auch nichts mit „mangelnder Stärke“.

Es hat mit fehlender systemischer Einordnung zu tun.

Denn sobald eine Frau beginnt, Dynamiken systemisch zu verstehen (!), verändert sich nicht nur ihr Denken, sondern ihr gesamtes inneres Handeln.

Du hörst dann nämlich damit auf, Verhalten persönlich zu nehmen, das strukturell (!) bedingt ist.

Du hörst damit auf, auf Antworten zu warten,
die systemisch nicht kommen KÖNNEN von einem Gegenüber.

Und du hörst damit auf, dich selbst infrage zu stellen.

Viele Frauen sagen rückblickend: „Ich habe Jahre gebraucht, um das zu sehen.“

Und gleichzeitig entsteht dann etwas sehr Befreiendes: „Jetzt verstehe ich es.“

Dieser Beitrag ist für deinen Perspektivwechsel gedacht. Um zu verstehen, warum dir manches vielleicht erst nachträglich so offensichtlich wurde, und warum das systemische Verstehen dieser vorliegenden Strukturen einen so entscheidenden Unterschied macht.

Denn systemisches Verstehen ist kein reines „Theorie-Wissen“. Es ist immer ein innerer Ordnungswechsel.

Und ab dem Moment KANNST du nicht mehr so tun, als würdest du es nicht sehen.

Weil du es SIEHST.

Zum Beitrag:

„Stille ist nicht leer - sie ist voller Antworten.“
- Ein systemischer Perspektivwechsel.

Aus meiner praktischen Arbeit weiß ich, wie schwer es für viele Frauen ist, wenn „Stille“ eintritt.

Ein Gespräch bricht ab.
Ein Kontakt endet ohne weitere (Er)Klärung.
Nachrichten bleiben unbeantwortet.

Und dann beginnt etwas, das - gefühlt - für viele Frauen oft kaum bis gar nicht auszuhalten ist.

Das Warten.
Das Hoffen.
Das innere Kreisen.

Viele Gedanken entstehen dann:
Kommt da noch etwas?
Schreibt das Gegenüber noch?
War ich es nicht wert, dass das Gegenüber
etwas dazu sagt?

Dazu kommen oft noch Trauer, Schmerz, Gefühle von Abwertung, Zweifel am eigenen Wert.

In den letzten Jahren hat dahingehend besonders das Thema Ghosting viel Aufmerksamkeit bekommen. Und ja, auch das gibt es, inkl. sehr unterschiedlicher Varianten davon. Darauf möchte ich hier nun aber bewusst nicht (!) eingehen.

Mir geht es um etwas Grundsätzlicheres.
Um diesen einen Moment, in dem ein Mensch weiß, dass seine Klärung notwendig wäre,
und er trotzdem schweigt.

Und genau hier möchte ich dir heute
einen anderen Blick schenken - den systemischen.

Denn systemisch betrachtet ist diese „Stille“ keine Leerstelle. Sie IST bereits Antwort.

Vor allem dann, wenn das Gegenüber sehr wohl weiß, dass hier ein Wort, eine Einordnung, eine Verantwortung notwendig wäre.
Zu diesem „weiß“ komme ich aber später noch.

Systemisch gilt:
Stille entsteht nicht,
weil jemand „nichts zu sagen hat“.
Sie entsteht,
weil jemand etwas nicht aushält.

Nicht aushält, Schuld zu empfinden.
Nicht aushält, Verantwortung zu übernehmen.
Nicht aushält, sich der eigenen Rolle im Geschehen zu stellen.

Das System weiß das.
Und genau deshalb wird geschwiegen.

Diese Stille sagt dir also sehr viel:
- über Konfliktfähigkeit.
- über Verantwortungsbereitschaft.
- über emotionale Reife.
- über den Umgang mit eigener Schuld.

Und sie sagt dir alles,
was du über dein Gegenüber wissen musst.

Der entscheidende „Fehler“, den viele Frauen an dieser Stelle machen: SIE beginnen, die Stille mit Gedanken zu füllen.

Der Kopf startet ein Spiel:
- Vielleicht braucht er noch Zeit.
- Vielleicht weiß er nicht, wie er es sagen soll.
- Vielleicht habe ich etwas falsch gemacht.
- Vielleicht melde ich mich besser noch einmal.

Systemisch ist das ein entscheidender Moment.

Denn während DU versuchst, die Stille zu interpretieren, HAT das System längst gesprochen.

Diese Stille ist keine (!) Bitte um Geduld!
Sie IST eine Positionierung.

Ein Mensch, der schweigt,
zieht sich aus der Verantwortung zurück
und überlässt DIR die gesamte emotionale Last.

Und genau deshalb ist es so wichtig,
aus diesem inneren Spiel auszusteigen.
Weil du sonst etwas tust,
was systemisch gegen (!) dich (!) arbeitet:

DU übernimmst Verantwortung,
die nicht (!) DEINE ist.

Ich sage das auch aus meinem eigenen Leben:
Es gab eine Situation, in der mich genau dieser Perspektivwechsel gerettet hat.
Klar zu erkennen:
Diese Stille ist nicht leer.
Sie ist nicht bedeutungslos.
Und sie ist nicht neutral.

Sie IST Antwort.

Und diese Antwort entbindet dich davon:
- weiter zu hoffen,
- weiter zu warten,
- weiter innerlich Kontakt zu halten.

Denn wer schweigt,
obwohl (!) Klärung (!) notwendig wäre,
zeigt dir damit nicht, dass DU zu wenig wert bist.

Er zeigt dir,
wo SEIN Können liegt. Oder auch nicht.

Und diese Information REICHT.

Nicht für einen „schönen Abschluss“.
Nicht für ein versöhnliches Gespräch.
Aber für eine klare innere Entscheidung.

Diese Stille ist nicht leer.
Im Gegenteil: sie ist VOLL.

Und wer lernt, sie systemisch zu lesen,
wird sich nicht länger selbst verlieren,
während er auf etwas wartet,
das längst beantwortet IST.

„Was auf der anderen Seite geschieht - eine systemische Einordnung“
Damit dieser Perspektivwechsel für dich vollständig wird, ist es entscheidend, die andere Seite systemisch zu verstehen.

Um die Realität zu erkennen.

Wenn nachweislich etwas geschehen ist,
das nicht korrekt war, und dennoch keine Klärung erfolgt, gibt es systemisch betrachtet zwei
grundlegend unterschiedliche Konstellationen.

1. Fehlende Reflexionsfähigkeit - der Zusammenhang wird nicht erkannt
Es gibt Menschen, deren System NICHT in der Lage ist, sich selbst als verursachenden (!) Teil eines Geschehens zu erkennen.

Das bedeutet, dass ihr inneres Ordnungssystem keine Verbindung herstellen KANN zwischen:
- eigenem Verhalten
- Wirkung auf das Gegenüber
- notwendiger Verantwortung

Diese Menschen erleben sich nicht (!) als Beteiligte, sondern ausschließlich als Reagierende. In ihrer inneren Logik passiert ihnen etwas - sie verursachen nichts (!).

Systemisch gesprochen fehlt hier die Fähigkeit zur sog. Selbstverortung im Geschehen.

Für diese Menschen existiert kein innerer Impuls zur Klärung, weil sie gar nicht auf die Idee kommen, dass etwas mit ihnen zu tun haben könnte.

Stille entsteht hier nicht aus Vermeidung,
sondern aus Nicht-Erkennen!

Und das ist für das Gegenüber oft besonders schmerzhaft, weil man wartet auf etwas,
das strukturell nicht kommen KANN.

2. Strukturelle Schwäche - Klärung wird vermieden, obwohl sie erkannt wird
Die zweite Konstellation ist eine andere.
Und sie ist häufiger, als viele Frauen wahrhaben wollen.

Hier erkennt der Mensch sehr wohl, dass etwas nicht korrekt war. Dass ein Wort notwendig wäre.
Dass Verantwortung anstünde.

Aber: sein System ist nicht tragfähig (!) genug,
um diese Verantwortung auszuhalten.

Was hier fehlt, ist keine Einsicht,
sondern innere Stabilität.

Diese Menschen können:
- Schuldgefühle nicht regulieren
- innere Spannung nicht halten
- Ambivalenz nicht tragen
- den eigenen Anteil nicht integrieren.

Klärung würde bedeuten,
sich innerlich neu zu ordnen.

Und genau dazu reicht (!) ihre Struktur nicht aus.

Systemisch gesprochen handelt es sich um Menschen, die Konflikte externalisieren (!),
statt sie zu integrieren (!).

Sie lassen das Geschehen „liegen“
und hoffen, dass es sich durch Zeit erledigt.

Was beide Konstellationen gemeinsam haben
In beiden Fällen gilt:
1. Die Stille hat nichts mit deinem Wert zu tun.
2. Sie ist kein Urteil über dich.
3. Sie ist kein Zeichen, dass du zu wenig warst.
4. Und sie ist auch kein unausgesprochenes „Vielleicht später“.

Sie ist eine klare (!) Information (!) über die Struktur des anderen Systems.

Und genau DAS ist der entscheidende Punkt:
1. Nicht jeder Mensch ist klärungsfähig.
2. Nicht jeder Mensch ist verantwortungsfähig.
3. Und nicht jeder Mensch ist beziehungsfähig auf genau der Ebene, die Klärung voraussetzt.

Systemisch ist das keine Schuldzuweisung.
Es ist eine Grenzmarkierung.

Und sobald du begreifst (!),
dass Stille aus Unfähigkeit (!) dieses Gegenübers entsteht - nicht aus Überlegenheit - verändert sich etwas ganz Entscheidendes:

Du hörst auf zu warten.
Du hörst auf, dich zu erklären.
Du hörst auf, dich innerlich weiter zu binden.

Denn das System auf der anderen Seite
kann nur das geben, wozu es strukturell fähig ist.

Und diese Erkenntnis ist oft (erstmal!) schmerzlich, aber (langfristig!) befreiend.

Weil: wenn du auf eine Klärung wartest,
wartest du nicht (!) auf Einsicht,
sondern auf eine FÄHIGKEIT,
die auf der anderen Seite vorhanden sein muss.

Das ist nicht DEIN Scheitern.
Und auch kein Zeichen, dass du erklären, warten oder verstehen müsstest.

Systemisch ist das eine deutliche Grenze.
Die, der nicht vorhandenen Fähigkeit eines Gegenübers.

Und nein, nicht jede Beziehung endet,
weil etwas ungesagt geblieben ist.
Viele Beziehungen enden,
weil ALLES Wesentliche sichtbar geworden ist.

Und ab diesem Punkt ist es nicht mehr deine Aufgabe, durch weiteres Hoffen, eigenes Handeln und deine (!) weitere Bewegung, eine Struktur auszugleichen zu wollen, die genau DAS nicht leisten KANN.

„Stille“ entsteht nie zufällig.
Sie entsteht entweder aus fehlender Reflexionsfähigkeit oder aus struktureller Überforderung. Beides liegt außerhalb (!) deines (!) Einflusses.

Was jedoch klar in deinem (!) Einfluss liegt,
ist deine Entscheidung,
ob du dich weiterhin innerlich bindest
oder ob du die vorliegende Information (!) anerkennst, die dir durch das Verhalten
gegeben wurde.

Systemisch ist das kein Rückzug und kein „Scheitern“.

Es ist ein geordnetes Gehen.

Nicht, weil du nichts mehr fühlst.
Sondern weil du verstanden hast.

Und Verständnis für die Unfähigkeit eines Gegenübers, ist manchmal der stillste,
aber gleichsam auch der klarste Abschluss,
den es (in dem Fall für dich) geben kann.

Und an dieser Stelle ist es wichtig, noch etwas sehr klar zu sagen, weil hier systemisch häufig falsch argumentiert wird.

Nein. Es stimmt nicht, dass Klärung „immer bei beiden Seiten liegt“. Und nein, es ist kein systemischer Grundsatz, dass immer „beide gleichermaßen Verantwortung tragen“.

Das ist eine Vereinfachung.
Und fachlich schlicht falsch.

Systemisch gilt:
„Verantwortung liegt dort, wo Handlung stattgefunden hat.“

Wenn nachweislich etwas geschehen ist,
das grenzverletzend und nicht korrekt war, dann liegt die Klärungsverantwortung bei der Person,
die dieses Handeln zu verantworten hat.

Nicht bei derjenigen, die darauf reagiert hat.
Nicht bei derjenigen, die darunter gelitten hat.
Und nicht bei derjenigen, die auf eine Einordnung wartet.

Dieses „beide Seiten haben immer ihren Anteil“
wird dann oft und gerne benutzt, um Verantwortung zu vernebeln.

Systemisch ist das aber kein Ausgleich,
Es ist eine Verschiebung.

Natürlich gibt es Konstellationen,
in denen Dynamiken wechselseitig entstehen.
Aber das entbindet niemanden davon,
den eigenen (!) konkreten Anteil zu benennen (!).

Und genau hier liegt der Kern:
Klärung ist keine gemeinsame Wohlfühlübung!

Klärung ist ein einseitiger Schritt,
wenn einseitig etwas verursacht wurde.

Wenn diese Klärung ausbleibt,
dann liegt das nicht daran,
dass „noch etwas auf deiner Seite fehlt“.

Dann liegt es daran,
dass auf der anderen Seite
keine Fähigkeit vorhanden ist,
Verantwortung zu übernehmen.

Systemisch ist das kein offenes Feld mehr.
Es ist ein beantwortetes.

Und genau deshalb ist es so wichtig,
diesen Mythos bitte endlich loszulassen,
man müsse nur noch etwas verstehen,
noch etwas beitragen,
noch etwas warten.

Manche Klärungen liegen nicht (!) bei dir.
Und wenn sie dort liegen,
wo sie nicht geleistet werden,
dann ist das keine Einladung an dich zum „Weitertragen“, sondern eine klare Information.

Diese Klarheit ist ordnend.

Und sie bewahrt dich davor,
Verantwortung zu übernehmen,
die dir systemisch nicht (!) gehört.

Ein weiteres, oft übersehenes systemisches Indiz
Ein sehr klares Zeichen liegt auch darin,
wie oft DU bereits die Klärungsinstanz warst.

Wie oft warst du diejenige,
die das Gespräch gesucht hat.
Die Worte gefunden hat.
Die Verantwortung übernommen hat.
Die Hand gereicht, die Brücke gebaut, den ersten Schritt gemacht hat.

Systemisch ist das nicht neutral.

Denn Klärung ist keine (!) symmetrische Aufgabe.
„Wenn über längere Zeit immer dieselbe Person klärt, anspricht, ordnet, repariert, während die andere Seite schweigt, ausweicht oder sich entzieht, dann ist das KEIN Zeichen von beiderseitiger Beteiligung.“

Es ist ein Ungleichgewicht der Verantwortung.

Und genau dieses Ungleichgewicht ist entscheidend:
Wer dauerhaft klärt,
trägt strukturell mehr, als ihm zusteht.
Wer dauerhaft schweigt,
entzieht sich systematisch.

Systemisch wird hier sehr deutlich,
WO die Fähigkeit und WO die Verweigerung liegt.

Wenn du immer wieder diejenige warst,
die das Wort gesucht hat,
dann ist die aktuelle Stille keine offene Frage mehr, sondern eine Fortsetzung dieses Musters.

Und genau das macht die Lage fachlich eindeutig:
„Klärung kann nicht dort entstehen,
wo sie immer nur einseitig geleistet wurde.“

Denn Klärung ist kein Dauerzustand.
Sie ist ein gegenseitiger Akt. Oder sie endet.

Und wenn du erkennst,
dass du diesen Akt bereits oft genug getragen hast, dann ist es systemisch korrekt,
ihn nicht noch einmal zu übernehmen.

Ein persönliches Wort von mir zum Schluss:
Es gab eine Phase in meinem Leben,
da habe ich monatelang darauf gewartet,
dass jemand klärt.

Monatelang.
In innerer Anspannung.
In diesem Zustand zwischen Hoffnung und Erstarrung.

Und ich sage das ganz nüchtern:
Es hat mich fast umgebracht.

Nicht, weil die Situation an sich dramatisch war.
Sondern weil dieses Warten
jede innere Bewegung blockiert hat.

Ich habe damals noch geglaubt,
dass Klärung etwas ist,
das man gemeinsam herstellt.

Dass man nur lange genug offen, verständig,
und bereit sein muss.

Und dann kam der Moment,
den ich heute den „systemischen Klick“ nenne.

Der Moment, in dem ich verstanden habe:
Klärung ist KEIN gemeinsames Projekt,
wenn Verantwortung einseitig liegt.

Dieser Perspektivwechsel hat mein Leben verändert. Gefühlt damals: gerettet.

Ich habe aufgehört zu warten.

Nicht aus Resignation.
Nicht aus Erschöpfung.
Sondern aus Erkenntnis.

Und rückblickend weiß ich:
Nicht die Situation war gefährlich.
Das Warten war es.

Deshalb schreibe ich heute so klar darüber.
Deshalb werde ich öffentlich darüber sprechen.
Nicht aus blanker systemischer Theorie und Fachwissen.
Sondern aus eigener Erfahrung.

Weil ich weiß, dass es lebensrettend sein kann,
wenn man endlich versteht (!),
dass man nicht „verrückt“ ist,
sondern viel zu lange an der komplett falschen Stelle gehofft hat.

Die falsche Stelle ist dort, wo du auf Bewegung hoffst, obwohl das System auf der anderen Seite nicht bewegungsfähig ist.

Wo du auf Klärung wartest,
obwohl Verantwortung dort liegt,
wo sie nicht übernommen werden kann oder will.

Wo du innerlich Kontakt hältst,
während das andere System innerlich bereits ausgestiegen ist.
Oder nie wirklich eingestiegen war.

Systemisch ist Hoffnung an der falschen Stelle nämlich keine Tugend, sondern eine Bindung an fehlende Struktur.

Du hoffst dann nicht auf einen Menschen,
sondern auf Fähigkeiten,
die dort nicht vorhanden sind,
weil sie nicht existieren:
Reflexion.
Verantwortungsübernahme.
Beziehungsfähigkeit auf Augenhöhe.

Und genau an diesem Punkt wird Warten gefährlich: nicht, weil du zu schwach bist, sondern weil du in ein System investierst, das nicht antworten KANN.

Der rettende und gleichsam entscheidende Moment ist der, in dem du es erkennst, weil du es plötzlich SIEHST:

„Hier ist nichts mehr zu erwarten,
weil hier nichts da ist - auf der ANDEREN Seite.“

Und nein, das ist keine Kapitulation.
Das ist Ordnung.

Herzlich, Sandra ❤️

Ich hab schon Pferde vor Apotheken kotzen sehen - und nein, das ist keine systemische Wahrheit. Aber es ist eine wunderb...
07/01/2026

Ich hab schon Pferde vor Apotheken kotzen sehen - und nein, das ist keine systemische Wahrheit. Aber es ist eine wunderbar entlarvende Alltagserkenntnis:

„Selbst mitten vor der Apotheke kotzt das Pferd,
wenn das System nicht stimmt.“

Einordnung vorweg - und bitte lies das genau.

Bevor wir über „Neubeginn“ reden, sollten wir kurz über Verantwortung reden.

Denn aktuell ist Social Media voll von Tieren,
und allem, was sonst noch dazugehört.
Schlangen. Feuerpferde. Prognosen. Warnungen. Empfehlungen, was man „jetzt besser noch nicht tun sollte“, „was man hoffentlich getan hat“
und „ab wann es endlich leichter wird“.

Und ich sage das sehr klar an dieser Stelle,
sehr fachlich, nicht polemisch:

Wenn du dein Leben zwischen Kalendern, Tierzeichen und „Startdaten“ parkst,
verschiebst du deine systemische Realität.

Dazu kurz:
Das Jahr des sog. Feuerpferdes beginnt nicht am
1. Januar, sondern offiziell nach dem chinesischen Lunisolarkalender, am 17. Februar 2026 - und es dauert bis zum 5. Februar 2027.

Das heißt konkret:
Bis einschließlich 16. Februar 2026 gehört das Jahr astrologisch noch zum Jahr der Holz-Schlange; ab dem 17. Februar 2026 „lebt man“ dann im Jahr des Feuerpferdes.

Faktisch somit korrekt:
Das Jahr des Feuerpferdes beginnt
erst am 17. Februar 2026.
Nicht vorher.
Nicht „jetzt schon“. Sondern: erst dann.

Die Frage ist nur:
Und jetzt!? Was machst du bis dahin!?
Warten!?

Aktuell wird auf Social Media nämlich genau so getan. Als müsse man sein Leben „jetzt anhalten“,
weil „das Jahr des Feuerpferdes“ ja erst beginnt in ein paar Wochen.
Oder noch mal anders: wir haben ihn noch nicht, den 17.02.2026 - und weil das so ist, muss sich jetzt ja auch noch nichts „zeigen“.

Die entscheidende Frage ist also gar nicht,
welches Tier gerade durch die Feeds kriecht oder galoppiert, sondern:

„Was machst DU bis dahin mit deinem Leben?“

Setzt du es (mal wieder!?) auf Standby?
Wartest du ab, um jetzt bloß „nichts falsch zu machen“ vorher?
Bist du schon in Panik, weil du „immer noch nicht alles erledigt hast, was du aber schleunigst erledigen solltest, bevor das Pferd in den Galopp geht“?
Lähmst du dich selbst mit Prognosen, Warnungen und düsteren Deutungen, die dir erklären, warum „jetzt aber noch nicht der richtige Moment ist“?
Verschiebst du bedeutsame Begegnungen,
weil (laut Feuerpferd-Prognose!), „kann das jetzt
ja noch gar keinen Sinn machen“?

Wenn ja, dann hat das leider nicht in Ansätzen
mit Astrologie zu tun.

Sondern mit Angstbindung.
(… dazu gleich mehr)

Und systemisch ist es eindeutig:
Wer sein Leben an „Startdaten“ auslagert,
verlässt seinen Platz im Hier und Jetzt.

Ich sage das NICHT gegen Zyklen.
Ich sage es gegen Selbstentmachtung.

Zeitqualitäten können etwas begünstigen, ja.
Sie können erklären, warum sich manches leichter
oder schwerer anfühlt.
Aber sie sind kein Haltebefehl fürs Leben.

Wenn du dich gerade zwischen Schlangen, Feuerpferden und Prognosen verhedderst,
verschiebst du deine Realität in die Zukunft und erklärst die Gegenwart zur Wartezone.

Und darauf reagiert kein System.
Nicht das Leben.
Keine Beziehung.
Keine Entwicklung.

Systemisch gilt, sehr nüchtern und klar:
„Solange du wartest, stehst du immer noch nicht an deinem Platz.“

Und egal, welches Jahr gerade beginnt:
Das Leben antwortet nur dort, wo jemand jetzt (!) Verantwortung übernimmt.

Kommen wir zum Beitrag 😉

„Über den „Mythos Neubeginn“ und warum er kein Datum braucht“

Überall wird gerade vom Neubeginn gesprochen.
2026. Neues Jahr. Neue Energie. Neue Konstellationen. Als würde etwas erst dann möglich, wenn ein Kalenderblatt umspringt.

Und bevor ich das nun weiter ausführe, ist mir eines wirklich wichtig:
Astrologie, Human Design, zyklische Rhythmen, kollektive Felder - all das hat seinen Platz!
Ich selbst arbeite für mein Leben gern mit Human Design. Ich weiß um Planetenzyklen, Zeitqualitäten, kollektive Bewegungen.

Und sie wirken. Punkt.

Aber, und das ist nun die entscheidende systemische Unterscheidung:

Sie ersetzen keine innere Positionierung.

Systemisch betrachtet ist ein Neubeginn kein Ereignis. Er ist eine Bewegung im System.

Das Leben folgt nicht primär dem Jahreswechsel,
sondern den Momenten, in denen ein Mensch klar entscheidet.

„So wie bisher - nicht mehr, nicht weiter“

Diese Momente sind weder an Januar noch an Februar gebunden.
Sie entstehen an einem Dienstag.
Oder an einem ganz normalen Donnerstag.

Ich habe mal einen Menschen erlebt, der sein komplettes Jahr auf den nächsten Urlaub ausgerichtet hat.
30 Tage Leben.
335 Tage Warten.

Und auch das war keine Frage von Astrologie.
Das war (und ist) eine Frage von Aufschub.

Systemisch passiert dabei Folgendes:
Lebendigkeit wird in die Zukunft ausgelagert
und die Gegenwart zur Übergangszone erklärt.

Und was ist das für ein Leben?
Was ist das für ein Hier und Jetzt,
wenn das eigene Leben im Grunde aus nichts anderem als Warten besteht?
Warten auf den Urlaub.
Warten auf die Auszeit.
Warten auf die wenigen Tage, in denen man sich dann „endlich lebendig“ fühlt?

Ich sage das bewusst so klar.
Und jeder der mich kennt, weiß:
Ich liebe Spanien.
Ich liebe das Leben dort.
Und auch 2026 wird das wieder viele Monate meines Jahres ausmachen.

Aber der entscheidende Punkt und damit die systemische Unterschiedsbildung ist:
Ich lebe nicht gedanklich ausschließlich nur dort, während meine tägliche Realität gerade in Deutschland stattfindet.

Ich sitze nicht hier und „überbrücke irgendwie meine Zeit“, bis endlich wieder diese 14 Tage oder 3 Wochen dieser sogenannten „High-Power-Tage“ beginnen.
Ich parke mein Leben nicht zwischen zwei Urlaubsphasen.
Und ich vergeude meine kostbare Lebenszeit nicht mit Langeweile und Lethargie, bis die nächste „14 Tage Insel-Phase“ wieder da ist.

Denn was wäre das für eine Rechnung?
Was passiert denn nach dem Urlaub?
Fällt man dann lediglich nur wieder zurück „in das alte Loch“?
Beginnt dann lediglich erneut „das Zählen der Tage“?

Systemisch betrachtet ist das kein Genussmodell.
Es ist ein Fluchtmodell.

Ein Leben, das nur in Ausnahmezuständen stattfindet, ist kein erfülltes Leben.
Es ist ein aufgeschobenes.

Und spätestens mit 80 möchte ich nicht dasitzen
und mich fragen:

Was habe ich eigentlich all die Jahre sonst noch gemacht? Noch irgendwas anderes, als:
Gewartet?

Hier und jetzt zu leben heißt nicht, auf Schönes zu verzichten. Es heißt, das eigene Leben
nicht zu vertagen.

Nicht auf den nächsten Urlaub.
Nicht auf bessere Umstände.

Denn das Leben besteht nicht aus „Highlights“.
Es besteht aus Anwesenheit.

Und genau dort (nicht später!) entscheidet sich,
ob man wirklich lebt oder nur wartet.

Leben findet nicht „bald“ statt.
Es findet JETZT statt - oder gar nicht.

Und ja, natürlich (!) gibt es äußere Bedingungen.
Natürlich gibt es Bindungen, Pflichten, Systeme, in denen man steht. Weil man da steht.
Niemand lebt im „luftleeren Raum“.

Und trotzdem gilt:
Wir sind nicht ohnmächtig in unseren Systemen.
Wir sind mitwirkend!

Nicht allmächtig.
Aber verantwortlich!

Astrologische Zyklen können Türen anzeigen.
Astrologie kann Potenziale beschreiben.
Zeitqualitäten können etwas begünstigen.

Doch durch diese Tür geht niemand für uns.

Ein echter (!) Neubeginn entsteht dort,
wo jemand aufhört zu warten
und anfängt, HEUTE anders zu handeln
als gestern.

Vielleicht braucht 2026 nämlich gar keinen Neubeginn. Vielleicht braucht es einfach mehr Menschen, die nicht ausschließlich auf das nächste Jahr, nicht ausschließlich auf den nächsten Zyklus, nicht ausschließlich auf die perfekte Konstellation warten.

Sondern sagen:

Ich bin da! Jetzt! Und ich bewege mich!

Denn das Leben beginnt nicht mit einem Datum. Das tut es nie.
Es beginnt mit einer klaren Haltung.

Dazu: ich selbst bin im Moment zufrieden.
Nicht, weil aktuell alles leicht ist.
Nicht, weil aktuell schon „alles sicher wäre“.
Sondern weil ich mich bewusst wieder einlasse auf das Leben.

Und das ist ein entscheidender Unterschied.

In Wartephasen habe ich das nicht getan.
In Hoffnungsphasen auch nicht.
In diesen „Es wird schon irgendwann besser“-Zuständen und all den Schwebezuständen, die so viel Energie kosten, war ich innerlich gar nicht wirklich da.

Man lebt dann nämlich nur „halb“.
Man hält sich dauernd zurück.
Man beobachtet das eigene Leben mehr,
als dass man tatsächlich darin steht.

Jetzt ist das anders.

Nicht, weil jetzt 2026 ist, Schlangen noch sichtbar und Pferde schon wiehern… auch nicht, weil nun „plötzlich schon alles geregelt wäre“ -
sondern: weil Klarheit entstanden ist.

Ich habe Türen geschlossen.
Bewusst.
Und endgültig.

Und erst dadurch (!) ist überhaupt wieder Bewegung möglich geworden.

Dieser so legendäre Facebook-Satz:
„Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere“ - klingt abgedroschen, ja.
Und trotzdem stimmt er.

Aber: die neue Tür öffnet sich nicht,
wenn man die alte nur anlehnt.

Systemisch ist das sehr klar:
„Solange etwas innerlich offen bleibt,
bleibt das Feld gebunden.“

Erst wenn eine Option wirklich nicht mehr existiert, entsteht Raum für etwas Neues.

Ich will niemandem falsche Hoffnungen machen.
Auch dieser Text hier ist kein Versprechen.
Aber er ist eine Beobachtung.

Und vielleicht wäre es ja auch für dich einen Versuch wert, nicht sofort nach dem nächsten Ausgang zu suchen, sondern einmal zu schauen,
was passiert, wenn du wirklich schließt.

Ich kann das aus Erfahrung sagen.
Ich hatte im März 2022 schon einmal eine sehr ähnliche Situation, wie jetzt aktuell.
Auch damals habe ich vorher (!) eine Tür zugemacht. Und es hat nicht lange gedauert,
bis das Leben ganz klar und eindeutig
geantwortet hat.

Und vielleicht ist genau das der Punkt:
Das Leben antwortet nicht auf Hoffnungen.
Es antwortet auf Klarheit.

Und Klarheit entsteht dort, wo jemand bereit ist,
wirklich da zu sein. Nicht später, nicht erst in 6 Wochen, nicht erst „nach dem nächsten Zeichen“,
sondern JETZT.

Hellinger beschreibt es nicht als „Neubeginn“.
sondern als Ordnung.

Und zwar aus einem ganz einfachen Grund:

„Das Leben antwortet nicht auf Hoffnung.
Es antwortet auf vollzogene Bewegung.“

Nach Hellinger gilt systemisch:
- Solange etwas innerlich noch offen ist,
bleibt diese Bindung wirksam.
- Solange eine Option nicht beendet ist,
bleibt das Feld gebunden.
- Solange jemand wartet, ist er nicht anwesend.

Und das Leben reagiert darauf nicht.
Weil keine klare Ordnung da ist.

In Hellingers Sprache bedeutet „Neuanfang“ einen Platz zu verlassen.

Und zwar:
- ohne ihn zu beschädigen
- ohne ihn innerlich weiter zu besetzen
- ohne eine Hintertür offen zu lassen.

Das ist für Hellinger der entscheidende Punkt.

Denn er sagt sinngemäß:
„Erst wenn etwas innerlich keinen Platz mehr hat,
kann etwas Neues seinen Platz finden.

Warum das Leben dann „antwortet“:
Das Leben ist kein Dialogpartner.
Es ist ein Ordnungsfeld.

Wenn Ordnung hergestellt wird,
- durch Klarheit
- durch Anerkennung dessen, was war
- durch ein echtes Ende

dann entsteht freie Energie.

Nicht spirituell.
Systemisch!

Diese freie Energie zeigt sich dann als:
- neue Begegnungen
- neue Bewegung
- neue Möglichkeiten
- neue Lebendigkeit

Nicht, weil man sie „manifestiert“.
Sondern weil kein Altes mehr blockiert.

Und auch Wartephasen ordnet Hellinger klar ein:
Warten heißt:
- innerlich gebunden bleiben
- Verantwortung an die Zeit auslagern
- das eigene Leben nicht vollständig nehmen

Und darauf reagiert das Leben nicht.

Nicht aus „Grausamkeit“.
Sondern weil Unentschiedenheit kein Platz ist.

Ein Hellinger-Satz, der so gut dazu passt
(nicht wörtlich, aber in seinem Denken absolut stimmig):

„Das Leben tritt dort ein,
wo jemand ganz an seinem Platz steht.“

Nicht halb.
Nicht hoffend.
Nicht wartend.

Ganz.

„Erst wenn etwas innerlich keinen Platz mehr hat,
kann etwas Neues seinen Platz finden.“

Systemisch ist Warten kein neutraler Zustand.
Warten bedeutet immer:
„Ein Platz bleibt innerlich besetzt.
Nicht aktiv, aber verfügbar.“

Wer hofft, hält eine Möglichkeit offen.
Und wer eine Möglichkeit offen hält,
steht nicht ganz an seinem eigenen Platz,
sondern halb im Gestern und halb im Vielleicht.

Ein System reagiert darauf eindeutig:
„Solange ein Platz innerlich nicht freigegeben ist,
bleibt das Feld gebunden.“

Gebunden heißt nicht immer emotional verstrickt oder komplett dramatisch.

Gebunden heißt:
„Energie, Aufmerksamkeit und innere Orientierung
sind noch auf etwas ausgerichtet,
das nicht mehr real stattfindet,
aber innerlich weitergeführt wird.“

Man merkt das auch sehr konkret:
- Entscheidungen fühlen sich zäh an
- Neues bleibt unverbindlich
- Begegnungen haben keinen Tiefgang
- das Leben wirkt wie „auf Standby“
- es gibt viel Denken, aber wenig Bewegung

Und auch hier wieder: weil Ordnung fehlt.

Ordnung entsteht erst dort,
wo ein Platz nicht mehr zur Verfügung steht.

Eine klare Entscheidung heißt systemisch nicht:
„Ich weiß, wo die Reise hingeht.“

Sondern:
„Ich weiß, wo sie nicht mehr hingeht.“

Und das ist der entscheidende Unterschied.

Mit einer klaren Entscheidung wird kein Ziel festgelegt, sondern ein Feld geschlossen.
Erst dadurch entsteht Raum.

Dann passiert Folgendes - ebenfalls sehr nüchtern:
- Energie wird frei
- Aufmerksamkeit kommt ins Jetzt zurück
- Begegnungen werden realer
- Entscheidungen fallen leichter
- Bewegung entsteht ohne Druck

Nicht, weil man kontrolliert.
Sondern weil das System nicht mehr geteilt ist.

In der Sprache von Hellinger:
„Ein Mensch steht an seinem Platz,
wenn er nicht mehr wartet.“

Und das bedeutet ausdrücklich nicht,
dass man immer schon sofort weiß,
wie alles weitergeht.

Es bedeutet nur:
„Dieser Platz ist nicht mehr offen.
Und genau deshalb kann sich etwas anderes zeigen.“

Und was ist nun mit all den Zyklen, Jahren, Prophezeiungen? Heißt das jetzt, Sandra, all das sei Quatsch?

Nein!

Aber systemisch gehört es an die richtige Stelle.

Zyklen - ob astrologisch, chinesisch oder energetisch beschrieben - sind Beschreibungen von Zeitqualitäten, KEINE Handlungsanweisungen
und schon gar keine Wartezonen!

Problematisch wird es wirklich dort,
wo Menschen beginnen, ihr Leben auf Pause zu setzen, weil ein Jahr „noch nicht begonnen hat“,
eine Qualität „erst im Februar wirkt“ oder vorher „noch etwas Schlimmes passieren könnte“ (… weil du dies, das und jenes „nicht gemacht hast“.)

Systemisch ist das eindeutig:
Angst BINDET!

Und Angst tarnt sich leider auch gerne als Spiritualität. Was sie nicht ist!
UND: was sie nie war!

Wenn es so ist, wie gerade beschrieben, dann wird nämlich nicht mehr entschieden,
sondern ausgewichen (!).

Nicht mehr gehandelt,
sondern gehofft, dass ein Zyklus „es richtet“.

Das ist leider kein Respekt vor Zeitqualitäten.
Das ist Delegation von Verantwortung.

Wer wartet, bis ein Jahr „richtig startet“,
wer glaubt, erst müssten bestimmte Konstellationen eintreten, bevor man sich bewegt,
stellt sich nicht an seinen Platz…

sondern DANEBEN!

Und darauf reagiert das Leben nicht.

Zyklen können etwas begünstigen, ja.
Sie können anzeigen, wann etwas leichter fällt.
Aber sie ersetzen keine Klarheit
und keine Entscheidung.

Ein System ordnet sich nicht, weil ein Kalender umspringt. Es ordnet sich, weil jemand aufhört, sich hinter Möglichkeiten, Prognosen oder Warnungen zu verstecken.

Angstbasierte Deutungen - egal wie spirituell sie verpackt sind - führen NICHT in Bewegung,
sondern in den Stillstand (!).

Und Stillstand ist kein Schutz.
Er ist Bindung.

Systemisch gilt:
„Das Leben antwortet nicht auf Prophezeiungen.
Es antwortet auf Präsenz.“

Nicht im Februar.
Nicht erst mit dem nächsten Zyklus.
Sondern genau dort,
wo jemand jetzt (!) Verantwortung
für seinen Platz übernimmt.

Zeitqualitäten können dich begleiten.
Keine Frage. Kein Veto. Keine Abrede.
Aber LEBEN musst du selbst.
Und das nicht „später“.
Sondern JETZT.

Und übrigens - das noch, wenn wir hier schon über Zyklen, Jahre und Timing reden -
auch in der Liebe gilt:

Schlangen hin, Feuerpferde her.
Ich bin gerade einfach DA.
Wach. Klar. Bewusst in dem, was in meinem Leben gerade passiert.
Und ja - das ist schön.
Still schön. Erwachsen schön. Echt schön.

Und natürlich liebe ich Human Design.
Natürlich finde auch ich die Astrologie total spannend.
Weiterhin. Und wahrscheinlich ewig.
Natürlich weiß ich um Energien, Rhythmen, Dynamiken. Ich arbeite seit 2014 in einer erfolgreichen Praxis damit.
Ich habe darin viel Wahrheit gefunden -
über mich, über Menschen, über Beziehungen.

Aber ich habe nie gelernt, mein Herz an einen Kalender zu delegieren.

Es ist noch gar nicht Februar.
Und ich rutsche gerade trotzdem so ein bisschen hinein - in dieses Gefühl von „Ich muss lächeln, wenn mein Display einen bestimmten Absender anzeigt“.
Nicht „dramatisch“.
Nicht „geplant“.
Nicht „ausgerufen“.

Einfach passiert.
März 2022 - Ich erwähnte es schon.

Und was soll ich nun sagen? „Sorry, aber das Feuerpferd ist noch nicht gesattelt!?“

Und was sagt UNS das?

Vielleicht genau das:
Dass Leben nicht wartet, bis wir es freigeben.
Dass Liebe nicht fragt, ob jetzt das richtige Tier an der Reihe ist.
Dass Nähe nicht auf Startsignale reagiert,
sondern auf Anwesenheit.

Und nein. Ich sitze nicht da und denke:
„Oh, das müsste ich mir jetzt aber verkneifen,
das Feuerpferd kommt ja erst…“

Ich lebe. Jetzt.
Punkt.

Und vielleicht ist das die eigentliche Botschaft hinter all dem, was ich hier gerade schreibe.
Du kannst Zyklen lieben.
Du kannst Konzepte schätzen.
Du kannst dich orientieren.

Aber dein so einzigartiges Leben -
deine Liebe -
dein Jetzt

will nicht prognostiziert werden.
Es will gelebt werden.

Und manchmal reicht genau das.

Neustart 2026 - und draußen scheint gerade so herrlich die Sonne. Und ja, auf Neubeginn ausgerichtet sein ist etwas schönes. Immer.

2026 trägt die Energie der 1. Das ist Neubeginn, Klarheit, Aufbruch. In der Numerologie somit ein Jahr des Anfangs, und das ist immer toll. Immer kraftvoll.
So wie Anfänge eben sind. Im Zeichen des Feuerpferdes: kraftvoll, schnell, mutig - und auch das:
I love it! Hier darf Altes gehen. Hier entsteht Raum für neue Energie, neue Wege, neue Lebenskraft. Und ja, auch ich freue mich auf all das, was sich 2026 zeigen will.

Allerdings: Jetzt!
Nicht erst ab 17. Februar 2026.
Und vielleicht ist das der Unterschied.

Herzlich, Sandra ❤️

Und ja, es kann gut sein,
dass dieser Beitrag nicht allen schmeckt.
Das ist in Ordnung.

Ich schreibe nicht, um zu gefallen.
Ich schreibe nicht, um zu beruhigen.
Ich schreibe nicht, um Erwartungen zu erfüllen.

Ich schreibe, um systemische Unterscheidung
möglich zu machen. Und diese auszusprechen.

Denn Geschmack vergeht.
Wirkung bleibt.

Und wer hier etwas spürt,
nicht weil es angenehm ist,
sondern weil es etwas in Bewegung bringt,
der liest Follow nicht zufällig.

Und der ist hier richtig.

Mehr braucht es nicht.

Adresse

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Freiburg Im Breisgau
79111

Telefon

+4915119741607

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