Familientrauerbegleiterin Mechthild Schroeter-Rupieper

Familientrauerbegleiterin Mechthild Schroeter-Rupieper Gründerin der Familientrauerbegleitung, Pädagogin, Autorin, Dozentin, Lernende, Frau & Mutter

Wir freuen uns auf den neuen Termin und melden uns. 🎶☀️
08/01/2026

Wir freuen uns auf den neuen Termin und melden uns. 🎶☀️

MistelzweigDanke für all eure Reaktionen!Ich bekomme jetzt eine ganze Ladung Mistelzweige. Danke nochmal, ich erzähle eu...
06/01/2026

Mistelzweig
Danke für all eure Reaktionen!
Ich bekomme jetzt eine ganze Ladung Mistelzweige. Danke nochmal, ich erzähle euch später davon. ♥️

Licht Emilia war fünf Jahre alt, als ihr Vater bei einem Flugzeugunglück starb.Ihre Schwester Alisha wurde einen Tag spä...
06/01/2026

Licht
Emilia war fünf Jahre alt, als ihr Vater bei einem Flugzeugunglück starb.
Ihre Schwester Alisha wurde einen Tag später neun. Es war der Tag, an dem die Polizie der Familie mitteilte, dass der Papa tot ist.
Gemeinsam mit ihrer Mutter kamen die beiden Mädchen zur Familientrauerbegleitung nach Gelsenkirchen. Über lange Zeit nahmen sie an unseren Trauergruppen teil.
An besonderen Tagen, an Geburtstagen, Todestagen oder anderen bedeutsamen Momenten, bemalen die Kinder in den Lavia-Kindergruppen Grabkerzen. Manchmal gemeinsam, manchmal allein. Viele schreiben geheime Botschaften in den Kerzendeckel, innen, nur für den verstorbenen Menschen.
Als Familientrauerbegleiterin habe ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen unzählige dieser Kerzen erlebt: einzelne, stille Lichter - und große Ansammlungen. Nach dem Mord an einer 16-jährigen Schülerin. Nach dem Germanwings-Unglück. Nach Femiziden, Terroranschlägen, tödlichen Verkehrsunfällen durch Geisterfahrerinnen oder junge betrunkene Menschen.
Und ebenso nach Verlusten, die kaum öffentlich wahrgenommen werden: wenn eine Mutter bei der Geburt stirbt, ein junger Vater an einer Krankheit, ein Kind durch einen Unfall, ein Jugendlicher an einer Krankheit, eine junge Erwachsene durch einen Suizid.
Tragödien dürfen nicht zu Sensationen werden. Das lange Leid, die langwierige Trauer, darf nicht unter dem Drama verschwinden - nicht von der nächsten Schlagzeile überholt und vergessen werden. So erleben wir es jedoch immer wieder. Aber nein: Trauer ist kein Ereignis. Sie ist ein Prozess, der Zeit, Raum und qualifizierte Begleitung, also auch finanzielle Unterstützung, braucht. Viele glauben: „Das wird ja bezahlt.“
Aber kaum einer fragt mal nach der Realität: Wer das denn bezahlt. Nein, auch unser Geld kommt in allen Unglücken immer nur durch Spenden Einzelnder. (DANKE dafür!) Und es geht allen anderen KollegInnen ebenso.

Durch das Unglück in Crans-Montana erleben wir derzeit eine große kollektive Trauer. Selbst Menschen, die nicht persönlich betroffen sind, empfinden tiefes Mitgefühl oder geraten erneut in Kontakt mit eigenen Verlusten. Trauer ist eine ansteckende Emotion. Begegnet man ihr, kommen manchmal längst vergrabene Erfahrungen in Bewegung.
Vergangene Verluste steigen auf, Gefühle wirbeln durcheinander-wie in einer geschüttelten Schneekugel, in der das scheinbar Ruhende plötzlich wieder sichtbar wird.
In diesen Tagen berichten viele Medien über Trauer. Auch Familientrauerbegleiterinnen werden interviewt. Die Öffentlichkeit spürt, wie wichtig diese Arbeit ist-für die Gesellschaft, aber vor allem für die betroffenen Familien und Freundeskreise.
Doch unser Alltag spielt sich meist im Verborgenen ab. Trauerbegleiterinnen arbeiten oft im Dunkeln-um genau dort Licht hinzubringen.
Auch in der Schweiz engagieren sich spezialisierte Fachkräfte für Familientrauerbegleitung und derzeit nicht nur in den öffentlichen Trauerfällen. Ich bin dankbar, dass dort der Verein familientrauerbegleitung.ch, dem ich seit seiner Gründung als Ehrenmitglied verbunden bin, mit qualifizierten trauerpädagogisch geschulten Begleiterinnen und Begleitern zunehmend in den Blick genommen wird.
Katharina Keel, Vorsitzende des Vereins und Teammitglied von Lebensgrund - Begleitung in Übergängen hat ein wertvolles Interview gegeben.
Ich wünsche mir, dass das Licht nicht erlischt, wenn die Kerzen der aktuellen Anteilnahme ausgebrannt sind.
Dass Familientrauerbegleitung weiterhin als das gesehen wird, was sie ist: eine verlässliche Unterstützung, die Menschen in Zeiten tiefster Verluste Hoffnung auf ein Weiterleben schenkt.

Ob in der Schweiz, in Österreich nach dem Amoklauf in Graz, in Belgien, in Südtirol/Italien oder in Deutschland – etwa nach dem Germanwings-Unglück, Femiziden n oder in vielen „stillen“, aber ebenso traurigen Trauerfällen:
Unsere Arbeit erfährt zunehmend Anerkennung.
Psychiatrien, Arztpraxen, Schulen, Kitas sowie Notfallteams von Polizei und Feuerwehr empfehlen Trauernde vor, bei und nach dem Sterben naher Menschen an Familientrauerbegleitung weiter.
Und doch geschieht offiziell – finanziell - nichts.
Ohne die Spenden vieler Menschen wäre diese Arbeit in der Form, wie sie hier im Ruhrgebiet und anderswo mit großem Engagement ermöglicht wird, nicht leistbar.
Unterstützung lohnt sich. Für Familien. Für Kinder. Für unsere Gesellschaft.
Alisha, die an ihrem 9. Geburtstag vom Tod ihres Vaters erfuhr, studiert heute Psychologie und hat bereits das Lavia-Zertifikat für Familientrauerbegleitung erhalten. Sie wird in ihrem späteren Beruf vielen Menschen hilfreich durch eigene Erfahrung, die Trauerbegleitung und weitere berufliche Qualifikation sein.
Emilia, die auf dem Foto am ersten Advent eine Grabkerze für ihren Papa bemalt und beschrieben hat, fragte mich vor wenigen Tagen, wann sie selbst eine Trauerbegleitungsausbildung machen dürfe. Sie möchte gerne anderen trauernden Kinder helfen in dem Alter, in dem sie selbst damals war, aber auch ihren heutigen Schulfreundinnen.
Damit Leben nach schweren Verlusten - trotz mangelnder staatlicher Unterstützung - lebenswert bleiben kann, bitten wir immer wieder um Hilfe.
Niemand weiß, wann man sie selbst einmal im Kreise der Liebsten brauchen wird.
https://lavia-ggmbh.de/spenden/

Ankündigung: „Qualitätssiegel Lavia Familientrauerbegleitung“Seit meinen Anfängen 1991 war mir eines immer wichtig: Kind...
04/01/2026

Ankündigung:
„Qualitätssiegel Lavia Familientrauerbegleitung“

Seit meinen Anfängen 1991 war mir eines immer wichtig: Kinder- und Jugendtrauer darf nicht von Erwachsenentrauer getrennt werden. Trauer betrifft Familien als Ganzes. Aus dieser Überzeugung heraus prägte ich früh der Begriff „Familientrauerbegleitung“, der heute in Deutschland und den Nachbarländern auch durch die Pionierarbeit von Lavia Institut für Familientrauerbegleitung etabliert ist.
Viele qualifizierte Kolleg:innen und Institutionen haben bei Lavia gelernt und tragen diesen Begriff inzwischen als Qualitätsmerkmal weiter.
2015 lernte ich als Dozentin in meinem Weiterbildungsseminar Alexandra Eyrich näher kennen; wir teilen dieselbe fachliche pädagogische Grundhaltung. Gemeinsam entwickelten wir 2020 das „Gütesiegel Familientrauerbegleitung“, um die Qualität unserer familienorientierten Trauerarbeit sichtbar zu machen.
An dieser Stelle gilt mein Dank Alexandra Eyrich für die anfänglichen gemeinsamen Schritte.

Seit Oktober 2025 gibt es nun für Lavia eine Veränderung:
Das neue „Qualitätssiegel Lavia Familientrauerbegleitung“ tritt in Kraft.

Für alle Basis- und Aufbaukurse am Lavia Institut wird seit Herbst 2025 das neue „Qualitätssiegel Lavia Familientrauerbegleitung“ anstelle des bisherigen Gütesiegels vergeben.
Der Grund für diese Umbenennung ist zukunftsorientiert:
Der Name und das Institut Lavia sollen langfristig unabhängig von meiner Person bestehen können. Die Verantwortung für Weiterbildung und Praxis wird dauerhaft von einem festen, multiprofessionellen Lavia-Team und Gastreferent*innen getragen, das sowohl Für Wissen wie auch langjährige Praxiserfahrung mitbringt.
Das neue Qualitätssiegel verzichtet bewusst auf persönliche Namensnennungen und stärkt damit die institutionelle Identität und Teamstruktur von Lavia.

Das bisherige „Gütesiegel Familientrauerbegleitung“ mit den Namen von Alexandra Eyrich und mir gilt für alle bis einschließlich 2025 abgeschlossenen Kurse;
ab 2026 verliert das Gütesiegel im Zusammenhang mit meinem Namen für weitere Seminare seine Gültigkeit.

Und darüber hinaus?
Mein persönlicher Name darf weiterhin Geschichte(n) schreiben - doch in der Weiterbildung und der Arbeit vor Ort sind wir gemeinsam: Lavia.

Die Basis- und Aufbauseminare im Institut Lavia Familientrauerbegleitung sind nach dem Rahmenkonzept von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und dem Deutschen Hospiz und PalliativVerband (DHPV) anerkannt und zertifiziert.
Ergänzend wird aufgrund zusätzlicher pädagogischer und familiensystemischer Inhalte und Kurseinheiten durch unser Institut das „Qualitätssiegel Lavia Familientrauerbegleitung“ verliehen.

Feldmäuse - Wintervorrat - PatientenverfügungDrei Stichworte, ein Zusammenhang - denn heute ging ich über das Feld und s...
03/01/2026

Feldmäuse - Wintervorrat - Patientenverfügung

Drei Stichworte, ein Zusammenhang - denn heute ging ich über das Feld und sah viele dieser Mauselöcher.
Die Geschichte der Feldmaus Frederick fiel mir ein, sie sammelt im Herbst mit den Kolleg*innen Vorräte für den Winter. Körner, Beeren, Nüsse, usw. für das leibliche, aber auch Farben, Worte, Lichter, usw. für das seelische Wohl. Wenn dann der Winter kommt, kann das dabei helfen, gut durch die Jahreszeiten zu kommen.

Was das mit Patientenverfügung zu tun hat?
Tja, wir müssen heute vorsorgen, damit wir (bestenfalls) später gut durch die Zeit kommen. Vom Leben in einen möglichst guten Tod.

Der Gedanke: "Ich möchte mich lieber nicht mit dem Tod beschäftigen", ist oft ein fataler Fehler, weil dadurch ein persönliches Leid geschehen kann, mit dem sich erst recht niemand beschäftigen will - geschweige denn es aushalten.
"Was einem fehlt wird uns erst dann klar, wenn wir es nicht haben, was wir dringend brauchen - und es auch nicht mehr bekommen können", sagt der Notar Dr. Andreas Lohmeyer.

Am 15.01.2026 um 17.30 Uhr findet ein wertvoller, wichtiger, informativer und interessanter Vortrag von
Dr. Andreas Lohmeyer, Rechtsanwalt, Notar & Mediator, Hagen, zum Thema
„Patientenverfügung & Vorsorgevollmacht in Selbstbestimmung“ statt.

Ort: St. Thomas Morus, Holtkamp 40, 45886 Gelsenkirchen
Eintritt frei, Spenden erfreuen uns.
Kommt alleine oder mit Familie und Freund*innen & teilt es gerne weiter.♥️
Und ja, es ist auch ein wertvoller Abend für Jugendliche und junge Erwachsene.

Silvester ohne Dich ...Vielleicht mögen ja einige von euch zum Jahresausklang oder im neuen Jahr den Wortgottesdienst "W...
31/12/2025

Silvester ohne Dich ...
Vielleicht mögen ja einige von euch zum Jahresausklang oder im neuen Jahr den Wortgottesdienst "Weihnachten ohne Dich" anschauen, in dem auch von Silvester die Rede ist.
Vielleicht kennt ihr auch jemanden, dem ihr diese Nachricht zukommen lassen möchtet.
Hier findet ihr den Link: https://www.youtube.com/watch?v=XU2fRYsCbxM&t=867s
Ihr findet das Video unter YouTube Katholische Kirche Oberhausen "Livegottesdienst Weihnachten ohne Dich"

Wenn Himmel und Erde sich kurz berühren … Ich kenne es, in manchen Momenten Zeichen zu *spüren*, die in anderen Momenten...
31/12/2025

Wenn Himmel und Erde sich kurz berühren …
Ich kenne es, in manchen Momenten Zeichen zu *spüren*, die in anderen Momenten *nur* schön, aber da für mich nicht *bedeutsam*, sind.
In solchen Augenblicken frage ich nicht nach einem Beweis, denn mir reicht das Gefühl, um eine Verbindung zu spüren. Diese Momente spielen sich nicht nur am Himmel ab, sie können überall auftauchen.
Ich suche nicht danach, mag es einfach, überrascht zu werden.
Kennt ihr das auch?

28/12/2025

Was sicherlich auch immer wieder benannt werden muss: Familientrauerbegleitung wird nicht staatlich unterstützt, sie kann nur ehrenamtlich und wenn es professionell sein und das ganze Familiensystem pädagogisch fachlich mit einschließen soll, durch Bezahlung oder Spenden geleistet werden.
Aber welche junge Familie ist in der Lage dazu? Die Beerdigung und auch oft die Zeit danach lässt viele Familien sich zum 1. Mal verschulden und durch eine vorausgegangene Krankheit verändert sich auch oft der finanzielle Modus. Ohne Unterstützung vieler würde es die Menschen, die unsere Trauerarbeit besuchen und in der Lage sind, darüber zu sprechen, hier im Film vermutlich nicht geben.
Wir könnten ihnen ohne Spenden nicht die Anlaufstelle „Familientrauerbegleitung“ bieten. www.lavia-gGmbH.de

„Das ist nicht dein Job.“Es ist der 27.12., mein 1. Urlaubstag & ich fahre vorab zu einer Familie, in der die Mutter ste...
28/12/2025

„Das ist nicht dein Job.“
Es ist der 27.12., mein 1. Urlaubstag & ich fahre vorab zu einer Familie, in der die Mutter sterben wird. Sie ist unheilbar krank und hat unfassbare Schmerzen, trotz Palliativmedizin kaum aushaltbar.
Sie leidet seit Jahren und ist an dem Punkt angekommen, wo sie sich Schmerzlinderung wünscht, die sie aber nicht mehr bewusst ansprechbar sein lässt. Die den Tod als Nebenwirkung zur Folge haben kann. Wird.
Wie sollen die Eltern es den beiden Kindern sagen, die bis jetzt noch hoffen, Mama könne doch irgendwie gesund werden?
Brauchen die Eltern uns als Außenstehende beim Gespräch mit den Kindern dabei? Sie glauben ja.
Ich setze meist darauf, dass die Eltern mit guter Beratung von uns das selbst am besten machen können.
Wir sitzen am Wohnzimmertisch, die Hospizlerin, Vater, Mutter und ich und sprechen drüber, wie es bestmöglich die Eltern den Kindern sagen. Wir reden über mögliche Reaktionen, z.B. das Flehen: „Bitte, Mama, bitte, bitte nicht!“
Über Schuldgedanken, über Bankvollmachten, über kindliches & jugendliches Todesverständnis, über die Frage „Wie geht Sterben eigentlich? Und wie geht trauern, wenn eine Mama stirbt?“
Über den Wert von Hospizarbeit, Familientrauerbegleitung und Trauergruppen für alle aus der Familie, Glück und Unfairness des Lebens.
Ich bin froh über meine jahrzehntelange Erfahrung, sie lässt mich auch heute noch mitfühlen, gibt jedoch Stabilität in unsicheren Zeiten.
„Wie kann ich den Kindern jetzt noch gutes Trauern beibringen?“ fragt die Mutter. „Das ist nicht dein Job“, antworte ich. „Du bringst ihnen grade gutes Abschiednehmen bei. Das ist auch wichtig, indem du dir und euch die Chance durch Gespräche, Weinen, Erinnern und Rituale gibst. Das mit der Trauer, das ist der Job von deinem Mann. Und wie gut, dass er“, ich drehe mich zu ihm hin, „dass du dich nicht deiner Tränen schämst.“
„Wir schaffen das, wir sagen es heute Abend selbst den Kindern“, sagen die Eltern eine Weile später zueinander. „Vielleicht nehmen wir noch die Oma dazu.“
Und dann bin ich anschließend am Mittag zum Auftanken an die Ostsee gefahren für dass, was das Leben so mit sich bringt. Für andere & auch für mich.

Mögt ihr unsere Lavia-Arbeit finanziell unterstützen?
Dann besucht gerne www.lavia-gGmbH.de
Wir finanzieren uns zu 100% durch Spenden. Danke.

Danke auch fürs Teilen, damit viele Menschen sowohl von dem Wert, wie auch der finanziellen Not der Familientrauerbegleitung erfahren.

Adresse

Lavia Institut Für Familientrauerbegleitung, Günnigfelderstrasse 88
Gelsenkirchen
45886

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