Naturheilpraxis Kurali

Naturheilpraxis Kurali Ich behandle Menschen, keine Symptome oder Diagnosen. Konsequente Ganzheitlichkeit, CranioSacrale Osteopathie, Sat Nam Rasayan, Astrologie, Heilsteine

Es geht darum die innere Gesundheit zu stärken um so Krankheiten den Boden zu entziehen, anstatt sie zu bekämpfen, was immer zu Kollateralschäden („Nebenwirkungen“) führt.

06/04/2026
16/02/2026

Negativität

„so schwarzmagisch wie du dich gibst ist es kein Wunder dass dir niemand zuhört“ - so oder so ähnlich hat es mal eine ehemalige Schülerin ausgedrückt (und dabei nicht gemerkt dass sie sich selbst widersprochen hat). „Schwarzmagisch“ war im Sinne von dunkel, nicht negativ wertend gemeint. Um auch gleich „magisch“ zu erklären – was bedeutet Magie ? Nun, eigentlich ganz einfach: wir wissen nicht wie es funktioniert, die Zusammenhänge liegen also (für uns) im Dunkeln. Also nur eine Verdopplung und entsprechend eine Hervorhebung des Prinzips.
Nicht mehr, nicht weniger.
Die meisten Ursachen unserer Probleme liegen – für uns – meist im Dunkeln. Sonst wäre es nicht lange ein Problem. Also müsste man theoretisch in den eignen dunklen Bereich gehen und da nachgucken. Was das Problem schon erklärt: das geht nicht. Wir sind sowohl körperlich als auch mental Augenmenschen, unser Hauptsinn ist das Sehen. Das funktioniert natürlich um so schlechter um so dunkler es wird. Dadurch werden wir unsicher, und unsicher ist immer Angstbeladen. Und Angst ist schlecht. Das Problem ist also nicht die Dunkelheit an sich sondern dass wir sie negativ bewerten und deshalb alles was in ihr liegt verdrängen – noch mehr ins Dunkle. Also wieder klar ein Selbstläufer.
Das umzudrehen ist keinesfalls einfach. Deshalb gibt es Leute wie mich. Ich sehe mich als Lotse der dem Käpten (dem Patienten) hilft durch Untiefen, also durch versteckte Gefahrenquellen zu steuern, ihm aber auch beibringt es so gut es geht selbst zu tun. Dafür muss ich teilweise das Schiff übernehmen. Aber eben nur teilweise. Die eigentliche Verantwortung und damit die Befehlsgewalt liegt immer noch beim Kapitän, um bei diesem Bild zu bleiben.
Um vom Bildhaften wieder in die Realität zu kommen: damit der Patient nicht in Abhängigkeit gerät muss er die Verantwortung für seine Gesundheit behalten, was wiederum heißt er muss sich selbst mit seinen Problemen, seinen dunklen Anteilen, beschäftigen.
Jede Therapie sollte vor allem Hilfestellung sein und dem Patienten seine Verantwortung für sich selbst nicht abnehmen. Alles was über den Grundsatz „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“ hinaus geht schwächt den Patienten von innen, ist also auf Dauer kontraproduktiv.

30/01/2026

Tacheles

mal wieder wie so oft auf Linkdin: Unternehmer oder leitender Angestellter, gutes Gehalt, manchmal noch dazu mit viel Zeit, klagt: nicht glücklich mit seinem Leben, Depressionen, Burnout bzw Boreout – wobei letzterer quasi der Linkshänder des Vorhergehenden ist. Und es gibt noch viel mehr Spielarten des selben Problems, hier sei nur mal das rausgegriffen.
Nun, irgendwann mal habe ich wenig mitfühlend geschrieben: kein Mitleid, ganz bestimmt nicht.
Warum ? Nun, wer an der unteren Seite der Nahrungskette seinen Job tun muss um sein Leben zu finanzieren bekommt mein ganzes Verständnis.
Wer aber genug Geld und damit genug Kapazität hat sich Hilfe zu holen verdient kein Mitleid sondern einen therapeutischen Tritt. Was man durchaus als Freundlichkeit ansehen kann weil Mitleid in so einem Fall wenig zielführend ist.
Wer die Möglichkeit hat etwas an seiner Situation zu ändern aber es nicht tut beweist sollte sich die Frage stellen ob er wirklich etwas ändern will. Er agiert wie der Mann der unter der Laterne seinen Schlüssel sucht. Auf die Frage ob er ihn verloren hat antwortet er: „nein, aber hier ist wenigstens Licht“.
Um Probleme in den Griff zu bekommen muss man sie annehmen. Obwohl man nur schlecht ohne Hilfe herauskommt muss man mehr als 80 % der Arbeit selbst leisten. Seltsamerweise schrecken gerade die „Macher“ die äußerlich „Erfolg“ haben ohne Ende vor dieser inneren Arbeit zurück. Das innere Aufarbeiten wie und warum man sich selbst in diese Misere gesteuert hat ist wesentlich um ein tragbares lebendigeres individuelles Programm zu entwickeln.
Wem es daran liegt Verständnis für seine Situation zu bekommen ist bei den vielen studierten Psychologen von denen es auf Linkdin genug gibt bestimmt besser aufgehoben.
Wer sich auf die Hinterfüße stellen will um wirklich an deiner Situation zu arbeiten ist bei mir richtig.

Meine eigentliche Qualifikation kommt nicht aus einer theoretischen Ausbildung sondern aus der harten Realität. Ich bin erzogen worden dass nur Leistung zählt. Mir wurde das in jedem Wortsinn eingeprügelt, manchmal auch eingetreten. Ich will nicht sagen „dass mir das nicht geschadet hat“ - was Schwachsinn ist. Aber es hat mir in mein Unterbewusstes ein großes NEIN gesetzt. Viel später hat mir in einer Fortbildung eine Dozentin ein Bild gemalt mit einem großen schwarzen MUSS als zentrale Bedeutung, was das Problem von der anderen Seite beschreibt. Die persönliche Aufarbeitung dieser Konditionierung hat mich dahin gebracht wo ich heute bin. Womit ich nicht (nur) das Äußere, den Heilpraktiker, meine sondern wo ich innerlich stehe. Das war nicht einfach. Deshalb weiß ich wie man tief liegende Schwierigkeiten auf verschiedenen Ebenen meistert. Aus dem realen Leben, nicht (bzw sekundär) aus angelerntem theoretischen Wissen.

22/01/2026

Ich helfe Menschen ihren eignen Raum auszufüllen.
Das nennt sich „Gesundheit“
Wir sind viel zu sehr darauf konditioniert etwas zu sein was wir nicht sind. Das ist die Grundlage innerer Desorganisation welche wiederum die Grundlage von innerer Schwäche und Krankheiten bildet.
Sich selbst zu sein kann einem niemand beibringen. Vor allem ist es mit Angst behaftet. Dass wir dieser Angst entgehen wollen ist das eigentliche Problem.
Um sich Selbst zu erreichen muss man die Angst annehmen und durch sie durchgehen.
Ich sehe meine Aufgabe als Lotse sich nicht in der Angst und den inneren Blockaden zu verlieren um sich erreichen zu können.
Nachdem ich mich über 30 Jahre damit beschäftigt habe denke ich gerade das das Größte ist was man erreichen kann. Die eigne Größe einfach zu leben kann nur gesund sein.

17/01/2026

Behandlungen

Laut Infektionsschutzgesetz und vor allem der Sorgfaltspflicht ist es mir als Heilpraktiker bis auf wenige Ausnahmen nicht erlaubt Infektionskrankheiten zu heilen.

Schwere Krankheiten darf ich aufgrund der selben Sorgfaltspflicht „nur“ Mitbehandeln. Das nur bezieht sich darauf dass diese schweren Krankheiten zumindest ärztlich Kontrolliert werden. Was meiner Ansicht nach sowieso Sinn macht, ich frage auch immer meinen Arzt was er davon hält und welche Therapie er vorschlägt wenn ich krank bin. Und er weiß dass ich Heilpraktiker bin. Wirkliche Zusammenarbeit ist selten verkehrt.

Nur Ärzte und Heilpraktiker dürfen „heilen im Sinne des Gesetzes“ und Diagnosen stellen. Was den Grund des Konkurrenzverhaltens dieser beiden Berufe ist.
Wer „nur“ über die Selbstheilkräfte arbeitet – was meiner Meinung nach viel mehr mit heilen zu tun hat – darf das und sich, berechtigter Weise, Heiler nennen.
Für meinen Teil arbeite ich eine Stufe tiefer als die Selbstheilkräfte, ich stelle so gut es geht die innere Ordnung wieder her um so den ganzen Menschen – Selbstheilkräfte eingeschlossen – von innen heraus gesünder zu machen.
Ich arbeite jeden Tag daran mein Verständnis in Menschen zu vertiefen weil es einfach ein Wesenszug von mir ist. Und diesen kann ich auch nach Feierabend, Sonntags oder im Urlaub nicht ablegen. Das ist der Unterschied zwischen Beruf und Berufung.

Für mich sind Standesklüngel nur so weit erheblich wie sie nervig sind. Ich erkenne jeden an der seine Arbeit gut macht, ob er nun Arzt, Heilpraktiker oder Heiler ist.

Ich aktualisiere gerade meine Homepage. Das ist ein Inhalt davon. Nur die Überschrift gefällt mir noch nicht.

11/01/2026

Täter und Opfer

Mir wurde auf Linkedin Täter-Opfer-Umkehr vorgeworfen. Wir stecken – wie alles Andere auch – Täter und Opfer nur zu bereitwillig in fixe Schubladen, aber so schwarzweiß ist die Realität nicht. Ich sehe die Problematik differenzierter auch wenn mir das einiges an Unmut (gelinde gesagt) einbringt.
Ich wurde von einem Maurer. Alkoholiker und Sklaventreiber erzogen. Ich kann mich erinnern im Alter von 6 Jahren Putz von Steinen geklopft zu haben um sie wieder zu verwenden. Im Feld haben wir auch regelmäßig geholfen, was an sich nicht schlimm war. Ungemütlich war nur die zunehmende Ausfälligkeit meines Vaters. Damals hat meine Mutter einiges abgeblockt also war für uns Kinder klar wer in welche Schublade gehört. Und zwar absolut sonnenklar.
Nun ist mein Vater seit 2000 verstorben und da sich meine Mutter nicht mehr hinter dem Charakter meines Vaters verstecken und es wurde immer klarer: diese Frau ist genauso. Ok, sie hat uns in der Kindheit einiges abgehalten, aber im Prinzip hat die die Struktur aktiv mitgetragen.
Nachdem ich 20 Jahre nichts mit meinem Bruder geredet habe kamen wir beide unabhängig auf den selben Gedanken: da meine Mutter einen nicht unwesentlichen Einfluss auf meinen Vater hatte war sie teilweise zumindest Schuld an der Ausprägung und wie sich der Alkoholismus letztendlich ausgewirkt hat. Obwohl sie immer das Opfer der Gewalt meines Vaters gespielt hat. So einfach sind also die Schubladen nicht. Und wir, die Kinder haben ziemlich lange gebraucht um das scheibchenweise immer mehr zu erkennen.
Aber es geht mir nicht um Schuldzuweisung. Auch und gerade weil es so aussieht. Ich kann mich jetzt als Opfer sehen, die Täter sind klar und ich hab ne schöne moralisch weiße Weste. Das löst das Problem nicht. Mein Vater war ein Kriegsflüchtling und der Krieg hat sein Leben zerstört bevor es richtig anfing. Er hätte eigentlich Pfarrer werden sollen, hier hat er noch nicht mal Zimmermann lernen können. Er war also auch Opfer. Und gerade darauf kommt es an: jeder Täter ist zuerst mal Opfer. Das kann auf für uns unwesentlichen, schrägen Gründen passieren, aber je mehr jemand innerlich verletzt ist um so mehr muss er das kompensieren.
Aus Opfer wird Täter. Dominant – diese Ausprägung haben mehr Männer – oder manipulativ, was eher auf Frauen zutrifft.
Wenn ich also bei jemanden den Opferstatus akzeptiere gebe ich ihm einen gewissen Grad an Genugtuung. Was durchaus richtig und wichtig ist. Aber es löst das Problem nicht. Das Problem wird nur gelöst indem ich das Opfer aus seiner Rolle heraus bekomme. Das geht eindeutig weit darüber hinaus ein Opfer als solches anzuerkennen. Und es verlangt viel Arbeit an sich Selbst.
Man ist das was man aus dem macht was das Leben aus einem gemacht hat. Genau das bringt einem aus der Opferhaltung in Richtung persönlicher (innerer) Freiheit. Und genau das ist es was einem hindert später selbst - uneingestanden – irgendwie Täter zu werden.
Schließlich löst Abschreckung nicht das Problem – sonst hätten wir es gar nicht. Und Gefängnisse machen niemand besser.
Es ist nicht nötig dem Täter zu verzeihen – das habe ich auch meinem Vater nicht. Es ist wichtig die Struktur zu erkennen und wie man selbst sie durchbrechen kann. Damit bekommt man das höchstmögliche Maß an Einfluss über sein Leben. Das habe ich über Jahrzehnte aus meinem Leben und von meinen Patienten gelernt.

09/01/2026

Balance

Ihr kennt das bestimmt: manchmal (oder oft) fühlt man sich wie in einem Zirkuszelt, alle Kollegen sind durch den Durchzug krank, also muss man die Teller auf den Stangen jonglieren, die Elefanten durch die Manege treiben, Löwen durch Feuerreifen springen lassen, auf dem Hocheinrad fahren und Bälle jonglieren (als ob die Teller nicht schon genug wären),aufpassen dass die Löwen nicht den Clown (der ist noch gesund) fressen, wieder an die Teller, aufs Hochseil und die Elefanten drehen lassen und auf einmal geht durch das Adrenalin alles langsamer und man ist im Auge des Hurrikans. Und dann macht man ne beiläufige Bewegung und alles wird anders: das Zirkuszelt ist weg und man befindet sich in einer Graslandschaft an der Küste mit leichtem Wind (oder welches Bild auch immer, am besten ist gar keins) und absolute innere Ruhe.
Dabei erinnere ich mich an die Erklärung einer Bekannten die gemeint hatte wenn man He**in durch die Nase zieht ist auf einmal alles gut. Dann beginnt der Zustand zu bröckeln und man versucht ihn aufrecht zu erhalten – was natürlich nicht gelingt und man sich zwangsläufig wieder im Zirkuszelt befindet.
Eins haben beide Zustände gemeinsam: sie werden durch Obioide hergestellt. Mit einigen wichtigen Unterschieden: hau ich mir das Zeugs durch die Nase ein bekomme ich plötzlich eine hohe Dosis was zu einem Höhenflug und dadurch zu einer Bruchlandung wenn sich Dosis abbaut. Wenn der Zustand aber durch körpereigene Obioide entwickelt hat haben wir keine so hohe Dosis die erstmal bodenständiger wirkt – der Höhenflug ist nicht ganz so hoch, aber durch unsere Konditionierung bleibt es aber nicht aus dass wir wieder im Zirkuszelt landen. Allerdings haben wir hier ein ziemlich großes aber: wir haben den Dope selbst entwickelt, was heißt wir können wie Ausschüttung lenken. Wir müssen nur etwas – und das richtige – dafür tun. Man kann das so sehen dass man in einer Art mentalem Aikido die kleinsten Bewegungen spürt die einem ins Zirkuszelt zurückbringen und umlenkt. Das erfordert natürlich einige Übung. Aber die Grundvoraussetzungen haben wir schon in unserem Leben gelernt. Wir kennen alle unser persönliches Zirkuszelt und sind alle irgendwie herausgekommen. Man muss sich nur angucken wie man das geschafft hat. Ich will nicht sagen dass es einfach ist, aber man muss zuerst wissen dass es möglich ist, der Rest ist Übung. Ja, das ist auch nicht einfach aber es lohnt sich.
Wirkliche Lebensqualität und Gesundheit resultieren aus diesem Zustand. Meiner Meinung nach ist das die wichtigste Übung die es im Leben gibt. Interessant ist sie auf jedem Fall.
Wer unterstützung für ein persönliches Übungsprogramm braucht kann gerne einen Termin vereinbaren.

07/01/2026

Faulheit

Mein Bruder hat sich mal wieder über seinen faulen Bruder „beschwert“.
Nun ja, ein idealer Aufhänger für diesen Text. „Schreiben liegt dir“ habe ich schon mal gehört. Patienten meinen dass – wenn man nicht den Effekt merken würde – was ich tue „nichts“ ist. Wobei letzteres um so besser ist um so anstrengungsloser es ist. Es ist wirklich harte Arbeit nur wirklich das zu tun was nötig ist aber auch genau das zu tun. Diese Arbeit merkt man von außen nicht, im Gegenteil – es sieht einfach aus. Was durchaus so beabsichtigt ist.
Was Texte angeht – würde ich auf Papier schreiben würde ich mich ob der Papierverschwendung totschämen (ich mag Bäume). Allein schon mich an den Computer zu setzen kostet mich Überwindung. Und zwar die Überwindung zu Überwinden. Also erst einmal innere Blockaden lösen. Dazu muss man sie erst einmal erkennen und dann auflösen ohne sie zu bekämpfen – letzteres führt zu noch mehr Blockaden.
Alles Arbeit die niemand sieht. Alles Arbeit die wichtig ist. Arbeit die Faulheit nicht nur mit einbezieht, sondern einen Großteil des Erfolgs ausmacht.
Heißt: wir tun zu viel. Was wir als „richtiges“ Tun deklarieren liegt im Arbeitsbereich des Sympathikus, der Teil des autonomen Nervensystems das bei (auch leichtem) Stress anläuft. Nun will ich Stress ganz bestimmt nicht per se verteufeln. Er hat klar wichtige Funktionen in unserem Leben. Aber vor allem zwei Faktoren an Stress sind in unserer Kultur schlecht. Erstens haben wir zu viel davon. Das ist klar für unsere Gesundheit schlecht, aber auch für unser Denken. Sympathikotones Denken zeichnet sich durch einen Tunnelblick aus: in unserem Gehirn dominieren Funktionen die auf das blanke Überleben ausgerichtet sind, heißt wir bleiben zwanghaft an Verhaltensmechanismen hängen die bis jetzt unser Überleben gesichert haben – mehr nicht. Und merken das noch nicht mal. Um darüber zu reflektieren braucht man Funktionen die im vagotonen Zustand aktiviert werden. Beide sind aber Gegenspieler, also einer unterdrückt die Funktion des anderen.
Um den Parasympathikus zu aktivieren braucht man also das Gegenteil, also das Gegenteil von Stress, sprich Ruhe. Damit ist aber nicht nur äußerliche Ruhe gemeint. Sympathikotone Menschen – also die meisten in unserer Kultur – sind auch in äußerlichen Ruhephasen innerlich immer noch im Stressmodus. Was heißt dass diese Ruhephasen eigentlich keine Ruhephasen sind, der Sympathikus nicht herunter gefahren wird. Das heißt wir leben einseitig. Und da diese eine Seite alles in unserem Leben ausmacht, sie auch noch von unserer Kultur als gut und richtig erachtet wird verschrauben wir uns immer mehr in diese Einseitigkeit. Was heißt der innere Stresspegel fixiert sich immer mehr und wird immer normaler. Eine Entwicklung die schon jetzt bedenklich ist aber erschreckend voran schreitet.
Was ist die Lösung ? Nun, natürlich etwas was einer sympatikotonen Gesellschaft nie einfallen würde: die Kultivierung von Faulheit. Logischerweise das Gegenteil von den was wir nicht nur tun, sondern auch noch als Ultimo ratio feiern (und dieses Wort benutze ich wirklich ungern und selten).
Nur leider sind wir in unserer Gesellschaft so auf Computer fixiert dass wir uns selbst als lebendigen Computer sehen. Wir denken man müsste nur ein Reset-Knopf drücken und damit wäre alles gut: das System startet neu und alles wird sich richten. Ja, das System startet neu, aber mit den alten Bedingungen. Wirklich ändern tut sich also nichts. Für uns ist die Kultivierung der Faulheit, der wirklichen inneren Ruhe in der man wirklich persönlich „nichts“ tun harte Arbeit.
Der Hauptfaktor vagotonen Denkens ist das Gehirn quasi von der Leine zu lassen um spazieren zu denken – nur so kommt es aus seinem sympathikotonen Hamsterrad heraus und kann spielerisch - anders geht es nicht – neue Sichtweisen und Lösungswege finden. Aber auch für etwas anderes ist der Parasympatikus wichtig: Regeneration läuft nur richtig wenn dieser Arm des autonomen Nervensystems aktiv ist. Heilen und Regenerieren sind das selbe, deshalb ist das Wichtigste was man zum Heilen tun kann den Parasympatikus zu unterstützen.
Was ich mit meiner Arbeit tue ist zu mindestens 80 % Stressreduzierung.Und das wird immer schwerer. Aber deshalb auch immer wichtiger.

06/01/2026

Kultur und Gesundheit

Unser Verständnis von Gesundheit und Heilen hängt eng mit unseren kulturellen Sichtweisen zusammen.
Dazu muss man erst einmal erklären was Kultur eigentlich ist. Kultur ist eine Übereinkunft die Welt auf eine bestimmte Weise zu sehen die außerhalb biologischer Zwänge liegt. Aus biologischen Zwängen heraus kann sich also keine Kultur entwickeln da diese zwangsläufig zu Verhaltensweisen führt die für jedes Individuum einer gilt, Kultur entsteht wenn sich nur für eine Gruppe spezifisches Verhalten herausbildet.
Wir sind also in unserer Kultur von Sichtweisen und daraus resultierendem Verhalten geprägt auf Übereinkunft beruht, aber kein Naturgesetz ist. Das eigentliche Problem ist aber dass wir oft denken das diese Sicht- und Verhaltensweisen tragend sind.
Wollen wir es mal – um es zu veranschaulichen – absichtlich überzogen ausdrücken: „Wahrheit ist die Lüge auf die man sich geeinigt hat“. Oder etwas harmloser: ein Mann sucht seine Schlüssel unter einer Laterne. Auf die Frage ob er sie da verloren hat antwortet er: „nein, aber hier ist wenigstens Licht“. Genauso erkennen wir (normalerweise) die Realität nur im Kontext unserer kulturellen Prägung. Wir können die Welt nur durch Konzepte erfassen, und diese haben zwangsläufig eine kulturelle Prägung.
Das Problem was dabei entsteht ist dass Lösungsansätze allzu oft aus einem Kontext entstehen die erst zu dem Problem geführt haben. Der Lösungsansatz also immer das Problem beinhaltet. Mir ist durchaus klar dass man zumindest ab jetzt ein sehr flexibles Gehirn braucht.
In unserer Kultur heißt das dass wir uns durch unsere Leistungsverständnis schon krank machen. Leistung gilt mehr als der Mensch. Um es zu präzisieren: objektive Leistung gilt mehr als der subjektive Mensch. Objektivität wird mehr geschätzt denn Subjektivität. Deshalb werden (berechenbare) Dinge wie zum Beispiel Bruttosozialprodukt, Gesundheitsstatistik und Kontostand mehr geschätzt als Lebensqualität welche sich nicht messen lässt weil sie höchst subjektiv ist. Lebensqualität ist aber viel wichtiger für die Gesundheit als das Blutbild. Egal wie groß dieses auch sein mag und egal wie viele – und wie wichtige – Werte gemessen werden. Oder sehen wir es mal anders rum: was ist wenn alle Werte stimmen der Mensch aber immer noch krank ist ? Was in unserer Gesellschaft (Kultur) immer mehr zunimmt ?
Wir müssen uns wieder dem zuwenden was wir eigentlich sind: lebendige Individuen, nicht tote berechenbare Objekte. Lebendigkeit ist quasi-chaotisch, nicht berechenbar.
Und ja, natürlich lässt sich einiges berechnen, sehr viel sogar. Außerdem brauchen wir auch berechenbare Sicherheit, gerade was unsere Gesundheit betrifft.
Aber das alles darf nie dazu führen dass wir unsere Lebendigkeit verlieren indem wir uns als lebendige Maschine betrachten und unser Leben entsprechend reduzieren. Genau das ist es aber was wir nach unserem kulturellen Theorem tun – und damit machen wir uns auf einer Ebene krank auf der uns keine noch so ausgeklügelten Medikamente helfen.
Hier muss man eigentlich ansetzen wenn es um unsere Gesundheit geht – nur ein Subjekt kann heilen. Um so lebendiger um so besser die Heiltendenz. Das hat absolut nichts mit Esoterik zu tun sondern ist eine klare biologische Herleitung. Wenn ein Subjekt krank ist sollten zuerst mal die per Definition vorhandenen Regenerationskräfte bzw die innere Ordnung wieder hergestellt werden. Das führt zu innerer Stärke mit dem das Individuum am besten gegen Krankheiten gewappnet ist.
Und ja, wir brauchen oft unsere äußere objektive Medizin wenn die individuellen Kräfte versagen. Und ja, unsere offizielle Medizin ist gut. Aber sie sollte keinesfalls unsere inneren Regenerationskräfte ersetzen.
Das müssen wir in unserer Kultur wieder lernen.

04/01/2026

Gesundheit ?

Dieses Beispiel ist einfach viel zu tragen um es nicht immer wieder auf den Tisch zu bringen. Wilhelm Reich sitzt in einer Versammlung der psychoanalytischen Gesellschaft und hört sich die Vorträge und Erfolgsstatistiken seiner Kollegen an: 75 % , 80 – 85 % geheilt. Und er kommt ins grübeln: wie viel habe ich überhaupt geheilt ? Irgendwann kommt er auf 20 %, muss aber das Urteil nochmal revidieren: eigentlich hat er nur 2 geheilt. Und selbst die nicht ganz. Selbstkritik und wirkliches Können korrelieren also ziemlich stark miteinander. Ich würde nach meiner Erfahrung mit dem Umgang mit Menschen auf verschiedenen Ebenen behaupten dass Selbstkritik der eigentliche Motor der Erkenntnis ist.
Zweites Beispiel, die Gesundheitsdefinition der WHO: Gesundheit ist nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern völliges körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden. Ok, die WHO drückt sich um den Begriff „Seele“, aber sonst ist es sinngemäß wiedergegeben.
Hätte ein Heilpraktiker diese Definition geschrieben wäre die Ärzteschaft sofort mit der Esoterik-Keule gekommen, aber da es von DER Ärzte-Vereinigung schlechthin kommt hält sich diese Definition recht lange.
Um es ganz einfach mal so zu sagen wie es ist: diese Definition ist beides: richtig und esoterisch. Gesundheit gibt es nicht. Es geistern zwar immer mal Meldungen durch die Presse dass die „Wissenschaft“ kurz vor dem Durchbruch steht Krankheit und Tod zu überwinden aber den steht die praktische Wirklichkeit dermaßen entgegen dass man nur staunen kann dass es Menschen gibt die so etwas glauben.
Wir werden im Leben immer wieder mit allen möglichen schädlichen Zuständen konfrontiert die unser „System“ stören, also mehr oder weniger krank machen. Oft machen uns diese Zustände aber auch „fit for live“. Wir brauchen einfach Keime damit unser Immunsystem entsprechend reagiert und sich spezialisiert. Fieber wiederum – welches oft immer noch als Krankheit bekämpft wird - „putzt“ den Körper richtig durch.
Allerdings bleibt ein Problem – und dieses kann man unmöglich eliminieren – wo gearbeitet wird passieren Fehler. Und gearbeitet wird in uns pausenlos, auch wenn wir uns dessen leider viel zu wenig bewusst sind verändern wir uns körperlich, geistig und seelisch fortwährend – genau das nennt man Leben. Der Alterungsprozess ist die sichtbare (und spürbare) Erscheinung dieser permanenten summierten kleinen Fehler die immer wieder auftreten und interagieren. Diesen kann man mit schlechten Lebensweisen Vorschub geben oder man kann sie durch verschiedene Methoden dezimieren. Man kann also den Prozess beschleunigen oder verlangsamen, aufhalten kann man ihn nicht. Jeder Arzt, Heilpraktiker oder sonstigen Therapeut kann einem also „nur“ gesünder machen, nicht gesund. Um so mehr der Patient dabei hilft um so mehr wird das anschlagen.
Deshalb ist Hilfe´zur Selbsthilfe gerade heute in unserer stressigen Zeit so immens wichtig. Eigentlich machen die Therapien die ich offiziell gelernt habe nur höchstens 50 % meines Verständnisses für die jeweilige Situation eines Patienten – und damit der Problemlösung – aus. Das meiste kommt indem man mit wachen Augen durch die Welt geht und alles integriert was einem im Leben begegnet – nur so ist eine wirklich ganzheitliche Sichtweise auf den Menschen möglich.
Eine offene Sichtweise und gute Portion Selbstkritik sind wie wichtigsten Faktoren für ein – so gut es geht – gesundes Leben. Egal ob man sich in der Position des Patienten oder des Therapeuten befindet.

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16/12/2025

Erfahrungsheilkunde
vrs
wissenschaftliche Medizin

Dazu fallen mir vor allem zwei Sätze ein, deren Zusammenhang prinzipiell übersehen wird – was wiederum zu den Mißverständnissen führt an denen wir uns zu diesem Thema aufreiben.
Der Erste wäre „wer heilt hat recht“. Wenig Sätze gehen mir so auf den Keks wie dieser. Heilen und Recht korrelieren nicht zwangsläufig, was den Satz also zu weiten Teilen unsinnig macht.
Zweitens ist Wissenschaft nichts anderes als aufgeschriebene und ausgewertete Erfahrung. Man mag sich jetzt an dem „ausgewertet“ festhängen, aber als ich noch Aikido trainiert habe war ich nach dem Training mindestens 2 Stunden beschäftigt das Training auszuwerten. Auswerten ist eine typische natürliche Funktion wenn einem etwas wirklich interessiert.
Viel wichtiger ist der Umstand dass die vermeintlich objektive wissenschaftliche Medizin auf subjektiver Erfahrung aufbaut. Das kann und wird sich nie ändern. Der Patient wird sein Problem nach seiner subjektiven Sicht schildern, und der Therapeut, egal ob Arzt, Heilpraktiker, Psychologe, Physiotherapeut oder wer auch immer wird diese Schilderung im Kontext seiner subjektiven Erfahrung auswerten. Was wieder zwei Gedanken bereithält: wollen wir uns von einem Therapeuten ohne Erfahrung behandeln lassen – und Erfahrung ist immer subjektiv – und wie realistisch sieht sich ein Therapeut der sich als objektiv empfindet ?
Egal wie man sich diese Fragen letztendlich beantwortet, sie müssen gestellt werden. Was die moderne Medizin selten tut. Sie geht einfach von der irrigen Annahme aus objektiv zu sein. Und noch viel schlimmer: sie geht von der Annahme aus objektiv sein zu müssen. Was, wie oben hinlänglich genug beschrieben ist, unmöglich ist. Ich will jetzt nicht sagen dass es keine Objektivität gibt. Allerdings ist diese sehr schwer zu erreichen, gerade wenn es um so etwas subjektives wie unser Leben geht, und gerade um das geht es schließlich letztendlich: um ein lebendiges Subjekt. Dieses objektiv definieren zu wollen degradiert es zum Objekt – ein Umstand den wir uns in jeder anderen Situation zu recht verbitten würden. In der Medizin, oder besser beim Heilen, gerade wo es am meisten Sinn macht als das individuelle Subjekt gesehen zu werden das wir sind gestehen wir darauf „objektiv“ behandelt zu werden.
Natürlich hat das seinen Grund. Gerade wenn wir schwer krank sind wollen wir Sicherheit – eine Sicherheit die es so nicht gibt. Allerdings erhöht ein subjektives Sicherheitsgefühl unsere Heilungschancen enorm. So gesehen ist die objektive Medizin ein typisches Placebo – und genau das was sie nicht sein will.

14/12/2025

Hamsterrad

hab mich mal wieder beim Spazierendenken erwischt – der Kerl kanns einfach nicht lassen. Und gerade aus der Auseinandersetzung mit der Linkedin-Plattform wird klar wie tragend das psychologische Prinzip der Verdrängung und Übertragung ist.
Nun, zum „eigentlichen“ Thema.
Die erniedrigeren Chargen, also die wirklich arbeitenden Arbeitnehmer – welche auf Linkedin wenig vertreten sind – wissen dass sie in einem Hamsterrad stecken. Auch sind solche des mittleren Managements die wirklich arbeiten weniger auf Linkedin zu finden. Sie finden das einfach als Zeitverschwendung bzw haben keine Zeit dafür.
Auf Linkedin sind vor allem Leute die sich hocharbeiten wollen und auch dafür die Zeit haben. Wobei die Zeit haben gut ist, die Zeit dafür verschwenden – nun ja, das sollte einem zumindest ein paar Gedanken wert sein. Was immer daraus herauskommen mag sollte man offen betrachten. Was an sich schon schwierig ist.
Alldeweil: auch wer seinen „eignen Weg“ gehen will oder sich sein eignes Business aufbauen will bewegt sich in einem Hamsterrad. Das Problem ist her sogar noch größer weil es nicht als solches erkannt wird.
Das meiste was wir tun machen wir aufgrund innerer Prägungen. Der sogenannte „freie Wille“ ist das Resultat innerer Prägungen. Schließlich entsteht er nicht aus dem nichts, sondern eben aus unseren Konditionierungen. Diese inneren Konditionierungen sind aber das eigentliche Hamsterrad in dem wir uns bewegen.
Wer sich weiter unten auf der gesellschaftlichen Leiter befindet sieht gezwungenermaßen mehr dass das was er tut nicht „seins“ ist – während die welche sich weiter oben befinden sich um so mehr der Illusion hingeben ihr eignes Leben zu leben um so höher sie sich befinden.
Aber tun sie das wirklich ? Um mal wieder die langjährige Ikone Steve Jobs zu zitieren: er meinte dass er außer dem wirtschaftlichen Erfolg überall im Leben versagt hatte. Mickel Jackson hat versucht mit mit vielen Operationen sich zu etwas anderem zu machen als er war. Und Bill Gates lächeln kann ich nur als aufgesetzt bezeichnen. Nur drei Beispiele. Die könnte ich endlos verlängern.
Im Prinzip ist der seiner Freiheit am nächsten der erkennt wo und wie er innerlich gebunden ist. Wer das nicht sehen will wird immer in seinen Konditionierungen. Im eigen Hamsterrad gefangen sein. Das kann er sich noch so durch einen hohen Kontostand schönreden.
Wirkliche Freiheit kommt davon dass wir uns von innen lösen – was heißt dass wir erstmal mit dem wirklich in Kontakt treten müssen was unsere Stolpersteine ausmacht. Eine unangenehme, aber notwendige Arbeit.
Für konstruktive Kritik bin ich immer dankbar.

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