24/12/2025
Jahresrückblick 2025 – BayCIV: Ein Jahr in Klang, Gemeinschaft und Perspektive
Und Weihnachtswünsche 🎄
Im fortwährenden Streben nach Teilhabe, Resonanz und persönlicher Entfaltung hat der Bayerische Cochlea-Implantat-Verband e.V. (BayCIV) im Jahr 2025 seine Rolle als pulsierender Knotenpunkt für Menschen mit Hörbeeinträchtigung erneut eindrücklich bestätigt.
Wie ein vielstimmiges Konzert, in dem jede Stimme, jede Erfahrung und jede Begegnung ihren eigenen, unverwechselbaren Akkord beiträgt, zeichnete sich dieses Jahr durch einen Reigen von Veranstaltungen, Begegnungen und thematischen Akzentsetzungen aus, die weit über das bloß Technische hinauswachsen.
Im Mittelpunkt stand die sorgfältig kuratierte Informationsveranstaltung „Rund um das Hörsystem – wie profitiere ich von der Digitalisierung?“ Diese ganztägige Begegnung im Burkardus-Haus in Würzburg wuchs zu einem vielschichtigen Forum, in dem neueste technologische Entwicklungen, digitale Anwendungen und praxisnahe Hörtrainingsstrategien in einen dialogischen Austausch mit den Teilnehmenden traten. Weit mehr als eine Ansammlung von Vorträgen, war dieses Symposium ein Ort, an dem theoretisches Wissen und gelebte Erfahrung ineinanderflossen – begleitet von Workshops zu Gleichgewicht, Hörtraining und interaktiven Diskussionen. Die sorgsame Übersetzung in Gebärdensprache und die Bereitstellung unterstützender Technologien dokumentierten den unmissverständlichen Anspruch, die Zugänge für alle Beteiligten so inklusiv, barrierearm und empathisch wie möglich zu gestalten.
Doch BayCIV verstand 2025 nicht als ein rein didaktisches Feld, sondern als soziales Gefüge: Familien und Jugendliche fanden in gemeinschaftlichen Formaten Raum für Begegnung, Austausch und heitere sowie nachdenkliche Momente. So gestaltete sich ein Familienwochenende auf dem Bauernhof als pulsierender Mikrokosmos gelebter Gemeinschaft, in dem Generationen – von den Kleinsten bis zu den Erfahrensten – in naturnaher Umgebung ihre Alltagswirklichkeiten teilten und stärkten.
Ebenso bot ein gemeinsames Teenie-Wochenende im Fichtelgebirge Raum für bewegte Naturerlebnisse, heitere Abenteuer und die Förderung eines gestärkten Selbstbewusstseins im jugendlichen Kontext.
Diese und alle anderen Veranstaltungen zeigen, dass wir nicht allein als technisch orientierter Verband zu verstehen sind. Vielmehr manifestiert sich hier ein tiefes Engagement für die psychosoziale Dimension des Hörens und des miteinander Lebens – ein Engagement, das sich in persönlichen Begegnungen, in dialogischen Räumen und in der Gestaltung gemeinsamer Erlebnisse erfahrbar macht.
Im kollektiven Nachhall dieser Ereignisse stehen Begriffe wie Resonanz, Verbundenheit, Selbstermächtigung und gegenseitige Wertschätzung als tragende Säulen des Verbandshandelns. BayCIV ist so mehr als ein orchestrierender Verband – er ist ein Ort, an dem Geschichten vom Hören, vom Teilhaben und vom menschlichen Miteinander in all ihren Facetten miteinander verwoben werden.
Weihnachtliche Gedanken zum Jahresausklang
Und so treten wir zum Jahresende, in der stillen, doch lebendigen Zeit der Weihnacht, in ein Licht, das zugleich leise wie klar die Wärme menschlicher Verbundenheit reflektiert.
Nun senkt sich das Jahr in jene besondere Zeit, in der selbst Geräusche leiser werden –
und Bedeutung lauter.
Weihnachten ist für viele ein Fest der Klänge.
Für den BayCIV darf es auch ein Fest der Zwischentöne sein.
Der Gesten.
Der Blicke.
Der Pausen.
Möge der Ausklang dieses Jahres ein Moment sein, in dem Klang nicht nur als Sinneswahrnehmung, sondern als Metapher für Beziehungsfähigkeit und Gemeinschaft leuchtet.
Mögen die Feste des Lichts uns erinnern an die Schönheit, die im Dialog, im Verstehen und im achtsamen Austausch liegt – ein Gewebe aus Stimmen, Gesten und klugen Gedanken, das uns durch die stillen Tage trägt und uns für das kommende Jahr inspiriert.
Möge diese Zeit daran erinnern, dass Verbundenheit nicht immer hörbar sein muss, um wirksam zu sein.
Dass Gemeinschaft auch dort trägt, wo Worte fehlen.
Und dass Hoffnung manchmal genau dort wächst, wo Menschen sich gegenseitig Raum lassen.
Mit Dankbarkeit für alles, was war.
Mit Zuversicht für alles, was kommt.
Und mit dem stillen Wissen, dass kein Weg allein gegangen werden muss.
Wir wünschen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest