01/05/2026
Puuuhhhh, das war gestern eine anstrengende Notdienst-Nacht…. Hier für euch mal ein kleiner Einblick.
ua.:
- ein Arzt, der für seinen Patienten ein Salbutamol-Spray holte
- ein Zeckenbiss-Kunde, bei dem beim Entfernen der Zecke der Zeckenkopf im Körper blieb
- hartnäckige Erkältungen
- ein Kunde, der 6x Nasenspray brauchte
- ein Kunde, dem das Nicotin-Spray ausgegangen war
- ein weinendes Mädchen mit schmerzhaften Stellen im Mund
- Medikamente auf der Krankenkassenkarte, die vergessen wurden am Tag einzulösen
Dafür wurde ich dann über Tag belohnt: Was für ein schönes Wetter und wieder so tolle Pflanzen entdeckt! 😄
Seht hier:
Man läuft oft achtlos an ihr vorbei – dabei ist sie eine dieser stillen Frühlingspflanzen, die mehr Geschichten in sich trägt, als man auf den ersten Blick vermutet. Die Zwiebelzahnwurz gehört zu den frühen Blühern in unseren Wäldern und zeigt sich meist schon dann, wenn das Blätterdach der Bäume noch licht ist. Ihr zartes Weiß/ Rosa wirkt fast unscheinbar – und genau darin liegt ihre besondere Schönheit.
Was viele nicht wissen: Unter der Erde bildet sie kleine, zwiebelartige Verdickungen. Diese dienten früher tatsächlich als Nahrung – mild scharf im Geschmack, ein wenig wie Kresse. Heute lässt man sie besser stehen, denn sie ist Teil eines empfindlichen Ökosystems und in manchen Regionen sogar geschützt.
Ökologisch spielt sie eine wichtige Rolle: Sie gehört zu den Pflanzen, die den Frühling im Wald einläuten und frühen Insekten Nahrung bieten, wenn sonst noch wenig blüht. Ihre Samen werden oft von Ameisen verbreitet – eine stille Zusammenarbeit, die zeigt, wie fein abgestimmt die Natur ist.
Vielleicht ist es genau das, was die Zwiebelzahnwurz uns mitgibt: Dass nicht alles laut und auffällig sein muss, um wertvoll zu sein. Manche Dinge wirken leise – und sind doch unverzichtbar.
Wenn du das nächste Mal durch den Wald gehst, schau genauer hin. Vielleicht begegnet sie dir ja.
———— 🌿 ————