21/02/2026
Nimmst du die Anzeichen deines Pferdes ernst oder übergehst du diese?
Hier arbeite ich mit Rehapferd Perfecto etwas an der Führposition. Da es ihn aber eher stresst, wenn man zu nah an ihm dran läuft, baue ich hier nur kurze Phasen mit ein und entlasse ihn dann wieder in die Longierposition.
Auf dem Video sind ein paar Dinge gut zu erkennen:
Kopf schütteln = Stress
Kopf zu mir drehen oder schnappen = Stress, gegebenenfalls auch Schmerz, junges sehr unsicheres Pferd
Ausweichbewegungen der Hinterhand = seine körperliche Problemstelle, gegebenenfalls Schmerz
Schweif etwas klemmig, nicht getragen = auch hier seine Hinterhandproblematik
Zu eiliger Schritt = wenig Balance
Kratzen = Übersprungshandlung oder aber, wenn sich viel im Körper tut
Allgemein ist rechts seine schlechtere Hand, hier kommt es gerade im Trab noch vor, dass er stark auf die innere Schulter fällt, im Schritt hat dieses Problem sich schon deutlich verbessert.
Auch ist der Gesichtsausdruck deines Pferdes (Schmerzgesicht) immer ein guter Marker, um zu sehen, ob sich dein Pferd gerade wohl fühlt oder nicht.
Ein Pferd ist keine Maschine! Es kann und muss nicht immer funktionieren, nur weil wir das gerne so hätten.
Meine Pferde dürfen nein sagen. Mir ist es wichtig, dass mir das Tier zeigt, wenn etwas nicht in Ordnung ist und in der Regel haben sie immer Recht.
Wir müssen lernen, diese Anzeichen zu erkennen und ernst zu nehmen, um tiergerecht darauf reagieren zu können und das heißt nun mal auch gegebenenfalls auf das reiten oder andere Dinge eine Zeit lang zu verzichten.
Professionell zu sein, heißt nicht, das immer alles funktioniert, professionell zu sein heißt die Dinge zu erkennen und entsprechend für das Tier zu handeln!