24/03/2026
Wissenswertes – Histaminintoleranz: Wie kann man diese erkennen?
🔍 1️⃣ Welche Rolle spielt Histamin?
Histamin ist ein körpereigener Botenstoff und spielt eine wichtige Rolle bei allergischen Reaktionen, der Regulation der Magensäure sowie beim Schlaf-Wach-Rhythmus. Damit der Histaminspiegel im Gleichgewicht bleibt, wird dieser im Körper durch das Enzym Diaminooxidase schnell wieder abgebaut.
⚖️ 2️⃣ Intoleranz oder Allergie?
Bei einer Intoleranz steigt der Histaminspiegel über einen kritischen Wert. Sie ist keine klassische Allergie, auch wenn Histamin in beiden Fällen Beschwerden verursacht. Häufig liegt eine verminderte Aktivität der Diaminooxidase vor, wodurch Histamin nicht ausreichend abgebaut werden kann.
🥗 3️⃣ Lebensmittelkarenz als Therapie
Menschen mit Histaminintoleranz sollten histaminreiche Lebensmittel meiden oder reduzieren. Faustregel: Lebensmittel möglichst frisch verzehren und nur kleine Portionen kochen, um lange Lagerung oder Reste zu vermeiden.
⚠️ 4️⃣ Was sind typische Symptome?
✔Magen-Darm: Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall
✔Herz-Kreislauf: Herzrasen, Blutdruckabfall
✔Haut: Juckreiz, Ausschläge
✔Schleimhäute: laufende oder verstopfte Nase, Hustenreiz
✔Nervensystem: Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Nervosität
Ein wichtiger Hinweis ist das Auftreten der Beschwerden innerhalb von Minuten bis maximal 4 Stunden nach einer Mahlzeit.
🍅 5️⃣ Histaminfreisetzung durch Lebensmittel
✔Gemüse: Tomaten, Auberginen, Avocado, Pilze
✔Fermentiertes: Sauerkraut, eingelegte Gurken, Sojasoße
✔Obst: Erdbeeren, Kiwi, Zitrusfrüchte, Ananas
✔Geräuchertes: Salami, geräucherter Fisch
✔Lange gereifter Käse: Parmesan, Camembert, Gouda, Emmentaler
✔Kakao: Schokolade, Kakao-Getränke
✔Alkohol: Rotwein, Sekt
💊 6️⃣ Wichtig für die Beratung in der Apotheke
Bei Verdacht (Zusammenhang zwischen Symptomen und Mahlzeiten) kann ein Ernährungstagebuch helfen, Symptome und Lebensmittel zeitlich zuzuordnen.
Therapeutisch wird häufig eine Ausschlussdiät durchgeführt, bei der verdächtige Lebensmittel zunächst gemieden werden. Später können kleine Mengen schrittweise wieder eingeführt werden.