23/05/2026
Borax – wenn selbst kleinste Reize zu viel werden
Unser Mittel des Monats:Das Mittel Borax wird aus Natriumtetraborat (Na2B4O7) hergestellt. Diese Ausgangssubstanz wird seit der Antike verwendet, u.a. als Reinigungsmittel sowie in der Industrie und bei Kosmetika. Außerdem wird es zum Imprägnieren von Holz eingesetzt: zum Beispiel wurden die berühmten Stradivari-Geigen damit behandelt.
In der Homöopathie gilt Borax vor allem als ein wichtiges Mittel für Kinder. Wir sehen hier sehr schreckhafte und geräuschempfindliche Babys, die ängstlich und reizbar erscheinen. Ein sehr bekanntes Symptom ist dabei das Schreien und Festklammern bei Abwärtsbewegungen, besonders auffällig ist dies beispielsweise beim Hinlegen. Die Empfindlichkeit von Borax erinnert auch daran, dass wir es hier mit einer Natrium-Verbindung zu tun haben und so verwundert es nicht, dass das Mittel auch als komplementär zu Nat-m und Nat-c gilt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Indikationen von Borax ist die Mundschleimhaut. Auch hier sind häufig Säuglinge betroffen, wenn sie unter Soor – einer Infektion mit Candida-Pilz – leiden. Außerdem sind schmerzhafte Aphten im Mund, bei Erwachsenen und Kindern, ein wichtiger Einsatzbereich von Borax in homöopathischer Dosierung. Ebenso lassen uns alle Arten von Herpes an Borax denken.
Eine charakteristische Schlaflosigkeit ist bei den Kindern, die Borax benötigen, auffällig: sie erwachen wie durch Schreck, erkennen niemanden und klammern sich schreiend fest (DD Stramonium). Typisch ist für die Schlafstörungen von Borax ist das Erwachen um 4.00 Uhr: hier denken wir natürlich differenzialdiagnostisch auch an Mittel wie Lycopodium und Nux vomica.
Borax ist insgesamt ein Mittel mit klaren Symptomen, das gezielt eingesetzt sehr hilfreich sein kann.
Hinweis: nicht klassifizierbar, da es zusammengesetzt ist