14/04/2026
Kalium bichromicum – Unser Mittel des Monats
Wer kennt sie nicht: die langwierigen Erkältungen mit zähem Schleim in den Nebenhöhlen? Dieses Symptom ist ein Keynote und die große Domäne von Kalium bichromicum.
Die Ausgangssubstanz Kaliumbichromat ist ein hochgiftiger Stoff, der in der Industrie zur Herstellung von Feuerwerk oder in der Gerberei verwendet wird.
In der Homöopathie ist Kalium bichromicum allerdings ein wertvolles und wichtiges Mittel. Es wurde vom englischen Homöopathen Dr. Drysdale geprüft und vor allem bei Entzündungen der Nasenschleimhaut eingesetzt. Tatsächlich ist auch heute noch die akute und chronische Sinusitis eine Hauptindikation für Kalium bichromicum. Besonders charakteristisch ist dabei der zähe und klebrige Schleim. Aber es hat auch Wirkungen im Verdauungssystem – zum Beispiel bei Gastritis oder einem Magengeschwür zeigt sich seine starke Beziehung zu den Schleimhäuten.
Bei den Allgemeinsymptomen sehen wir häufig eine Empfindlichkeit gegen feuchte Kälte und Schmerzen an einer kleinen Stelle. Im Gemüt wird meistens ein konformistischer oder detailversessener Mensch beschrieben, aber hier sollten wir uns an die Ermahnung Hahnemanns erinnern und den PatientInnen völlig „vorurteilslos“ begegnen.
Kalium bichromicum ist ein Mineral, das auch als Schüßler Salz Nr. 27 bekannt ist. Es wird in der Potenz D12 vor allem bei Stress und zur Optimierung von Blutzucker und Cholesterin eingesetzt, da Chrom genau in diese Stoffwechselprozesse eingreift.
Als homöopathische Hochpotenz hat Kalium bichromicum noch viele weitere Indikationen. Vor allem im Bereich von rheumatischen Erkrankungen und verschiedenen Gelenkschmerzen kann es von Nutzen sein, wenn es richtig gewählt ist.
Nach Scholten: Eisenserie, Stadium 1 und 6 | Nach Sankaran: Superklasse 4